18. November 2008
Von Tanja Tasci
Das Gefühl der Einsamkeit kennt jeder, doch häufig ziehen sich Menschen von ihrer Umgebung stark zurück und fangen an unter dem Gefühl der Einsamkeit zu leiden. Häufig ist es schwierig aus der selbst geschaffenen Einsamkeit wieder heraus zu finden.

Einsamkeit hat zwei Gesichter
Einsamkeit ist eine Empfindung mit der nicht jeder umgehen kann. Während es Menschen gibt, die durchaus die Einsamkeit suchen und diese auch für ihre eigene Ausgeglichenheit brauchen. Einsamkeit hat somit für einige Menschen durchaus positive Aspekte. In der selbst gewählten Einsamkeit finden viele Menschen die Ruhe sich mit sich selbst auseinander zu setzen und zur Ruhe zu kommen, was im Alltag häufig schwierig ist. Doch nicht jeder erträgt in der heutigen Zeit die Einsamkeit. Viele Menschen ertragen keine Ruhe mehr, denn in unserer Gesellschaft ist es wichtig immer unterhalten zu werden. Fällt das tägliche Unterhaltungsprogramm aus Freunden, Fernseher und Co weg, bricht für viele Menschen eine Welt zusammen, denn plötzlich wird man auf sich selbst zurück geworfen und fühlt sich plötzlich sehr einsam.
Wer Einsamkeit nicht erträgt hat häufig tief greifendere Probleme mit sich selbst. Häufig ist eine seelische Unausgeglichenheit bis hin zu Depression, Grund für das tiefe Loch in das die Einsamkeit zu stürzen scheint. Wer unter Einsamkeit leidet muss klar erkennen, dass Einsamkeit nur ein Gefühl ist und man Gefühle jeder Zeit wieder ändern kann. Wer sich in einem Gefühl der Einsamkeit verliert, sollte sich dringend Hilfe hohlen. Oft hilft ein offenes Gespräch mit Freunden und Familie, denn häufig ist es dem Umfeld gar nicht bewusst, dass sich ein geliebter Mensch einsam fühlt und sich mit dem Gefühl der Einsamkeit plagt. Gerade Menschen die gezielt auch immer wieder die Einsamkeit für sich selbst suchen, merken häufig nicht, wenn andere sich einsam fühlen. Wer auch mit Hilfe von Freunden und Familie nicht aus der Einsamkeit herausfindet, der sollte sich nicht scheuen und Hilfe bei einem Psychologen suchen.
Immer wieder warten Menschen zu lange bis sie sich Hilfe vom Psychologen holen. Häufigster Grund ist die Scheu davor sich mit den Ursachen der Einsamkeit auseinander zu setzen. Wenn Einsamkeit zur Qual für die Seele wird, dann sind Depressionen vorprogrammiert, wer rechtzeitig Hilfe zu lässt, kann somit der Depression vorbeugen. Viele Patienten kommen allerdings erst dann in die Praxis eines Psychologen, wenn bereits starke Depressionen vorhanden sind. Häufig kann dann nur noch durch Medikamente ein Weg gefunden werden, wieder Kraft zu schöpfen und somit Wege aus der Einsamkeit zu finden. Wichtig ist zu erkennen, dass man sich selbst in die Einsamkeit verbannt, denn wer sich selbst zurück zieht hat es schwer und häufig geben Freunde und Verwandte irgendwann auf und akzeptieren es, dass jemand die Einsamkeit vorzuziehen scheint. Immer wieder zeigt sich, dass Einsamkeit aus Selbstschutz heraus entsteht. Oft werden die sozialen Kontakte Stück für Stück abgebrochen. Betroffene finden sich irgendwann in der totalen Einsamkeit wieder und finden alleine häufig keinen Weg mehr aus der Einsamkeit.
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