Trends - Merkmale, Erkennungsmöglichkeiten und Beispiele

Bunte Zeichnung von sechs Models in Kleidern

So erkennt man einen Trend

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Sind Sie ein aufgeschlossener Mensch, der neuen Entwicklungen offen gegenüber steht? Interessieren Sie sich für verschiedene Bereiche, und erfahren Sie gerne frühzeitig von neuen Entdeckungen und Modeerscheinungen? Dann gehören Sie vermutlich auch zu den Menschen, die sich für Trends interessieren. Lesen Sie über die Merkmale von Trends und die Möglichkeit, diese zu erkennen. Informieren Sie sich außerdem über bestimmte Beispiele.

Trends - generelle Merkmale

Egal ob in der Modewelt, in der Computertechnik oder in der Entwicklung neuer Sportgeräte: Trends gibt es beinahe überall. Trends sind Strömungen, meist ausgelöst durch neue Entwicklungen oder die Wiederentdeckung und Wiederbelebung längst in Vergessenheit geratener Dinge oder Techniken. Wer angesagt und ein attraktiver Gesprächspartner sein will, der muss einem Trend nicht zwangsweise folgen, sollte ihn jedoch als solchen erkennen und akzeptieren können.

Trends lassen sich beobachten, jedoch nur schwer messen. Der weitere Verlauf ist in der Regel abschätzbar; beeinflussen kann man diesen hingegen nur zum Teil. Die Wissenschaft, die sich mit Beobachten und Vorhersagen von Trends beschäftigt, bezeichnet man als Trendforschung.

Kommt es zu einer Änderung des Trends, spricht man von einer Trendwende. Diejenigen, die einen neuen Trend einführen, werden als Trendsetter bezeichnet.

Gesellschaftliche Wandlungsprozesse sind das Themengebiet der Trendforschung. Detaillierte Vorhersagen stehen nicht im Vordergrund; stattdessen zielt man darauf ab, die Wandlungsprozesse zu erkennen und bestenfalls zu verstehen, damit sie sich deuten lassen.

Die Erfassung der Trends bei Produkten oder auch im Verhalten erfolgt in der Meinungsforschung. Solche Trends lassen sich durch Trendsetter sowie Werbung beeinflussen.

Schätzt man einen Trend ab, so erfolgt dies mithilfe von grafischen Verfahren. Der Trend wird auf diese Weise in die Vergangenheit (Diagnoseteil) sowie die Zukunft (Hypothesenteil) eingeteilt.

Einteilung

Trends kann man - in Abhängigkeit ihrer Stärke - auf bestimmte Art und Weise einteilen:

  • Trendsignal: bestimmte Neuigkeiten und Infos, die möglicherweise für die Auslösung von größeren Veränderungen verantwortlich sein könnten
  • Trend: eine beobachtbare Veränderung; man vermutet einen stetigen Verlauf
  • Emerging Trend: ein Trend, der aktuell entsteht; es gibt viele Signale, allerdings ist ein weiterer Verlauf schwar abschätzbar
  • Mikrotrend: eine kleine Veränderung; meist ist sie kaum beobachtbar oder findet regionale Ausprägung
  • Megatrend: großer Trend; er ist lang anhaltend und geht mit ausgeprägten Veränderungen einher
  • Makrotrend: eine bestimmte Ausprägung des Megatrends; Beschreibung von Teilströmungen, welche unterschiedlich weit wirken
  • Metatrend: Bündelung/Zusammenfassung von Trends oder Megatrends
  • Key-Trend: Trend mit besonders wichtige Einstufung
  • Trendbruch: ein Trend, der in seiner Entwicklung entweder im Verlauf oder in der Stärke verändert wird
  • Pseudotrend: ein Phänomen, welches keinen Trend darstellt, jedoch als dieser bezeichnet wird

Kritik

Trends bzw. die Trendforschung werden in einigen Punkten kritisiert:

  • man vernachlässigt die Rahmenbedingungen und legt den Fokus stattdessen nur auf den Konsumenten
  • man beschreibt nur aktuelle Entwicklungen
  • man ermittelt mithilfe von Recherchen und provoziert einen Erwartungseffekt
  • man interpretiert eine einzelne Beobachtung vorschnell als einen zukünftigen Prozess

Trends und Trendsetter erkennen

Wie man einen Trend erkennen kann, das lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären. Nehmen wir die Modewelt. Sie eignet sich gut zur Demonstration, denn hier werden uns die jeweiligen Trends gut sichtbar und überall vor Augen geführt, während man auf manchen spezifischen Fachgebieten schon aktiv danach suchen muss. Zudem lebt die Modebranche von sich ständig aktualisierenden Trends; sie ist

  • schnelllebig
  • innovativ
  • abwechslungsreich und
  • kreativ.

Welche Mode derzeit im Trend liegt, kann man auf der Straße sehr gut beobachten. Überlegen Sie sich zuerst, welche Menschen wohl als Trendsetter gelten. Meist handelt es sich dabei um eine jüngere Zielgruppe (dies trifft übrigens ebenso auf die Computerbranche zu).

Achten Sie nun darauf, was Ihnen an den Trendsettern auffällt.

  • Trägt jemand, den Sie als Trendsetter einstufen würden, ein ungewohntes Kleidungsstück?
  • Kombiniert er Farben, die man eigentlich in dieser Form nicht kombinieren würde?
  • Führt er Accessoires mit sich, die Sie ungewöhnlich finden?

Dann hat er vermutlich einen gerade im Entstehen begriffenen Trend aufgespürt, der allerdings noch in den Kinderschuhen steckt. Beobachten Sie weiter, und Sie werden feststellen, dass Sie das kürzlich Beobachtete nun immer häufiger sehen. Es handelte sich also vermutlich nicht um einen Fehlgriff in den Kleiderschrank, sondern tatsächlich um das Aufgreifen eines Trends.

Und nun finden sich Imitatoren. Prüfen Sie Ihre Beobachtung, indem Sie sich durchs Vorabendprogramm zappen. Hier werden Sie die gleichen Entwicklungen feststellen können.

So wie Sie Trends in der Modewelt aufspüren können, können Sie es auch in vielen anderen Bereichen. Nämlich einfach durch aufmerksames Beobachten, und indem Sie Ihren Blick für das Ungewohnte schulen.

Den Trend früh aufzuspühren bedeutet stets trendig angezogen zu sein
Den Trend früh aufzuspühren bedeutet stets trendig angezogen zu sein

Doch nicht nur in der Modewelt sind Trends zu finden...

Owling, Planking, Leasure Diving - Verrückte Trends aus dem Netz

Das Internet lässt die Welt näher zusammenrücken, verbreitet Nachrichten binnen Sekundenbruchteilen über den ganzen Globus und ermöglicht es, sie mit anderen zu teilen. Dies führt allerdings auch dazu, dass sich in aller Herren Länder merkwürdige Trends verbreiten.

Planking: Liegen in Extremsituationen

Zu diesem zählt bzw. zählte auch das Planking. Dieser Trend machte vor nicht allzu langer Zeit die Runde.

Steif wie ein Brett liegen sie, das Gesicht nach unten, mit angelegten Armen auf dem Bauch - und am liebsten an den ungewöhnlichsten Orten. Weder Klettergerüste noch Geländer, Bücherregale oder Treppen sind vor ihnen sicher. Nur eins haben die Anhänger des Planking gemeinsam: Es ist immer ein Freund mit einer Kamera dabei. Manchmal tut's auch der Selbstauslöser.

Das Wichtigste ist, dass die skurrile Aktion so schnell wie möglich fotografisch festgehalten und ins Web gestellt wird. Die Verbreitung über soziale Netzwerke und Online-Plattformen läuft dann meist schon wie von allein.

Wer lässt sich so etwas nur einfallen? Nun, "erfunden" haben den Trend angeblich einige Jugendliche aus England, als sie im Jahr 1997 begannen, das "Lying Down Game" zu spielen. Hier ging es darum, irritierte Blicke von den Passanten in der Stadt zu ernten, indem sie sich an den ungewöhnlichsten Orten einfach auf den Bauch legten.

Im Jahr 2007 veröffentlichten die Jungs um Gary Clarkson und Christian Langdon erstmals ihre ungewöhnlichen Liege-Fotos auf Facebook. Die Idee boomte: Immer mehr Fans weltweit begannen, sich flach auf Stuhllehnen oder ins Geäst von Bäumen zu legen, um das zu fotografieren. Die Orte wurden immer gewagter.

Ein großes Medienecho gab es, als im Mai 2011 ein junger Australier tödlich verunglückte, der sich im betrunkenen Zustand beim Planking auf einem Balkongeländer versuchte. Neben einigen Kritikern hat durch den Zwischenfall das Planking allerdings überwiegend weitere Anhänger gewonnen.

Einige Planking-Versionen kann man sich in diesem Video ansehen:

Owling, Batmanning und Co. - Die Ideen nehmen kein Ende

Das Schicksal eines jeden Trends ist, dass er eines Tages zu langweilig wird. So ließen neue Ideen nicht lange auf sich warten.

Eine sehr bekannte Technik ist beispielsweise das Owling. Sie erfordert auch weniger Körperspannung: Der "Owler" hockt wie eine Eule an einem Ort, an dem er möglichst deplatziert aussieht. Sei es auf

Etwas akrobatischer geht es beim Batmanning zu: Das kann man sich vorstellen wie Planking in der Senkrechten. Als echte Fledermaus hängt man sich kopfüber von einem Ort herunter und hält sich dabei lediglich mit den Füßen fest. Die Arme liegen am Körper, der Kopf baumelt nach unten. Beliebte Orte dafür sind

  • Zäune
  • geöffnete Türen
  • Rohre und
  • Gardinenstangen.

Bevor man allerdings "Batman" spielt, sollte man vorher sicher gehen, das Verletzungsrisiko möglichst klein zu halten.

Noch viel dynamischer ist ein weiterer Trend, der allerdings eine möglichst undynamische Wirkung zum Ziel hat: Leisure Diving. Der Trick hierbei ist, von einem erhöhten Ort ins Wasser zu springen und dabei eine betont entspannte Haltung einzunehmen, als würde man gerade gemütlich liegen oder sitzen.

Fotografiert wird, während der Springer noch in der Luft ist. Im Idealfall sieht das Bild am Ende aus wie eine merkwürdige Fotomontage.

Eine Erscheinung des Internet-Zeitalters

Jede Zeit hat ihre Besonderheiten - so ist es auch mit dem Owling, Planking und Leisure Diving. Ermöglicht und befeuert werden diese Trends durch das Zeitalter der sozialen Netzwerke, in denen man sich als Teil des Ganzen fühlen kann, wenn man auf einer verrückten Welle mitsurft, das publik macht und die Begeisterung der anderen weiter antreibt.

Ein Bild überbietet das andere. Die Gruppen, die sich dabei im Netz zusammenfinden, sind weltweit verstreut und deutlich heterogener als die übliche Clique von Jugendlichen.

Dennoch ist das Ganze auch ein scherzhafter Protest gegen die Normen des Alltags: Wer liegt schon auf einem Gehweg, kauert auf einem Straßenschild oder hängt kopfüber von einer Regenrinne?

Inzwischen hat sich für diese Art Online-Trends, die Einzug in die reale Welt halten, der Begriff Selfing eingebürgert. Und ein Ende der Kreativität ist nicht in Sicht: Auch Horsemanning, Scalettjohanssoning und viele andere Arten von Foto- und Videodarstellungen der eigenen Person haben sich inzwischen über das Internet verbreitet und erobern immer mehr Fans. Ein wenig ist es wie mit den Kettenbriefen, Hermannkuchen und anderen Phänomenen der Zeit - die einen sind genervt, die anderen restlos begeistert.

Neuster USA-Trend: Mit Smartphones und Kneipen-Hopping Punkte sammeln

Durch GPS und WLAN-Netze realisiert, kommt der neuste geobasierte Web-Trend wieder einmal aus den USA und verspricht, nach Twitter, der nächste große Hype zu werden.

Mit Smartphones (kompakte kleine Handy-Format-Computer, bestehend aus Mobiltelefon und elekronischem Organizer) hat man die Möglichkeit, durch Netzanbieter wie “Foursquare” oder “Gowalla” seinen Freunden mitzuteilen, in welcher Bar man sich gerade befindet.

Je häufiger man ein Restaurant oder eine Kneipe besucht, desto höher steigt man in einer Rangliste nach oben. Beide Dienste sind benutzerfreundlich und spielerisch aufgebaut und die Verbraucherzahlen steigen täglich rasant an.

Manche Bars locken sogar mit Freigetränken Kunden zu häufigeren Besuchen. Auf dem lukrativen neuen Markt schließen sich reihenweise Clubs und Boutiquen zusammen; Kooperationen mit Restaurants oder Läden sind in Planung. Ein Hoch auf digitale Vernetzung und Offenlegung aller Daten, big brother is watching you.

Die ekligsten Körperschmuck-Trends aus Japan

Die Japaner machen ja bekanntlich jeden ausgefallenen Mode-Trend mit, aber vor allem in der Fetisch-Szene nehmen diese immer kuriosere Züge an. Der neuste Trend in Sachen Körperschmuck nennt sich "Bagelhead". Dabei unterziehen sich hauptsächlich Anhänger der Gothic-Szene einer etwa zweistündigen Sitzung, bei der Kochsalzlösung über eine Infusion in die Stirn gespritzt wird, sodass der Kopf anschwillt und merkwürdige Dellen auf der Stirn entstehen. Während der Prozedur wird dann der Daumen in die Mitte der Stirn gepresst, damit dort eine Vertiefung entsteht, die an das Loch eines Bagels erinnert. Die Schwellungen klingen nach gut zehn Stunden wieder ab.

Aber auch noch weitaus ekligere Trends sind derzeit unter den japanischen Jugendlichen total angesagt. Unter anderem lassen sich ganz Hartgesottene sogar Körperteile amputieren, die Ohren anspitzen oder den Bauchnabel und die Brustwarzen operativ entfernen.

Umfrage: Deutsche mögen Kurzurlaube

Grafik gelbes Schild mit Sonne und "Urlaub" darauf unter blauem Himmel
auf in den Urlaub © DeVIce - www.fotolia.de

Deutsche gelten als "Reiseweltmeister". Eine aktuelle Umfrage erkundigte sich nach den Vorlieben für die "schönste Zeit des Jahres" und den Urlaubsplänen für das neue Jahr.

Für die meisten Befragten steht ein Kultururlaub ganz oben. 29 Prozent gaben an, sich bevorzugt andere Städte, Museen, Kirchen und andere Kulturgüter anschauen zu wollen. 28 Prozent favorisieren einen längeren Urlaub und mehrere Kurzreisen im Jahr. Am liebsten mit der Familie wollen 26 Prozent die Ferien verbringen. Dies ist für Frauen (28 Prozent) wichtiger als für Männer (23 Prozent).

Die Zeiten, in denen die Deutschen nur einmal im Jahr gleich für mehrere Wochen verreist sind, sind vorüber. Heute machen sie dagegen im Schnitt 2,5 Urlaubsreisen jährlich. Neben einem längeren Haupturlaub erfreuen sich Kurztrips übers Wochenende immer größerer Beliebtheit. Die gesunkenen Kosten für Flugreisen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Hipster-Hype schlägt um in Hipster-Hass

Es ist nahezu unmöglich, diesen neuen Trend nicht wahrzunehmen: die Hipster sind da. Und das in Scharen. Hipster, das sind diejenigen, die einem besonders in Großstädten und vermehrt in großen Coffee-Ketten mit großen Brillen, avantgardistisch anmutender Secondhand-Kleidung und keck bedruckten Jutebeuteln auffallen - von überteuerten Laptops und Kameras ganz zu schweigen.

Was vor drei Jahren noch ein Szene-Trend zum Abheben vom Mainstream war, ist mittlerweile absoluter Trend. Und wie es immer so mit den Trends ist, schlagen diese irgendwann in die Ablehnung desselbigen um. Genau das passiert nun auch mit dem Hipstertum. Dieser Hype wird mittlerweile nicht nur mehr im Internet persifliert und ins Lächerliche gezogen.

In Berlin, der Hipster-Stadt Nr. 1, werden nun Anti-Hipster-Partys gefeiert, wo sich die von denen abheben können, die nun die gleichen Klamotten tragen, wie sie selbst vor einem Jahr. Auch Kleidung mit Anti-Hipster-Aufdrucken ist heiß begehrt. Mal sehen, wie lange sich der Hipster-Hass-Hype noch hält, bis die nächste Subkultur populär wird.

Der neue Trend in diesem Sommer: Baden im Schleim!

Wellnessgenuss und Partyspaß: Baden im Schleim heißt der neue Sommertrend, der es nun aus den USA und aus Australien auch zu uns geschafft hat. Dabei handelt es sich um das so genannte "Gelli Baff" - ein Pulver, welches das Bade- oder Poolwasser zu glibbrigem Schleim verwandelt und das Baden zu einem besonderen Erlebnis werden lässt. Vor allem bei Kindern kommt dieser Trend gut an, doch auch Erwachsene können ihn als super Partygag nutzen.

"Gelli Baff" gibt es auch als Badezusätze mit verschiedenen Geruchsnoten - so kann aus einem normalen Bad ein echtes Wellnesserlebnis werden. Man schüttet das Pulver in das Badewasser; innerhalb von wenigen Minuten verwandelt dieses sich in eine zähe Masse, die die Wärme länger hält. Durch den Zusatz eines weiteren Pulvers kann der Schleim wieder in Wasser umgewandelt werden, sodass man es ganz normal ablaufen lassen kann.

Trendprognose - Smaragdgrün ist die Farbe des kommenden Jahres

Was uns 2013 in den Möbelhäusern und den Designhotels dieser Welt erwarten wird? Nun, rein farbtechnisch können wir da schon einmal einen kleinen Ausblick geben: Die Nummer 17-5641 dürfte hier in der Gestaltung eine wichtige Rolle spielen. So zumindest prognostiziert es die US-amerikanische Firma Pantone, die mit ihrem gleichnamigen Pantone Matching System die Grafik- und Druckindustrie revolutioniert hat - und heute eben auch im Bereich Innenausstattung und Architektur eine wichtige Rolle spielt.

Das Prinzip des Systems ist ganz einfach: 14 Basisfarben können in allen nur erdenklichen Variationen miteinander gemischt werden. Hieraus ergeben sich schier endlose Gestaltungsmöglichkeiten, wobei die endgültigen Farbtöne als Resultat eine Nummer zugeordnet bekommen. An Hand dieser Nummer kann die genaue Zusammensetzung der jeweiligen Farbe abgelesen werden. In den vergangenen Jahren hat sich Pantone als echter Trendsetter etabliert, der wichtige Farbtrends für das kommende Jahr voraussagt - und damit oftmals richtig liegt.

Für 2013 also soll es die Nummer 17-5641 sein, was einem geheimnisvollen Smaragdgrün entspricht. In der Begründung des Unternehmens heißt es, die Farbe sei lebendig, üppig und strahlend und zeichne sich vor allem durch seine Eleganz und Schönheit aus. Wir sind gespannt, welche Einrichtungsstücke uns im kommenden Jahr in Smaragdgrün begegnen werden - und wie weit der Trend auch auf die Modewelt übergreift...

Immer mehr junge Amerikaner treffen sich in Bars um Alkohol nicht zu trinken, sondern zu rauchen

Seit einigen Monaten treffen sich junge Amerikaner in den Bars nicht um Alkohol zu trinken, sondern diesen zu rauchen. Dabei wird der Alkohol in den sogenannten Vaportini, eine Glaskugel, geschüttet und dann über einer Kerze erwärmt, bis der Dampf entsteht, den man über ein Glasröhrchen inhaliert. Dadurch gelangt der Alkohol schneller in die Blutbahn und steigt direkt ins Gehirn und man ist schneller berauscht, denn beim Trinken wird der Alkohol auch teilweise durch den Körper abgebaut.

Angeblich nimmt man auch weniger Kalorien zu sich. Aber dieses Rauchen birgt eine große Gefahr, denn wer zu viel Alkohol trinkt, dem wird es dann irgendwann einmal übel und man übergibt sich, was beim Rauchen nicht passiert und es kann somit schnell zu einer Alkoholvergiftung kommen. Auch können die Schleimhäute durch den Dampf angegriffen werden.

Diesen Vaportini hat Juli Palmer erfunden, die es auch im Internet für 30 US-Dollar anbietet. Doch man kann sich ein solches Gerät auch selber bauen, die nötigen Bauanleitungen findet man auch im Internet.

Hugo und Aperol haben ausgedient

Zwei Cocktails in Gläsern auf Theke
cocktails for two © Tim Porter - www.fotolia.de

Wie sicherlich die meisten Menschen schon mitbekommen haben, sind die Kultgetränke Hugo und Aperol auf dem absteigenden Ast. Die berechtigte Frage ist daher, was nun danach kommt? Wenn es um die nächste Königin in der flüssigen und zeitgleich leckeren Thronfolge geht, dann kommt Lillet immer öfter in das Gespräch. Je nach Zusammensetzung sind leichte Parallelen zum Hugo vorhanden, doch geschmacklich unterscheiden sie sich deutlich.

Dabei handelt es sich um einen Mix, der aus Wein, verschiedenen Likören aus Zitrusfrüchten und Chinarinde besteht. Ursprung dieses Getränks ist im Jahre 1872 zu suchen, denn dort entstand er das erste Mal. Es gibt jedoch bereits verschiedene Zusammensetzungen. Sehr beliebt ist dabei natürlich gerade die leichte Version von Lillet Spritzer, oder aber Tante Lilly, wie das Getränk ebenfalls genannt wird.

Der Klassiker "Lillet blanc" besteht aus viel Eis, welches mit ein wenig Holunderblütensirup und Soda aufgegossen wird. Bei der Verzierung scheiden sich ebenfalls die Geister, während viele auf eine Gurke setzen, nehmen andere eine Orangenscheibe zur Hand. Dies ist jedoch eine individuelle Entscheidung, denn es geht eher um eigene Vorlieben, als eine feste Etikette. Eine weitere Zusammensetzung besteht dann aus Champagner, dieser wird einfach durch das Soda ergänzt. Die Orange bleibt als Dekorationselement bestehen.

Eine weitere Variante verdankt man James Bond. Er bestellte 1953 im Roman einen Lillet, der damals jedoch noch aus drei Teilen Gin und einem Teil Wodka bestand. Angereichert wurde er dann mit einem halben Teil Lillet und bei der Dekoration setzte man noch auf eine Zitronenscheibe, die für eine gewisse Spritzigkeit sorgte.

Selbstportraits an unangemessenen Orten - neuer Online-Trend der Jugendlichen

Selfie: junges Paar liegt im Park auf einer Wiese und macht ein Foto mit dem Handy
smiling couple making selfie in park © Syda Productions - www.fotolia.de

Erst vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass das Wort "Selfie" in die Wörterbücher aufgenommen wurde. Damit sind die Selbstportraits gemeint, die vor allem von Jugendlichen gemacht und ins Internet gestellt werden. Wie sich nun zeigt, haben die Teenager diesbezüglich einen neuen Trend gesetzt, der jedoch für Diskussionen sorgt: sie fotografieren sich selbst an unangemessenen Orten, wie zum Beispiel während der Beerdigung eines Verwandten; auf dem Foto ist in dem Fall im Hintergrund der Sarg zu sehen.

Im Internet wurde ein Blog eröffnet, in dem es sich zur Aufgabe gemacht wurde, solche Bilder zu sammeln. Hier posten Jugendliche ihre fröhlichen Handyfotos, zum Beispiel vor dem Holocaust-Mahnmal, dem Anne-Frank-Haus oder der 9/11-Gedenkstätte.

Der Lebensstil des Big Apple - Diese Beauty-Trends kann man sich in New York abgucken

Freiheitsstatue New York, im Hintergrund Sykline am Abend
The Statue of Liberty and New York City skyline © Gary - www.fotolia.de

Trends und Styles werden von Designern und Moderedakteuren gemacht, schon klar. Am Ende überlebt aber nur, was sich auf der Straße und in den Kleiderschränken der Fashionistas einnistet. Deswegen lohnt es sich immer, den Blick nicht nur auf die Laufstege, sondern auch auf das Straßenbild zu lenken.

Besonders geeignet sind hier natürlich solche Städte wie Paris, Berlin oder Rom. Ganz vorne mit dabei, wenn es um stylische Damen geht, ist natürlich immer auch der Big Apple. New Yorkerinnen sind bekannt für ihre raffinierte Coolness.

Auch was Schönheitsgeheimnisse angeht, kommen die großen Trends von dort. Auf die Sonnenbank zu gehen ist hier beispielsweise vollkommen out. Spray-Tanning ist viel gesünder für die Haut und geht ebenso einfach und problemlos. Apropos Sonne, in New York hat eine Kosmetik- oder Pflegelinie kaum eine Chance, wenn sie keinen integrierten UV-Schutz hat. Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, sollte man sich abgucken.

Und damit die New Yorker auch weiterhin super in ihren Klamotten aussehen, shoppen sie vor allem gesundes Essen. Die deutsche Alternative zu Läden wie "Whole Foods", die nur organische Produkte und Bio-Lebensmittel anbieten, heißt "Alnatura" oder "Basic". Der Konzern soll den deutschen Markt Gerüchten zufolge aber schon im Visier haben.

Wenn das Kleid übrigens doch mal etwas stärker kneift, hilft eine Kur mit "Blue Print Cleanse". Die Detox-Getränke sind der absolute Renner in den Staaten und helfen, gesund zu entgiften.

Weniger ist mehr: Der neue Trend heißt Minimalism

Neue Trends gibt es immer wieder und der neuste Trend in Sachen Lifestyle heißt: Minimalism. Nicht wirklich neu, dafür aber garantiert lebenswert. Hintergrund ist der Wunsch nach weniger Chaos und angesichts der Überflussgesellschaft, des unkontrollierbaren Konsumrausches und der Wegwerfgesellschaft.

In zweiter Generation sorgt der Minimalism dafür, dass man sich wieder auf das Wesentliche konzentriert. Weniger Chaos um einen herum sorgt auch für mehr Ruhe im Kopf. Ähnlich wie beim Campen beschränkt man sich nun mehr auf die wichtigsten Dinge. Angestrebt sind 100 Gegenstände, die im Alltag verwendet werden dürfen. Eine wirklich kleine Zahl, betrachtet sich allein eine Frau den Inhalt ihres Schuhschranks.

Allerdings muss man es sich nicht so schwer machen. Manchmal genügt es auch, gründlich auszumisten und sich von unnützen Dingen zu trennen. Wer braucht schon zehn verschiedene Hautcremes? Oder aber sind im Bett wirklich drei Kissen notwendig? Zudem kann sich ein jeder die Frage stellen: „Was habe ich in den letzten zwölf Monaten nicht in den Händen gehabt?“ Davon kann sich rein theoretisch getrennt werden, denn auch in den kommenden zwölf Monaten wird man keine Verwendung mehr dafür haben.

Verschenken ist im übrigen ein ganz guter Weg zum Minimalism. Schließlich bereitet man damit anderen auch noch eine Freude und man befreit sich von unnötigem Ballast. Freiheit steht für Unabhängigkeit und je unabhängiger man sich von Konsumgütern macht, um so ausgeglichener ist man im Inneren. Auf einen Versuch sollte man es einmal ankommen lassen.

TK Maxx: Diesen Style lieben die Deutschen

Unterkörper von jungen Frauen mit vielen Einkaufstüten; Kleidung shoppen beim Shoppingtrip
legs © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Designermode und Luxusbeauty zum kleinen Preis: Die Kaufhauskette "TK Maxx" hat binnen weniger Jahre das Herz der deutschen Shoppingfreunde erobert. Neben Mode und Kosmetik bietet das Unternehmen auch Wohnaccessoires, Küchenzubehör und sogar Möbel, die hier in aller Regel deutlich günstiger zu haben sind als im Normalpreis.

Natürlich funktioniert ein solches Konzept nur, wenn man bestens informiert ist über die Wünsche der eigenen Kundinnen und Kunden. Wie bereits 2012, so hat TK Maxx gemeinsam mit dem renommierten forsa Insitut für Meinungsforschung wieder eine Styling Studie durchgeführt, die dem Stil der Deutschen auf den Zahn fühlen sollte.

Italien: Modenation Numero 1!

Und wie es fast immer ist bei derlei Umfragen: Einige Ergebnisse hat man genau so erwartet, andere überraschen. So findet die Mehrheit aller Befragten, dass die Italiener eindeutig die stilvollsten Menschen unter Gottes Sonne sind. Frankreich und die USA belegen einen guten zweiten bzw. dritten Platz.

Im Allgemeinen zeigten sich die Deutschen offenbar wenig experimentierfreudig. Zu den absoluten Must-Haves im Kleiderschrank wurden Blue-Jeans, weiße Bluse und Kleines Schwarzes genannt. Generell fanden viele Befragte, dass man nicht jeden Trend mitmachen müsse. Da passt es nur zu gut, dass die britische Herzogin von Cambridge Kate (ehemals Middleton) mit ihrem eleganten, aber unkomplizierten Look als weibliche Stilikone Nummer 1 gilt - und nicht zum Beispiel Kate Moss oder eines der jungen, wilden It-Girls.

Sexting - Ein gefährlicher Trend aus den USA

Junge Frau zeigt anderer Frau ihr Handy, Handyfoto, Unterhaltung, vor weißem Hintergrund
who's that? © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

In Zeiten des Internets ist die Informationsbeschaffung so einfach wie noch nie und das gilt auch für private Daten. Datenschutz ist ein großes Diskussionsthema in der heutigen Zeit, doch wer private Daten im Internet freiwillig preisgibt, ist selbst schuld, wenn diese in die falschen Hände geraten.

Ganz besonders heikel ist das, wenn es sich dabei um intime Fotos oder Texte handelt. Das sogenannte Sexting, das Veröffentlichen intimer Fotos und erotischer Nachrichten im Internet, ist ein fragwürdiger Trend, der gerade aus den USA nach Europa überschwappt.

Unbekümmerte Vebreitung intimer Fotos

Besonders gerne machen Jugendliche von diesem Sexting Gebrauch und teilen erotische Fotos von sich oder Nachrichten über online Messaging-Dienste wie Whats App oder Snapchat mit ihren Freunden. Da das Internet bekanntlich nie vergisst, sind diese Fotos und Nachrichten für die Freunde aber auch dann noch abrufbar, wenn die Freundschaft oder Beziehung längst zerbrochen ist. Dann besteht die Gefahr, dass diese Freunde die Fotos und Nachrichten im Internet, beispielsweise über soziale Netzwerke, verbreiten und sie so weltweit und für jeden zugänglich machen.

Nachteilige Konsequenzen

Das kann für die Betroffenen mitunter eine erhebliche psychische Belastung bedeuten oder gar der beruflichen Karriere oder der Familie schaden. Zwar wirbt der Messaging-Dienst Snapchat damit, dass Fotos, die verschickt werden, nach kurzer Zeit wieder zerstört werden, doch wer sich ein wenig im IT-Bereich auskennt, hat leichtes Spiel diese zerstörten Fotos wiederherzustellen und zu verbreiten.

Gefährlich für Betroffene wird es insbesondere dann, wenn etwa Pädophile an diese intimen Daten der Jugendlichen gelangen, indem sie sich in den sozialen Netzwerken mit Fake-Profilen als Gleichaltrige ausgeben, und die Daten zum Stalking oder zur Erpressung benutzen.

Das sind die Must-Haves (und - Do´s!) in diesem Sommer

Picknickdecke mit Körben auf Wiese an See
Picnic © waltart - www.fotolia.de

Endlich, der Sommer ist da! Höchste Zeit, sich noch mit dem ein oder anderen Must-Have einzudecken und Pläne zu schmieden: Die Sonnenmilch ist schon gepackt? Der schönste Badesee gefunden? Nun, wir hätten da noch ein paar andere Ideen...

Musikfestivals und Open-Air Veranstaltungen

Wer noch nie auf einem Musikfestival gewesen ist, der sollte es spätestens diesen Sommer nachholen. Gemeinsam mit Hunderten, gar Tausenden Menschen einstimmen und mitsingen - kann es etwas Schöneres geben?

Wer Menschenmassen ebenso fürchtet wie tagelanges zelten im Schlamm, der kann einfach ein Tagesfestival besuchen. Und selbst in kleineren Städten gibt´s inzwischen häufig Open-Air Veranstaltungen von Musik bis Kabarett, die ebenfalls einen Hauch Festivalstimmung verströmen.

Doch kommen wir nochmal zum Schwimmen zurück: Freibad ist gut und schön, romantischer aber wird´s am Badesee! Machen Sie sich das Internet zu Nutze und googeln Sie die schönsten Badestellen in Ihrer Nähe. Viele Gemeinden bieten inzwischen komplette Online-Infos mit Anreise, Wasserqualität und Angaben zur Sicherheit.

Essen und modische Must-Haves

Über den passenden Lifestyle müssen wir Ihnen vermutlich nichts erzählen - Trinken und Essen genießt man im Sommer schließlich so, wie es gerade gefällt. Frozen Yogurt bietet eine tolle, gesündere und zudem herrlich säuerlich frische Alternative zum klassischen Sahne-Eis - und selbst gemachte Salate haben jetzt sowieso Hochsaison. Tipp: Probieren Sie auch einmal Kräuter wie Lavendel, Basilikum oder Minze, die passen hervorragend zu Erdbeeren, bereichern jeden Smoothie und machen sich auch als selbstgemachtes Eis gut!

Last but not least wagen wir einen kleinen Ausblick auf die modischen Must-Haves: Sneakers sind natürlich in diesem Sommer ein echtes Muss, gern im Vintage-Look oder als angesagte Slip-On Version. Sonnenbrillen orientieren sich ebenfalls an vergangenen Jahrzehnten, und bis auf die 90er Jahre dürfen Sie hier gern alles tragen, was Ihnen nur in den Sinn kommt. Mit Streublumenprints, tropischen Drucken und Pastellfarben liegt Frau in diesem Jahr ebenfalls goldrichtig - und a propos, Metallic-Oberflächen bleiben weiterhin en vogue.

Britischer Journalist erfindet Wort für neuen Mann: Spornosexualität bedeutet sportliches Sexsymbol

Junger, sportlicher Mann unter der Dusche, schaut in die Kamera, Kopf leicht schräg
men shower © detailblick - www.fotolia.de

Wenn Männer Frauen beeindrucken wollen, so haben sie das früher durch Geld oder ihr modisches Aussehen versucht. Inzwischen gibt es einen neuen Trend. Laut einem britischen Wissenschaftler heißt dieser „Sporno“.

Das Wort kreiert sich aus Sport und Porno. Die Männer empfinden sich selber als Sportler und gleichzeitig als Sexsymbol. Diese Männer legen Wert darauf, nicht wegen ihrer Kleidung, oder wegen ihres Intellekts, sondern wegen ihres Körpers bei den Frauen anzukommen. Außerdem zeigen sie gerne sehr viel Haut und in voller Körperlichkeit.

Spornosexualität als Weiterentwicklung der Metrosexualität

Der britische Journalist Mark Simpson hat dazu einen Essay in Englands Zeitung „Telegraph“ veröffentlicht. Darin diskutierte er, wie sich soziale Netzwerken, Selfies und Pornos auf das Geltungsbedürfnis eines Mannes auswirken.

Auch der Begriff "Metrosexualität" wurde von Simpson miterfunden. Allerdings ist seiner Auffassung nach die Spornosexualität die Steigerung der Metrosexualität. Er behauptet: "Der Spornosexuelle ist die extremere, übersexualisierte und körperfokussierte Version des 'Metros'."

Schon vor Jahren stellte Simpson die These auf, dass Schwule aus der Modebranche seiner Meinung nach den Homo-Porno-Chic aus Spaß heraus zum Mainstream machen.

Trend zum Biedermeier - spießig ist das neue cool

Nahaufnahme Gartenzwerg mit Laterne auf Rasen
gartenzwerg mit laterne © Clemens Haselböck - www.fotolia.de

Spießer – das ist längst kein Schimpfwort mehr. Gleich mehrere Autoren haben einen Trend zur Spießigkeit entdeckt. Epizentrum des neuen Biedermeier ist aber nicht die Vorgartenidylle der Provinz. Nein, der Neospießer lebt in Vierteln wie Berlins Prenzlauer Berg, wo er abends im Programmkino seine Bionade trinkt oder im Manufactum-Katalog blättert.

Das Leben des modernen Spießers

Natürlich sieht das Spießerleben heute anders aus als früher. Woran man die neuen Biedermänner und Frauen erkennt, verrät mittlerweile sogar ein Bestimmungsbuch. "Der moderne Spießer" will aufklären - und dabei helfen, auch die eigene Miefigkeit zu erkennen.

Die Ingredienzien des Spießertums sind zeitlos: Selbstgerechtigkeit und Borniertheit, der Hang zu Sicherheit und Ordnung. Wer andere über Mülltrennung belehrt, Filme nur mit Originalton schaut und im Schrebergarten Biokräuter anbaut, gibt seinem Leben eine überschaubare Bedeutung.

Wir wären allerdings nicht im 21. Jahrhundert, wenn der mondäne Spießer nicht auch das Spiel mit der Ironie beherrschen würde. So zwinkert er sich durch das Großstadtleben und schafft es damit, sogar Spießerklassiker wie Boule-Spielen und Gartenzwerge in sein Universum zu integrieren.

Passend zum Thema

    Loom Bänder – Basteltrend aus Gummi boomt weltweit

    Bunte Rainbow Loom Armbänder an Kinderarmen
    rubber bands bracelets © carlosods - www.fotolia.de

    Loom Bands, Freundschaftsbänder aus Silikon, sind der neueste Basteltrend – und ein Verkaufshit. In den Spielwarengeschäften finden die Sets aus Webrahmen, Häkelnadel und bunten Gummiringen reißenden Absatz. Umweltschützer warnen aber bereits vor dem Ende des Bastelfiebers. Das verwendete Silikon ist nicht recyclebar.

    Erfinder aus Amerika

    Erfunden wurde die ungewöhnliche Knüpftechnik von einem Mann. Der US-Ingenieur Cheong Choon Ng wollte ursprünglich nur einen Webrahmen für seine kleine Tochter bauen, damit diese aus ihren Haargummis flexible Armbänder flechten konnte.

    Mittlerweile hat der Loom-Boom die ganze Welt erfasst. Ob Amerika, Asien oder Europa – Millionen kleiner Mädchen basteln Freundschaftsbänder aus Gummi. Allein im deutschsprachigen Raum sind seit Jahresbeginn 400.000 Webrahmen und unzählige Gummiringe verkauft worden.

    Auf YouTube finden sich immer neue Anleitungen, was aus den quietschbunten Gummis noch alles gebastelt werden kann. Ein Video für ein Armband mit Sternenmuster wurde mehr als 25 Millionen Mal angeklickt. Und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

    Kritische Stimmen

    Umweltschützer fürchten jedoch, dass die Silikonbänder zu einem Risiko für Tiere und Umwelt werden könnten. Das Material verrottet nicht und lässt sich auch nicht recyclen.

    Die 5 wichtigsten Food Trends 2015 – das wird lecker

    Experimentierfreudige können sich auf interessante Kombinationen von Geschmack und Konsistenz freuen

    Kochen - Junge Köchin beim Abschmecken der Suppe
    Young attractive woman chef tasting food (making okay sign) © gajatz - www.fotolia.de

    Keine Langeweile auf dem Teller! Auch 2015 gibt es interessante kulinarische Entdeckungen, die das Einerlei auf dem Speiseplan durchkreuzen. Wir verraten, was uns in Restaurants und sozialen Medien begegnen wird.

    Food Pairing

    Dass Basilikum zur Tomate passt, hat sich auch bei kulinarischen Laien herumgesprochen. Anspruchsvolle Köche suchten aber schon immer nach neuen Kombinationen von Geschmack und Konsistenz.

    2015 nimmt das Food Pairing richtig fahrt auf. Wer nicht auf überraschende Speisen-Kombis im Restaurant warten möchte, tüftelt selbst neue Kreationen aus und postet das Ergebnis im Internet.

    Hybrid-Food

    Aus zwei mach eins – diesem Motto verdanken wir bereits den Cronut (Croissant und Donut) und den Bruffin (Brioche und Muffin). In diesem Jahr findet die Fusion auch beim Gemüse statt. Wie wäre es zum Beispiel mit Kalette, dem britischen Hybrid aus Grünkohl und Rosenkohl?

    Mut zum Makel

    Makellose Schönheit ist langweilig. Deshalb landen künftig wieder mehr kulinarische Misfits auf dem Teller. Obst und Gemüse mit kleinen Stellen, krumme Gurken und zweibeinige Möhren sind nur einige der Sonderlinge, deren innere Werte es zu entdecken lohnt.

    Ramen-Suppe

    Aus Japan schwappt nach Sushi ein neuer Trend nach Europa: die Ramen-Suppe. Geschmacklich bietet der asiatische Klassiker allergrößte Vielfalt. Essentiell sind nur die gleichnamigen Nudeln, die Ramen zu einer schnellen und sättigenden Mittagsmahlzeit machen.

    Solostars – Amaranth und Kokoszucker

    Bei den Lebensprodukten schaffen es 2015 zwei relative Newcomer auf die Hitliste: Amaranth und Kokoszucker. Müsli-Fans kennen das Inka-Getreide Amaranth bereits länger, nun schleichen sich die leicht nussigen Körner auch in andere Rezepte. Das Getreide, das gar keines ist, liefert neben Kalzium und Eisen viele Fettsäuren.

    Kenner von Low Carb kennen außerdem die gesunde Wirkung von Kokos-Zucker. Die bräunlichen Kristalle werden aus dem Nektar der Kokosblüte gewonnen und lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.

    Dank ihres niedrigen glykämischen Index sind sie daher auch für Diabetiker empfehlenswert. Süß und leicht karamellig im Geschmack.

    Rinderbrühe statt Weizengrass-Smoothie: New York hat einen neuen Hype

    Heiße Brühe im Pappbecher ist der neuste Ernährungshype aus New York

    Nahaufnahme Löffel mit Suppe über Teller mit  Rinderbrühe
    rindersuppe-freigestellt auf weiss © Svenja98 - www.fotolia.de

    Da muss der geneigte deutsche Tourist in New York doch heftig schmunzeln. Der neueste Ernährungs-Hype in der US-Metropole heißt Brühe: Seit im trendy East Village die Suppenküche "Brodo" eröffnete, trägt der New Yorker keinen Cafe Latte oder Weizengrass-Smoothie mehr spazieren, sondern ganz einfache Rinder- oder Hühnerbrühe.

    Teure Rinderbrühe mit ökologisch vertretbaren Markknochen

    Die Brühe im Pappbecher kostet im Schnitt stolze 5,50 US-Dollar und verspricht dafür nicht nur Gesundheit, sondern auch Schönheit. Damit der ökologisch wache Hipster ebenfalls zugreift, stammen die Markknochen für die Rinderbrühe von Tieren aus grasgefütterter Zucht.

    Auslöser des Suppenhype ist die in New York ebenfalls schwer angesagte Paleo-Diät, die sich an der Nahrung der Steinzeitmenschen orientiert. Schon in der Vorzeit kochte der Mensch Tierknochen zu einer nährstoffreichen Brühe ein. "Brodo"-Geschäftsführer Marco Canora habe die Kraftbrühe mit frischem Gemüse nach vielen Jahren voller

    als wahres Wunderelixir entdeckt.

    Erhältliche Variationen der Brühe

    Nun köchelt er Brühe 18 Stunden, ehe sie in den Verkauf geht. Der Kunde hat die Wahl zwischen

    • Rind,
    • Huhn und
    • Truthahn,

    sowie zwischen verschiedenen Beigaben wie

    Längst sind auch andere auf den neuesten Zug aufgesprungen, so dass mittlerweile an allen Ecken Manhattans und Brooklyns Brühe im Becher angeboten wird.

    Hipster adé – der ehrgeizige Yuccie kommt

    Obwohl er dem Hipster äußerlich gleicht, unterscheidet sich der Yuccie von ihm in seinem Verlangen nach Erfolg

    Portrait eines sympathischen jungen Mannes mit dunklen Haaren, Dreitagebart und Hornbrille
    Satisfied man with spectacle © Rido - www.fotolia.de

    Hornbrille, Jutebeutel und viel zu enge Hosen – der Hipster ist aus keinem Coffee-Shop mehr wegzudenken. Zu unterscheiden sind die ehemaligen Individualisten schon lange nicht mehr.

    Nun wächst außerdem eine neue Generation an weltgewandten Städtern heran: die Yuccies. Sie sind nicht nur hip kreativ, sondern wollen damit auch Karriere machen.

    Äußerlich unterscheidet sich der Yuccie (Young Urban Creative) kaum vom Hipster. Auch er ist modebewusst und fährt gern mit dem Rad. Ein klappriger Drahtesel kommt dem Yuccie aber nicht unter den Hintern: er strebt nach Besserem. Auch sein Schnurrbart verdient eine Extraportion Pflege.

    Was den Yuccie vom Hipster unterscheidet

    Als Kind der Jugendkultur der 90er lehnt der Hipster übertriebenen Konsum ab. Statt Shoppingtrip in die Luxustempel organisiert er auf dem Hinterhof einen Flohmarkt.

    Individualität und kreative Ergüsse sind ihm wichtiger als das Bankkonto. Darum interessiert er sich selten für lukrative Jobs, geschweige denn eine Festanstellung.

    Dem Yuccie reicht das nicht mehr. Er will kreativ sein wie der Hipster – und erfolgreich wie der Yuppie.

    Grundinformationen und Hinweise zu Trends

    • Trends - Merkmale, Erkennungsmöglichkeiten und Beispiele

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: fashion design © romina rossi - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Shopping! © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema