Feuerwerksarten und Feuerwerkskörper - Anlässe, Arten und mögliche Gefahren

Silvester-Raketen auf weißem Hintergrund

Feuerwerke sind beliebte Bestandteile verschiedener Events und Anlässe - im Umgang sollte man Vorsicht walten lassen, denn sie können gefährlich sein

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei Feuerwerken handelt es sich um die gezielte Zündung von explosiven pyrotechnischen Gegenständen. Feuerwerke können dabei kulturellen, ästhetischen und religiösen Zwecken dienen und werden häufig im Rahmen einer Feuerwerk Show gezündet. Es gibt unterschiedliche Feuerwerksarten und Feuerwerkskörper - dabei sollten die einhergehenden Gefahren nicht unterschätzt werden. Lesen Sie über Anlässe, Arten und mögliche Gefahren verschiedener Feuerwerkskörper.

Feuerwerke in früheren Zeiten

Die Geschichte des Feuerwerks reicht dabei weit zurück. So gibt es verlässliche Quellen, welche darauf hindeuten, dass das Feuerwerk bereits im China des 7. Jahrhunderts erfunden wurde. Damalige Feuerwerke galten dabei als eine Kunstform, welche durch professionelle Pyrotechniker während öffentlicher Feiern gezündet wurden.

Zu Beginn der Song Dynastie um das Jahr 960 wurde es in China dann auch üblich, dass Privatleute Feuerwerke erwerben und zünden konnten. Es sollte allerdings bis zum 17. Jahrhundert dauern, bis die Technik des Feuerwerks seinen Weg bis nach Europa fand.

Dabei spielten vor allem Fernreisende eine Rolle, welche aus Asien nach Europa zurückkehrten und von Lichtspektakeln berichteten, wie sie in der damaligen westlichen Welt unvorstellbar waren. In der Folge wurden Feuerwerke dann auch im alten Europa genutzt, um politische Ereignisse und Treffen zu feiern.

Feuerwerke in der heutigen Zeit

Heute spielen Feuerwerke vor allem während Silvester eine wichtige Rolle. Hier ist auch der einzige Zeitpunkt, an dem es Privatpersonen erlaubt ist, Feuerwerkskörper legal zu erwerben.

Ansonsten werden Feuerwerke auch häufig auf Dorf- und Stadtfesten abgebrannt. Zudem sind Feuerwerke bei Shows und Konzerten beliebt, wobei hier der Übergang zur reinen Pyrotechnik fließend ist.

In Deutschland werden dabei jährlich rund 115 Millionen Euro für Feuerwerkskörper ausgegeben. Zudem werden jedes Jahr über 30.000 Tonnen von dieser Pyrotechnik importiert, was die Bedeutung von Feuerwerken für unsere Gesellschaft verdeutlicht.

Verschiedene Anlässe für ein tolles Feuerwerk

Ein spektakuläres Feuerwerk ist immer ein ganz besonderes Event und häufig sogar das Highlight einer jeden Veranstaltung. Doch leider sind Feuerwerke sehr kostspielig und aufwändig.

Zudem müssen sie von den Behörden vorab genehmigt werden. Das sind leider auch die Gründe, warum man nur wirklich selten ein schönes Feuerwerk zu sehen bekommt, obwohl es für ein Feuerwerk doch so viele schöne Anlässe gibt.

Silvester

Die meisten Menschen sehen das Feuerwerk in der Silvesternacht. Hier wird das neue Jahr mit lautem Knall begrüßt, und das alte Jahr mit Würde verabschiedet.

Der Vorteil am Silvesterfeuerwerk ist, dass der Privatmann zu Silvester keine Genehmigung zum Schießen benötigt. Die Feuerwerkskörper werden kurz vorher in Supermärkten und Baumärkten zum Kauf angeboten, dürfen jedoch nur an Erwachsene abgegeben werden.

Hochzeitsfeuerwerke

Sehr romantisch sind auch Feuerwerke, die bei Hochzeiten abgebrannt werden. Meistens handelt es sich dabei um ein Geschenk, entweder des Bräutigams an die Braut oder der Freunde und Verwandten an die Brautleute. Eine Hochzeit ist ein sehr guter Anlass für ein Feuerwerk, das seinerseits die Bedeutung des Events unterstreicht und sowohl Gästen als auch Brautleuten lange in Erinnerung bleibt.

Lichterfeste

Auch die meisten Lichterfeste enden mit einem Feuerwerk. Hier bietet sich das Feuerwerk natürlich allein schon thematisch an.

Die Besucher kommen mit Laternen und wandeln durch kunstvoll beleuchtete Parks und Anlagen. Das abschließende Feuerwerk nach einem Lichterfest dient nicht nur als Höhepunkt, sondern auch dazu, den Besuchern anzuzeigen, dass die Veranstaltung nun vorbei ist, und sie sich sicher auf den Heimweg machen sollen.

Geburtstage

Feuerwerke zu Geburtstagen sind ebenfalls sehr beliebt. Dieses etwas kostspielige Geschenk kann bei einem Pyrotechnikunternehmen so in Auftrag gegeben, dass die Inszenierung des Feuerwerks auf das Alter des Geburtstatgskindes oder Jubilars abgestimmt und die Jahreszahl optisch integriert wird. Viele gute Pyrotechniker sind heute in der Lage, auch leuchtende Zahlen an den Himmel zu zaubern, oder das Feuerwerk mit einem Paukenschlag für jedes Jahrzehnt abzuschließen.

Einweihungsfeiern

Sehr gut geeignet sind Feuerwerke auch für die Einweihung von öffentlichen Gebäuden oder Plätzen. Sie locken viele Zuschauer an und gewinnen die Sympathien der Stadtbewohner für den neuen Gebäudekomplex. Von einer spektakuläre Eröffnungsfeier, die von einem Feuerwerk gekrönt ist, wird man noch lange sprechen.

Heirat unter blinkenden Sternen – ein Feuerwerk gehört für immer mehr Hochzeitspaare dazu

Buntes Feuerwerk auf schwarzem Himmel, Silvester
S2 © DeVIce - www.fotolia.de

Buntes Feuerwerk ist längst nicht mehr nur an Silvester beliebt. Für Hochzeiten und große Feste schießen Pyrotechniker das ganze Jahr über bunte Raketen in den Himmel. Bei fast jeder 20. Vermählung lassen blinkender "Glücksklee" und rote "Herzbomben" den Himmel leuchten.

Bei Brautpaaren und Gästen kommt das himmlische Spektakel gut an. Bis zu 6.000 Euro kann ein professionelles Feuerwerk kosten. Auch der Verband der Pyrotechnischen Industrie (VPI) ist deshalb erfreut über die steigende Nachfrage.

Bonus für den Pyrotechnik-Markt, Störfaktor für Anwohner

Den Großteil ihres Umsatzes macht die Branche zwar immer noch an Silvester, rund 150 Firmen bieten aber mittlerweile festliche Pyrotechnik für Familienfeiern an. Ein kleines Profi-Feuerwerk ist ab 1.000 Euro zu haben.

In der Nähe von beliebten Hochzeitslocations regt sich bereits Widerstand: die Anwohner fühlen sich vom ständigen Knallen gestört. In Geisenheim, wo die Burg Schwarzenstein jährlich Dutzende Hochzeitsfeiern veranstaltet, hat sich eine Bürgerinitiative gegen das nächtliche Himmelsleuchten gebildet. Wobei die Kritiker sich weniger am bunten Licht stören als an den Knalleffekten – und die sind auch bei Feuerwerkern kaum noch gefragt.

Wie sieht es rechtlich aus?

Das Abbrennen von Feuerwerk unterliegt gesetzlichen Regeln. Erlaubt ist das Zündeln für jedermann nur an Silvester. Während des Jahres benötigt man eine Genehmigung.

Wer ein Hochzeitsfeuerwerk plant, sollte deshalb rechtzeitig bei der Gemeinde anfragen. Oft sind Auflagen zu erfüllen, welche Feuerwerkskörper man zünden darf und wann das Spektakel beendet sein muss. In der Regel ist das um 22.30 Uhr.

Ostfriesland: Silvesterböller mal anders

Drei Niederländer, die nun schon seit einiger Zeit im ostfriesischen Wymeer wohnen, haben sich für Silvester etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Anstatt wie jedes Jahr gekaufte Böller und Raketen zu zünden, hatten sie eine Idee, wie man die bösen Geister des vergangenen Jahres billiger und vor allem lauter vertreiben kann.

Sie präparierten im Vorfeld der Neujahrsnacht fünf Milchkannen, indem sie Calcium-Karbidstücke in die Kannen legten und Wasser darauf tropfen ließen. Mit geschlossenem Deckel entstand auf diese Weise ein Gas, das durch ein Loch im Boden entzündet werden konnte. Um Punkt null Uhr flogen die Deckel 50 Meter weit.

Das Feuerwerk "Kölner Lichter" war wieder ein voller Erfolg

Das diesjährige Feuerwerkspektakel "Kölner Lichter" fand letzten Samstag unter dem Motto "Cinema Colonia" statt. Dazu wurde während der Feuerwerke Filmmusik abgespielt, wie zum Beispiel aus den Filmen "Herr der Ringe" oder "Harry Potter".

Bereits am frühen Abend untermalten mehrere Live-Bands das Programm. Das Hauptfeuerwerk startete erst kurz vor Mitternacht und faszinierte eine halbe Stunde lang das am Rheinufer stehende Publikum - Tausende Menschen kamen zu diesem Ereignis nach Köln.

Mäßiger Auftakt beim Berliner Musik-Feuerwerk "Pyromusikale"

Am letzten Donnerstag fand in Berlin die Premiere für das Musik-Feuerwerk "Pyromusikale" statt, aber ganz zufrieden war auch die Organisatorin Helga Hörnle nicht, so muss noch die richtige Abstimmung zwischen der Lautstärke von der Musik und der Feuerwerkskörper stattfinden.

Auch das "größte Feuerbild" ist nicht ganz geglückt, da einige von den etwa 20.000 Feuerwerke nicht zündeten, so dass einige Lücken entstanden. Die Ursache lag an Kabeln, die Tiere angeknabbert haben. Leider waren auch nicht die erwarteten Zuschauermengen da, es kamen rund 35.000 Menschen, aber im Ganzen war Frau Hörnle mit dem Verlauf zufrieden.

Die Pyromusikale fand vom 9. bis zum 11. Juli auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof statt, wobei auch das sogenannte Hanabi Feuerwerk mit Feuerblumen, von einem Durchmesser von 500 Metern gezeigt wurde. Bei den musikalischen Künstlern traten auch die Berliner Symphoniker auf.

Feuerwerksverbot in einigen deutschen Städten

Blick vom Heidelberger Schloss auf die Stadt und den Neckar während eines großen Feuerwerks
Schlossbeleuchtung in Heidelberg © eyetronic - www.fotolia.de

Nicht nur für Hände und Ohren übereifriger Feiernder können Feuerwerkskörper zur Gefahr werden, sondern auch für historische Gebäude. Das Zünden von Feuerwerken in unmittelbarer Nähe zu Fachwerkhäusern ist seit dem Jahr 2009 bundesweit verboten. In einigen Städten und Kommunen gibt es zudem sehr strenge Sicherheitsvorschriften bis hin zu einem absoluten Böllerverbot in der Altstadt.

In Thüringen ist in den Kommunen Mühlhausen, Bad Langensalza und Rudolstadt das Böllern streng untersagt. Auch der Domplatz in Bamberg bleibt aufgrund der historischen Bausubstanz trotz Party feuerwerksfrei. In Städten wie Lübeck ist mit der Sprengstoffverordnung durch die vielen Reetdachhäuser praktisch nichts zu machen. Im südhessischen Bensheim sowie in Tübingen dürfen Raketen ebenfalls nicht mitfeiern.

Unvergessliche Feuerwerke weltweit

Das neue Jahr wurde in der Silvesternacht weltweit mit bunten Feuerwerken begrüßt. Zu den schönsten Lichtershows gehörten dabei die Städte Sydney, Dubai, Moskau und London. So gab es zahlreiche Partys und Musikeinlagen wie zum Beispiel von dem Prager Philharmonie-Orchester in Dubai.

Viele der Feuerwerke wurden dabei live im Fernsehen übertragen, sodass man auch an den Bräuchen und Feierlichkeiten der anderen Länder teilhaben konnte. Auch in Deutschland wurde groß gefeiert: in Berlin fand wie jedes Jahr eine große Party am Brandenburger Tor statt.

Böllerverbot in deutschen Städten – Welche Gemeinden das Feuerwerk offiziell untersagen

Nahaufnahme Silvester-Knaller auf weißem Hintergrund
knaller © Michael Kempf - www.fotolia.de

Die einen freuen sich schon das ganze Jahr aufs Knallen, die anderen fürchten um ihre Häuser. Immer mehr Gemeinden erlassen ein Böllerverbot, um Reetdächer und Fachwerkgebäude vor der Brandgefahr zu schützen. Nach Inseln wie Amrum und Sylt haben nun auch Städte mit historischer Bausubstanz das Feuerwerk untersagt.

Schutz historischer Altstädte

Wer in Quedlinburg oder im hessischen Michelstadt das Zündeln nicht unterlassen mag, muss mit einer hohen Geldbuße rechnen. Bis zu 50.000 Euro werden für die unerlaubte Pyrotechnik fällig. Auch im alten Stadtkern von Goslar und Wolfenbüttel, Tübingen und Hildesheim sind Raketen und Böller erboten ebenso wie in Esslingen.

Inseln mit Böllerverboten

Amrum und Sylt haben Verbote für die gesamte Insel erlassen. Wer Feuerwerk erleben möchte, muss nach Hörnum fahren: dort werden funkelnde Raketen unter offizieller Aufsicht gezündet. Pellworm erlaubt das Knallen nur weitab von Gebäuden, und auch auf Föhr müssen Pyrotechnik-Fans auf Strände oder Deiche ausweichen.

Generelle Regelung zum Silvester-Feuerwerk

Generell untersagt sind Böller und Raketen vor dem 31. Dezember und nach dem 1. Januar.

Feuerwerksarten

Doch bisher war lediglich von Feuerwerk, Feuerwerkskörpern oder Pyrotechnik die Rede, ohne dass konkret darauf eingegangen wurde, was sich hinter diesen Begriffen alles verbirgt. Im Folgenden soll deshalb auf die verschiedenen Arten von Feuerwerken eingegangen werden, welche jährlich für festliche Stimmung und ein Lichtspektakel im Nachthimmel sorgen.

Höhenfeuerwerk wie Raketen und Bomben

Höhenfeuerwerke können zum einen Objekte sein, welche dank des physikalischen Gesetzes des Rückstoßes selbstständig in den Nachthimmel aufsteigen. Dabei handelt es sich in Deutschland lediglich um Raketen, da weitere Feuerwerkskörper dieser Gattung verboten sind.

Aufbau und Funktion einer Feuerwerksrakete

Eine Feuerwerksrakete besteht dabei aus drei Teilen. So gibt es zum einen den Leitstab, welcher seitlich an der Rakete fixiert ist. Dieser trägt zur Stabilität des Flugobjekts bei, da es zu einer Verschiebung des Druckpunkts kommt.

Letzterer befindet sich dann oberhalb des Schwerpunkts, so dass die Rakete eine feste Flugbahn einnehmen kann. Ohne den Leitstab wäre es dagegen wahrscheinlich, dass sich die Rakete während der Flugphase überschlägt und somit ein unberechenbares und damit gefährliches Flugobjekt wäre.

Des Weiteren bestehen Feuerwerksraketen aus dem Effektsatz. Dieser befindet sich in der Spitze der Rakete und beinhaltet die eigentlichen Materialien, welche für die optische Wirkung der Rakete sorgen. Bei diesen kann es sich unter anderem um

  • Schwefel
  • Harze
  • Alkalimetalle
  • Natriumnitrat
  • Bariumnitrat und
  • Holzkohle

handeln, welche zusammen mit etwas Schwarzpulver für eine Verteilung der Leuchtstoffe sorgen. Wichtig ist zudem das Timing, wobei stets das Ziel besteht, den Effektsatz am höchsten Punkt der Raketenflugbahn zu zünden.

Letztlich besteht eine Rakete noch aus einem Treibsatz. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei diesem um den Motor der Rakete, welcher gleichzeitig noch einen ästhetischen Schweif hinterlässt.

Dies wird durch eine Mischung von Schwarzpulver mit weiteren Stoffen, etwa Aluminium oder Holzkohle, erreicht. Während das Schwarzpulver für den Antrieb sorgt, versprühen die beigefügten Materialien Funken, welche in der Dunkelheit klar zu erkennen sind.

Farbgebung

Des Weiteren sind Raketenexplosionen in der Lage, die Farben Gold, Violett, Weiß, Purpur, Blau, Rot, Grün und Gelb zu erzeugen. Im Folgenden werden nun die Elemente genannt, welche für die jeweilige Farbgebung verantwortlich sind.

  • Gold wird dabei durch Holzkohle und Eisen
  • Violett durch Kalium und Cäsium
  • Weiß durch Zirconium, Titan, Aluminium, Silber oder Magnesium
  • Purpur durch Rubidium
  • Blau durch Selen, Blei, Arsen oder Kupfersalze
  • Rot durch Lithium, Kalzium oder Strontiumsalze
  • Grün durch Kupfer, Tellur, Thallium oder Bariumsalze und
  • Gelb durch Natriumsalze

erzeugt.

Sicherheitsaspekte

Da Raketen in Deutschland häufig in privaten Kontexten verwendet werden, ist es abschließend noch wichtig zu wissen, dass es eine Reihe essentieller Sicherheitsbestimmungen gibt. So dürfen Raketen unter anderem niemals zweimal im Falle eines Blindgängers angezündet werden.

Zudem ist es ratsam, nur eng anliegende Kleidung bei der Zündung zu tragen, so dass sich kein startender Raketenkörper an der Kleidung verfangen kann. Letztlich sollten Raketen nur beim Fachhändler gekauft werden, um die Sicherheit aller Beteiligten gewährleisten.

Weitere Formen von Höhenfeuerwerken

Daneben kann es sich bei Höhenfeuerwerken noch um Objekte handeln, welche in den Himmel geschossen werden, ohne über einen eigenen Antrieb zu verfügen. Hierzu wird in der Regel ein Rohrsystem eingesetzt, aus welchem das Feuerwerksobjekt mit der Hilfe von Schwarzpulver geschossen wird. Darüber hinaus lassen sich derartige Feuerwerksobjekte noch weiter kategorisieren.

Kugelbombe

So ist es zum einen möglich, in den Himmel geschossene Objektkörper nach ihrer Grundform zu kategorisieren. Hier kann zunächst einmal die Kugelbombe genannt werden, welche es schon seit über einem Jahrtausend in China gibt.

Bombetten

Des Weiteren gibt es so genannte Bombetten. Hierbei handelt es sich um zylinderförmige Feuerwerkskörper, welche mit Papier oder Pappe zusammengehalten werden.

Sobald sich die Bombette dann in der letzten Aufstiegsphase befindet, wird eine Zerlegerladung gezündet, welche dafür sorgt, dass der Effektsatz im Himmel verteilt wird. Letzterer entzündet sich dabei und sorgt daraufhin für Lichteffekte, welche sich über einen großen Raum verteilen.

Zylinderförmige Bomben

Letztlich gibt es noch zylinderförmige Bomben, welche aufgrund ihrer Aerodynamik besonders hoch geschossen werden können.

Weitere Effekte von Höhenfeuerwerken

Daneben können in den Himmel geschossene Höhenfeuerwerke noch anhand ihrer Effektwirkung unterteilt werden.

Trauerweide

So kann in diesem Zusammenhang zunächst die Trauerweide genannt werden, welche häufig auch als Crown, Polyp, Diadem oder Spinne auftreten kann. Bei dieser handelt es sich um den Effekt, dass der Effektkörper lange fällt, bevor er komplett ausgebrannt ist. Hierdurch lässt sich ein langer Schweif am Himmel produzieren, weshalb Trauerweiden häufig als letzter Schuss bei Feuerwerken eingesetzt werden, welcher das Ende signalisiert.

Palme

Zudem gibt es aufsteigende Effekte, welche bereits während der Steigephase eine Leuchtspur produzieren. Diese fällt dabei deutlich stärker aus als bei Raketen, weshalb dieser Effekttyp auch als Palme oder Komet bezeichnet wird.

Blitzknallsatz

Letztlich gibt es noch den Blitzknallsatz, bei welchem es weniger um die Optik, als vielmehr um die Akustik geht. Blitzknallsätze produzieren dabei einen lauten Knall, welcher über einige Kilometer zu vernehmen ist. Optisch fallen diese Feuerwerkskörper, welche auch als Salut bezeichnet werden, hingegen nur durch eine kleine zumeist einfarbige Explosion auf.

Höhenfeuerwerke sind damit zu Recht die Hauptform des Feuerwerks. Schließlich sorgen sie dafür, dass gleichzeitig tausende Menschen an einem Feuerwerk teilhaben und sich gleichermaßen an den spektakulären Lichteffekten erfreuen können.

Sicherheitsrisiken bei Feuerwerken

Böller zu Silvester sind ungesund für die Ohren

Fünf bunte Silvester-Raketen mit Feuerwerk im Hintergrund (Fotomontage)
Feuerwerksraketen 2 © psdesign1 - www.fotolia.de

Mediziner warnen zum bedachten Umgang mit Böllern und Feuerwerkskörpern zu Silvester. Neben schwere Verletzungen und Verbrennungen durch die Knaller kann das Feuerwerk auch zu Hörschäden führen. So sagt zum Beispiel Gerhard Hesse, Chefarzt der Tinnitus-Klinik von Bad Arolsen, dass jedes Jahr in Deutschland etwa 20.000 bis 30.000 Menschen durch Kracher eine Verminderung des Gehörs oder einen Tinnitus erleiden.

Im Nachhinein können viele Schäden nicht mehr behoben werden. In der Regel verursacht ein Böller rund 140 Dezibel, dies entspricht dem Lärm, den ein Düsenjet in 100 Metern Entfernung produziert. Indem man Ohrstöpsel trägt, kann der Schall auf 20 oder 30 Dezibel reduziert werden.

Schadstoffe in Feuerwerkskörpern können Asthma auslösen

Nahaufnahme Mann hält Beatmungsgerät vor Mund, Asthma
man with pump in his mouth, against asthma © Aleksandar Todorovic - www.fotolia.de

Ein Team von Chemikern um Georg Steinhauser von der der Technischen Universität Wien hat Untersuchungen durchgeführt die zeigen, dass sogenannte Aerosole Atemwegsbeschwerden auslösen und bis hin zu Asthma führen können. Aerosole sind gefährliche Schwebeteilchen die bei einem Feuerwerk entstehen und sich in der Luft befinden.

Man hatte in Saalbach bei Salzburg den Schnee nach einem Feuerwerk untersucht und eine gefährlich hohe Konzentration von Metallsalzen wie Barium feststellen können. Barium kann zu einer Verengung der Atemwege führen und somit ein Auslöser für Asthma sein. Das Forscherteam hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, Feuerwerkskörper zu entwickeln, die frei von solchen Schadstoffen sind.

Ist das Feuerwerk zu laut, drohen Tinnitus und Knalltrauma

Wer zu häufig oder zu nah mit Böllern hantiert, sollte an sein Gehör denken. Denn nach einem Knalltrauma können sich unangenehme Ohrgeräusche bemerkbar machen oder es kann sogar ein Tinnitus auftreten. Werden solche Symptome festgestellt, empfehlen HNO-Ärzte eine schnelle Behandlung. Medikamente, die die Durchblutung fördern, oder auch Cortison werden dann eingesetzt.

In schweren Fällen wird eine Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) eingesetzt. Dabei wird Sauerstoff mit Überdruck über eine Atemmaske eingeatmet, was den Sinneszellen im Ohr zur Regeneration verhelfen soll. Auch während der Feiertage haben viele HNO-Ärzte Bereitschaft.

Ohrstöpsel zum Schutz vor Böllern

Ohrstöpsel sollte man nicht nur in Diskotheken, sondern auch an Silvester tragen. Da ist die Gefahr nämlich besonders groß, ein Knalltrauma zu bekommen. Explodierende Knaller sind mit 180 Dezibel lauter als ein startender Düsenjet und sowohl gefährlich für diejenigen, die selber einen Böller abfeuern, als auch für die Leute, die nur zuschauen.

Das Ohr wird unvorbereitet einem extremen Lärm ausgesetzt, wodurch häufig ein Knalltrauma ausgelöst wird. Dieses kann das Gehör dauerhaft verschlechtern.

Achtung vor Silvester-Verletzungen!

Knaller und Feuerwerke können einen Heiden-Spaß machen, allerdings dabei werden oft die Gefahren vergessen. Experten empfehlen, sofort einen Rettungswagen zu rufen, wenn ein Feuerwerkskörper ins Auge gelangt ist. Es wird geraten, das Auge mit einer Wundauflage aus dem Verbandskasten zu bedecken und beide Augen zu verbinden. Im schlimmsten Falle kann es zur Erblindung des Auges kommen, daher ist Vorsicht angesagt!

Weitere häufige Verletzungen zum Jahreswechsel sind Verbrennungen, die meist durch unsachgemäßes Zünden von Böllern und Raketen entstehen. Bei kleineren Verletzungen genügt ein Kühlen unter lauwarmem Wasser. Bei größeren Verbrennungen sollte ebenfalls besser ein Krankenwagen gerufen werden.

Eltern müssen besonders auf ihre minderjährigen Kinder achten. Vor allem Blindgänger sollten von ihnen nicht aufgelesen werden. Ebenso sind Ohrenstöpsel empfohlen, um ein Knalltrauma oder einen Tinnitus zu vermeiden.

Gefahr durch Feuerwerkskörper - Nur geprüfte Artikl kaufen

Für so manche Feuerwerksbegeisterte beginnt das neue Jahr mit gefährlichen Verletzungen. Um dies nicht noch herauszufordern, warnt das Gesundheitsministerium nun vor bestimmten Raketen und Böller, sowie vor Feuerwerkskörpern, die in Deutschland nicht offiziell zugelassen sind.

Die Bundesanstalt für Materialforschung vergibt ihr Zulassungszeichen nur an Feuerwerkskörper, deren Sicherheit bei eingehaltener Gebrauchsanweisung gewährleistet werden kann.

Achten Sie vor allem darauf, nicht unmittelbarem Knaller-Lärm ausgesetzt zu sein. Vor allem nicht zugelassene Feuerwerkskörper übersteigen bei der Explosion oft 120 Dezibel und können somit dauerhafte Hörschäden verursachen. Einmal gezündete Knallkörper sollten umgehend weggeworfen werden, um keine Brandverletzungen an den Händen zu riskieren.

Männer gehen bei Silvesterböllern größeres Risiko ein als Frauen

Männer starten im Gegensatz zu Frauen gerne risikobereit ins neue Jahr. Laute und gefährliche Silvesterböller reizen das männliche Geschlecht an Silvester besonders. Frauen hingegen kaufen in der Regel lieber Feuerwerkskörper, die nicht ganz so viel Lärm machen und zudem toll aussehen. So greifen sie gerne zu Fontänen oder Goldregen.

Obwohl Männer und Frauen in Sachen Feuerwerkskörpern unterschiedliche Vorlieben haben, geben sie dafür meist gleich viel Geld aus.

Tiere leiden durch die Knallerei unter "Silvester-Stress"

Silvester sollte Rücksicht auf die wilden und heimischen Tiere genommen werden

Hundewelpe und Katzenbaby zusammen auf der Couch
puppy and kitten © Hagit Berkovich - www.fotolia.de

In der Silvesternacht werden wieder Tausende von Tieren unter zusätzlichem Stress durch die Knallerei der Feuerwerkskörper leiden. So sollte man für die Tiere einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit diese nicht Hörschäden oder andere Verletzungen erleiden.

Wie auch der Deutsche Tierschutzbund allen Haustierbesitzern empfiehlt, sollten die Tiere möglichst fernab von der üblichen Knallerei untergebracht werden, denn der ungewohnte Lärm versetzt die Tiere oftmals in Angst und Schrecken. Auch Hörschäden sind dann keine Seltenheit.

Leinenpflicht und Lärmschutz

Wer mit seinem Hund am Silvesterabend noch einmal "Gassi geht", der sollte ihn an der Leine führen, denn dann können vereinzelt auch schon vor Mitternacht Knallereien geschehen und der Hund erschrickt und läuft davon, so dass es dadurch auch zu Unfällen kommen kann.

Im Haus sollte man für alle Tiere möglichst fernab von der Straße in der Silvesternacht ein Plätzchen schaffen, wobei man am besten die Rolläden herunter lässt, was gegen den Lärm aber auch das grelle Leuchten der Feuerwerkskörper hilft.

Beruhigungsmittel vom Tierarzt

Manche Tierärzte empfehlen für den Hund auch Beruhigungstabletten oder Tropfen, die eventuelle Angstzustände verhindern.

Aber nicht nur Haustiere, sondern auch Tiere in freier Natur leiden unter der Knallerei, so sollte man an Waldrändern oder in Parks keine Feuerwerkskörper zünden.

Besonders an Asthma Erkrankte sollen Feuerwerke meiden

Feuerwerke setzen winzige metallische Giftteilchen frei, die beim atmen die Lunge schädigen können

Buntes Feuerwerk auf schwarzem Himmel, Silvester
Fireworks composition © Jose Ignacio Soto - www.fotolia.de

Silvester und der Neujahrstag sind nun schon einige Tage vorbei, doch auch im Nachhinein hier nochmal eine Empfehlung von Professor Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung in Hannover. So sollten Menschen, die an Asthma oder an einer anderen Lungenerkrankung leiden, sich von Feuerwerken fernhalten, denn durch diese wird die Feinstaubbelastung in der Luft erhöht, so dass es bei den Betroffenen zu Atembeschwerden und sogar zu Asthmaanfällen kommen kann.

Spaziergänge um einige Tage verschieben

So sollte man sich besser die Knallerei von der Wohnung bei geschlossenen Fenstern aus ansehen. Wie eine aktuelle spanische Studie zeigte, sind nämlich in den Feuerwerkskörpern winzig kleine giftige Metallverbindungen, die in die Lunge gelangen können.

Aber nicht nur in der Silvesternacht, auch noch am Neujahrstag ist die Luft durch den Rauch zum Teil noch stark belastet, deshalb sollten diese Menschen ihren Spaziergang dann machen, wenn sich der Rauch auch verzogen hat. Aber wie man bei der Studie auch feststellte, hält die Luftverschmutzung zum Teil noch einige Tage an.

Vorsicht bei Silvester-Böllern aus Osteuropa

Experten von der Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung (BAM) warnen eindringlich davor, am Silvesterabend irgendwelche Knallkörper zu zünden, die nicht offiziell zugelassen sind. Denn es besteht die große Gefahr, dass diese so schnell abbrennen und explodieren, wenn man sie noch in den Händen hält.

Die Folge sind schwere Verletzungen und auch der Verlust von Fingern ist dabei nicht selten. So geschah es vor ein paar Tagen in Berlin bei zwei jungen Männern, die illegale Knallkörper aus Osteuropa gezündet hatten.

Oftmals werden in anderen Ländern gefährliche Knallkörper zugelassen, die aber in Deutschland verboten sind. So hat die BAM in diesem Jahr 36 Prozent der neuen Feuerwerkskörper die Zulassung nicht erteilt, weil sie anstelle von dem üblichen Schwarzpulver ein Metallpulver enthielten.

Wer einen normalen Feuerwerkswerkskörper zu lange in der Hand hält, der muss zwar mit einigen Verbrennungen rechnen, doch bei den gefährlichen sogenannten Blitzknallkörpern kann man die Finger verlieren.

In den letzten Tagen tauchten mehrfach Feuerwerkskörper aus Osteuropa in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf, die beschlagnahmt werden konnten.

Feuerwerkskörper mit weniger Giftstoffen

Während in den vergangenen Jahren viele getestete Feuerwerkskörper mit Hexachlorbenzol belastet waren, konnte das österreichische Umweltbundesamt in diesem Jahr bei keine der Proben die äußerst gesundheits- und umweltschädigende Substanz nachweisen.

Dabei handelt es sich um einen langlebigen sowie organischen Schadstoff, der zum einen nicht abbaubar und zum anderen ein krebserregendes Nervengift ist, welches neben der Lunge auch die Leber schädigen kann. Die Substanz ist vor allem für Wasserorganismen gefährlich, da die Vögel und Säugetiere in ihrer Fortpflanzung gefährdet sind, wenn sich Hexachlorbenzol in die Nahrungskette überträgt.

Silvesternacht mit zahlreichen Verletzungen: so schützen Sie sich im nächsten Jahr

Buntes Feuerwerk auf schwarzem Himmel, Silvester
S2 © DeVIce - www.fotolia.de

Wieder einmal ist ein Jahr vorbei und das alte wurde in der Silvesternacht mit ordentlichem Feuerwerk verabschiedet. Leider führte dies auch 2013 wieder zu zahlreichen Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Dass es zu Verbrennungen und Co. kommt, ist am Jahresende nicht selten - in den meisten Fällen spielen großer Leichtsinn und zu viel Alkohol eine Rolle für die Unfälle eine Rolle. Um zumindest im nächsten Jahr die Verletzungen zu vermeiden, sollte man bereits beim Kauf von Feuerwerkskörpern einige Dinge beachten.

Generell gilt: Finger weg von Billigware, welche nicht einer speziellen Kennnummer versehen sind; dazu gehören Registriernummer, CE-Kennzeichen und Identifikationsnummer. Nur so kann man sichergehen, dass die Ware im Vorfeld ordnungsgemäß getestet worden ist.

Wenn es so weit ist, sollte man die Anwendungs- und Sicherheitshinweise auf den Böllern bereits gelesen haben - und zwar im nüchternen Zustand. Es sollte klar sein, dass man die Feuerwerkskörper nicht in Richtung Menschen und Tiere starten lässt; auch unter Überdachungen haben sie nichts zu suchen. Raketen sollten senkrecht abgefeuert werden, zum Beispiel aus einem leeren Getränkekasten oder einer leeren Flasche. Weiterhin sollte es selbstverständlich sein, Kindern keine Böller und Co. auszuhändigen. Gleiches gilt für Erwachsene, die bereits zu viel Alkohol getrunken haben.

Kommt es doch einmal zu Verbrennungen, sollten diese - wenn sie nur kleinflächig sind - entsprechend gekühlt werden. Handelt es sich um großflächige Wunden oder schwerere Verletzungen, beispielsweise wenn ein Feuerwerkskörper ins Auge geht, muss umgehend ein Notarzt gerufen werden. Wartet man damit bis zum nächsten Morgen, kann es im schlimmsten Fall bereits zum Sehverlust gekommen sein.

Bodenfeuerwerk wie Sonne und Fontänen

Feuerwerkskörper müssen aber nicht viele hundert Meter in die Luft geschossen werden, um für Stimmung und eine feierliche Atmosphäre zu sorgen. Stattdessen gibt es auch das Bodenfeuerwerk, welches ebenso beeindruckend sein kann und sich auch in Deutschland einer großen Beliebtheit erfreut.

Die Fontäne

Ein Klassiker ist dabei die Fontäne. Bei dieser wird der Feuerwerkskörper auf den Boden gelegt und angezündet. Anschließend treten aus diesem Funken und Sterne nach oben aus, wobei die Effekthöhe bei handelsüblichen Fontänen bis zu drei Metern erreichen kann.

Zudem ist es möglich, mit der Fontäne einen Feuerwerksvorhang zu kreieren. In diesem Fall wird die hierfür konzipierte Fontäne an einem Draht aufgehängt. Anschließend tritt der Funkenregen nach unten aus und rieselt zu Boden, was ebenso beeindruckend sein kann.

Die Sonne

Des Weiteren gibt es beim Bodenfeuerwerk die Sonne. Bei dieser handelt es sich um einen Feuerwerkskörper, welcher drehbar an einer Stange angebracht ist. Der Effektkörper befindet sich dabei in etwa einem Meter Höhe und verfügt über Austrittslöcher für die Funken, welche leicht seitlich ausgerichtet sind.

Durch das Anzünden treten die Funken dann seitlich aus der Sonne aus, welche sich anschließend zu drehen beginnt. Gegen Ende der Brennphase ist der Drehkörper dann von einem Funken- und Sternenmeer umgeben, bis er nach durchschnittlich einer Minute ausgebrannt ist.

Die Beliebtheit der Bodenfeuerwerke resultiert dabei einerseits aus der Tatsache, dass sich der Zuschauer sehr nach am Effekt befindet, was für viel Atmosphäre sorgen kann. Zudem können Bodenfeuerwerke aber auch in Gebieten eingesetzt werden, in welchen der Einsatz von Höhenfeuerwerken nicht in Frage kommt.

Unter besonderen Voraussetzungen kommen dabei auch Hallen und vergleichbare Innenräume als Schauplatz in Frage, wobei hier im Vorfeld einige Sicherheitsfragen zu klären sind. Bodenfeuerwerke tauchen die Ebene der Zuschauer damit in bunte Farben und sorgen dafür, dass der Betrachter dem Spektakel so nahe sein kann wie nirgends sonst.

Mischformen wie Feuertopf und Batterie

Bei einigen Feuerwerkskörpern kann nicht genau bestimmt werden, ob es sich um ein Höhen- oder ein Bodenfeuerwerk handelt. Dies ist dann der Fall, sobald ein Effekt bereits am Boden beginnt und später aufsteigt, sehr niedrig explodiert oder ein Höheneffekt mit einem Bodeneffekten kombiniert wird.

Der Feuertopf

Eine solche Mischform stellen einerseits Feuertöpfe dar. Diese werden auf dem Boden abgestellt und schießen anschließend Effektkörper in die Höhe, welche in etwa 10 bis 20 Metern Höhe explodieren. Aufgrund der niedrigen Explosionshöhe gelten Feuertöpfe deshalb als kein Höhenfeuerwerk.

Das Kometenrohr

Zudem gibt es so genannte Kometenrohre. Diese werden auf den Boden gestellt und verschießen anschließend eine leuchtende Kugel, welche auf ihrer Laufbahn verglüht. Der Effekt beginnt demnach bereits während des Aufstiegs und mit dem Verlassen des Feuerwerkkörpers, weshalb hier auch von einer Mischform ausgegangen wird.

Die Batterie

Am beliebtesten sind an Silvester aber dennoch die Feuerwerksbatterien. Bei diesen handelt es sich um kastenförmige Packungen, welche diverse Feuerwerkseffekte enthalten. Eine solche Batterie muss dabei nur einmalig angezündet werden und entfaltet anschließend ihre Wirkung am Nachthimmel.

Dabei steigen dann nicht nur klassische Feuerwerksraketen aus der Packung, sondern es werden beispielsweise auch Fontänen und Knalleffekte produziert. In diesem Zusammenhang ist ebenso keine klare Zuordnung möglich, da Batterien diverse Feuerwerksarten einsetzen, um so ein ganzheitliches Erlebnis zu ermöglichen.

Insgesamt existieren demnach einige interessante Mischformen, bei welchen der Betreiber des Feuerwerks teils nicht einmal mehr aktiv werden muss, sobald die Feuerwerksshow einmal gestartet hat.

Knalleffekte wie Kanonenschlag und Knallfrosch

Es gibt nicht nur Arten des Feuerwerks, welche den Himmel erleuchten und für bunte Farben und Effekte sorgen. Stattdessen gibt es auch diverse Knalleffekte, welche vor allem an Silvester eingesetzt werden und das Feuerwerkserlebnis akustisch untermalen.

Der Chinaböller

Am weitesten sind dabei die Chinaböller verbreitet, bei welchen es sich um zylindrische Knallkörper handelt, welche bereits seit vielen Jahrzehnten als der Inbegriff des Knalleffekts gelten. Chinaböller lassen sich dabei leicht an ihrer roten Farbgebung und typischen Form erkennen. Der Knalleffekt kommt wiederum durch die Füllung des Knallkörpers mit Schwarzpulver zustande.

Darüber hinaus gibt es spezielle Tabellen, welche anzeigen, wie groß und laut ein Chinaböller ist. Am kleinsten sind dabei Modelle der Größe 440, welche noch nicht einmal als richtige Chinaböller, sondern als Pyrocracker gelten. Dem folgen die Größen

  • Chinaböller A
  • Chinaböller B
  • Chinaböller C
  • Chinaböller D
  • Superböller I und
  • Superböller II

- wobei letztere auch unter dem Namen Kanonenschlag gehandelt werden.

Der Kanonenschlag

Da es sich beim Kanonenschlag um den größten aller klassischen Böller handelt, welchen es zudem in verschiedenen Ausführungen gibt, soll nun weiter auf diesen eingegangen werden. Klassische Kanonenschläge haben eine zylindrische Form und sind gelb, orange oder rot eingefärbt. Sie sind dabei wie ein Chinaböller aufgebaut und zeichnen sich lediglich durch ihre Größe aus, welche automatisch für einen lauteren Effekt sorgt.

Daneben gibt es aber auch noch kubische Kanonenschläge, welche dementsprechend die Form eines Würfels aufweisen. In deren Kern sitzt ebenso ein Knallkörper.

Dieser ist jedoch durch einen massiven und zudem geleimten Strick umgeben, was wiederum dafür sorgt, dass kubische Kanonenschläge besonders laut und dumpf explodieren. Diese Art von Knallkörper ist dabei das wohl lauteste legal in Deutschland erhältliche Modell.

Der Reibkopfböller

Reibkopfböller sind die wohl interessanteste Alternative zu Chinaböllern. Diese verfügen über keinerlei Zündschnur, sondern werden direkt am Kopf des Knallkörpers angezündet.

Hierzu wird dieser über den rauen Bereich einer Streichholzschachtel gezogen, wonach sich der Böller ähnlich einem Streichholz entzündet. Anschließend hat der Betroffene etwa fünf Sekunden Zeit, um den Reibkopfböller an die gewünschte Stelle zu werfen.

Früher waren in Deutschland dabei nicht nur sehr laute Modelle erhältlich. Stattdessen gab es auch Reibkopfböller, welche noch für Sprüheffekte während der Explosion sorgten. Diese wurden allerdings verboten, weshalb Reibkopfböller nun prinzipiell den Chinaböllern gleichen.

Der Knallfrosch

Deutlich weniger laut und gefährlich gestaltet sich wiederum die Zündung eines Knallfrosches. Bei diesem handelt es sich um in Pappe gewickeltes Schwarzpulver, welches explosiv reagiert, sobald es auf den Boden geworfen wird. Knallfrösche haben jedoch stark an Bedeutung verloren und werden nicht mehr in Deutschland hergestellt. Ausländische Importe erreichen zudem kaum die Lautstärke, wie es bei früheren deutschen Produkten der Fall war.

Die Knallziehschnur

Abgeschlossen wird das Sortiment der Knalleffekte durch die Knallziehschnur und die Knallerbse. Bei der Knallziehschnur handelt es sich um eine etwa 30 bis 50 Zentimeter lange Schnur, in deren Mitte ein kleiner Knallkörper angebracht ist. Durch das schnelle Auseinanderziehen der Schnur wird dann der Knall ausgelöst, welcher allerdings nichts mit der Explosion eines Chinaböllers gemeinsam hat.

Die Knallerbse

Knallerbsen funktionieren wiederum ähnlich wie Knallfrösche und werden zur Zündung auf den Boden geworfen. Sie bestehen dabei aus zumeist buntem Papier und enthalten Granulat und Silberfulminat, wobei letzteres für die Sprengwirkung sorgt.

Diese beiden Arten von Knalleffekten dürfen aufgrund ihrer geringen Explosionswirkung auch ganzjährig gekauft werden, weshalb sie nicht nur an Silvester zum Einsatz kommen. Knalleffekte gibt es somit in verschiedensten Ausführungen, weshalb diese teils nicht nur an Silvester und auch von Kindern ausgelöst werden können.

Licht- und Raucheffekte wie Römisches Licht und Rauchpulver

Ein gutes Feuerwerk zeichnet sich nicht nur durch leuchtende und laute Explosionen, sondern auch durch atmosphärische und abwechslungsreiche Licht- und Soundeffekte aus. Aus diesem Grund gibt es auch noch Licht- und Raucheffekte, welche jedes Feuerwerk gelungen abrunden.

Das Römische Licht

Ein Klassiker der Licht- und Raucheffekte ist das Römische Licht. Bei diesem handelt es sich um ein dünnes Rohr, welches durch den Nutzer in der Hand gehalten wird.

Nachdem das Römische Licht entzündet wurde, werden im Sekundentakt Leuchtkugeln aus der Spitze geschossen, welche nach etwa zehn Metern verglühen. Das Römische Licht bietet dem Anwender somit die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wo sich die Lichteffekte vollziehen sollen.

Rauchpulver

Des Weiteren werden bei manchen Shows auch Rauchpulver eingesetzt, deren Rauchwirkung auch eingefärbt sein kann. Solche Rauchpulvergemische enthalten dabei unter anderem Ammoniumchlorid und Oxidationsmittel, welche nach dem Anzünden ihre Rauchwirkung entfalten.

Die Bengalischen Feuer

Letztlich gibt es bei den Licht- und Raucheffekten noch die Bengalischen Feuer. Bei diesen entsteht ein sehr greller und heißer Lichtschein, welcher mit einer intensiven Rauchentwicklung einhergeht.

Bengalische Feuer können dabei an festen Stellen entzündet oder aber in Form von Handfackeln abgebrannt werden. Sie enthalten dabei einen Brennstoff und diverse Metalle, wobei letztere darüber entscheiden, in welche Farbe die Flamme brennt.

Zudem gelten Bengalische Feuer aus diversen Gründen als gefährlich. So werden im Brandbereich sehr hohe Temperaturen von über 2.000°C erreicht und es entstehen dichte Rauchschwaden, welche an belebten Orten für Panik sorgen können.

Gezielt eingesetzt runden Licht- und Raucheffekte ein Feuerwerk jedoch gelungen ab und sorgen dafür, dass auch der Bodenbereich mit optischen Effekten versehen wird.

So schön ein Feuerwerk auch anzusehen ist - es kann auch schädlich sein...

Knalltrauma durch Feuerwerk – Hörschäden können dauerhaft bleiben

Silvesterknaller, Raketen und Signalpistolen sollen zum Jahreswechsel die bösen Geister vertreiben. Für mehrere tausend Menschen bringen sie jedoch dauerhafte Hörschäden. Wir erklären, was die Böller im Ohr bewirken und wie Sie sich schützen können.

Vom Pfeifton bis zum dauerhaften Hörschaden – die Silvesterknallerei bleibt vielen Menschen noch dauerhaft im Ohr. Rund 20.000 Patienten müssen jedes Jahr wegen plötzlicher Hörminderung oder Ohrgeräuschen durch Knallerei einen Arzt aufsuchen. Die Hälfte davon geht auf das Konto des Jahreswechsels.

Laut einer Studie suchten allein in der Silvesternacht 1999/2000 mehr als 8.100 Patienten einen Krankenhaus wegen Hörschäden auf. Rund 75 Prozent der Betroffenen waren Männer, jeder zweite war jünger als 25 Jahre.

Und auch in den Tagen nach Silvester verzeichnen HNO-Praxen einen vermehrten Zulauf von Patienten mit Innenohrschäden. Viele der Innenohrverletzungen sind auch durch medizinische Behandlungen nicht mehr zu beheben.

Was bewirkt der Knall im Ohr?

Mediziner bezeichnen den Knall von Böllern und Schreckschusspistolen als Impulslärm. Und dieser ist mit seinen Schalldruckspitzen von bis zu 190 dB deutlich gefährlicher als dauerhafter Lärm.

Im Abstand von zwei Metern erreichen Feuerwerkskörper Spitzenpegel bis zu 160 dB, Signalpistolen dürfen maximal 181 dB erreichen. Wer unmittelbar neben einem öffentlichen Feuerwerk steht, setzt sein Gehör einem Spitzenpegel einer noch höheren Dezibelzahl aus.

Im Ohr trifft der Schall direkt auf die vorderen Haarzellen, die wesentlich für das Hören von hohen Tönen verantwortlich sind. Durch den Druck werden viele dieser Zellen geschädigt – oftmals unwiederbringlich.

In leichten Fällen äußert sich die Schädigung durch vorübergehende Pfeiftöne im Ohr. Das Ohrensausen klingt dann nach einigen Stunden oder Tagen von allein wieder ab.

Aber nicht immer können sich die Haarzellen regenerieren. Ist der Schaden zu groß, kann ein Tinnitus zurückbleiben. Jeder zwanzigste Betroffene erleidet einen dauerhaften Trommelfellschaden.

Wie kann man das Gehör schützen?

Raketen und Böller gehören zu Silvester einfach dazu. Wer das neue Jahr mit einem Feuerwerk willkommen heißen möchte, sollte sich aber schützen – auch wenn man selbst nicht aktiv an der Knallerei beteiligt ist.

  • HNO-Ärzte empfehlen, beim Feuerwerk oder bei der Silvesterknallerei einen Gehörschutz zu tragen. Auch einfache Ohrstöpsel schützen Haarzellen und Trommelfell.
  • Nutzen Sie nur Feuerwerkskörper von anerkannten Herstellern und beachten Sie die Warnhinweise.
  • Geben Sie keine Knaller in die Hände von Kindern. Im Silvestertrubel können selbst gewissenhafte Kinder unachtsam sein und dadurch sich selbst und Umstehende gefährden.
  • Halten Sie ausreichend Abstand zu Raketen, Böllern und Co.

Weitere Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern

Um Verletzungen zu vermeiden, sollte man bereits beim Kauf einpaar Dinge bachten. So gelten ein CE-Zeichen plus Registrierungsnummer oder die BAM-Zulassungsnummer als Hinweis darauf, dass das Feuerwerk geprüft wurde.

Wichtig ist ebenso die richtige Lagerung: in der Nähe von Kerzen oder beispielsweise auf einem warmen Platz, wie dem Ofen, haben sie nichts verloren. Bevor man die Feuerwerkskörper verwendet, sollte die Anleitung sorgfältig durchgelesen werden.

Was das Mindestalter angeht, so gilt: Feuerwerk der Kategorie 1 wie Wunderkerzen oder Tischfeuerwerk, dürfen Kinder erst ab 12 Jahren nutzen. Kleinfeuerwerk der Kategorie 2, wie Chinaböller, Raketen, Sonnenräder, hingegen gehört erst gar nicht in Kinderhände - das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Außerdem zu beachten: das Feuerwerk darf nur am 31. Dezember / 1. Januar eines Jahres verwendet werden.

Grundinformationen und Tipps zu Feuerwerken

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: fireworks © Bram J. Meijer - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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