14. April 2010
Seit jeher ist der Mensch von den Tieren abhängig. Zu Beginn seiner Geschichte fürchtete er sie als Räuber, später wurde er selbst zum Jäger und begann, sie als Haustiere zu nutzen. Heute kennen viele Stadtbewohner Tiere nur noch aus dem Fernsehen. Zoologische Museen machen es möglich, scheue und seltene Tiere besser kennenzulernen und herauszufinden, von welchen Lebewesen unsere heutigen Haustiere abstammen.
Da die Tierwelt so vielfältig ist, gibt es verschiedene zoologische Museen, die sich mit den einzelnen Tierklassen beschäftigen. So findet man beispielsweise in einem vogelkundlichen Museum alles von der Taube bis hin zum Flamingo. In einem modernen Museum dieser Art wird viel Wert darauf gelegt, die Tiere möglichst naturgetreu auszustellen. So werden die ausgestopften Präparate oft in Bäumen oder Büschen drapiert um zu zeigen, wie der jeweilige Vogel in seiner natürlichen Umgebung legt.
Vogelkundliche Museen sind vor allem deshalb so interessant, weil man als Laie in der Regel keine Möglichkeit hat, die scheuen Tiere von Nahem zu beobachten.
Auch Reptilien und Amphibien stehen in Museen hoch im Kurs. Die meisten der dort ausgestellten Tiere sind in mitteleuropäischen Gefilden gar nicht zu finden, weshalb sie wohl auch der naturbegeisterte Besucher bisher nur im Fernsehen bestaunen konnte. Andere Exemplare, wie zum Beispiel Alligatoren, sind einfach zu gefährlich, um sie live näher zu untersuchen.
In Reptilienmuseen werden häufig auch Knochen von Dinosauriern und Nachbildungen dieser längst ausgestorbenen Tiere ausgestellt. Man erfährt außerdem, wie sie mit den Reptilien und Amphibien verwandt sind.
Am spannendsten dürften für die meisten Menschen solche Museen sein, die sich hauptsächlich mit Säugetieren beschäftigen. Teilweise gibt es sogar Institutionen, die sich lediglich mit einem einzigen Tier, wie dem Pferde beispielsweise, beschäftigen. Aufgrund seiner Abstammung fühlt sich der Mensch den Säugetieren am nächsten, daher ist auch das Interesse, besonders bei Kindern, sehr groß. In speziellen Haustiermuseen beschäftigt man sich nur mit solchen Spezies, die seit vielen Hundert Jahren eng mit dem Menschen zusammenleben. So erfährt man zum Beispiel viel über Hund und Katze, aber auch über Nutztiere wie Kühe und Schafe.
Plant man einen Museumsbesuch mit Kindern, so sollte man sich darüber im Klaren sein, dass dort ausschließlich tote, ausgestopfte Tiere zu sehen sind. Nicht jedes Kind steckt diesen Anblick so leicht weg.
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