
von Kai Gedeon
"Die ... Wata kaufen den Schatten" heißt es in einem Sprichwort der Borana. Ali Guche und ich haben oft an diesen Satz denken müssen, als wir bei den Wata am Chew Bahir zu Gast waren. Der Chew Bahir ist ein flacher Salzsee nahe der äthiopisch-kenianischen Grenze. Er wird im Norden von einem Fluss, dem Weyto, gespeist. Eingekeilt zwischen dem See, dem Fluss und den Bergen liegt das Siedlungsgebiet der Wata. Das Klima dort ist selbst für südäthiopische Verhältnisse extrem heiß und trocken - und der Schatten einer Akazie wurde um die Mittagszeit zum wertvollen Gut, das wir mit den Dorfbewohnern teilen mussten.
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