5. Januar 2010
Von Viola Reinhardt
Was waren das noch für Zeiten als der Partner um einen geworben hat! Schick, charmant und sehr bemüht fing die Beziehung an, um oft nach relativ kurzer Zeit mit einem gammeligen Jogginganzug auf dem Sofa, unrasiert und mit der Fernbedienung oder der Computermaus in der Hand sitzend zu enden. Einer Umfrage zufolge stöhnt in Deutschland jede fünfte Frau über die Tatsache, dass sich der einstige tolle Typ zu einer Couchpotato verwandelt hat.
Interessiert? Aktiv? Gepflegt? Fehlanzeige - Und dass sich angesichts solcher Zustände die Beziehung ins Negative verändert, ist kaum verwunderlich. Lesen Sie hier einige Tipps, die vielleicht das Ruder des sinkenden Beziehungsschiffes noch einmal herumreißen können. Doch gleich eine Warnung vorweg: Es gibt unverbesserliche männliche Exemplare, die immun sind gegen jegliche Veränderung und dann hilft nur noch das sprichwörtliche Weite zu suchen.
Allerdings sollte man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, denn viele Männer wollen ihre Beziehung erhalten und nehmen sich die einen oder anderen klaren Worte doch sehr zu Herzen. Hier sind wir auch schon beim ersten Tipp in Sachen "Hilfe, mein Mann lässt sich gehen!". Reden Sie! Nicht vorwurfsvoll und angreifend, sondern mit weiblichem rhetorischen Geschick und Spürsinn. Dem Helden von einst an den Kopf zu knallen, dass er schlampig und eklig geworden ist, wird ihn nur bockig werden lassen und den Gegenspruch "dann such doch einen anderen" auf den Plan rufen. Viel besser ist es ihn erst einmal sanft darauf hinzuweisen, dass der uralte löchrige Jogginganzug alles andere als sexy ist und auch der Sieben-Tage-Bart keine Lust auf ein Küssen macht.
Wirkt solch ein Gespräch noch nicht wirklich, dann lassen Sie Taten sprechen! Hier haben Sie zahlreiche Möglichkeiten von rigoros (die alten Klamotten wegwerfen) bis hin zu einem cleveren Buchen eines Wellness-Wochenendes, bei dem Sie im oft sagen wie toll er riecht und ihm so ganz nebenbei zeigen, dass Körperpflege und Aufmerksamkeit nie ohne schöne körperliche Reaktionen bleiben. Letzeres, also solch ein Spaßwochenende, wird den Göttergatten auch von seinem heiß geliebten Computer weglocken. Dieser ist vielen Männern meistens hoch und heilig, sodass sie stundenlang davor verbringen. Zum Leidwesen ihrer Partnerinnen, die lieber mit ihrem Partner zum Tanzen oder ins Theater gehen würden. Auch hier helfen klare Worte, denn Männer können mit den typischen weiblichen Fragen wie etwa "Hast du schon von dem neuen Kinofilm gehört?" (Eigentlich will SIE sagen, lass uns ins Kino gehen) oder "Hast du heute Abend schon was bestimmtes vor?" (Soll heißen, lass uns etwas unternehmen) nicht viel anfangen. Direkt zu sagen was man gerne tun würde, ist hier ein besserer und effektiver Weg, damit er wieder in die Gänge und weg vom PC oder dem Sofa kommt.
Wirken weder Worte, der Kauf von neuen Kleidern und Aftershave oder das gebuchte Spaßwochenende, dann sollte man lieber darüber nachdenken vielleicht gänzlich eigene Wege zu gehen. Sieht der Partner, dass man auch ohne ihn seinen Spaß am Leben haben kann - und das mit der Gesellschaft von gepflegten und interessierten Menschen - wird er gewiss sehr schnell aufmerksam. Und falls nicht, dann ist die Beziehung eigentlich am Ende und er zeigt es eben auf seine ganz persönliche Art und Weise.
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