E-Zigarette - Aufbau, Merkmale, Unterschiede und gesundheitliche Folgen

Seit einigen Jahren haben Raucher die Möglichkeit, neben den gewöhnlichen Tabakerzeugnissen auch auf die so genannte E-Zigarette zurückgreifen zu können. Das "E" steht dabei für "elektronisch" und soll dem Nutzer ein Raucherlebnis bieten, welches dem einer gewöhnlichen Zigarette entspricht. Dabei soll die E-Zigarette als gesündere Alternative gelten. Lesen Sie über die Merkmale der E-Zigarette und informieren Sie sich über mögliche gesundheitliche Folgen.

Die elektrische Zigarette wird von vielen Rauchern als gesündere Methode des Rauchens gewählt - doch auch die E-Zigarette kommt mit einigen Risiken daher

Aufbau und Funktion der E-Zigarette

Um die Wirkungsmechanismen der E-Zigarette zu verstehen, macht es Sinn, sich zunächst einmal kurz dem Aufbau dieses Geräts zu widmen. Eine E-Zigarette besteht dabei einerseits aus einem Lithium-Ionen-Akku, welcher die notwendige Energie erzeugt. Daneben besteht dieses Produkt noch aus einer Verdampfereinheit, einem Aroma Depot und einer Vliesstoff-Kammer.

Bereits diese Aufzählung macht deutlich, dass die E-Zigarette keinen Rauch, sondern Dampf erzeugt, welcher durch das Mundstück aufgesogen wird. Beim vernommenen Geschmack während des Rauchens handelt es sich zudem nicht um den natürlichen Eigengeschmack des Tabaks, sondern um künstliche Aromastoffe, welche dem Dampf am Ende des Mundstücks im Bereich des Aroma Depots beigefügt werden.

Die E-Zigartte benötigt unterschiedliches Zubehör wie Verdampfer, Akku und Liquid
Die E-Zigartte benötigt unterschiedliches Zubehör wie Verdampfer, Akku und Liquid

Die Vielzahl an unterschiedlichen E-Zigaretten ist mittlerweile sehr groß, sodass auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen deutlicher werden. Hierbei spielen beispielsweise Faktoren wie

  • die Akkukapazität
  • die Liquidkapazität
  • die Verdampferprinzip sowie
  • die Regelung der Versorgungsspannung

eine Rolle. Es gibt auch Einwegsysteme; in der Regel wird jedoch auf solche mit aufladbarem Akku zurückgegeriffen. Die Verdampfer sind dabei nachfüllbar und dank Standardgewinde ist es möglich, einzelne Teile auch auszutauschen.

Der Verdampfer besteht aus einem Verdampferkopf, in dem sich Heizspiralen befinden. Der Akku versorgt das Gerät mit Energie.

Es gibt unterschiedliche Verdampferarten: den Einweg-Verdampfer, den man im Gesamten wechseln muss, den Verdampfer mit wechselbaren Köpfen, sodass bei Bedarf nicht der ganze Verdampfer ausgewechselt werden muss, sowie der Selbstwickelverdampfer, bei dem Trägermaterial und Heizwendel beliebig ausgewechselt werden können. Für das verwendete Liquid, den Verbrauchsstoff, gibt es bei den meisten Modellen einen Vorratstank aus Metall, Kunststoff oder Glas.

Die E-Zigarette muss vor dem Rauchen immer neu mit Liquid befüllt werden
Die E-Zigarette muss vor dem Rauchen immer neu mit Liquid befüllt werden

Vergleiche zur herkömmlichen Zigarette

Viele Menschen stellen sich die Frage, ob der durch elektrische Energie erzeugte Dampf mit dem Rauch einer Zigarette vergleichbar ist. Untersuchungen zu diesem Thema kamen zu Schluss, dass tatsächlich eine große Ähnlichkeit zum klassischen Rauchen besteht. Diese Aussage betrifft sowohl die Wirkungsmechanismen als auch das Empfinden, welches sich beim Raucher während des Konsums einstellt.

Erklärt werden kann das Ganze durch das so genannte Liquid, welches sich in der Verdampfereinheit befindet. Dieses besteht nicht nur aus Wasser und weiteren Stoffen, sondern enthält auch noch unter anderem Nikotin und Glycerin. Während des Verdampfens werden diese Stoffe freigesetzt und durch den Raucher aufgenommen.

Die Nikotinmenge ist ähnlich hoch aber die krebserregenden Stoffe geringer
Die Nikotinmenge ist ähnlich hoch aber die krebserregenden Stoffe geringer

Die Stoffzusammensetzung ähnelt dabei in gewisser Weise einer Zigarette, weshalb es zu vergleichbaren Folgen kommt. Bisherige Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass das Rauchen einer E-Zigarette die gesündere Alternative sein könnte.

So werden zwar genauso große Mengen an Nikotin aufgenommen. Jedoch enthält der Dampf der E-Zigarette eine bedeutend geringere Konzentration an Stoffen, welche als krebserregend gelten.

Auf die gesundheitlichen Auswirkungen gehen wir im Folgenden etwas genauer ein...

Gesundheitliche Folgen des Konsums der E-Zigarette

E-Zigaretten wurden 2004 auf den Markt gebracht. Seitdem ist der Nutzen sehr stark angestiegen.

Besonders unter den jüngeren Rauchern sind elektrische Zigaretten äußerst beliebt, was unter anderem auch daran liegen mag, dass die Nichtraucher-Schutzgesetzt verschärft worden sind. Der Trend zur "gesünderen" Zigarette wird kritisch gesehen, rückt durch den Konsum die Tatsache in den Hintergrund, dass auch durch diese Form die Sucht nach Nikotin weiter gestillt werden kann.

Hierzulande wurden die gesundheitlichen Vorzüge - kein Einatmen der schädlichen Abbauprodukte - besonders in den ersten Jahren stark beworben. Doch auch dadurch, dass sie verdampfen, sind sie natürlich vorhanden. Und genau in diesem Dampf sind gefährliche Stoffe wie Diacetyl sowie Propylenglycol vorhanden. Über die langfristigen Folgen dieser Stoffe gibt es nicht genügend Studien, doch sicher ist, dass z.B. Propylenglycol die Atemwegsorgane beeinträchtigen kann, wenn auch nur kurzfristig.

Aktuelle Studien haben ergeben, dass im Dampf unter Laborbedingungen Stoffe nachweisbar sind, welche zu Zellveränderungen führen und somit die Vorstufe zu Krebserkrankungen bilden können.

Für langjährige, ehemalige Raucher könnten E-Zigaretten die bessere Wahl sein, wenn man in diesem Zusammenhang von "gut" sprechen kann. Doch besonders für Nichtraucher und junge Menschen, die die E-Zigarette als Einstieg ins Raucherleben nutzen, birgt sie Gefahren, ebenso natürlich für alle Passivraucher.

Weder gesund, noch empfehlenswert, lautet also das Fazit über die E-Zigarette. Denn die Sucht nach Nikotin und all ihre Folgen, bleibt nach wie vor bestehen.

Kein geeignetes Mittel zur Raucherentwöhnung

Letztlich muss hinsichtlich der E-Zigarette noch betont werden, dass sich diese nicht zur Rauchentwöhnung eignet. So nimmt der Konsument während des Rauchens der E-Zigarette wie bereits erwähnt ebenso große Mengen an Nikotin auf.

Da es sich beim Nikotin um jenen Stoff handelt, welcher primär für das Suchtverhalten verantwortlich ist, stellt die E-Zigarette keine Alternative zu Nikotinersatzmitteln oder einer klassischen Rauchentwöhnung dar.

Da die Menge an Nikotin bei der E-Zigarette ähnlich hoch ist ist diese nicht zur Raucherentwöhnung g
Da die Menge an Nikotin bei der E-Zigarette ähnlich hoch ist ist diese nicht zur Raucherentwöhnung geeignet

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:
Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?
Quellenangaben
  • Cropped image of man smoking electronic cigarette © WavebreakmediaMicro - www.fotolia.de
  • Junge schöne Frau mit E-Zigarette und normaler Zigarette © Knut Wiarda - www.fotolia.de
  • Junge schöne Frau mit E-Zigarette und normaler Zigarette © Knut Wiarda - www.fotolia.de
  • junge blonde Frau befüllt mit Liquid ihre elektrische Zigarette © Miriam Dörr - www.fotolia.de
  • E-Zigarette - Verdampfer - Akku - Liquid © Pixelot - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema