Affäre am Arbeitsplatz - Mögliche Probleme und Tipps zum Umgang mit Verehrern

Das Betriebsklima hat entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität der Arbeitnehmer. Leider gibt es zahlreiche Störfaktoren für ein harmonisches Betriebsklima, wozu auch Liebschaften und Affären unter den Mitarbeitern zählen können. Zuerst sind es nur liebe Worte und Gesten des Arbeitskollegen. Nach und nach entwickelt sich daraus eine Affäre am Arbeitsplatz. Manchmal ist es auch nur eine Seite, die mehr will, dann gilt es, denn Verehrer loszuwerden. Lesen Sie hier, welche Schwierigkeiten eine Liebesaffäre unter Arbeitskollegen mit sich bringt und wie Sie sich am besten verhalten. Erfahren Sie außerdem, wie Sie lästige Verehrer am besten loswerden.

Die Problematik einer Affäre mit dem Kollegen und wie man einen aufdringlichen Arbeitskollegen wieder loswird

Verliebt in einen Kollegen - was tun?

Die Liebe ist wohl eines der schönsten Gefühle, die ein Mensch erfahren und empfinden kann. Leider kann das Verlieben auch verzwickte Situationen hervorrufen. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn man sich in einen Arbeitskollegen verliebt. Doch was sollte man tun, sobald man feststellt, dass sich eindeutig in einen Kollegen verliebt wurde?

Abwarten und beobachten

Zunächst einmal sollte überhaupt nichts unternommen werden. Dies ist aber keine Taktik der Feigheit.

Vielmehr kann man während dieses Zeitraums von wenigen Wochen ermitteln, wie man sich selbst und wie sich die betroffene Person verhält. So kann sichergestellt werden, dass man tatsächlich in den jeweiligen Kollegen verliebt ist und das Ganze nicht nur auf einige Sexualhormone zurückzuführen ist, die vielleicht aufgrund der ständigen Nähe aufgekommen sind.

Darüber hinaus kann so auch gezielt beobachtet werden, wie sich der Arbeitskollege in der eigenen Gegenwart verhält. Zeigt er sich äußerst zuvorkommend, unsicher oder aufmerksam, dann könnten dies positive Signale für ein Interesse auf dessen Seite sein.

Erste Schritte wagen

Nach dieser Beobachtungsphase, welche zwischen ein bis vier Wochen anhalten sollte, können nun erste vorsichtige Schritte unternommen werden. Hierbei soll unverfänglich herausgefunden werden, ob der Kollege eventuell an der eigenen Person interessiert ist, ohne dass das Ganze gleich als Flirt klassifiziert werden könnte.

Am besten eignen sich dabei unverfängliche Fragen, ob man beispielsweise mal zusammen Mittagessen gehen will oder das Anzetteln kleiner Gespräche, bei welchen die gegenseitige Sympathie überprüft werden kann. Im Idealfall kommt es dabei zu einem Treffen, das noch halb im betrieblichen Rahmen abläuft.

Dies hat den Vorteil, dass man sich quasi beschnuppern kann, ohne dass gleich das Wort "Date" im Raum stehen würde. Nach einem solchen Treffen steht man allerdings vor einem Scheideweg, den man nur weiter beschreiten sollte, wenn bisher alles absolut optimal gelaufen ist. So würde jedes weitere Treffen im privaten Rahmen zwar den Beginn einer möglichen Beziehung vorantreiben.

Gleichzeitig riskiert man nun aber auch die Zerstörung eines guten Arbeitsverhältnisses und eventuell den Verlust eines geschätzten Arbeitskollegen. Dies wäre der Fall, wenn eine der beiden Parteien die Zuneigung auf Dauer nicht erwidern kann und einer somit täglich eine Person am Arbeitsplatz trifft, welche einen tief verletzt hat. Ob man dieses Risiko eingehen will hängt letztlich von der Höhe der Chance ab, die man dieser potentiellen Beziehung gibt, letztendlich eine langfristige und erfolgreiche zu sein.

Auf eine Beziehung lassen sich viele Arbeitnehmer erst gar nicht ein; stattdessen belasen sie es bei einer Affäre - doch auch diese kann zu Problemen führen...

Die Problematik einer Affäre am Arbeitsplatz

Eine Affäre am Arbeitsplatz kommt nicht selten vor. Man verbringt den ganzen Tag mit seinen Kollegen und irgendwann ist da der Moment, an dem man merkt, dass man ihn oder sie besonders anziehend findet. Aus einer harmlosen Flirterei wird dann irgendwann mehr.

Es gibt natürlich Fälle, in denen so eine Liebesaffäre geheim gehalten werden kann und auch gut zu funktionieren scheint. Jedoch wird es wohl mindestens genau so häufig zu Problemen kommen.

  • Was ist, wenn es doch jemand mitbekommt?
  • Und wo soll diese Beziehung überhaupt hinführen?
  • Schwierig ist auch die Frage, was passieren wird, wenn man die Affäre beendet und dem Arbeitskollegen bzw. der Arbeitskollegin weiterhin täglich über den Weg läuft.

Eine Affäre am Arbeitsplatz wird man in der Regel nicht lange geheimhalten können. Die anderen Mitarbeiter der Firma sind neugierig und werden die anschmachtenden Blicke, die das besagte Paar einander zuwirft, schnell bemerken. Und hat es jemand herausgefunden, wird es auch nicht lange dauern, bis der Chef davon erfährt.

Generell gilt: der Arbeitgeber darf die Affäre am Arbeitsplatz nicht verbieten. Allerdings kann er eingreifen, sobald diese das Betriebsklima stören und/oder Probleme im Betriebsablauf auftreten.

Vorsicht: das richtige Verhalten

Hat man eine Affäre mit einem Kollegen angefangen und möchte diese nicht aufgeben, aber auch keine öffentliche Beziehung daraus machen, sollte man sich entsprechend vorsichtig verhalten. Siezt man seine Kollegen - und damit auch denjenigen, mit dem man etwas angefangen hat, sollte man dies im Büro auch weiterhin tun.

Mit dem Vorgesetzten sollte man sich möglichst nicht auf eine Affäre einlassen. Zudem gilt es, die Sache auch tatsächlich geheim zu halten, so gut man sich auch mit der Kollegin von nebenan verstehen mag.

Während der Arbeitszeit sollte man den Kontakt zu dem besagten Mitarbeiter auf das Nötigste beschränken und rein beruflich halten - private Mails oder Telefonate sind tabu. Die Mittagspause sollte man wie gewohnt mit den anderen verbringen.

Folgen: Eine Affäre mit dem Kollegen beenden

Eine Affäre am Arbeitsplatz kann im schlimmsten Fall die Karriere in diesem Unternehmen beenden. Dies sollte man vor Augen haben, bevor man sich in ein solches Abenteuer stürzt.

Hat man es gewagt und ist gescheitert, wird man mit den Konsequenzen leben müssen - handelt es sich um den eigenen Chef, wird dieser vermutlich eine Kündigung veranlassen. Ein Arbeitskollege oder man selbst kann, jedoch ist dies in den seltensten Fällen möglich, versetzt werden.

Hat man die Affäre geheim gehalten und möchte dies auch nach deren Ende dabei belassen, wird einem wohl oder übel nichts anderes übrig bleiben, als den anderen weiterhin Tag für Tag zu sehen und schlimmstenfalls auch noch mit ihm zusammen zu arbeiten. Eine Liebesaffäre ist nichts für die Ewigkeit - möchte man seinen Job nicht wechseln, sollte man sich darüber im Klaren sein.

Wer eine Affäre mit dem Kollegen beenden möchte, sollte dies natürlich nicht im Büro tun, sondern sich nach der Arbeit zu einem Gespräch unter vier Augen treffen. Man sollte diese Unterhaltung möglichst kurz halten und ebenso wenig sollte sie dramatisch verlaufen.

Sind (noch) keine Gefühle im Spiel, wird er bzw. sie die Entscheidung verstehen und sie für richtig empfinden. Sich auf seine Karriere zu konzentrieren und seinen festen Partner - falls vorhanden - nicht weiterhin hintergehen zu wollen, sollten Gründe genug sein; auf weitere Fragen oder Bitten, noch einmal darüber nachzudenken, sollte man sich nicht einlassen.

Sofern möglich, sollte der Kontakt danach so gering wie möglich ausfallen. Ist dies berufsbedingt nicht möglich, muss man abwägen, ob man auf diese Weise mit dem anderen umgehen können wird, oder ob ein Jobwechsel nicht doch die einzig sinnvolle Möglichkeit darstellt. Dies gilt besonders auch dann, wenn er/sie sich mit der Trennung nicht anfreunden kann und weiterhin Flirtversuche startet.

In manchen Fällen ist es auch so, dass ein Arbeitskollege offensichtlich an mehr interessiert ist, als an einem harmlosen Flirt - wie geht man damit um?

Einen aufdringlichen Arbeitskollegen loswerden

Anfangs schmeichelt es einer Frau natürlich, wenn der Arbeitskollege Komplimente macht, die Tür aufhält oder wenn ihm auffällt, dass sie eine neue schicke Frisur hat. Der Partner zu Hause übersieht derartige Kleinigkeiten oft und so ist frau leicht empfänglich für derartige Aufmerksamkeiten.

Doch was viele Frauen als harmlose Flirterei interpretieren, soll für die Männer oft mehr werden. Die Frage ist dann, wie sich frau am geschicktesten aus der Affäre zieht, ohne Missstimmung im Büro zu erzeugen.

Einem Arbeitskollegen kann man in der Regel nicht so leicht aus dem Weg gehen wie einem Bekannten. Wenn der Kollege sogar noch im gleichen Büro sitzt, wird es noch schwieriger, die Affäre so zu beenden, dass man auch weiterhin gut zusammenarbeiten kann.

Flirt von ernsthaftem Interesse unterscheiden

Zunächst einmal sollte man sicherstellen, dass der vermeintliche Verehrer auch wirkliche Interessen hegt. Schließlich gibt es viele Menschen, welche einen kleinen und bedeutungslosen Flirt als eine Möglichkeit sehen, eine lockere Gesprächs- und Arbeitsatmosphäre zu erschaffen.

Sollte einem ein solches Verhalten nicht recht sein, kann man natürlich auch dagegen vorgehen. Dann reicht es aber aus, dem Betroffenen einfach zu sagen, dass er solche Bemerkungen und Anspielungen doch bitte unterlassen solle.

Das Gespräch suchen

Grundsätzlich ist es immer am besten, offen miteinander zu sprechen. Auch wenn derartige Gespräche oft sehr schwierig sind, so klärt sich dabei doch, wer sich was von der Affäre verspricht. Frau kann dann klarstellen, dass die Komplimente ihr zwar schmeicheln, aber dennoch unangebracht und somit zu unterbinden sind.

Im Gespräch kann man dann einfach die eigenen Eindrücke schildern, ohne dass sich der andere rechtfertigen muss. Daraufhin sollte deutlich gesagt werden, dass man kein Interesse an einem persönlichen näheren Kontakt habe.

Gründe müssen hier nicht zwangsweise genannt werden, können aber dabei helfen, die Abweisung höflicher und plausibler zu gestalten. Abgeschlossen werden kann eine solche Unterredung mit der Absichtserklärung, dass man sich wünsche, weiterhin so gut zusammenzuarbeiten und an einer weiteren Freundschaft interessiert sei.

Absolut unangebracht ist es dagegen, diese Abweisung mit Hilfe elektronischer Medien oder unter Anwesenheit weiterer Kollegen vorzunehmen.

Dieses klärende Gespräch sollte somit auch keinesfalls in der Firma stattfinden - besser nach Feierabend an einem neutralen Ort. Sofern dies möglich ist, sollte man sich danach aus dem Weg gehen.

Anderenfalls muss man versuchen, sachlich und ohne Gefühle miteinander umzugehen. Auf Komplimente sollte frau dann auch nicht mehr reagieren, sonst fängt alles wieder von vorne an.

Wenn der Verehrer hartnäckig bleibt...

Sollte sich der Verehrer jedoch trotz einer solchen klaren Ansage weiterhin interessiert zeigen, können drastischere Schritte ergriffen werden. So kann sich im Ernstfall beispielsweise beim Abteilungsleiter gemeldet oder gar rechtliche Schritte angedroht werden, sobald sich das Ganze in eine Richtung entwickelt, welche der sexuellen Belästigung gleichkommt. Wichtig ist es dabei stets die eigene Meinung deutlich zum Ausdruck zu bringen und sich nicht davor zu scheuen, den eigenen Drohungen Taten folgen zu lassen.

Insgesamt ist es nicht immer leicht, Verehrer am Arbeitsplatz höflich und angemessen abzuweisen. Schließlich weiß man nie, ob sich hinter den Flirts ernsthafte Absichten verbergen oder die Annäherungen nicht doch der eigenen Unterhaltung dienen.

Durch ein bestimmtes und nachdrückliches Verhalten kann man aber jedem Verehrer deutlich zeigen, dass kein Interesse besteht.

Der Wechsel des Arbeitsplatzes

Findet man keine sachliche Basis mehr, auf der man zusammenarbeiten kann, so sollte frau auch darüber nachdenken, den Arbeitsplatz zu wechseln. In großen Firmen mit mehreren Abteilungen und Standorten kann sie vielleicht auch in eine andere Abteilung oder eine andere Niederlassung des Unternehmens wechseln. So läuft man sich sicher nicht mehr über den Weg.

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