Kojote und Braunbär (Grizzlybär)

Eisbär auf Eisplatte im Wasser

Neben dem Fuchs und dem Wolf spielt in den europäischen Märchen auch der Braunbär eine große Rolle. Betrachtet man allerdings ebenso die Erzählungen anderer Nationen und dabei insbesondere des amerikanischen Kontinents, so ist gleichfalls der Kojote mit einigen Vorurteilen behaftet. Diese unterliegen allerdings einem Irrtum, wodurch der Räuber oft unterschätzt wird.

Der Kojote

Wer die Trickfilme um den Kojoten kennt, der stets seinen Widersacher Road Runner, einem Laufvogel, erfolglos nachstellt, erhält ein falsches Bild von dem sehr klugen Hundeartigen. Denn dieser agiert nicht nur mit List, sondern auch mit einer großen Schnelligkeit – die nahezu jedem am Boden befindlichen Vogel zur Gefahr wird.

Das vorrangig in Nordamerika angesiedelte Tier hat in den letzten Jahrzehnten aber einige Veränderungen durchlebt. So profitierte es zwar von der sinkenden Population der Wölfe, wodurch sich der Kojote ausbreitete. Das allerdings in einem derart starken Maße, dass er bald schon den Süden des Kontinents beheimatete und auch in den Wüsten Mexikos mittlerweile leben kann.

Auf seinen Streifzügen nach Nahrung verschlägt es ihn dabei oft in die Stadt, wo selbst Katzen und Hunde eine willkommene Mahlzeit darstellen.

Ähnlichkeiten zum Fuchs

Rein optisch wird der Kojote oft mit dem Wolf verglichen. Beide weisen etwa die gleiche Körperhöhe auf und können auch im Umfang einige Gemeinsamkeiten erkennen lassen. Der Schädel des Jägers wirkt mit seinen großen Ohren aber etwas kleiner und erinnert somit vorrangig an den Fuchs – beide ähneln sich zudem in der listigen Art, wie sie ihrer Beute nachstellen.

So landen vermehrt kleinere Arten wie Nager oder Schlangen, Vögel und Haustiere auf dem Speiseplan. An größere Exemplare wagt sich der Kojote dagegen nur selten einmal heran, wobei er kranke oder geschwächte Säuger bevorzugt. Aufgrund des für ihn reichhaltigen Nahrungsangebotes muss er schlichtweg nicht das Risiko eingehen, einen solchen Kampf um das Fressen zu verlieren. Wobei der Kojote aufgrund seiner Schnelligkeit wohl auch die Flucht erfolgreich antreten könnte.

Der Bär

Die Schnelligkeit ist ebenso eines der Attribute, das dem Bären zukommt. Auch, wenn man dem dicken Pelzträger das gar nicht einmal zutrauen möchte. Doch neben seiner schier unbändigen Kraft kann sich das bis zu 2,50 Meter große und nicht selten mehr als 500 Kilogramm schwere Tier recht grazil bewegen: Selbst das Klettern an dürren Baumstämmen gehört zu den Künsten des beeindruckenden Lebewesens.

Daher verwundert es nicht, dass von der kleinen Maus bis zum ausgewachsenen Hirsch ein großes Spektrum an Nahrungsmitteln vorhanden ist. Allerdings bevorzugt der Braunbär gerne auch den frisch gefangenen Lachs, der für ihn eine wichtige Energiequelle darstellt. Für den Menschen wird der Fleischfresser dagegen erst gefährlich, wenn sich Gevatter Petz angegriffen fühlt und jemand in sein Reich eindringt.

Zu unrecht gejagt

Leider gilt der Bär dem Menschen noch immer als stattliche Trophäe. Seine Lebensräume in Europa hat er daher vielfach eingebüßt. Tritt er – wie vor wenigen Jahren in Österreich – dennoch einmal in Erscheinung, so wird er als Gefahr deklariert und getötet oder gefangen. Sein eigentliches Leben kann dieser große Räuber daher fast nur noch im Norden des amerikanischen Kontinents führen, wo er die Weiten des Raumes nutzt.

Dabei tritt er gewöhnlich als Einzelgänger auf, kann aber für die Zeugung von Nachwuchs auch über mehrere Monate in der Gemeinschaft leben. Feste Partnerschaften sind unter Bären zwar ebenfalls bekannt, aber unüblich. In den kalten Monaten des Winters lässt sich Meister Petz im Übrigen nicht blicken: Mit angefressenem Speck schlummert er in einer Höhle sacht vor sich hin, bis die ersten Sonnenstrahlen ihn wieder wecken.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: The last Polar Bear © Jan Will - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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