Angemessenes Benehmen in einer Kirche - So verhält man sich korrekt

Schwarz-weiß Bild Seitenansicht junge Frau mit geschlossenen Augen beim Beten

Ein Überblick über Benimmregeln im Gotteshaus - wer in eine Kirche geht, sollte wissen, wie er sich benehmen soll und dass manche Verhaltensweisen nicht erlaubt sind

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  • von Paradisi-Redaktion

Während regelmäßige Kirchgänger sich gar keine Gedanken über das richtige Verhalten in einer Kirche machen, befürchten viele Besucher, die eher selten in einem Gotteshaus zu Gast sind, dass sie durch ein unangemessenes Benehmen negativ auffallen könnten. Es gibt ein paar grundlegende Gebote, an die man sich diesbezüglich halten sollte; dies gilt auch für das Verhalten während eines Gottesdienstes. In einer Synagoge oder Moschee gelten wiederum besondere Regeln. Informieren Sie sich hier über das angemessene Verhalten in einer Kirche, sodass Sie beim nächsten Besuch eines Gotteshauses nicht fürchten müssen, negativ aufzufallen.

Wie man sich angemessen verhält, ist zum einen davon abhängig, um welche Kirche es sich handelt. So gibt es beispielsweise in katholischen Kirchen oft strengere Regeln als in evangelischen. Ferner sollte man sein Verhalten auch davon abhängig machen, ob man einfach nur eine Kirche von innen besichtigt oder ob man an einem Gottesdienst bzw. an einer Messe teilnimmt.

Gesundheitsgefahr durch Kirchenluft

Von der Universität Maastricht haben Dr. Theo de Kok und seine Kollegen die Schadstoffkonzentration in Kirchen untersucht.

Hierbei kamen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis, wobei selbst stark befahrene Straßen noch besser sind, denn die dauernd brennenden Kerzen, sowie der Weihrauch und schlechte Lüftungen führen zu einer deutlich erhöhten Konzentration von kleinen Rußpartikeln und aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Der normale Kirchenbesucher ist aber hiervon weniger betroffen, mehr aber die Priester und die in der Kirche arbeiteten Menschen.

38 Prozent der Deutschen gehen nur an hohen Festtagen in die Kirche

Einer aktuellen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.970 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag der Apotheken Umschau zufolge sagen 38 Prozent der Deutschen, dass sie Gottesdienste im Grunde nur anlässlich großer kirchlicher Feiertage besuchen.

Übers Jahr geht jeder Zehnte regelmäßig mindestens einmal pro Woche zum Gottesdienst.

Der Glaube ist umsonst, der Kirchenbesuch nicht: Kirche verlangt Eintrittsgeld

Eine Lübecker Kirche will die leeren Gemeindekassen füllen. Dafür hat sie ungewöhnliche Maßnahmen ergriffen: da die Steuergelder nicht ausreichen, wird in der Marienkirche nun zwei Euro Eintritt von Touristen verlangen. Beten ist trotzdem kostenlos. Auch Glauben bleibt umsonst. Trotzdem kommen kritische und erzürnte Stimmen auf, die Worte wie "Ablasshandel" in den Mund nehmen.

Ab Anfang 2010 soll der Eintritt erhoben werden, der dann zu Zwecken der Kirchenpflege und -erhaltung und der Pflege der Kunstschätze genutzt werden soll. Da die Gemeinde wenig Mitglieder, aber rund eine Millionen Besucher im Jahr zählt, gibt es Schwierigkeiten im Haushalt. Diese sollen mit Einführung der Gebühr behoben oder wenigstens vermindert werden.

Ausgenommen von der Gebühr sollen Kinder, Jugendliche, Gottesdienstbesucher, Gemeindemitglieder und Menschen sein, die lediglich beten wollen. Dabei wird auf Vertrauen und nicht auf Kontrolle gesetzt. Schließlich sind die christlichen Werte irgendwo doch noch vorhanden.

Über die Hälfte der Deutschen werden in diesem Jahr nicht zum Weihnachtsgottesdienst gehen

Neben dem netten Beisammensein, Geschenken und einem leckeren Essen gehört zu einem traditionellen Heiligabend auch der Weihnachtsgottesdienst, doch in diesem Jahr wollen sich die meisten Deutschen nicht in der Kirche blicken lassen.

Dies zeigte eine Umfrage im Aufrtrag der "Bild am Sonntag". Befragt wurden insgesamt 500 Personen ab 14 Jahren. Nur 43% gaben an in diesem Jahr den Weihnachtsgottesdienst zu besuchen. Vor allem Menschen aus Ostdeutschland scheinen nicht viel für die kirchliche Weihnachtsmesse übrig zu haben. Von ihnen wollen lediglich 21% an Weihnachten in die Kirche gehen. In Westdeutschland hingegen planen immerhin 48% der Befragten in den Weihnachtsgottedienst zu gehen.

Knapp sieben Jahre längere Lebenserwartung bei einmaligem Kirchenbesuch pro Woche

Wer regelmäßig einen Gottesdienst besucht, lebt länger. Wissenschaftler untersuchten die Lebensabläufe von rund zehntausend männlichen Personen in Israel, die bei einer Behörde arbeiteten. Dreiundzwanzig Jahre wurden Kirchenbesuche und andere Gewohnheiten notiert.

Ergebnis: Wer schon früh begann, einmal in der Woche einem Gottesdienst beizuwohnen, der lebte rund 6,6 Jahre länger, als Leute, die der Kirche fernblieben. Dies sei auf das gut funktionierende soziale Netzwerk von gläubigen Gemeinden zurückzuführen, in dem Menschen sich gegenseitig beraten und trösten.

Auch der Glaube daran, dass Sünden oder Fehler vergeben werden, hat einen positiven Einfluss auf die Psyche und damit auch auf den Körper selbst.

Lebensgefährliche Brandverletzungen durch Kerzenlicht beim Krippenspiel

Ein siebenjähriges Mädchen, das bei einem Krippenspiel am Heilig Abend als Schäfchen verkleidet mitspielen wollte, wurde in Schleswig-Holstein schwer verletzt, als das Kostüm plötzlich in Flammen aufging. Nur durch ein beherztes Eingreifen eines Mannes, der mit seiner Jacke die Flammen erstickte, konnte Schlimmeres vermieden werden. Doch wie kam es zu dem Unfall?

Man vermutet, dass durch Zugluft die Flammen von Kerzen auf das Kostüm übergriffen, am Heiligen Abend gab die Polizei noch bekannt, dass eine Kerze herabgefallen war. Das Kind erlitt schwere Brandverletzungen an Armen, Brust sowie dem Hals und wurde in ein Krankenhaus nach Hamburg gebracht, wo es noch auf der Intensivstation liegt. Auch der Retter wurde durch die Flammen verletzt, doch konnte er nach einer kurzen Behandlung im nahe gelegenen Krankenhaus in Lübeck nach Hause entlassen werden. Der Hamburger Erzbischof Werner Thissen hat seinen Besuch bei dem schwer verletzten Mädchen angekündigt.

Grundlegende Gebote

Unabhängig von der Glaubensgemeinschaft gibt es ein paar grundlegende Gebote, an die sich jeder Besucher - ob im Gottesdienst oder während einer Besichtigung - halten sollte. Da eine Kirche ein Ort

ist, sollte man sich aus Rücksicht auf andere Besucher ruhig verhalten. Laute Unterhaltungen sind ebenso unerwünscht wie Handytelefonate oder schnelles Laufen.

In der Kirche sollte man sich jederzeit ruhig verhalten
In der Kirche sollte man sich jederzeit ruhig verhalten

Eine Selbstverständlichkeit sollte es sein, in der Kirche nicht zu essen und zu trinken. Auch Rauchen ist streng untersagt.

Nicht gerne gesehen ist das Mitführen von Tieren. In Sachen Kopfbedeckungen gilt: Männer sollten Hüte, Mützen und Co. abnehmen, während Frauen sie anbehalten dürfen.

Im Eingangsbereich der Kirche steht das Becken mit Weihwasser. Wer gläubig ist, taucht Daumen und Zeigefinger dort hinein und bekreuzigt sich anschließend. Dies muss jedoch nicht gemacht werden.

Abgesperrte Bereiche

Einige Bereiche in einer Kirche dürfen nur vom Personal betreten werden und sind für den Besucher tabu. Meistens werden diese Bereiche durch Absperrungen kenntlich gemacht. So dürfen niemals

  • die Altarräume
  • die Kanzel oder
  • die Sakristei

betreten werden. Auch die Zugänge zum Taufbecken oder zur Empore können für Besucher gesperrt werden.

Fotografieren und Filmen

Wer Foto- oder Videoaufnahmen vom Innenraum der Kirche machen möchte, sollte sich vorher informieren, welche Art von Aufnahme gestattet ist. In den meisten Kirchen ist das Fotografieren außerhalb eines Gottesdienstes erlaubt, wenn das Blitzlicht ausgeschaltet wird. Manchmal muss für private Aufnahmen eine Erlaubnis eingeholt werden.

Beten

Viele Menschen besuchen eine Kirche auch außerhalb von Gottesdiensten, um zu beten. In diesem Zusammenhang stellt man sich oftmals die Frage, wie man dies denn eigentlich richtig macht.

Ein Richtig oder Falsch gibt es hier im Prinzip nicht: die typisch gefaltenen Hände müssen es keineswegs sein; man kann sie auch einfach ineinander legen. Einige Menschen halten sie auch vor das Gesicht - das ist jedem Besucher selbst überlassen.

Verhalten während eines Gottesdienstes

Im Rahmen eines Gottesdienstes müssen weitere Verhaltensregeln beachtet werden.

  • Im Interesse der anderen Besucher und des Pfarrers sollte man pünktlich erscheinen.
  • Die Kleidung ist angemessen zu wählen; vor allem sehr freizügige Kleidung wird nicht gerne gesehen.
  • Während des Gottesdienstes bleibt man ruhig auf seinem Platz sitzen und steht nur auf Zeichen des Pfarrers auf.
  • Es sollten keine Unterhaltungen mit dem Nachbarn sowie keine Telefonate stattfinden - es empfiehlt sich, Handys schon vor dem Betreten der Kirche auszuschalten.
  • Außer auf Hochzeiten oder bei Taufen ist das Fotografieren während eines Gottesdienstes nicht gestattet.
  • Man muss nicht in die gemeinsam gesungenen Lieder oder Gebete wie das "Vater unser" mit einstimmen, wenn man dies nicht möchte - auch wer lieber allein für sich beten möchte, hat in der Kirche das Recht dazu und sollte in diesem Zusammenhang auch andere Besucher respektieren.
  • Nach dem Gottesdienst bzw. zu dessen Ende hin wird häufig in Form einer Kollekte Geld für die Kirche oder auch besondere Projekte gesammelt; zu diesem Zweck reicht man einen Korb herum. Diese Geldspende ist vollkommen freiwillig - wer etwas geben möchte, sollte das Geld schon bereithalten und nicht erst in diesem Moment herauskramen.
  • Auch, wenn es um die Ausgabe der Hostie geht, muss man diese Tradition nicht mitnehmen; es handelt sich ebenso um eine freiwillige Angelegeheit.

Familiengottesdienste

Mit Kindern besucht man am besten einen Kinder- oder Familiengottesdienst. In diesem gelten weniger strenge Regeln und die Kinder müssen nicht still an ihrem Platz sitzen.

Doch natürlich können und sollten Eltern ihre Kinder auch zu den gängigen Gottesdiensten mitnehmen. Je nach Alter erklärt man ihnen vorab, dass man sich in einer Kirche ruhig verhält; Bilderbücher zum Anschauen bieten eine gute Beschäftigungsmöglichkeit. Und sollte die Quengelei zu laut werden und die anderen Besucher stören, geht man eben mit dem Nachwuchs wieder raus.

Erzbistum Köln verbietet Kostüme während Messen

Besonders zur Karnevalszeit, so die Anweisung des Erzbistums Köln, soll auf die Mundart- und Brauchtumsmessen hingewiesen werden.

So sind Uniformen sowie Trachten während des Gottesdienstes erlaubt. Auch Predigten können in Mundart gehalten werden und Lieder "uff platt" gesungen werden. Der Sinn, nämlich die Verkündung des Wortes Gottes, soll dabei aber im Vordergrund stehen, die Predigten und Gottesdienste sollten keinen Büttenreden gleichen.

Laut Erzbistum ist das Tragen von Karnevalskostümen allerdings nicht erlaubt.

Priester schlagen Alarm - Touristen benehmen sich in Kirchen immer extremer daneben

Andere Länder, andere Sitten - das gilt auch für die Gotteshäuser. Während es bei uns selbstverständlich ist, in langen Hosen in die Kirche zu gehen, ist das im Urlaub und bei heißen Temperaturen für Touristen augenscheinlich häufig ein Problem. Priester in Frankreich schlagen jedenfalls Alarm.

Die Touris benähmen sich mittlerweile unter aller Sau, erklärte Bernard Podvin, der Sprecher der französischen Bischofskonferenz. Auch Priester Michel Hayes aus Saint-Tropez oder der Pfarrer Martin Gabet vom Notre-Dame-des-Anges meldeten gegenüber der Presse ihre Bedenken an.

Alle erklärten, es sei mittlerweile Usus, dass Menschen in Badekleidung in die Kirche kämen, manche würden ihren Lunch auf den Kirchenbänken verzehren und Hunde mitbringen. Kirchen seien nicht mehr ein Ort der Einkehr und der Gläubigkeit, sonder schlicht eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Liste von Touristen, die schnell abgehakt würde.

Nur gereinigte Besucher sollen künftig die Sixtinische Kapelle betreten

Selbstverständlich will jeder Kunstinteressierte, dass historisch wertvolle Kunstwerke erhalten bleiben. Deshalb haben viele Kunstinteressierte sicherlich Verständnis für ungewöhnliche Maßnahmen, mit denen Besucher der Sixtinischen Kapelle in Rom zur Werterhaltung der Kapelle beitragen sollen.

Jeder Besucher bringt Staub, Schmutz und Schweiß in die Kapelle. Bei 20.000 Menschen, die täglich die Kapelle betreten, kommt einiges zusammen. Deshalb sollen die Besucher künftig entsprechend gereinigt und heruntergekühlt werden, bevor sie eintreten dürfen, erklärte der Direktor der Vatikanischen Museen, Antonio Paolucci.

Während die Besucher über einen Teppich laufen, werden die Schuhe gereinigt. Absaugeinrichtungen befreien vom übrigen Staub und kühlere Temperaturen sorgen dafür, dass nicht so viel Schweiß in die Kapelle gelangt.

So kann die Kapelle, die zwischen 1508 bis 1512 von Michelangelo Buonarotti geschaffen wurde, entsprechend geschont werden. Das 100 Quadratmeter große Fresko zeigt die Schöpfungsgeschichte und die Geschichte Noahs. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zieren die Längsseite der Kapelle und das Jüngste Gericht die Altarwand.

Angemessene Bekleidung für Moschee-Besucher in Istanbul: Umhänge und Kopftücher für Touris Pflicht

Wer künftig die Blaue Moschee in Istanbul besichtigen möchte, der muss sich einen Umhang überziehen. Frauen müssen ihr Haar zusätzlich mit einem Kopftuch bedecken. Das soll die geistige Atmosphäre in der Sultan-Ahmed-Moschee verbessern.

Bisher war es nur üblich, dass die Besucher sich freie Schultern mit Tüchern umhüllen mussten, ab sofort sollen die Bekleidungsregeln verschärft werden.

Im Schnitt besuchen pro Tag 25.000 Menschen die Moschee, die zu den wichtigsten Attraktionen der türkischen Metropole Istanbul zählt.

Besondere Regeln in Synagoge und Moschee

Betritt man eine Synagoge, wird man vermutlich feststellen, dass man die Sprache des Gottesdienstes nicht versteht - dieser wird in den meisten Fällen auf hebräisch abgehalten. Am besten orientiert man sich hier an den anderen Besuchern.

Die typische Kopfbedeckung, die Männer in der Regel tragen - die so genannte Kippa - kann man sich am Eingang ausleihen - trägt man bereits etwas auf dem Kopf, behält man dies an. Fotografieren ist in einer Synagoge verboten, ebenso das Applaudieren (wobei dies in einer Kirche ebenso unüblich ist). Im Gegensatz zu den christlichen Einrichtungen sind Spenden in der Synagoge nicht erwünscht.

Eine Moschee darf man nur betreten, wenn man zuvor die Schuhe ausgezogen hat. Frauen sollten auf bedeckte Haare, Schultern und Knie achten; während des Gottesdienstes setzen sie sich hinter die Männer.

Mitunter gibt es aber auch einen separaten Raum für Frauen. Eine weitere Regel in der Moschee besagt, dass man an einer betenden Person nicht vorbeilaufen darf.

Urnen mit der Asche der Angehörigen sollen in Italien nicht mehr zu Hause stehen dürfen

Wie auch die Tageszeitung "La Repubblica" berichtete, soll nach dem Willen der Bischöfe in Italien auch ein Verbot für das Verstreuen der Asche der Verstorbenen ausgesprochen werden. Ebenso ist die Aufbewahrung der Asche von den Angehörigen in Urnen im Hause nicht mehr statthaft, weil die Kirche dies als "Privatisierung und Banalisierung" gegenüber der alten Sitte sieht, wo die Toten zum Friedhof begleitet und Abschied aus der Gemeinschaft genommen wurde.

Aber weiterhin sind auch für Katholiken Feuerbestattungen zugelassen, was lange Zeit die Kirche strikt abgelehnt hatte, weil dies als Zeichen für die Leugnung der Auferstehung galt. Seit dem 2. Vatikanischen Konzils wurde das ehemalige Verbot aber im Jahr 1963 wieder aufgehoben.

Erzbischof verbietet langjährige Gottesdienste für Homosexuelle

Seit 2007 gibt es in der "Our Lady of the Assuption"-Kirche im Londoner Stadtteil Soho, das für seine große Anzahl an schwulen und lesbischen Einwohnern bekannt ist, einen Gottesdienst speziell für homosexuelle, bisexuelle und transsexuelle Katholiken.

Diese sogenannten "Soho-Messen" will Erzbischof Vincent Nichols nun abschaffen. Solche Messen seien nicht angemessen. Es werde jedoch weiterhin geistliche Unterstützung für Homosexuelle geben, damit sie Teil des Kirchenlebens bleiben. Zukünftig sollten sie jedoch an den Gottesdiensten in ihren Heimatgemeinden teilnehmen, anstatt sich in einer eigenen Messe zu treffen, so Nichols.

Für die konservativen britischen Katholiken ist dieses Verbot wie ein Siegeszug. Seit der Einführung der Soho-Messen gab es von ihrer Seite aus immer wieder Proteste. Die homosexuellen Messen seien eine Beleidigung für die Kirche und würden Homosexualität lehren, hatten viele kritisiert.

Erste Imam-Predigt in evangelischer Kirche in München unter Polizeischutz

Im Rahmen der "Internationalen Woche gegen Rassismus" hat die evangelisch-lutherische St.-Lukas-Kirche in München den Penzberger Imam Benjamin Idriz zum Gottesdienst geladen, um eine Predigt zu halten.

Eigentlich sollte der Koran-Gesang des Imam ein Zeichen für den religiösen Dialog und der Toleranz zwischen den Kulturen setzen, doch stattdessen hagelten Drohbriefe von Rechtspopulisten und christlichen Fundamentalisten auf den Kirchenvorstand nieder. Als die Drohungen Überhand nahmen, informierte der Vorstand schließlich die Polizei.

Der Gottesdienst fand am vergangenen Sonntag trotzdem statt, allerdings unter Polizeischutz. Glücklicherweise konnten die Beamten am Ende wieder abrücken ohne eingreifen zu müssen.

Nacktgottesdienst in den USA - Pfarrer ruft Gemeinde auf so zu erscheinen, wie sie erschaffen wurde

Die White Tail Chapel in Virginia, USA, möchte in Zukunft Nacktgottesdienste veranstalten. Der dortige Pfarrer hat seine Gemeinde dazu aufgerufen, so in der Kirche zu erscheinen, wie sie von Gott erschaffen worden ist. Die Einrichtung, die sich selbst als familiäre Nudistengemeinschaft beschreibt, bietet ihren Besuchern zahlreiche Aktivitäten an, bei denen die Teilnehmer sich frei bewegen können - eben ohne Kleidung.

Nach Angaben des Pfarrers würden sich die Menschen eher offen zeigen, wenn das Wort "Gott" fällt. Sie legen alle Scham ab und hören auf, sich zum Beispiel aufgrund von abgetragenen Klamotten zu verurteilen.

Grundinformationen und Hinweise zu Kirchen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Sincere Prayer © Alex Motrenko - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Piano In A Catholic Church © Creative Dreambox - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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