Typische Partnerschaftsprobleme - Erkennung, Lösung und Vermeidung

Dunkelhaariger Mann schaut neben Füßen aus Bett

Anzeichen dafür, dass Ihr Partner in der Beziehung unglücklich ist und Tipps zum Umgang mit unzufriedenen Partnern

In einer Beziehung ist nicht jeder Tag von Lachen und unbeschwerten Momenten geprägt. Einige Tage bedeuten regelrechte Arbeit, um eingeschliffene Missverständnisse zu entdecken oder um Veränderungen an einem Partner vor dem anderen zu artikulieren und damit verbundene Konsequenzen zu beraten.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Bevor wir darauf eingehen, woran man Partnerschaftsprobleme erkennt und welche Auslöser dahinter stecken können, geben wir einen Überblick über die häufigsten Streitpunkte.

Die häufigsten Partnerschaftsprobleme

Hat man den richtigen Partner gefunden, so sind damit die Probleme des Single-Daseins erst einmal passé. Jedoch wird man nur allzu bald feststellen, dass es auch in einer Partnerschaft Probleme geben kann und wird.

Das ist kein Grund zur Panik, denn Konfrontationen und Auseinandersetzungen gehören zum menschlichen Zusammenleben einfach dazu. Und Sie befinden sich in guter Gesellschaft, denn alle anderen Paare haben auch ihre Probleme.

Hausarbeit

Ein sehr häufiges Thema ist Streit um die Hausarbeit. Sind beide Partner berufstätig und leben zusammen, so ist ein häufiger Streitpunkt der über die gerechte, bzw. ungerechte Verteilung der Hausarbeit.

Wenn beide Partner noch ihren eigenen Haushalt führen, so kann es auch schnell Streit über die Hausarbeit geben, nämlich dann, wenn einer der Partner öfter oder länger zu Besuch ist. Auch bei sämtlichen anderen Konstellationen ist das Haushaltsthema eine beliebte Streitfrage. Die Definition von Sauberkeit und Ordnung ist individuell unterschiedlich.

Geld

Leider gibt es besonders bei länger zusammenlebenden Partnern auch häufig Streit ums Geld. Dabei spielt es Untersuchungen zufolge keine besondere Rolle, ob genügend Geld vorhanden ist, oder ob das Budget eher begrenzt ist. Kritikpunkte sind meistens das Konsumverhalten des Partners, das für Unverständnis sorgt.

Bei begrenztem Budget kann man schonmal über das Konsumverhalten des Partners streiten
Bei begrenztem Budget kann man schonmal über das Konsumverhalten des Partners streiten

Rauchen

Wenn einer der Partner Raucher, der andere aber Nichtraucher ist, ist Stress vorprogrammiert. Mit Toleranz kommt man hier meist nicht sehr weit.

Unsere Empfehlung: Der rauchende Partner könnte sich das Rauchen abgewöhnen und damit nicht nur den Frieden wieder herstellen, sondern auch etwas für seine Gesundheit tun.

Eifersucht

Der Volksmund sagt: "Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft." Eifersucht ist lästig und zerstört die Harmonie in einer Partnerschaft.

Wer Grund zur Eifersucht hat, der sollte seine Beziehung lieber gleich beenden. Wenn kein Grund vorhanden ist, dann ist auch die Eifersucht überflüssig. Wenn Eifersucht durch mangelndes Vertrauen entsteht, dann sollten beide Partner an diesem Punkt arbeiten.

Kindererziehung

So nett und niedlich Kinder sind, sie können einem auch ganz schön auf die Nerven gehen. In Erziehungsfragen sollten sich beide Partner möglichst einig sein, und auf jeden Fall vor den Kindern Einigkeit demonstrieren. Mögliche Probleme oder konvergierende Ansichten sollten in Abwesenheit der Kinder ausdiskutiert werden.

Online-Umfrage: Sex häufigster Grund für Partnerschaftsprobleme

Junges Paar im Bett, sie sitzen abweisend Rücken an Rücken und reden nicht miteinander
failed romance © pressmaster - www.fotolia.de

Viel Stress bei der Liebe: In einer Internet-Umfrage gab fast jeder Zweite (49 Prozent), der Schwierigkeiten in der Partnerschaft hatte, Probleme mit der Sexualität als Ursache an.

Wie das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau berichtet, nahmen mehr als 50.000 Männer und Frauen im Alter von 20 bis 69 Jahren an der Online-Studie von Psychologen der Universität Göttingen teil. Die Sexprobleme rangierten auf dem obersten Platz der Rangliste von Partnerschaftsproblemen. Die Teilnehmer schätzten sie auch als schwerwiegender ein als Kommunikationsprobleme. Diese folgten mit 48 Prozent der Nennungen auf dem zweiten Platz.

Beziehungsstress durch Diabetes

Zuckerkranke geraten bei "Unterzuckerung" schneller in Stress mit dem Partner

Eine Hand hält eine andere mit Blutstropfen an Fingerkuppe für Glucoseschnelltest o. Blutzuckertest für Diabetiker
Glucose level blood test © evgenyb - www.fotolia.de

Auch wenn die Zuckerkrankheit heute so gut behandelbar ist, dass Betroffene ein fast normales Leben führen, kann sie manchmal erheblichen Stress in die Partnerschaft bringen. Besonders wenn Diabetiker in einen „Unterzucker“ geraten, können sie scheinbar launisch werden, kam bei einer nicht repräsentativen Befragung der Leser des Apothekenmagazins Diabetiker Ratgeber heraus.

Stimmungsschwankungen von Diabetikern

Das Problem ist auch Experten gut bekannt. Erfahrene Partner der Zuckerkranken bemerken den Unterzucker oft eher als diese selbst und erleben, dass Diabetiker dann dazu neigen, Hilfe zurückzuweisen. „In dieser Situation macht es keinen Sinn, eine Diskussion vom Zaun zu brechen oder selbst aggressiv zu werden“, erklärt der Diplompsychologe Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Bad Mergentheim. Partner sollen dann aufmerksam bleiben und erneut Hilfe anbieten. Das kann aber immer wieder zu Konflikten führen.

Vorbeugend rät er zu klaren Absprachen für solche Situationen, auf die sich der Partner dann berufen kann. Diabetes-Zentren wie das in Bad Mergentheim bieten Wahrnehmungs-Kurse an, zu denen auch eine Unterzucker-Schulung des Partners gehört.

Partnerschaften leiden unter Diäten

Abnehmen - Teller mit Erbse, Maßband und Besteck
pea and measuring tape on a plate © Gino Santa Maria - www.fotolia.de

Für Mann und Frau gibt es viele Gründe abzunehmen. Dafür wird sowohl mehr Sport getrieben, als auch auf Leckereien verzichtet. Nicht selten bleibt dabei aber auch der Partner auf der Strecke, es baut sich Frust auf und sogar das Sexualleben kann darunter leiden.

Durch Ablehnen von lieb gewonnenen Dingen, wie beispielsweise Schokolade, steigt die Reizbarkeit und Aggressivität, so der Hamburger Psychologe Dr. Elmar Basse. Durch eine Diät verliert der Körper Vitamine und Mineralstoffe, ebenso wie Wasser und Salz. Dies führt zu Kreislaufschwäche, was sich negativ auf die Lust an Sex auswirkt.

Um dies zu verhindern, eine gesunde Diät aber dennoch zu ermöglichen, rät Diätassistent Sven-David Müller mindestens 1400 Kilokalorien einzunehmen, damit der Körper ausreichend versorgt wird. Grundsätzlich sei gesagt, dass man eine Diät ausschließlich für sich selbst begehen solle und nie für den Partner.

Finanzielle Sorgen führen zu Streitereien

Frau in hellem Blazer hält eine leere Geldbörse vor weißem Hintergrund
Young businesswoman holds empty wallet © Piotr Marcinski - www.fotolia.de

Das liebe Geld - oftmals kommt es wegen finanziellen Sorgen zu Problemen in einer Partnerschaft. Streitereien über den richtigen Umgang, notwendige oder nicht notwendige Dinge etc. sind keine Seltenheit. Vor allem bei jungen Eltern gibt es Meinungsverschiedenheiten.

Eine Studie mit 141 Eltern, die Kinder im Alter von 0-5 Jahren haben, kam zu folgendem Ergebnis: In 18,9 Prozent ist der Grund für einen Streit das Geld. Nach der Geburt des ersten Kindes steht den meisten Paaren zu wenig Geld zur Verfügung, was sich negativ auf ihr Zusammenleben ausübt.

Beziehungskiller – Online Communitys und Handys sorgen für Scheidungen

Zu viele technische Geräte rauben uns die Zeit für den Partner

Junges Paar im Bett, junger Mann u. junge Frau, nackt, rot-weiße Bettdecke, Mann telefoniert mit Handy, Frau genervt
Paar im Bett © bilderbox - www.fotolia.de

Immer mehr Menschen tauschen den eigenen Partner gegen den Laptop ein. Das hat jetzt eine britische Studie ergeben. Facebook, Twitter und Co sind die Todsünden für eine Beziehung. Viele Partner fühlen sich vom eigenen Partner bereits betrogen.

Nachts wird im Schlafzimmer nicht mehr gekuschelt, sondern gesurft. Das in vielen Fällen nicht gemeinsam. Während die Ehefrau mit ihrer besten Freundin chattet, liegt der Ehemann sauer daneben und beobachtet das Spektakel. Ein Szenarium, das nicht selten stattfindet.

Mit dem Partner über Probleme reden

Facebook ist der Grund für jede fünfte Scheidung. Neben dem Computer ist auch das Telefon nicht zu verachten. Um so mehr elektronische Geräte verfügbar sind, um so schneller kann eine Beziehung dadurch zugrunde gehen.

Tipp: Hängt der Haussegen wieder einmal schief, auf den Computer verzichten. Manchmal hilft es, mit dem eigenen Partner über die Wünsche zu sprechen. Viele wissen nämlich gar nicht, dass der Partner sich davon gestört fühlt. Kommunikation ist in der jeder Beziehung wichtig. Aber bitte nicht über Facebook, sondern Face to Face.

Streit um die Finanzen: Wie man in einer Beziehung mit dem heiklen Thema Geld umgeht

Mann und Frau Rücken an Rücken nach Streit
Quarrel between men and women © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de

Das Thema Geld ist in Beziehungen häufig eine Ursache für Streit. Je häufiger man sich über das Thema auseinandersetzt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ab einem bestimmten Punkt komplett ausgeklammert wird - dann fangen Probleme an. Wie man mit Geld umgehe und wie man dieses Thema in die Beziehung trage, habe viel mit dem familiären Hintergrund zu tun, so Sozialpsychologe Rolf Haubl aus Frankfurt.

Außerdem gingen Frauen und Männer jeweils anders mit Geld um beziehungsweise verbänden andere Dinge damit. Für Männer stehe Geld vor allem für Macht und für Erfolg im Beruf, während Frauen mit Geld Handlungsfähigkeit, Sicherheit und Unabhängigkeit verbinden.

Schweigen sei jedenfalls keine Lösung und ein Dauerstreit auch nicht, so Haubl. Es sei enorm wichtig, dass man sich bei diesem Thema auseinandersetze und Lösungen suche, denn es berühre alle Lebensbereiche vom Wohnen über Einkaufen, Urlaub und Kinder. Zur Not sollte man sich professionelle Hilfe suchen.

Werden Paare altersmüde? Forscher untersuchen Konflikte in Beziehungen

Erkältetes Seniorenpaar putzt sich im herbstlichen Park die Nase
Krankes Seniorenpärchen © drubig-photo - www.fotolia.de

Wissenschaftler an der San Francisco State University haben über 13 Jahre hinweg 127 Pärchen beobachtet, die sich im mittleren bis höheren Alter befinden. Die Forscher versuchten, Kommunikationsmuster zu erkennen und interessierten sich vor allem dafür, wie viel die Partner stritten - oder eben auch nicht.

Generell bestätigte sich dabei, dass es ungesund für Paare ist, Streits nicht auszutragen, sondern bestimmte Themen immer wieder unter den Tisch fallen zu lassen. Bei älteren Paaren, die sich schon seit Jahrzehnten kennen und sehr gut einschätzen können, ist es hingegen mitunter klug, bestimmte Dinge nicht bis zum bitteren Ende auszufechten.

Die Gelassenheit steige mit den Jahren doch merklich an, so die Wissenschaftler. Das könne damit zusammenhängen, dass es im Alter immer weniger wahrscheinlich ist, dass man sich nochmal trennt. Beide Beteiligten haben dann nicht mehr viel Interesse daran, sich den Alltag mit Streitigkeiten zu versauen.

Studie: Twitter und Co. können Beziehungsstress fördern

Weibliche Hände tippen auf Computer Tastatur
A business lady's hands on the keys typing documents © pressmaster - www.fotolia.de

Man hat es ja schon lange geahnt: Wenn der Partner, die Partnerin permanent Mails checken, in sozialen Netzwerken unterwegs sind und ständig neue Tweets in die Welt posten, dann muss dies irgendwann zu Streits und Konflikten führen. Ein Doktorand der University of Missouri im Fachbereich Journalismus hat jetzt eine Studie durchgeführt, die dies belegen könnte: Häufiger Twitter-Konsum schadet Beziehungen tatsächlich enorm.

Für seine Umfrage wählte Russell Clayton 581 Twitter-Nutzer verschiedenen Alters aus und befragte sie zu ihrem Nutzungsverhalten, aber auch zu ihrer Partnerschaft. Hierzu muss man wissen, dass Twitter in den USA eine weitaus wichtigere Position innerhalb sozialer Netzwerke einnimmt als in Deutschland.

Die Auswertung der Antworten zeigte eine deutliche Tendenz auf: Je häufiger und aktiver die Twitter-Nutzung, desto wahrscheinlicher kam es zu Konflikten mit dem Partner bzw. der Partnerin. Clayton erklärte, dass häufiges Twittern sogar zu Trennungen oder Untreue führen könnte.

Auch bei Frischverliebten führt Twitter zu Streit

Interessant auch dies: Gegen den Beziehungsstress durch soziale Netzwerke sind Frischverliebte nicht gefeit. Bei entsprechend hoher Twitter-Nutzung gab es bei ihnen ähnlich häufig Streits wie bei Partnern in einer langjährigen Beziehung.

Für Russell Clayton ist die Botschaft auf seiner Studie daher eindeutig: Wem an seiner Partnerin, seinem Partner gelegen ist, der sollte seinen Netzkonsum deutlich einschränken und auf ein gesundes Maß herunterfahren. Dies gelte nicht nur für Twitter, sondern auch für andere Plattformen wie zum Beispiel Facebook.

Streit im Urlaub – warum Paare sich zanken und wie Sie Konflikte vermeiden

Wir verraten die häufigsten Gründe für Streit im Urlaub und geben Tipps, wie Sie diesen am besten vermeiden

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Urlaub zu zweit – die meisten Paare sehnen sich nach erholsamen Tagen, in denen sie endlich Zeit für sich selbst haben. Für die Beziehung bedeuten Ferien aber oft den Anfang vom Ende.

Ursache sind überzogene Erwartungen und unterschwellige Konflikte, die im Gepäck mitreisen. Jede dritte Scheidung wird nach einem Paar-Urlaub eingereicht. Tipps für schöne und harmonische Ferien.

In der Erwartungsfalle

Wenn der Alltag mit Terminen und Verpflichtungen gespickt ist, soll in den Ferien alles besser werden:

  • mehr Spaß und tolle Unternehmungen,
  • 24 Stunden Romantik und
  • prickelnde Erotik.

Hohe Erwartungen steigern aber auch das Enttäuschungspotenzial.

Während die ersten beiden Urlaubstage noch mit Anreise, Einrichten und Auskundschaften gefüllt sind, erweist sich der dritte Tag oft als kritisch. Eigentlich sollte jetzt die Erholung beginnen, doch viele Paare empfinden die Freiräume als Leere.

Schon kleine Anlässe reichen dann, um enttäuscht zu sein oder einen handfesten Streit zu entfesseln. Schwelende Konflikte, die sich im Alltag leicht ausblenden lassen, brechen nun hervor.

In der fremden Umgebung können die Partner außerdem nicht auf die stabilisierende Funktion des eigenen Heims und gewohnter Rituale zurückgreifen. Zuhause lässt sich auch eine gewisse Leere in der Partnerschaft besser durch alltägliche Aktivitäten überdecken.

Realistisch bleiben

Wer harmonische Ferienverbringen möchte, sollte deshalb die Erwartungen auf ein realistisches Maß herunterschrauben. Am besten klären Sie mit Ihrem Partner schon vor der Reise ab, welche Wünsche Sie an den Urlaub haben. Die Vorstellungen stimmen selten überein, ohne Kompromisse kann es also nicht gehen.

Allerdings: keiner der Partner darf das Gefühl haben, immer nur nachzugeben. Dann geraten Sie in eine Enttäuschungsfalle.

Statt alles gemeinsam zu machen, ist es besser, ab und zu allein etwas zu unternehmen. Während der eine sportlich aktiv ist, kann der andere faulenzen oder ein Museum besuchen. Anschließend treffen beide erholt wieder zusammen und können sich viel erzählen.

Erste Hilfe bei Streitigkeiten

Mit guter Kommunikation und kleinen Kompromissen steigt die Zufriedenheit. Trotzdem kann es immer mal zum Streit kommen. Da die Partner im Urlaub viel Zeit haben, können sie intensiv in die Auseinandersetzung einsteigen. Aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit entwickelt sich dann rasch eine grundsätzliche Auseinandersetzung. Sinnvoll ist das nicht.

Wer sich erholen möchte, sollte bei Streitigkeiten deshalb Ruhe bewahren und den Ärger "downgraden". Das gilt auch für Nörgeleien: Wenn Paare den ganzen Tag aufeinander hocken, fallen die Fehler und Macken des anderen besonders auf. Niemand ist perfekt.

Die beste Haltung lautet deshalb: Kleinigkeiten auch mal übergehen und den Fokus auf Positives lenken. Steigen Sie gar nicht erst in die Frustspirale ein!

Merkmale: Partnerschaftsprobleme erkennen

Sind Sie häufig unsicher, was die tatsächliche Qualität Ihrer Beziehung betrifft? Gibt es häufig Streit, den Sie aber nicht so richtig einordnen und bewerten können? Wo hören normale Streitigkeiten auf, und wo beginnen ernsthafte Beziehungsprobleme? Was Sie für eine harmonische Partnerschaft tun können, und wie Sie mögliche Probleme frühzeitig erkennen können, dazu hier einige Hinweise.

Wie gesagt: Ein normaler Streit oder eine normale Auseinandersetzung bedeutet noch keine wirkliche Beziehungskrise. Jedoch entstehen ernsthafte Krisen meist aus Themenkomplexen, die anfänglich zu kleineren, und dann zu immer größeren Streitereien führen. Halten Sie deshalb die Augen offen und entwickeln Sie ein Gespür für die Befindlichkeiten Ihres Partners.

Versteckte Unzufriedenheit

Die Unzufriedenheit des einen Partners wird oftmals nicht offen ausgesprochen und so spät erkannt
Die Unzufriedenheit des einen Partners wird oftmals nicht offen ausgesprochen und so spät erkannt

Wenn Ihr Partner seine Unzufriedenheit mit der Beziehung offen äußert, dann können Sie handeln. Das ist aber in den wenigsten Fällen so.

Dagegen ist es viel weiter verbreitet, dass beide Partner mit bestimmten Themen und Situationen innerhalb der Partnerschaft unzufrieden sind, das aber nicht konkret äußern können oder wollen. Manchmal merkt man ja auch selbst gar nicht, welchen Grad der Unzufriedenheit man in einem bestimmten Punkt tatsächlich schon erreicht hat.

Mangelnde Kommunikation

Ein deutliches Warnsignal ist es, wenn die Partner nicht mehr miteinander reden. Wenn jeder sich hinter seinem Schreibtisch, PC oder vor dem Fernsehen verschanzt, oder ständig alleine etwas unternimmt. Mangelnde Kommunikation ist immer ein Zeichen von unterschwelligen Problemen, denn sie bedeutet, dass man sich nichts mehr zu sagen hat oder Konfrontation fürchtet.

Wenn Probleme verschwiegen werden

Wenn sich Ihr Partner in der Beziehung mit Ihnen unwohl fühlt, kann es passieren, dass Sie nicht sofort darauf aufmerksam werden. Oft ist es einem Partner unangenehm oder die Auseinandersetzung wird gescheut, so dass alles dafür getan wird, dass die Partnerin nicht mitbekommt, wie man sich in der Beziehung fühlt.

Der Nachteil ist, dass man sich mit der Zeit immer weiter voneinander distanziert und ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Scheinbeziehung führt. Man kennt den anderen nur noch aus den Erfahrungen heraus, nicht aber seine aktuellen Veränderungen im Hinblick auf Bedürfnisse, die Zukunft und die Partnerschaft selbst.

In einer Situation, in der es einem Partner in einer Beziehung nicht gut geht und das nicht zum Thema gemacht wird, kann keine Beziehung wachsen und langfristig lebendig bleiben. Mit der Zeit stellt sich eine Monotonie zwischen den Partnern ein und das Reden miteinander fällt zunehmend schwerer.

Problemen nicht aus dem Weg gehen

Nehmen Sie sich als Partnerin einen Moment Zeit und prüfen Sie, ob es Ihrem Partner in Ihrer Beziehung gut geht oder ob er sich verschanzt und vor sich selbst und auch vor Ihnen davon läuft, um keinen Konflikt auszulösen oder sich mit Beziehungsproblemen auseinanderzusetzen. Eine typische Art der Verdrängung von Beziehungsproblemen ist es, sich vermehrt nach außen zu orientieren und immer häufiger mit Freunden zu treffen. Ihr Partner ist öfter aus als sonst und auch sonst für kurzfristige Verabredungen von außen schnell zu begeistern.

Mit der Lebenssituation unzufrieden

Manche Probleme entstehen auch dadurch, dass einer oder beide Partner in ihrer jeweiligen Lebenssituation unzufrieden sind, aber kein Verständnis ernten. Beispielsweise neigen Frauen dazu, sich in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter minderwertig zu fühlen und unter mangelnder Anerkennung zu leiden, die sie im Berufsleben noch erhalten haben.

Männer dagegen stehen häufig beruflich unter Stress und werden dazu noch von finanziellen Existenzängsten geplagt. Gelingt es beiden Partnern nicht, mit dem anderen über ihre Situation zu sprechen, so sind Probleme vorprogrammiert.

Fazit

Sorgen Sie für Gelegenheiten, die nur Ihnen und Ihrem Partner gehören. Schaffen Sie sich Freiräume, die Sie gemeinsam miteinander verbringen können, und in deren Rahmen Sie sich Ihre Wünsche und Kritikpunkte anvertrauen können.

So lässt sich frühzeitig feststellen, welche Probleme unterschwellig vielleicht am entstehen sind. Je kleiner sie noch sind, desto einfacher sind sie zu bekämpfen.

Stress in der Beziehung kann Herzleiden verursachen

Körperausschnitt Geschäftsmann fasst sich auf die Brust - Herzschmerzen
stressful job troubles © Julija Sapic - www.fotolia.de

Forscher haben aufgrund einer Studie mit etwa 9.000 Probanden nachweisen können, dass es einen Zusammenhang zwischen Herzproblemen und Beziehungsproblemen gibt.

Zu Beginn der Erhebung konnten die Wissenschaftler keinerlei Herzprobleme bei den Teilnehmern feststellen. Doch innerhalb des Beobachtungszeitraums von rund zwölf Jahren erkrankten 589 von ihnen an einem koronaren Herzleiden. Die Qualität einer Beziehung konnte im Rahmen der Studie als eigenständiger Problembereich bei Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße herausgefiltert werden, da nur ein Fünftel der Befragten nicht in einer Partnerschaft lebte.

Ärger in der Beziehung schadet nachweislich der Gesundheit

Junge Eltern auf Tischplatte gestützt streiten, dahinter sitzt kleines trauriges Mädchen am Tisch
Arguing parents © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

In Kanada präsentierte man die Ergebnisse jetzt schwarz auf weiß. Wer in einer unruhigen Partnerschaft lebt, ist stärker gefährdet, dass bei ihm eine Krankheit des Herzens auftritt. Man lud mehr als 5600 Menschen ein und erhob mit Psychologen, wie stark sie eine Beziehung aufbauen können. Die Psychologen sprechen von der „Bindungstheorie“, die erforscht, wie wir uns sozial binden.

Parallel dazu wurde ein Gesundheitscheck gemacht. Es stellte sich heraus, dass gerade die Teilnehmer, die sich starke Sorgen um ihre Beziehung machten, oder stark klammerten, eher dazu neigten, an Bluthochdruck zu erkranken. Auch chronische Herzschmerzen und die Tendenz einen Herzinfarkt zu erleiden, waren größer, als bei den Probanden mit einem ruhigeren Beziehungsstatus.

Unsicherheit in der Beziehung bedingt Stress und Stress schadet dem Körper nachweislich. Wer gestresst ist, hat häufiger Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken und erkrankt auch öfter an Depressionen, oder verfällt in ein Suchtverhalten.

Tödliches Risiko Eheleben - Wenn ständiger Streit das Leben verkürzt

Junges Paar beim Streit, sie guckt genervt, er redet auf sie ein
Angry Couple © Jason Stitt - www.fotolia.de

Ehepaare, die ständig streiten und Konflikte austragen, bringen sich selbst um wertvolle Lebensjahre. Vor allem Männer büßen häufigen Ehestreit mit einer kürzeren Lebenserwartung. Dies ergab eine Langzeitstudie der Universität Kopenhagen, bei der Paare zwischen 35 und 50 Jahren insgesamt elf Jahre lang beobachtet wurden. Zu einem vorzeitigen Ableben führten dabei vor allem die zu hohen Ansprüche des ständig meckernden Partners.

Negative Gefühle führen zu zahlreichen körperlichen Reaktionen

Der Studie zufolge kamen alleine In Dänemark jedes Jahr bis zu 315 zusätzliche Todesfälle auf 100.000 Einwohner, weil der ewige Druck der Partnerin den Herzen der Männer schadete. Besonders gefährlich seien Konflikte, die den Partner stets abwerten und beleidigen, so die Forscher. Sinnvoller sei ein konstruktiver Streit, bei dem eine Meinungsverschiedenheit diskutiert wird, aber zugleich auch Wert darauf gelegt wird, dass der Partner selbst auch weiterhin geliebt wird.

Die neue dänische Studie ergänzt eine Studie aus den USA, bei der Paaren bewusst eine körperliche Wunde am Arm zugefügt wurde, ehe sie sich über ein brisantes Thema unterhalten sollten, das unweigerlich zum Streit führte. Die Forscher beobachteten dabei, dass die Wunde langsamer verschorfte, je gereizter und aggressiver die Person beim Streit war. Auch wurde ein höherer Level an Stresshormonen gemessen. Negative Gefühle führen demnach zu zahlreichen körperlichen Reaktionen, die letztendlich krank machen - und zu einem vorzeitigen Ableben führen können.

Häufig ist es auch so, dass nur einer der Partner unglücklich ist...

Anzeichen dafür, dass der Partner unglücklich in der Beziehung ist

Verlieren Sie im Partnerschaftsalltag nicht den Blick für Ihren Partner. Schauen Sie, wie Sie sich zusammen anfühlen und wie sich Ihr Partner im Einzelnen anfühlt. Prüfen Sie, ob sich Ihr Partner wohl und frei und vertraut in Ihrer Beziehung fühlt oder ob er sich zurückzieht, weniger spricht, nicht mehr so oft lacht oder sich Ihnen gegenüber launisch benimmt.

Rückzug ist ein Warnsignal

Ein anderes Argument, das dafür spricht, dass es Ihrem Partner nicht gut geht, ist, dass er sich daheim allein beschäftigt.

  • Er sucht kein Gespräch mit Ihnen und teilt Ihnen nur Oberflächliches mit.
  • Ihr Partner hat regelmäßig einen traurigen Blick und reagiert auf die Frage, was er habe, abwinkend oder abschwächend.
  • Gemeinsame Fernsehabende finden nicht mehr statt und das gemeinsame Abendessen oder Frühstück erfolgt ohne wesentliche Unterhaltung.

Kurz: Ihr Partner nimmt nur noch äußerlich an Familienthemen teil und nimmt sich ansonsten mehr und mehr aus allem raus. Fragen Sie Ihren Partner gezielt, was los ist und lassen Sie sich nicht mit einer kurzen lockeren Aussage abspeisen.

Machen Sie Ihm deutlich, dass Sie sehen, dass er ein Problem hat und dass Sie für ihn da sind, wenn er bereit ist, darüber zu reden. Machen Sie Ihrem Partner auch klar, dass Sie die Beziehung auf diese Weise nicht weiterführen können und dass das Problem angesprochen und gelöst werden muss, damit Sie beide wieder zusammen harmonisch und glücklich sein können.

Werden Sie aktiv

Warten Sie nicht auf irgendeine Verbesserung im Laufe der Zeit, sondern beobachten Sie das Verhalten Ihres Partners genau und sprechen Sie Ihn in einem passenden, aber vor allem frühen Augenblick, darauf an. Schweigen hat bisher noch nie Änderungen und schon gar keine Verbesserungen hervorgebracht. Reden Sie also unbedingt miteinander und seien Sie dabei verständnisvoll und zeigen Sie Ihr Vertrauen in Ihren Partner.

Er fühlt sich zuhause nicht wichtig

Für Männer, die den ganzen Tag arbeiten und abends nach Hause kommen, kann es schwierig sein, dann auch noch den Aufgaben im Haushalt gegenüberzustehen. Wenn die Frau im Haushalt alle Entscheidungen fällt, kann es sein, dass sich ihr Partner nur als jemand fühlt, der dafür da ist, das Geld nach Hause zu bringen.

Es ist wichtig, dass Ihr Mann zuhause im Haushalt mitentscheiden kann, was

  • Finanzen
  • Kinder und
  • andere wichtige Angelegenheiten

betrifft. Beziehen Sie Ihren Mann in die wesentlichen Entscheidungen der Haushalts- und Familienführung mit ein. Nehmen Sie sich Zeit, um über wichtige Dinge mit Ihrem Partner zu reden. Fragen Sie ihn nach seiner Meinung und sagen Sie ihm, dass Ihnen seine Meinung sehr wichtig ist.

Er bekommt zu wenig Aufmerksamkeit von Ihnen

Sobald die Liebe Früchte trägt und eines oder mehrere Kinder im Familienportrait zu finden sind, lenken viele Frauen ihre volle Konzentration auf den Nachwuchs. Leider wird dabei der Blick auf den Partner vernachlässigt.

Sie spüren, dass sich Ihr Partner um sich selbst kümmern kann. Sie sehen ihren Partner als einen erwachsenen Mann an, ihre Kinder sind nun einmal Kinder und benötigen ihre Aufmerksamkeit dringender.

Für einen Mann sieht es jedoch so aus, als ob er von Ihnen vergessen wurde. Natürlich können Sie die Kinder nicht zu kurz kommen lassen.

Sie könnten allerdings ihren Mann bei allen Aktivitäten mit einbinden, so dass auch er das Gefühl hat, von Ihnen wahrgenommen zu werden. Schenken Sie ihn jene ungezwungenen Küsse, die sie ihm in den jungen Jahren ihrer Beziehung gegeben haben.

Erlauben Sie sich auch hin und wieder kinderfreie Abende. Ein Babysitter mag auf den ersten Blick ein teures Luxusgut sein, ist aber im Endeffekt deutlich günstiger als die Kosten für eine Scheidung und zudem um einiges schonender für Ihre Nerven.

Ursachen: Interne und externe Auslöser einer Beziehungskrise

Höhen und Tiefen gehören zu jeder ernsthaften Beziehung dazu. Dabei gibt es jedoch einige Situationen, die eine Partnerschaft vor echte Herausforderungen stellen. Wir zeigen, welche typischen internen und externen Faktoren als Auslöser für die Beziehungskrise gelten.

Seitensprung

Beginnen wir mit dem naheliegenden: Den externen Auslösern für eine Beziehungskrise. Das klassische Beispiel ist hier sicherlich der Seitensprung, der vom einmaligen One-Night-Stand bis zur lang andauernden Affäre reichen kann.

Für den betrogenen Partner könnte die Situation kaum schwieriger sein: Er fühlt sich häufig ungeliebt, vielleicht sogar beschmutzt und ist hin- und hergerissen zwischen verständlicher Wut und der Angst davor verlassen zu werden. In diesem emotionalen Chaos sind Beziehungskrisen fast schon vorprogrammiert.

Ein Seitensprung hat einen schwerwiegenden Vertrauensverlust zur Folge
Ein Seitensprung hat einen schwerwiegenden Vertrauensverlust zur Folge

Jobwechsel oder Arbeitslosigkeit

Doch auch ganz gewöhnliche Veränderungen können die Partnerschaft auf die Belastungsprobe stellen. Hierzu zählt beispielsweise ein Jobwechsel, durch den der geliebte Partner plötzlich deutlich weniger Zeit hat als zuvor.

Umgekehrt kann aber auch ein Jobverlust für Konflikte sorgen: Wenn einer von beiden nur noch in den eigenen vier Wänden hockt, von Ängsten und Zweifeln gequält wird, dann ist dies meist für beide Partner sehr belastend.

Baby Blues

Ein wenig schwieriger sind da schon die internen Auslöser einer Beziehungskrise zu erkennen. Nicht wenige Mütter leiden nach der Entbindung unter dem berüchtigten "Baby Blues"; die Väter sind oft hoffnungslos überfordert. Deshalb sollte man hier wie bei allen Veränderungen nicht nur an die eigenen Befindlichkeiten, sondern immer auch an den Partner denken - und sich gemeinsam auf die neue Lebenssituation vorbereiten.

Neuorientierung

Umgekehrt gibt es in den allermeisten Beziehungen Phasen der Neuorientierung - Abschnitte also, in denen man sich wieder entfremdet und die eigenen Gefühle überdenkt. Besonders sensible Menschen registrieren diese Veränderungen sehr schnell und fühlen sich dann ungeliebt.

Wenn externe Faktoren auf interne zurückzuführen sind

Selbst hinter externen Streitauslösern - wie beispielsweise einem Seitensprung - können interne Konflikte stecken. Die Liste ist lang und könnte beliebig fortgeführt werden: Zum echten Problem können zum Beispiel Ängste und mangelndes Selbstbewusstsein werden.

"Wir haben uns auseinandergelebt" - diesen Satz bekommt man häufig zu hören, wenn man fragt, warum eine Beziehung nicht mehr funktioniert - doch wie kommt es dazu?

Wie man sich in einer Partnerschaft auseinanderleben kann

  • Beruflicher Alltag
  • die Erziehung der Kinder
  • Altersvorsorge
  • Zeit mit Familie und Freunden verbringen

– in Alltag gibt es genügend Themenbereiche, die uns davon abhalten, einfach nur die Beziehung zu unserem Partner zu leben. Fühlen Sie sich Ihrem Partner nahe oder haben Sie das Gefühl oder die Angst sich auseinanderzuleben?

Zu 100 Prozent kann man seinen Partner nie kennen. Studien belegen, dass es der Höhepunkt der Romantik ist, seinen Partner relativ schnell oder mit der Zeit nahezu voll und ganz zu kennen.

Wie so oft sieht das wahre Leben anders aus: Situationen, in denen man seinen Partner nicht wiedererkennt oder sich wundert, dass er anders als erwartet handelt. Doch wer kennt es nicht von sich selbst, dass man in Situationen anders handelt und sich danach fragt, warum man so und nicht wie immer reagiert hat?

Persönlichkeiten im Wandel

Innerhalb einer Partnerschaft ist es daher schwierig, sich wirklich sicher zu sein, ob man seinen Partner versteht und ob es ihm gut geht. Stellen Sie die Frage nur einmal an sich selbst und merken Sie, dass selbst Sie nicht immer eine klare Antwort darauf geben können.

Die Persönlichkeit eines Menschen kann sich im steten Wandel befinden und so haben Sie im Zusammenleben mit Ihrem Partner nicht nur mit dem Wandel Ihrer Persönlichkeit, sondern auch mit dem Wandel der Persönlichkeit Ihres Partners zu tun. Seien Sie sich dessen bewusst und verschaffen Sie sich von Zeit zu Zeit einen Überblick darüber, wie sehr Sie Ihren Partner in der aktuellen Phase Ihrer Partnerschaft kennen und wie nahe Sie einander wirklich stehen.

In allen genannten Situationen gilt: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold. Wenn beiden Partnern etwas an der Beziehung gelegen ist, dann sollten sie Unstimmigkeiten offen aussprechen und dabei auch die eigene Unsicherheit nicht verschweigen.

Last but not least gibt es auch eigentlich erfreuliche Veränderungen, die eine Beziehungskrise auslösen können. Hierzu zählt zum Beispiel die Geburt des gemeinsamen Kindes.

Falsche Erwartungen

Falsche, zu hohe Erwartungen stellen ein ebenso häufigen Grund für Partnerschaftsprobleme dar:

  • Je ähnlicher man sich ist, desto glücklicher verläuft die Beziehung: davon kann man nicht grundsätzlich ausgehen, denn je größer die Ähnlichkeit, desto größer auch das Risiko, dass es an neuen Impulsen fehlt, um nur ein Beispiel zu geben.
  • Je länger die Beziehung, desto besser kennt man sich: Fakt ist, dass der gegenseitige Austausch mit der Zeit häufig nachlässt und es eher dazu kommt, dass man sich voneinander entfernt - regelmäßige Gespräche sind unumgänglich!
  • Nervige Eigenschaften des Partners lassen sich mit der Zeit ändern: Wer probiert, seinen Partner zu verändern, wird auf Gegenwehr stoßen - man entscheidet sich für einen Menschen, gerade weil er so ist, wie er ist, zumindest sollte dies so sein - und in diesem Fall liebt man ihn auch mit seinen Eigenarten.
  • Durch Streit schwächt man die Liebe: die Folge dieser Annahme ist, dass man aufhört, miteinander zu kommunizieren - das Todesurteil für eine Beziehung. Auch Streitgespräche gehören zu einer Partnerschaft dazu; sie bringen Klarheit in viele Punkte.
  • Je stärker das Gefühl des Verliebtseines am Anfang, desto schöner wird auch später die Beziehung: An einer Partnerschaft muss man arbeiten; man kann nicht davon ausgehen, dass alles "rosarot" bleibt, weil man sich zu Beginn nicht vom anderen lösen kann
  • Eine Beziehung sollte aus möglichst vielen gemeinsamen Aktivitäten bestehen: Sowohl als auch. Gemeinsame Interessen und Unternehmungen sind wichtig, doch ebenso Freiräume und Zeit für sich allein - hier sollte eine gute Balance gefunden werden.

Beziehungskiller Bindungsangst: Wenn der Partner die Nähe scheut

Paar im Bett, er schaut sie an, sie sitzt abweisend neben ihm und schaut zur Seite
misunderstanding © pressmaster - www.fotolia.de

Menschen, die unter Bindungsangst leiden, sind doppelt gestraft: Sie fürchten nichts mehr als das Alleinsein und den Verlust des Partners, flüchten aber zugleich vor zu großer Nähe. Einen Menschen mit Bindungsangst zur Hochzeit zu bewegen oder auch nur zum gemeinsamen Wohnen ist ein fast aussichtsloser Kampf. Der einzige Ausweg ist häufig eine Psychotherapie, denn die Ursachen für Bindungsangst liegen tief.

So wird der Grundstein für Bindungsangst häufig schon im Säuglingsalter gelegt: Babys, die von ihren Müttern zu lange oder zu häufig alleine gelassen werden, reagieren mit einer tiefgreifenden Verlustangst, die sie ihr Leben lang prägen wird. Auch ein häufiger Wechsel zwischen Überbehütung und Ignorieren aus Strafe kann ein kleines Kind stark beeinflussen, weil sowohl Nähe als auch Abstand zur Mutter als bedrohlich wahrgenommen wird.

Wenn das Kind älter wird, werden die Gefühle so stark verdrängt, dass sie als Erwachsener gar nicht mehr in der Erinnerung existieren. Stattdessen werden andere Gründe vorgeschoben um den Partner auf Abstand zu halten - plötzliches Abtauchen für mehrere Wochen, ewige Nörglerei oder auch das Fremdgehen. Partner reagieren darauf häufig mit Selbstkritik und suchen die Schuld bei sich selbst. So kommt es zu Vorhaltungen und Streitereien vor denen der bindungsgestörte Mensch wiederum davonläuft. Besser ist es den geliebten Menschen davon zu überzeugen, dass eine Psychotherapie helfen kann, den Teufelskreis der Bindungsangst zu durchbrechen und Kindheitstraumata zu bewältigen.

Beziehungsphobie: Häufig stecken echte psychologische Probleme hinter Bindungsangst

Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

So mancher Mensch kennt diesen Frust, der neue Partner scheint eigentlich ein toller Fang zu sein, doch es scheint ihm unmöglich, sich auf die Beziehung einzulassen. Sobald es ernst zu werden scheint, ergreift er die Flucht. Meistens erkennt er einfach nur als erster, dass die Beziehung ohnehin zum Scheitern verurteilt ist, doch in manchen Fällen liegt eine handfeste psychologische Störung vor, die sogenannte Beziehungsphobie.

Von ihr sind vor allem Menschen betroffen, die in ihrer Kindheit schon unter gestörten Bindungen litten. Kleine Kinder, die von ihren Eltern vernachlässigt oder überbehütet wurden oder ein problematisches Verhältnis zum Vater oder zur Mutter hatten. Gerade Männer, die immer wieder Probleme mit ihrer Mutter hatten, fürchten sich als Erwachsene häufig davor, sich noch einmal einer Frau "ausliefern" zu müssen und somit Gefahr laufen, wieder enttäuscht oder eingeengt zu werden.

Während viele Menschen bewusst, freiwillig und gerne Singles sind, leiden die Beziehungsphobiker jedoch stark unter ihren Problemen. Sie wünschen sich eigentlich nichts mehr als eine liebevolle Beziehung und können doch nicht verhindern, dass sie neue Partner fast unbewusst wieder zurückstoßen und von sich fernhalten. Diese leiden stark unter dem scheinbar unerklärlichen Wechselspiel aus Nähe und Distanz. Eine Therapie kann helfen, die Phobie zu überwinden und echte Nähe zuzulassen.

Häufiger Auslöser für Partnerschaftsprobleme ist auch folgende Situation...

Wenn der Partner noch mit der letzten Beziehung zu tun hat

Ob ein Spaziergang im Herbstlaub, ein Besuch im Hallenbad oder ein Kuschelabend mit Wein und Kerzen - Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt und so können Sie alle romantischen und liebesbekundenden Zeichen für sich und für Sie sprechen lassen. Doch was machen Sie, wenn Ihnen nach den ersten Treffen auffällt, dass Ihr Partner immer öfter über den Ex-Partner zu sprechen beginnt?

Es kann sich bei den ersten Malen um ein sich Mitteilen gehen, weil dieses Kapitel des letzten Partners auch zu einem selbst dazugehört. Sollte sich Ihre Liebste bzw. Ihr Liebster immer wieder an den Ex-Partner erinnern und von ihm erzählen, dann sollten Sie Ihr Herz etwas zurücknehmen und Ihren Verstand mehr nach vorne stellen.

Verflossene Liebe mit Nachwirkungen

Es sieht ganz danach aus, dass er/sie noch nicht über seinen/ihren Ex-Partner hinweg ist und dabei ist es ganz egal, ob die beiden sich vor einer Woche oder vor fünf Jahren getrennt haben. Eine beendete Liebe bleibt selten ohne Nachwirkungen. Selbst wenn sich das Paar im gegenseitigen Einvernehmen getrennt hat, verhindert das nicht, dass ein Partner dem anderen doch nachliebt, -sehnt und in seinen Gedanken und Gefühlen nicht loskommt.

Wollen Sie sich auf eine solche Beziehung einlassen?

Sollte Ihr Partner sich in einer solchen Phase befinden, dann hegen Sie nicht zu große Hoffnungen, dass Sie ihr Herz mit Ihrer Zuneigung im Sturm erobern können. Der Ex-Partner vereinnahmt noch immer einen großen Teil des Denkens und Fühlens Ihrer Freundin bzw. Ihres Freundes und es liegt an Ihnen zu entscheiden, in welchem Maße Sie damit zurechtkommen und ob Sie sich darauf einlassen können und wollen.

Ist die bunte Verliebtheit der ersten Wochen und manchmal auch Monate vorbei, dann kann es schnell geschehen, dass Ihr Partner von einem Moment zum anderen betrübt wird und sich zurückzieht. Er ist mit seinen Gefühlen nicht frei und entweder traurig oder in dem Wunsch, sich Ihnen gegenüber freier und mehr öffnen und zuwenden zu können.

Offene Gespräche führen und Entscheidungen treffen

In erster Linie liegt es in der Verantwortung Ihres Partners, für sich zu entscheiden, ob er Ihnen gegenüber so fair sein kann, dass er sich ehrlichen und freien Herzens auf Sie einlassen kann. Sollte er sich unsicher fühlen, ist es wichtig, dass er sich mit Ihnen darüber unterhält, so dass Sie wissen, woran Sie sind und selbst entscheiden können, ob Sie weiterhin mit ihm zusammen sein wollen.

Für Sie bedeutet das, dass Sie sich eine unbestimmte Zeit darauf einstellen müssen, dass Sie das Herz Ihres Partners mit einem anderen Mann bzw. einer anderen Frau teilen - auch wenn es sich dabei um den Ex-Partner handelt, so ist es wesentlich, darum zu wissen.

Ihre Freundin / Ihr Freund wird sich vielleicht auch mit dem Ex-Partner treffen wollen, um offene oder neu bewusst gewordene Themen klären zu wollen. Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie Sie damit umgehen wollen, so dass Sie nicht emotional überfordert sind, wenn es zu dieser Situation kommen sollte.

Den aktuellen Stand klären

Vereinbaren Sie mit Ihrem Partner, was Sie benötigen, damit Sie nicht in Eifersucht, Verlustangst oder sonstige Probleme geraten. Sollten Sie sich mit ihm in dem Punkt des Ex-Partners überfordert fühlen, suchen Sie immer das Gespräch, ob Sie die Beziehung weiterhin aufrecht erhalten können und unter den Umständen wollen.

Erbitten Sie sich von Zeit zu Zeit auch Klarheit von Ihrer Freundin bzw. Ihrem Freund wie weit sie/er mit der Verarbeitung der Gefühle und Gedanken zum Ex-Partner ist und wie lange sie/er noch ungefähr benötigen wird. Da sie das Thema beide angeht und Einfluss auf Ihre Beziehung nimmt, ist es nur fair, wenn Ihr Partner Ihnen einen Überblick über den aktuellen Verarbeitungsstand geben kann.

Folgen: Wie durch kleine Fehler eine Beziehung zu Ende gehen kann

Eine Partnerschaft kann viele Spannungen ertragen und daran wachsen - allerdings sollten Sie viel daran setzen, die Anzahl der Spannungen mit der Zeit zu verringern. Ansonsten kann es schnell passieren, dass Sie sich entfremden und mit wütenden und genervten Gefühlen alles andere als Liebe füreinander empfinden.

Wenn die Antwort zu lange dauert

Nachfragen, ob die SMS, die Email, der Zettel am Spiegel oder der Brief gelesen wurde - dahinter steckt die subtile Frage danach, warum Ihr Partner nicht auf Ihre Meldung eingegangen ist: Entweder ebenfalls per SMS, durch einen Telefonanruf oder direktes Ansprechen, sobald sie beide sich das nächste Mal sehen.

In der Frage kann leicht die Provokation enthalten sein, dass Sie es auch unterlassen können im Laufe des Tages Nachrichten an Ihren Partner zu schicken oder in der Wohnung zu hinterlassen. Schnell gesellt sich das Gefühl dazu, dass man auch getrost einem anderen Menschen, zum Beispiel seinem besten Freund, schreiben könnte und sich dieser mit großer Wahrscheinlichkeit sogar direkt zurückmelden würde und seiner Freude auch noch Ausdruck verleihen kann. Doch das alles bringt Sie innerhalb Ihrer Beziehung nicht weiter.

Die Perspektive wechseln

Ganz anders ist es, wenn Sie es schaffen, sich mit Abstand zu betrachten. Beantworten Sie für sich die Fragen, was Sie in den Nachrichten formulieren, welches Gefühl dahintersteht und welches Gefühl Sie Ihrem Partner übermitteln wollen. Fragen Sie sich des Weiteren, was Sie Ihrem Partner eigentlich grundlegend wissen lassen wollen und beobachten Sie sich dann, in welchen Situationen Sie eine Nachricht an Ihren Partner verschicken.

Kritische Sichtweise entwickeln

Meist sind es Ängste, sich in der Beziehung zu entfremden, die einen dazu veranlassen durch kleine Nachrichten täglich das Vorhandensein des gemeinsamen Bandes sichtbar und fühlbar zu machen. Doch fühlen Sie wirklich Ihren Partner näher, wenn sich das Verhalten zu einer Routine entwickelt?

Finden Sie nicht auch, dass regelmäßige Nachrichten zwar beruhigend sind, aber das Feuer einer Liebe nicht wecken? Es hat etwas von routinierter Romantik, wenn man in ein solches Muster verfällt.

Geben Sie Ihrem Partner und sich mehr Raum und vertrauen Sie darauf, dass Sie sich dabei nicht voneinander distanzieren werden. Sie können auch Ihren Partner darum bitten, auf die eine oder andere Nachricht zu reagieren und Ihnen damit das Zeichen geben, dass Sie kein einseitiges Gespräch führen. Eine Partnerschaft sollte aus Kompromissen bestehen und wenn Ihr Partner Ihnen entgegenkommen kann, dann ist das ein wundervoller Liebesbeweis.

Die Frage nach dem Sex

Ein verbreitetes Thema in Partnerschaften ist die Frage nach dem Sex: "Hat es Dir gefallen?" Auf diese Frage gibt es in keinem Film und zwischen keinem real existierenden Paar eine gelungene Antwort. Auch wenn Sie Ihre Frage reinen Herzens stellen, so können Sie von Ihrem Partner keine ausgiebige Antwort erwarten.

Ihr Partner ist noch inmitten seiner Gefühle und alles andere als in der Stimmung sofort über das gemeinsam Erlebte zu reden und zu reflektieren. Lassen Sie Ihren Partner in seinen Gefühlen und genießen Sie Ihre ebenfalls.

Durch das Stellen dieser Frage geben Sie Ihrem Partner das Gefühl, dass Sie gerade ein geringes Selbstbewusstsein haben und es stärken wollen, indem Sie diese Frage stellen und im besten Fall mit einer positiven Antwort gestärkt bekommen.

Machen Sie den Moment der Gefühle nicht kaputt und wenn sich Ihr Partner währenddessen nicht eigenartig gezeigt hat, dann gehen Sie ruhig davon aus, dass es ihm gefallen hat und er sich mit Ihnen wohl fühlt.

Fazit

Zeigt man in einer Beziehung zu viel Unsicherheit, kann es für den anderen schwer werden, sich sicher zu fühlen und Sie anzunehmen. Schwäche sollte dem Partner gegenüber nie über einen längeren Zeitraum gelebt werden, sondern immer wieder mit Phasen der Stärke im Austausch stehen.

Intimer Alltag: Die Balance wahren

Junges Liebespaar in Küche, Umarmung, auf der Arbeitsfläche viel Gemüse, weiße Oberschränke, helle Küche, Spüle
young couple in their kitchen © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Am Anfang einer neuen Liebe ist alles ganz aufregend. Der Bauch kribbelt, das Herz rast - wunderschön, aber nicht von Dauer.

Wenn sich der Alltag einschleicht, zwei Menschen vielleicht schon zusammen wohnen oder aber zumindest oft Bett und Tisch miteinander teilen, dann verändern sich die Verhältnisse: Die Nähe zum Anderen wird nicht mehr unbedingt als aufregend, sondern bald als ganz normal wahrgenommen.

Die kleinen aber gefährlichen Grenzüberschreitungen

Das ist bis zu einem gewissen Grad sogar gut so, schließlich kann niemand in Dauernervösität miteinander leben. Aufregung hat auch ihre schlechten Seiten. Andererseits liegt gerade hier ein gewisses Risiko für die Beziehung - denn wer keinerlei Hemmungen mehr gegenüber der Partnerin oder dem Partner hat, der überschreitet permanent dessen Grenzen.

Ungefragt die Klotür offen stehen lassen, sich vor dem anderen eine Intimrasur verpassen oder Nägel schneiden: All dies kann unbewusst die Privatsphäre verletzen.

Und so gemütlich gemeinsames Beisammensein im Pyjama auch sein mag: Wer sich ausschließlich für die Welt außerhalb der eigenen vier Wände pflegt, zu Hause aber tagelang mit ungewaschenen Haaren, schmutzigen Fingernägeln und Schlabberlook herumläuft, der zeigt ebenfalls wenig Respekt für den Partner.

Das gesunde Maß zwischen Distanz und Nähe

Aber auch die nicht sichtbaren Verhaltensweisen spielen eine wichtige Rolle. Sich jederzeit ungefragt beim anderen über das eigene Leben zu beschweren, Zuneigung und Zärtlichkeiten für selbstverständlich zu nehmen oder gar einzufordern, sind oft nicht gerade förderliche Verhaltensweisen für eine Beziehung.

Natürlich ist es stets eine Entscheidung beider Partner, wie viel Intimsphäre jeder für sich braucht und was er vom anderen erwartet. Die richtige Balance zwischen Distanz und Nähe zu finden, ist gerade in der gemeinsamen Wohnung nicht einfach. Deshalb sollten beide Rückzugsmöglichkeiten haben, um Zeit für sich allein zu genießen - und auch dem anderen Raum für sich geben zu können.

Wenn das platztechnisch nicht funktioniert, dann können beide gemeinsam überlegen, ob man dem Partner die Wohnung auch einfach einmal für ein Wochenende allein überlässt und währenddessen zum Beispiel einen Familienbesuch einplant. Auf diese Weise geht man ganz natürlich wieder auf Distanz - und kann sich danach vielleicht sogar mit Schmetterlingen im Bauch wiedersehen.

Häufen sich die Probleme innerhalb einer Beziehung, kann diese schließlich scheitern...

Gründe für das Scheitern einer Beziehung

Menschen können mit vielen Gesichtern vor einer gescheiterten Beziehung stehen. Meist handelt es sich um das Gesicht der Fassungslosigkeit, darüber, gescheitert zu sein, die Beziehung aufgeben zu müssen, nicht immer genau wissend, ob die Gründe wirklich so schwer wiegen und die Beziehung nicht hätte weitergeführt werden können.

Das Scheitern einer Beziehung bedingt mehr als einen Grund. Oft sind es Gründe, die sich mit der Zeit angehäuft haben und deren Bearbeitung aufgrund der Tiefe und der Anzahl in der Partnerschaft nahezu unmöglich zu sein scheint. Würden sich die Partner doch füreinander entscheiden, dann mit dem Wissen, dass viel Arbeit in der Aufarbeitung der offenen Beziehungsprobleme auf sie wartet.

Kein Scheitern - ein Erkennen

Das Scheitern einer Beziehung kann viele Gründe haben und ist in ihrer Vielschichtigkeit so groß wie die Unterschiedlichkeit der Menschen zueinander. Das Ende einer Beziehung sollte nicht zwangsläufig als Scheitern bezeichnet werden.

Unter dem Scheitern bezeichnet sich viel eher der ungemachte oder ungenügende Versuch beider Partner sich auf die Wiederaufnahme oder Verbesserung der bestehenden Partnerschaft zu konzentrieren. Verstehen Sie das Ende einer Beziehung viel eher als das Erkennen, dass das Zusammenleben von zwei Menschen nicht mehr möglich ist, weil es unterschiedliche Auffassungen in der Beziehungsführung gibt oder man sich in der Beziehung aus Gründen der mangelnden Zuwendung nicht mehr geliebt, gesehen und mit dem Partner verbunden fühlt.

Kränkung und Eigendynamik

Eine Partnerschaft bedeutet zweifelsohne eine Verbindung zum Partner. Wird diese Verbindung durch Verletzungen und Enttäuschungen belastet, kann es mit der Zeit schwer fallen das Band zum Partner als positiv zu empfinden.

Sobald Partnerschaften im Sinne von anstrengend und konfliktstark kompliziert werden, beginnt sich in der Partnerschaft eine eigene Dynamik abzuzeichnen: Die Partner werden vom anderen schneller genervt, man verliert das offene Ohr für den anderen und man hat keine Lust, den anderen zu sehen oder im alltäglichen Zusammensein zu spüren.

Zu tief sitzen die Verletzungen und zu groß ist die Wunde, die durch die Erkenntnis erzeugt wird, dass der Partner einen nicht mehr versteht und scheinbar das Gefühl und den Blick verloren hat. Partner müssen einander nicht in der Gänze verstehen und begreifen.

Lösung von Partnerschaftsproblemen

Nachdem die Schmetterlinge aus der Bauchgegend verschwunden sind, warten die ersten Bewährungsproben. Hach, wie ist das schön, wenn wir frisch verliebt sind.

Dann erinnert jedes noch so schmalzige Liebeslied an unser Glück und wie toll doch unser Leben eigentlich ist. Ein paar Monate später kann das schon ganz anders aussehen.

Sobald wir aus der Phase der Gefühlsduselei heraus sind, sehen wir unsere bessere Hälfte durch Klarglas und nicht mehr rosarot getrübt. Und was wir dann zu sehen bekommen, ist nicht immer schön, aber auch nicht immer gleich ein Grund die romantische Verbindung durch Hasstriaden zu ersetzen.

Worum es in einer Partnerschaft gehen sollte

Eine Partnerschaft lebt vom

  • Lieben
  • sich nahe sein und
  • diese Nähe auch zulassen zu können.

Wesentlich ist, die Feinheiten zu erlernen das für sich selbst und den Partner im jeweiligen Moment Passende zu tun. Auch hier können die Meinungen und Bedürfnisse, was in der jeweiligen Situation angebracht ist, differieren. Vielmehr geht es um den fortwährenden, gegenseitigen Respekt und die Wahrung der Grenzen des Partners.

Gespräche führen

Generell gilt: Bestehen Probleme, sollten Sie Ihrem Partner genügend Zeit geben und ihm zuhören, sobald er bereit ist, zu reden. Verurteilen Sie ihn nicht für das, was er sagt, sondern zeigen Sie Verständnis und Einsicht.

Achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Partner gegenüber nicht zu dominant sind. Lassen Sie ihm seinen Freiraum und erdrücken Sie ihn nicht.

Auch das kann ein Grund dafür sein, dass sich jemand in einer Beziehung nicht wohl fühlt. Schenken Sie Ihrem Partner Ihr Vertrauen und lernen Sie, wie viel Nähe und Distanz er in welchen Situationen benötigt.

Beziehungsstruktur

Eine Beziehungsstruktur kann sehr hilfreich sein, um den Anforderungen des Alltags stabil begegnen zu können. Und auch hier kranken viele Beziehungen, die mehr oder weniger mit jeder neuen Alltagsanforderungen auf Flicklösungen zurückgreifen, weil diese am schnellsten ergriffen werden können.

Leider stellen diese Lösungen kein stabiles Stockwerk des Beziehungsgebäudes dar und so sind regelmäßige Gespräche zur Partnerschaft und die Korrektur der getroffenen Lösungswege gute Bausteine für das Fortsetzen einer stabilen Beziehung.

Keine Angst vor dem Fragenstellen

Schon einfache Fragen, verbunden mit dem nachfühlen der Antwort und Körpersprache Ihres Partners, können Ihnen Aufschluss darüber geben, wie weit oder wie nahe Sie sich Ihrem Partner fühlen. Im nächsten Schritt können Sie nachfühlen, wie nahe Ihr Partner Ihnen ist.

Es ist wichtig, ab und an dem Gefühl freien Lauf zu lassen und sich zu vergewissern, wo jeder innerhalb der Partnerschaft steht und ob es beiden Partnern auf dem gemeinsam gewählten Lebensweg gut geht. Zu oft werden diese Fragen nicht gestellt, auch wenn sie sich in einem befinden.

Zu groß ist die Angst davor, eine Antwort zu finden oder zu bekommen, die deutlich macht, dass man momentan eine große Distanz untereinander hat und eigentlich nicht mehr viel vom anderen weiß. Schwierig wird es, wenn aus der Partnerschaft Kinder hervorgegangen sind.

Verantwortung zeigen

Sind Gefühle des sich missverstanden Fühlens oder sich ungeliebt oder übersehen Fühlens erst einmal vorhanden, dann ist es mitunter sehr schwierig, diese Gefühle durch positive Gefühle langfristig zu ersetzen. In dieser Situation hilft es, wenn Sie sich von Ihrer romantischen Seite zeigen und von Ihrer Seite und unter Ihrem Überblick dafür sorgen, dass Sie in Ihrer Partnerschaft eine längere Phase der Friedlichkeit leben können.

So mancher Streit kann geschlichtet oder umgangen werden, wenn einer der Partner klärend und umsichtig agiert und den Partner unterstützt wieder friedlich zu werden. Seien Sie sich Ihrer Verantwortungsrolle innerhalb Ihrer Partnerschaft Ihrem Partner und sich gegenüber bewusst und überlassen Sie die Beziehung nicht sich selbst.

Einigkeit in der Elternrolle?

Die Erziehung von Kindern bietet oft eine gute Möglichkeit, sich mit vielen anderen Themen als den eigenen Beziehungsthemen auseinanderzusetzen. Gibt es Einigkeit in der Erziehung und Erfolge, sind die Kinder glücklich und erfreut man sich daran, dann kann man sich leicht einreden, der Beziehung zum Partner ginge es doch gut.

Leider lässt der Erfolg im Elternbereich nicht automatisch einen Rückschluss auf ein funktionierendes Beziehungsleben zu. Auch wenn es nicht immer einfach ist, so ist es heilsam und immer voranbringend, wenn man es schafft, die Beziehung so zu sehen, wie sie zum aktuellen Zeitpunkt ist.

Fazit

Von selbst werden Beziehungen grundsätzlich nie besser. Daher lohnt es sich, immer mal wieder seiner Beziehung die Aufmerksamkeit zu schenken, so dass man

  • sich einen Überblick verschafft
  • sich selbst und den anderen näher betrachtet und fühlt und
  • dementsprechend überlegen kann, welche Schritte erforderlich sind, um die Beziehung zu verbessern.

Mit der Zeit kann es passieren, dass man sich mehr und mehr auseinanderlebt und einzig das Funktionieren beim Ausfüllen der gemeinsamen Verantwortungen dazu führt, dass die Beziehung vermeintlich funktioniert. Seien Sie nicht länger in der Angst, sich etwas vorzumachen, sondern prüfen Sie Ihre Beziehung danach, ob Sie gerade nur gut miteinander funktionieren oder ob Sie sich tatsächlich nahe sind und einander verstehen.

Partnerschaft im Ruhestand: Rundum glücklich auch im hohen Alter

Senioren Paar steht lächelnd Arm in Arm vor Haus
Senior couple standing outside house © Monkey Business - www.fotolia.de

Manche Paare strahlen sie einfach aus, diese beneidenswerte Zweisamkeit - selbst dann, wenn sie schon seit Jahrzehnten verheiratet sind. Und einige Hürden überwunden haben:

Veränderungen

Denn wenn die Kinder langsam aus dem Haus ziehen und der Ruhestand beginnt, dann wissen viel zu viele Menschen einfach nichts mehr mit sich anzufangen. Dabei gibt es einige (einfache!) Tipps, die helfen können, den Übergang vom Alltag in die Freizeit, vom Berufs- und Familienleben galant zu meistern.

Der erste und vielleicht sogar wichtigste Punkt: Lernen Sie, mit sich selbst auszukommen! Das ist oft leichter gesagt als getan. Wenn wir ständig am Partner bzw. an der Partnerin herumnörgeln, dann kann es nämlich sehr gut sein, dass wir einfach selbst unzufrieden sind.

Gerade wenn oben genannte Veränderungen anstehen, sind wir plötzlich orientierungslos - und wissen gar nicht mehr, wie wir eigentlich den Tag verbringen sollen. Langeweile bis hin zur tiefen Sinnkrise kann die Folge sein.

Was kann man tun?

Also: Lernen Sie sich selbst wieder kennen, suchen Sie sich eine Leidenschaft, für die Sie wirklich brennen. Und schieben Sie die Last des Ruhestands nicht auf den Partner ab - suchen Sie sich andere Menschen, Gleichgesinnte, und pflegen Sie alte Freundschaften.

Wer von einer 40-Tage-Woche aus direkt in die Rente rutscht, der muss diese neu gewonnene Zeit erst einmal zu schätzen und schließlich füllen lernen.

Wer es gar nicht aushält und noch fit ist, der kann natürlich auch über einen Minijob auf 450-Euro Basis nachdenken. Schließlich jobben Rentnerinnen und Rentner heute längst nicht mehr nur, um das monatliche Budget aufzustocken. Auch der Austausch mit deutlich jüngeren Kollegen und die geistige sowie körperliche Herausforderung sind hier sehr willkommen.

Geld spielt keine Rolle? Dann tun Sie doch anderen etwas Gutes und helfen Sie ehrenamtlich zum Beispiel in der Hilfsorganisation vor Ort oder auch als "Leih-Oma" bzw. - Opa. Rüstige Rentnerinnen und Rentner sind hier immer gern gesehen.

Und als wäre es nicht Herausforderung genug, muss häufig auch noch die Partnerschaft völlig neu "erfunden" bzw. strukturiert werden. Entdecken Sie die gewonnenen Freiräume und gönnen Sie sich aktiv das, wofür Sie all die Jahre zuvor keine Zeit hatten - einen gemeinsamen Wochenendtrip, ein schickes Essen oder einen morgendlichen Spaziergang.

Die Liebe hegen und pflegen - auf die Qualität der Beziehung kommt`s an

Erwachsenes Paar sitzt lächelnd auf der Couch und blättert in einer Zeitschrift
Couple relaxing with a magazine and smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Verliebte schweben auf Wolke sieben und können sich nichts Schöneres vorstellen als gemeinsam durchs Leben zu gehen. Doch oft kehrt der Alltagstrott schneller ein als gedacht – jeder geht seiner Wege, Schweigen macht sich breit. Paarexperten erklären, dass es auf die Qualität der Beziehung ankommt und auch gemeinsame Jahre nicht vor Frust schützen. Glückliche Paare hegen und pflegen ihre Liebe wie ein zartes Pflänzchen.

Wortlosigkeit führt häufig zur Trennung

Zuerst hängt der Himmel voller Geigen und Verliebte können gar nicht genug über den anderen erfahren. Bei vielen Paaren lässt die Kommunikationsfreude allerdings schnell nach und sie haben sich scheinbar wenig zu sagen. Wortlosigkeit signalisiert Desinteresse, ist ein echter Beziehungskiller und führt häufig zur Trennung.

Glückliche Paare haben ihre eigenen Rituale und halten den Redefluss in Gang. Persönliche Fragen wie "Hast du schön geträumt?" oder "Wie war dein Tag?" sind weitaus produktiver als knappe Messages per SMS.

Paare, die eine erfolgreiche Beziehung führen, streiten auch mal, allerdings lassen sie den Partner ausreden und kritisieren nicht unnötig. Sie führen keine ellenlangen Diskussionen, die das Problem nicht lösen, sondern zerreden. Zufriedene Paare gehen auf die Bedürfnisse des anderen ein und lassen seinen Wünschen schnell Taten folgen.

Kleine Macken akzeptieren

Einer der größten Beziehungsfehler ist es, den anderen umerziehen zu wollen. Ein schlechter Rat für gemeinsames Glück. Wer die kleinen Macken seines Partners dagegen akzeptiert und nicht gleich hochgeht, wenn die Zahnpastatube nicht ordnungsgemäß verschlossen ist, schafft eine gute Basis für schöne Stunden zu zweit. Laut einer Umfrage wünschen sich fast 60 Prozent der Teilnehmer, dass ihr Partner sie so nimmt, wie sie sind.

Auch fehlende körperliche Nähe löst Unzufriedenheit aus. Dabei geht es nicht um die Häufigkeit von Sex, sondern um Kuscheln und Küssen. Glückliche Paare gehen auch nach vielen Jahren noch händchenhaltend durch´s Leben.

Und nicht zuletzt gilt: In einer intakten Beziehung hat jeder seine Freiräume. Das ständige Checken der Accounts des Partners in sozialen Netzwerken oder die Handy-Kontrolle sind absolute No-Gos.

Passend zum Thema

    Im Folgenden gehen wir auf ein paar spezielle Partnerschaftsprobleme und hilfreiche Lösungsmöglichkeiten ein...

    Kuschelbär ist ein Womanizer par excellence

    Ihnen gegenüber hat sich Ihr Kuschelbär immer als frauenscheues Wesen gegeben, der nur auf Sie so richtig abfährt. In einer feuchtfröhlichen Runde, platzt aber Herbert, Kuschelbärs bester Kumpel heraus, dass er früher alles andere als ein Kind von Traurigkeit war.

    Wie Sie reagieren sollten

    Auch wenn Sie angesichts seiner kleinen Lüge durchaus etwas Frust zeigen dürfen, müssen Sie sich bewusst machen, dass dies alles passiert ist, bevor er Sie kennengelernt hat. Einzig allein ein HIV-Test wäre anzuraten, wenn Herbert tatsächlich Recht hat und die Anzahl von Kuschelbärs Eroberungen im mittleren zweistelligen Bereich liegen.

    Sie erwischen Ihn beim Cybersex

    Der Abend mit Ihren Freundinnen geht früher zu Ende, als erwartet. Zuhause angekommen, werden Sie von stöhnenden Seufzen ins Wohnzimmer gelockt und erwischen Ihre bessere Hälfte mit heruntergelassenen Hosen beim Video-Chat mit einer halbnackten Dame.

    Wie Sie reagieren sollten

    Zunächst ein wichtiger Hinweis: Es ist Ihr gutes Recht, in so einer Situation total auszuflippen. Machen Sie dem Lümmel so richtig die Hölle heiß, denn auch wenn der Seitensprung nur "virtueller" Natur war, so war dennoch eine reale Frau daran beteiligt.

    Sobald die erste Wut verhallt ist, sollten Sie jedoch das klärende Gespräch suchen. Auch wenn er Ihre Beziehung in den Grundfesten erschüttert hat, so müssen Sie verstehen, dass es immer zwei für einen Seitensprung gibt. Reden Sie mit ihn über den Grund, warum er mit einer anderen Frau virtuell sexuellen Kontakt gesucht hat.

    Vielleicht sind Sie an der Situation nicht ganz unschuldig. Wenn Sie seine Argumentation nachvollziehen können, kann eine Paarberatung Ihre Beziehung durchaus retten.

    Wenn die Lust auf körperliche Nähe fehlt

    Wenn im Job eine großes Projekt ansteht, die Kinder in der Schule nicht zurecht kommen und die notwendige Reparatur am Auto eine nicht eingeplante Ausgabe war, dann ist es mehr als verständlich, wenn Ihnen zur Zeit die Lust am Liebesspiel mit Ihrem Partner fehlt. Problematisch wird dies jedoch, wenn die Situation über Wochen andauert und Ihre bessere Hälfte sich nach körperlicher Nähe sehnt. Da sich die äußeren Stressfaktoren nicht auf Anhieb ausschalten lassen, Sie ihren Partner aber auch nicht dauerhaft zurückweisen können, müssen Sie lernen, mit der größeren Belastung umzugehen.

    Wie Sie reagieren sollten

    Gehen Sie zu Yoga-Kursen oder üben Sie sich in der Meditation, um ein inneres Gleichgewicht zu erhalten. Tief im Innern wissen Sie, dass auch Sie die körperliche Nähe zu Ihrem Partner suchen.

    Versuchen Sie sich in Mittagspausen mit Ihren Mann zu treffen und bleiben Sie während des Tages über SMS in Kontakt. So steigern Sie gegenseitig Ihre Freude aufeinander und ein vergnüglicher Tagesausklang im Bett wird wahrscheinlicher.

    Lassen Sie Geldsorgen nicht Ihre Liebe zerstören

    Finanzielle Engpässe sind in Zeiten einer globalen Wirtschaftskrise keine Seltenheit. Und auch wenn die deutsche Politik von Aufschwung und besseren Zeiten redet, so sieht es in den Taschen vieler Paare immer noch mau aus. Die Tatsache, dass Geldnöte nicht nur ausgemalte Träume und Wünsche in weite Ferne rücken, sondern auch tiefe Einschnitte für das tägliche Leben haben können, machen Sie zum Belastungstest einer Beziehung.

    Die Verzweiflung, die mit dem drohenden Verlust des sozialen Status einhergeht, ist nicht nur fruchtbarer Boden für explosive Streitigkeiten, sondern auch der Siedepunkt, der den gegenseitigen Respekt in Luft aufgehen lässt. Gegenseitige Schuldzuweisungen und die Suche nach einer Lösung machen das Zusammenleben zum Ritt auf der Kanonenkugel.

    Die folgenden Strategien können Ihnen dabei helfen, trotz finanzieller Sorgen eine gesunde Beziehung zu führen und sich gegenseitig durch diese schwere Zeit zu helfen.

    Reden Sie

    Ähnlich wie eine Zinsanlage kann Liebe mit der Zeit an Wert verlieren, wenn Sie diese nicht sorgsam pflegen. Fest verankerte Kommunikationsmuster sind das A und O, um den Zerfall des Gefühls der Zusammengehörigkeit in schwierigen Zeiten zu verhindern.

    Die morgendliche Begrüßung beim Aufstehen, der Abschiedskuss, bevor der Partner zur Arbeit geht und ein schlichtes "Guten Appetit" sind keine Selbstverständlichkeiten oder unbedeutende Floskeln. Sie sind Gesten der Wertschätzung und verhindern ein stummes Nebeneinanderherleben.

    Seien Sie ein Team

    Zwei Köpfe sind bekanntlich schlauer als einer allein. Lassen Sie aus falschem Stolz oder Ehrgefühl Ihren Partner nicht außen vor.

    Wenn Sie einen gemeinsamen Haushalt führen, hat Ihre bessere Hälfte das Recht zu wissen, woran sie ist. Nicht nur um sich frühzeitig auf finanzielle Engpässe einstellen zu können, sondern auch, um mit Ihnen gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

    Im gegengesetzten Fall sollten Sie auch den anderen nicht dafür bestrafen, dass er finanziell momentan nicht so stark wie gewohnt zum gemeinsamen Leben beitragen kann. Der Mensch, den Sie lieben, braucht emotionale Unterstützung und keine selbstgerechten Ansprachen.

    Vermeiden Sie emotionale Streitereien ums Geld

    Gerade dann, wenn die Haushaltskasse klamm ist, sollten Sie die Situation nicht unnötig durch emotionale Auseinandersetzungen belasten. Entscheiden Sie gemeinsam, welche Ausgaben nun nach rationalen Gesichtspunkten notwendig sind und welche sich vermeiden lassen. Machen Sie sich bewusst, dass es nur um eine kurzfristige Einsparung geht.

    Lassen Sie die Liebe nicht zu kurz kommen

    Nur weil Geldsorgen in den Mittelpunkt Ihres Lebens gerückt sind, sollten Sie nicht auf gegenseitige Nettigkeiten verzichten. Auch wenn der geplante romantische Wochenendurlaub abgesagt werden muss, können Sie

    • sich zu Hause einsperren
    • im Bett frühstücken und
    • die Welt einfach mal Welt sein lassen.

    Romantische Gesten müssen auch nicht mit Geld ausgeben verbunden sein. Gehen Sie zu zweit im Park spazieren oder nutzen Sie bei Jobverlust die frei gewordene Zeit, um Ihren Liebling von der Arbeit abzuholen oder das Abendessen zuzubereiten.

    Schützen Sie Ihren inneren Zirkel

    Sprechen Sie darüber, welche Informationen nach draußen getragen werden können, ohne dass sich der andere dabei unwohl fühlt. Vermeiden Sie epische Auseinandersetzungen, indem Sie von Beginn an festlegen, was über Ihre aktuelle finanzielle Situation gesagt werden kann. Auch wenn es sich nicht vermeiden lässt, gegenüber Bekannten zuzugeben, dass einer von Ihnen den Arbeitsplatz verloren hat, muss man nicht die Details über die unvermeidbaren Einsparungen preisgeben.

    Beim Lösen von Konflikten spielen auch immer Entschuldigung und Verzeihung eine Rolle - doch für manches sollte man sich nicht entschuldigen...

    Dinge, für die man sich in einer Beziehung nicht entschuldigen sollte

    Hat man etwas falsch gemacht, so sollte man dazu stehen und sich entschuldigen. Doch es gibt einige Dinge in einer Partnerschaft, für die man sich nicht entschuldigen muss, auch wenn nicht jeder Partner Verständnis dafür aufbringen will.

    Kind und Karriere

    In den meisten Familien bleibt die Frau nach der Geburt des Kindes erst einmal zu Hause, und der Mann geht weiterhin arbeiten. Immer mehr Frauen wollen jedoch nicht auf ihre Karriere verzichten und gehen kurz nach der Geburt wieder zur Arbeit, während der frischgebackene Papa zu Hause beim Kind bleibt. Diese Aufteilung stößt im Umfeld häufig auf Unverständnis.

    Aber auch nicht jeder Mann kann damit leben, dass seine Frau die Brötchen verdient, während er von ihr finanziell abhängig ist. Dafür, dass eine Frau auch weiterhin Erfolg im Beruf haben möchte, muss sie sich nicht entschuldigen.

    Bei Männern ist es schließlich ganz normal, dass sie trotz Kind arbeiten gehen. Warum sollte dies also nicht auch für die Mutter erlaubt sein?

    Ehrlichkeit

    Auch nicht entschuldigen muss man sich, wenn man ehrlich seine Meinung gesagt hat. Je nach Thema sollte die Kritik natürlich diplomatisch vorgebracht werden. Passt das Hemd absolut nicht zur Hose, so darf der Partner nicht böse sein, wenn er darauf hingewiesen wird.

    Natürlich sollte man nicht ständig am Kleidungsstil des Partners herumkritisieren. Aber eine ehrlich gemeinte Kritik hin und wieder ist absolut erlaubt. Je ehrlicher die Partner miteinander umgehen, desto länger halten die Beziehungen in der Regel.

    Freundschaften

    Nur weil man einen Partner oder eine Partnerin hat, muss man nicht auf seine Freundschaften verzichten. Hat man nach Jahren wieder einen Mann an seiner Seite, so muss die beste Freundin nicht auf schöne Kinoabende oder einen kitschigen Film mit der Freundin verzichten. In einer guten Beziehung gönnt jeder dem anderen etwas und so sollte niemand beleidigt oder gar eifersüchtig sein, wenn man ein paar Stunden mit Bekannten und Freunden verbringen will.

    Interessen und Hobbys

    Ganz wichtig ist es auch, die eigenen Interessen nicht zu vernachlässigen. Auch wenn der Partner vielleicht kein begeisterter Tänzer ist, so muss man doch selbst nicht auf das Tanzen verzichten. Geht man einmal wöchentlich seinem Hobby nach, so sollte man sich dafür nicht entschuldigen müssen.

    Vermeidung von Partnerschaftsproblemen

    Sie fühlen sich in Ihrer Partnerschaft seit mehreren Wochen, vielleicht sogar Monaten nicht mehr wohl und haben endlich die Kraft gefunden, Ihre Gedanken festzuhalten, damit zu arbeiten, sich zu fragen, was Sie an der Beziehung ändern können, was Ihr Partner ändern müsste und was sich grundsätzlich in Ihrer Partnerschaft zu verändern hat?

    Dann sind Sie einen entscheidenden und mutigen Schritt weiter. Es ist kein Drama, wenn Sie sich innerhalb Ihrer Partnerschaft in einer Krise befinden.

    Vielmehr ist es wichtig, dass Sie den Entwicklungen nicht untätig und augenverschließend zusehen und mitmachen wie ein treibendes Blatt im Wind, sondern sich die Kraft nehmen oder aufbauen, um aktiv zu werden, die Situation anzusprechen und sich mit Ihrem Partner in ein konstruktives Gespräch zu begeben.

    Wenn Sie nicht mehr reden

    Ein entscheidendes Indiz, dass in Ihrer Beziehung etwas zerbrochen ist, besteht, wenn Sie im Zusammensein mit Ihrem Partner keine Freude und keinen Spaß mehr empfinden können. Mit der Zeit bemerken Sie, dass Sie sich nicht mehr viel zu sagen haben und keine gemeinsame Zeit suchen.

    Da es in einer Beziehung, in der man sich nahe sein möchte, darauf ankommt, dass man Themen miteinander teilt, sich das Gefühl des Verstehens und Zuhörens gibt und dem anderen auch das Gefühl des Gehaltenwerdens zukommen lässt, ist es wesentlich, dass Sie daran arbeiten, dass Sie in Ihrer Partnerschaft wieder das gemeinsame Reden beginnen. In einer gesunden Beziehung ist es völlig normal, dass man sich über triviale Themen austauscht und über Unbedeutendes redet.

    Auf diese Weise kann man sich untereinander verbunden fühlen, vor allem, wenn es sich um ein Aufeinandertreffen nach einem anstrengenden und langen Arbeitstag handelt. Allerdings ist es fatal, wenn Partner irgendwann feststellen, dass sie einander nichts mehr zu erzählen haben ohne dass es sich für den erzählenden Partner komisch anfühlt oder der zuhörende Partner dem anderen nicht ausreichend zuhören kann oder will.

    Gefühle der Abneigung

    Ein als schrecklich zu bezeichnender Zustand ist es zudem, wenn Sie an sich bemerken, dass Sie Ihren Partner im Alltag nicht mehr so annehmen können, wie er ist und ihn eher als unangenehm wahrnehmen. Sie empfinden seine Art sich in Ihrem gemeinsamen Alltag zu bewegen, als störend.

    Sie ärgern sich über die bekannten Eigenarten Ihres Partners und können Ihn weder riechen noch leiden, wenn er Ihnen zu nahe kommt. Wenn Sie sich in dieser Situation befinden, dann ist es wichtig, dass Sie sich Zeit für sich nehmen und sich klar machen, wie Ihre Gefühle sind, warum Sie so fühlen und ob Sie sich vorstellen können, dass Sie Ihre Beziehung so ändern können, dass Sie sich mit Ihrem Partner wieder wohlfühlen können.

    Lösungsansätze

    Wenn Sie Ihrem Partner gegenüber so starke Überempfindlichkeiten entwickelt haben, dann überlegen Sie sich, wie diese angespannte Situation entspannt werden kann. Prüfen Sie für sich, ob Sie eine räumliche Trennung vertragen und umsetzen können.

    Natürlich ist diese Lösung nur als eine zeitliche Lösung zu verstehen. Der zeitlichen Trennung muss ein faires, konstruktives und für beide Seiten klärendes Gespräch folgen. Machen Sie sich nicht den Druck, dass ein Ansprechen der Beziehungsprobleme bereits die Partnerschaft beendet.

    Fazit

    Reden stellt den entscheidenden Schritt dar, um sich über die aktuelle Situation über das Zusammenleben und Zusammensein auszutauschen, Gefühle und Gedanken deutlich zu machen, so dass der Partner diese verstehen kann und Änderungen zu besprechen, diese zeitlich einzugrenzen und dann in die Tat umzusetzen. Reden wird Ihre Beziehung in eine stabile und positive Richtung begleiten können. Lesen Sie hier, worauf es bei einer wirkungsvollen Paarkommunikation ankommt.

    Deutsche vermeiden einen Beziehungsstreit durch Lügen

    Hübsches Paar liegt nackt auf dem Bett und guckt sich verliebt in die Augen
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    Von der Frauenzeitschrift "Freundin" wurden 1.066 Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren zu ihren Beziehungen befragt.

    Rund 69 Prozent der befragten Männer und etwa 64 Prozent der Frauen gaben an, mindestens einmal in der Beziehung gelogen zu haben um einen Streit zu vermeiden.

    Im Durchschnitt wird 1,6 Mal pro Tag in einer Beziehung gelogen. In den meisten Fällen geht es dabei um Geld.

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    • Bildnachweis: Passionate couple kissing © Andriy Bezuglov - www.fotolia.de

    Autor:

    Marco Stephan - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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