Marder wie zum Beispiel Dachs und Wiesel

Eisbär auf Eisplatte im Wasser

Einen großen Stellenwert innerhalb der Hundeartigen nimmt die Familie der Marder ein. Oft handelt es sich dabei um sehr niedrig gebaute Räuber mit einem länglichen Körper. Zu ihnen zählen etwa der Marder selbst, der Otter, das Wiesel sowie der Dachs. Insbesondere Letztgenannte haben mit den körperlichen Merkmalen der anderen aber wenig gemein.

Der Marder

Nicht zuletzt durch einen Biss an den Bremsschläuchen des Autos hat sich der Marder einen wenig ruhmreichen Namen bei den Menschen erworben. Doch das meist nachtaktive Lebewesen ist ansonsten sehr scheu. Es sucht die Nähe der Bevölkerung meist dann auf, wenn das Nahrungsangebot knapp wird. Felder, Wiesen und Wälder gelten darüber hinaus als eigentlicher Lebensraum.

Nüsse und Obst, aber auch viele kleine Tiere wie Spinnen, Würmer, Vögel und Aas gehören dabei zum bevorzugten Speiseplan. Durch seinen sehr langen und gedrungenen Körperbau errichtet sich der Marder oft Höhlen in den Tiefen der Erde, in denen er vor allen natürlichen Feinden wie dem Fuchs oder Raubvögeln sicher ist.

Der Otter

Das Pendant zum Marder bildet der Otter. Er wirkt im Aussehen ähnlich, dabei allerdings etwas kräftiger. Er agiert jedoch nicht alleine an Land, sondern zählt auch das Wasser zu seinem Element. Hier stellt er Fischen und Fröschen nach oder richtet sich unweit des Ufers ein Lager aus Ästen, Laub und ähnlichem Unrat an.

Oft besetzen dabei ein Männchen sowie ein Weibchen ein bestimmtes Gebiet, in dem sie niemand anderen als den eigenen Nachwuchs dulden. Aber auch ihn vertreiben sie meist nach zwei Jahren.

Das Wohlbefinden des Otters ist stark mit der Wassertemperatur verbunden. Je weiter diese absinkt, desto höher ist der Bedarf an Nahrung – die sich gerade im Winter nur schwerlich finden lässt.

Das Wiesel

Kleiner und schlanker als der Otter wirken die Wiesel und die Hermeline. Mit dem Wasser können sie jedoch nur wenig anfangen, weswegen sie ähnlich dem Marder das Feld sowie das Unterholz des Waldes heimsuchen. Hier finden sie auch kleinere Vögel und Nagetiere.

Durch den ebenfalls sehr flachen und langen Körper ist das Wiesel zudem in der Lage, ein Hasennest auszurauben und sich dort gerade am Nachwuchs sattzufressen. Trotz seiner durchaus gutmütigen Erscheinung agiert der Jäger dabei sehr aggressiv, allerdings wenig listig.

Der Dachs

Das größte Exemplar der Marderartigen ist der Dachs. Rund 75 Zentimeter kann dieser lang werden und dabei ein Gewicht von etwa zehn bis zwölf Kilogramm erreichen. Dennoch gilt er als schneller Läufer. So stellt er auf dem Feld gerne einmal Hasen und Kaninchen, Ratten oder Maulwürfen nach.

Als Besonderheit wird darüber hinaus der Dachsbau angesehen. Im Gegensatz zu anderen Tierhöhlen erfährt dieser nämlich eine ständige Benutzung. So siedeln sich verschiedene Generationen der Dachse im Laufe der Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte darin an und formen das unterirdische System aus Gängen und Gruben immer weiter aus.

Unterscheidungsmerkmale der Marderartigen

Handelt es sich nicht gerade um den Dachs oder den Otter, die aufgrund ihrer Statur von den übrigen Mitgliedern der Marderfamilie abweichen, so fällt die Identifikation oft schwierig. Mit bloßem Auge lässt sich meist nicht erkennen, ob ein Iltis, ein Hermelin oder ein Frettchen die Nase aus seinem Bau steckt. Größe und Körperbau ähneln sich, lediglich die Färbung des Fells weist einige Besonderheiten auf – die dank der Vermischung der Arten aber auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr bildet.

Da aber die meisten Marderartigen ähnliche Verhaltensmuster aufweisen, auf die gleichen Gefahren reagieren und weitere Gemeinsamkeiten erkennen lassen, kann eine Unterscheidung vielfach auch dahinstehen. Sie wird erst für den Zoologen interessant.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: The last Polar Bear © Jan Will - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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