Mobilfunk - Geschichte, gesundheitliche Gefahren und Merkmale verschiedener Handyarten

Moderne Mobilfunktgeräte - Smartphones, Tablet und Notebook

Handys unterschiedlicher Art funktionieren über den Mobilfunk - dabei kann man zwischen der Prepaid- und Vertragsvariante wählen

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  • von Paradisi-Redaktion

Mit dem heutigen Mobilfunk verbindet der Verbraucher in erster Linie das Handy. Im Gegensatz zum heimischen Festnetztelefon hat er sein mobiles Telefon in der Tasche. Heutzutage verlässt niemand mehr ohne sein mehr oder weniger modernes Handy die Wohnung. Es gibt unterschiedliche Smartphonearten mit zahlreichen Funktionen. Rund um den Mobilfunk - Lesen Sie über die Merkmale verschiedener Handyarten sowie mögliche gesundheitliche Gefahren.

Wie das Wort "mobil" ausdrückt, ist das Gerät, also die Hardware beweglich. Eine Verständigung über verschiedene Funkdienste gibt es seit vielen Jahrzehnten. Zivile sowie militärische Funkdienste bei der Marine oder in der Luftfahrt, Polizeifunk, Rettungsfunk oder der beliebte Amateurfunk sind seit jeher selbstverständlich. Diese Funkdienste werden jedoch überwiegend beruflich und insofern von einem dafür bestimmten Personenkreis genutzt.

Die Geschichte des Mobilfunks

Unter Mobilfunk versteht man den Betrieb von beweglichen Funkgeräten wie Mobiltelefonen. Immer mehr Haushalte verfügen heutzutage über ein Mobiltelefon, wobei eine steigende Tendenz zu verzeichnen ist.

1918: die ersten Schritte

Zu ersten Versuchen im Mobilfunkbereich kam es 1918. Zu dieser Zeit führte die Deutsche Reichsbahn in Berlin Tests mit Funktelefongesprächen in fahrenden Zügen durch. 1926 bot die Bahn auf der Strecke Berlin-Hamburg in den Abteilen der ersten Klasse Funktelefondienste an.

Dazu wurden auf den Wagondächern Drähte gespannt. Die Telegrafenleitungen, die entlang der Zugstrecke verliefen, dienten als Empfangs- und Sendeantennen. In den 30er und 40er Jahren führte man unterschiedliche Versuche im Kurzwellen- und Mittelwellenbereich durch.

Das erste Mobilfunknetz auf der Welt entstand jedoch im Jahr 1946 in den Vereinigten Staaten von Amerika. In Deutschland baute man zu Beginn der 50er Jahre nach der Entwicklung der UKW-Technik auf regionaler Ebene lokale Netze auf. Dazu gehörten der Stadtfunk-Dienst, der Hafendienst sowie der Rhein-Funk.

Vom A- zum C-Netz

Als erstes richtiges Mobilfunknetz in Deutschland galt das A-Netz, das 1958 von der Deutschen Bundespost eingeführt wurde. Dabei handelte es sich um ein handvermitteltes analoges Netz. Das heißt, dass die Gesprächsverbindung vom Amt aus handvermittelt und wieder abgebrochen wurde.

Da die Kosten für den Mobilfunk seinerzeit sehr hoch waren, blieb das Telefonieren vor allem reichen Leuten oder bestimmten Berufsgruppen vorbehalten.

1972 erfolgte die Inbetriebnahme des technisch weiterentwickelten B-Netzes, das zum ersten Mal einen Selbstwählverkehr ermöglichte. An dem B-Netz nahmen bis zu 27.000 Menschen teil.

1985 kam es zum Start des C-Netzes, mit dem man in der gesamten Bundesrepublik unter einer Rufnummer erreicht werden konnte. Auch in anderen Ländern führte man solche Systeme ein. Allerdings waren diese häufig nicht kompatibel.

Einführung des GSM

1992 wurde dann in Deutschland das Zeitalter des digitalen GSM (Global System for Mobile Communication) eingeläutet. Gestartet wurde diese neue Mobilfunkgeneration mit dem D- und E-Netz. Diese ermöglichten in den darauf folgenden Jahren auch der breiten Masse den Zugang zum Mobilfunk.

Da die Mobiltelefone klein und handlich waren, gab man ihnen in Deutschland den Namen Handy. Heutzutage ist das Mobiltelefon aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Umfangreiche Multimedia-Ausstattung für Jugendliche selbstverständlich

Ein eigenes Handy und ein eigener Computer gehören zur Grundausstattung vieler Teenager

Junges Paar spielt mit der Spielkonsole
domestic life © diego cervo - www.fotolia.de

Der Branchenverband „Bitkom“ hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut „Forsa“ eine neue Studie zur Multimedia-Ausstattung von Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren veröffentlicht. Demnach gehören Handys und eigene Computer zur Grundausstattung vieler Teenager.

Ersteres ist dabei das am weitesten verbreitete Gerät: 92 Prozent der insgesamt 700 Befragten haben ein eigenes Mobiltelefon. Damit sind Handys für Jugendlichen genauso selbstverständlich wie ein eigenes Fahrrad, das 93 Prozent der befragten Teenager besitzen. Ebenfalls stark verbreitet sind Stereoanlagen (82 Prozent) und MP3-Player (80 Prozent). Einen eigenen Computer besitzen immerhin 75 Prozent aller Jugendlichen.

Mädchen tendenziell besser ausgestattet

Laut der Studie gibt es in der Multimedia-Ausstattung starke Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den Altersgruppen. So sind Mädchen tendenziell besser ausgestattet als Jungs: Sie haben häufiger einen MP3-Player (85 Prozent) als Jungen (75 Prozent) und eine Digitalkamera (64 Prozent der Mädchen, 43 Prozent der Jungen). Jungs besitzen hingegen häufiger Spielekonsolen (77 Prozent) als Mädchen (71 Prozent).

Während Jugendliche zwischen zehn und zwölf Jahren häufiger eine Spielekonsole als einen Computer besitzen, haben ältere Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren öfter einen eigenen PC (92 Prozent). Mädchen verfügen dabei zumeist über einen Laptop, Jungen dagegen oftmals über einen stationären PC.

Mit der Handyortung demenzkranke Familienmitglieder im Blick haben

Ansicht von oben: Alter Mann sitzt allein auf Holzbank auf Kopfsteinpflaster
Einsamkeit © Ademoeller - www.fotolia.de

Wenn ein Familienmitglied an Demenz - die häufigste Form ist dabei Alzheimer - erkrankt, macht man sich häufig Sorgen um ihn, wenn er oder sie alleine unterwegs ist. Typische Symptome der Erkrankung sind Orientierungslosigkeit sowie Vergesslichkeit und so kann es vorkommen, dass der Betroffene sich einfach verläuft und man diesen nur sehr schwer wiederfinden kann.

Gegen diese Angst gibt es nun einen Handyortungs-Dienst. Im Internet wird das Handy des Demenzkranken auf der Seite des Ortungsdienstes angemeldet und nach einer Bestätitungs-SMS anschließend freigeschaltet. Durch die Signale, die das Handy abgibt, kann die Handy-Ortung bis auf wenige Meter mit nur wenigen Klicks im Internet erfolgen. Die Ortung durch Dritte wird dabei ausgeschlossen.

Auf diese Weise können die Angehörigen stets einsehen, wo sich ihre Eltern oder Großeltern befinden, ohne dass diese sich zu sehr von ihnen kontrolliert fühlen. Sie können ihren Alltag selbstständig meistern und haben eine sichere Umsorgung von ihren Familienmitgliedern.

Rund um das Handy

Entwicklung: Das Handy zur privaten Nutzung

Das Handy als Mobiltelefon zur privaten Nutzung hat die Mobilfunksituation komplett verändert. Diese Entwicklung begann in den 1950er und 1960er Jahren mit dem damaligen Autotelefon. Es war am Armaturenbrett fest installiert und so zu benutzen wie das heimische Telefon.

Die Fahrt führte durch verschiedene regionale Funkzellen, die in sich abgegrenzt waren. Dadurch war die Empfangsqualität unterschiedlich gut bis hin zu schlecht. Diese Mobilfunkgespräche wurden im damaligen C-Netz, einem separaten analogen Funktelefonnetz der Telekom geführt.

Ab Ende der 1980er Jahre wurde das digitale D-Netz für den Mobilfunk in Deutschland flächendeckend ausgebaut. Die damaligen Marktführer waren im D1-Netz die Telekom sowie im D2-Netz der Mannesmann-Mobilfunk.

Das GSM-Funknetz, das Global System for Mobile Communications, war zu dieser Zeit der Standard in Deutschland und im angrenzendem Ausland. Ein Jahrzehnt später folgte als Mobilfunkstandard der dritten Generation das UMTS-Netz, das Universal Mobile Telecommunications System.

Aufbau und unterschiedliche Kategorisierungen

Seitdem werden Handys buchstäblich im Jahrestakt entwickelt und vorgestellt. Der Begriff "Handy" als hand-held-transceiver beschreibt ein Kombigerät aus Sender und Empfänger, das in der Hand gehalten wird.

Handys, also die Hardware des Mobiltelefons, lassen sich unter anderem nach Bauarten und Bauformen gliedern. Gängig sind seit jeher

  • das Candy als Riegelhandy
  • das Folder als Klapphandy
  • das Schiebehandy Slider oder
  • das Touch Phone als Smartphone.

Eine andere Kategorisierung ist die nach Benutzergruppen. Neben dem normal gängigen Handy sind es

  • das Seniorenhandy
  • das Outdoorhandy
  • das Handy für die Musikwiedergabe oder
  • das Handy mit Kamera für Videoaufnahmen und Fotos.

Diese speziellen Handys erfüllen auch die ganz allgemeinen Voraussetzungen des bekannten Handys.

Mobiltelefone extra für die Senioren

Seniorin in Strickjacke sitzt mit Smartphone und Kopfhörern auf der Couch
senior woman with smartphone and earphones at home © Syda Productions - www.fotolia.de

Mittlerweile gibt es so viele Handys mit allem möglichen Schnick-Schnack, was aber vor allem die Jugendlichen schätzen. Dabei ist eine integrierte Camera heutzutage schon ein Muss, denn man möchte auch dem Freund oder den Freundinnen schnell einmal ein Foto schicken.

Aber gerade ältere Menschen hätten auch gerne einmal ein Handy, so beispielsweise wenn sie alleine spazieren gehen oder auch zu Hause das Festnetz ausfällt. Aber viele der älteren Generation scheuen sich vor der neuen Technik, weil sie auch fürchten dies bedienen zu können, denn oft gibt es zu viele Funktionen oder es sind auch die Tasten zu klein und unhandlich.

Aber mittlerweile haben auch die Hersteller darauf reagiert, so gibt es auch sogenannte "Seniorenhandys", die einmal ein größeres Display und auch größere Tasten haben. Viele Geräte verfügen auch über einen "Notfallknopf", mit dem man im Notfall eine gespeicherte Nummer sofort anrufen kann.

Stiftung Warentest nimmt Seniorenhandys unter die Lupe

Die Stiftung Warentest hat jetzt 15 Seniorenhandys unter die Lupe genommen, von denen immerhin acht Modelle mit der Note "gut" abschnitten. Bei zehn Geräten hat es sich dabei um einfache Klapphandys gehandelt, da sie im Gegensatz zu anderen Handys viel Platz für große Bedienelemente und der Mechanismus als Tastensperre fungiert.

Bei den Seniorenhandys legen die Hersteller vor allem Wert auf große Tasten sowie konstraststarke Displays. Inzwischen gibt es sogar Modelle, welche die Telefonsignale direkt an Hörgeräte übertragen können.

Alle getesteten Handys sind außerdem mit einer speziellen Notruffunktion ausgestattet, bei dessen Knopfdruck eine vorher festgelegter Rufnummer automatisch angewählt wird.

Funktionsweise

Damit das Handy funktionsfähig wird, muss die SIM-Karte, das Subscriber Identity Module, zu Deutsch das Teilnehmer-Identitätsmodul, in die Hardware eingeschoben oder eingelegt werden. Mit dieser Chipkarte wird der Handynutzer im Netz des jeweiligen Mobilfunkbetreibers identifiziert und kann am Datenverkehr mit Telefonie, SMS-Versand und anderem Datenaustausch teilnehmen.

Das Handy selbst lässt sich als Hardware, die SIM-Karte als die dazugehörige Software bezeichnen. Eins von beidem reicht nicht aus, um das Handy zu benutzen. Die SIM-Karte ist buchstäblich der Türöffner zum Handynetz. Sie wird wahlweise mit und ohne Handy verkauft, auf Vertragsbasis mit ein- oder zweijähriger Bindung oder Prepaid ohne Vertrag.

Nach dem Kauf wird SIM-Karte vom Mobilfunkanbieter über den Netzbetreiber freigeschaltet. Nachdem sie in das Handy eingelegt und aktiviert worden ist, ist der Netzzugang geöffnet.

Abschluss eines Handyvertrags

Je nach Netzanbieter und so genanntem Handyvertrag ist jetzt das Telefonieren in die Fest- und Mobilfunknetze hinein möglich. Der Handynutzer kann angerufen werden und Daten downloaden sowie verschicken.

Der umgangssprachliche Handyvertrag bezieht sich in erster Linie auf die SIM-Karte des Netzbetreibers. Als Erstausstattung kann ergänzend dazu das Handy als Hardware zu einem günstigen bis sehr günstigen Preis gekauft werden. Wenn das Handy ohne Vertrag gekauft wird, dann ist es deutlich teurer.

Bei Handyverträgen über mehrere Jahre wird dem Handynutzer in regelmäßigen Abständen ein neues, moderneres und technisch besser ausgestattetes Handy entweder kostenlos oder kostengünstig angeboten. Damit verbunden ist die Erwartung des Anbieters, dass die kostenpflichtigen Dienste, die mit dieser neuen Handygeneration möglich sind, oft und viel genutzt werden. Die Zahlen bei Datenmenge und Umsatz geben ihnen recht.

Zum Abschluss eines Handyvertrages, der ein Kauf- oder Nutzungsvertrag wie vergleichbar andere Verträge auch ist, muss der Handynutzer rechts- und geschäftsfähig sein. Mobilfunkanbieter und Netzbetreiber gehen mit dem Vertragsabschluss das finanzielle Risiko ein, die Vertragszahlungen pünktlich und vollständig zu erhalten.

Als Schufa-Geschäftspartner lassen sie die Handyverträge zur Information in die Schufa-Datenbank eintragen. Das gilt auch für Vertragsverstöße, zu denen in erster Linie Zahlungsunregelmäßigkeiten gehören. Das sind die umgangssprachlich bekannten Negativeintragungen in der Schufa.

Einige Klauseln im Handyvertrag verboten

Neue Änderungen der AGB´s bei Handyverträgen

Nahaufnahme von Testatur eines Handys mit Daumen einer Männerhand, silbernes Mobiltelefon mit schwarzen Tasten
téléphoner © Patrick PAZZANO - www.fotolia.de

Zum Verbraucherschutz sind nun einige Klauseln in den AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) rechtswidrig. Einige Teile der AGB müssen nun geändert werden. Davon sind T-Mobile, E-Plus, Congstar und Vodafone betroffen.

Bei T-Mobile ist das folgendes: Leistungen dürfen nicht eingeschränkt werden, wenn die Kunden gegen eine Vertragsänderung Widerspruch einlegen. Eine Vertragsänderung darf nicht dadurch gültig werden, dass der Kunde keinen eigenständigen Widerspruch erhoben hat.

Bei Vodafone ist das folgendes: Ein Pauschaltarif darf nicht mehr mit dem Hinweis „im üblichen Umfang“ ausgezeichnet werden, weil ein Pauschaltarif dadurch eingeschränkt werden würde. Wenn der Kunde dem nicht aktiv zugestimmt hat, dürfen die Verkehrsdaten von Kunden des Mobilfunks nicht mehr zu Werbezwecken benutzt werden.
Es ist nicht mehr zulässig, dass Informationen über Vertragsänderungen nur per SMS mitgeteilt werden.

Bei T-Mobile, Vodafone und Congstar ist das folgendes: Der Kunde muss nicht pauschal die Kosten tragen, die jemand andere verursacht hat. Zum Beispiel Kosten, die dadurch entstehen, dass jemand ein verlorenes Handy einer anderen Person findet und nutzt.

Bei T-Mobile, Vodafone, E-Plus und Congstar ist das folgendes: Es ist nicht mehr zulässig, den Mobilfunkanschluss zu sperren, weil bei der Zahlung der Mobilfunkrechnung noch ein geringfügiger Betrag aussteht.

Preiswerte Handynutzung im Ausland

Spartipps für das Telefonieren und Surfen im Ausland

Golfspieler am Golfplatz neben seinem Golfwagen telefoniert mit seinem Handy
Golf club © diego cervo - www.fotolia.de

Vielen Urlaubern graust es vor der Handyrechnung, wenn sie im Ausland ihr Mobiltelefon benutzt haben, sei es für einen Anruf, SMS oder Datentransfer. Innerhalb von Europa liegen die Kosten für die jeweiligen Funktionen momentan bei maximal 51 Cent die Minute bei ausgehenden und 23 Cent bei eingehenden Anrufen. Der Versand von Kurzmitteilungen aus dem europäischen Ausland wird mit höchstens 13 Cent berechnet, doch Preissenkungen sind derzeit schon in Planung.

Vor der Reise sollte man sich aber zunächst beim Anbieter informieren, ob das eigene Handy überhaupt im Ausland genutzt werden kann, denn manche Geräte sind zur Einwahl in die Netze mancher Länder nicht fähig. Hier schonmal einige Tipps, um ihre Kosten auch im Ausland möglichst gering zu halten.

Partnernetze und Auslandsangebote

Viele Mobilfunkanbieter haben Partnernetze im Ausland, deren Preiskonditionen im Vergleich zu anderen Mobilfunknetzen relativ gering sind. Ist das bei ihrem Anbieter der Fall, empfiehlt sich die automatische Netzwahl beim Handy auszustellen und den jeweiligen Netzanbieter des Landes selbst einzustellen. Auch gibt es bei einigen Anbietern spezielle Auslandsangebote, die zwar meist eine Grundgebühr, aber dafür auch geringere Preise beinhalten.

Wer im Ausland also viel telefonieren muss oder will, für den wären diese Angebote sicherlich interessant. Diejenigen die auch im Ausland auf die Internetnutzung nicht verzichten können, sollten sich bei ihrem Anbieter über sogenannte Tages-Flatrates informieren mit denen man für einen bestimmten Festpreis tageweise unbegrenzt im Internet surfen kann.

Wenn man einen längeren Auslandsaufenthalt plant, sollte man vielleicht sogar mit dem Gedanken spielen sich eine Prepaidkarte im jeweiligen Land zu kaufen. Allerdings können diese Karten in manchen deutschen Handys nicht verwendet werden und man bekommt eine neue Nummer.

Vorsicht beim mobilen Surfen im Ausland, denn das kann mit hohen Kosten verbunden sein

Im Internet surfen ist im Ausland teuer - informieren Sie sich und nutzen Sie kostenlose Netzwerke

Junge Frau mit Sonnenbrille in Minirock liegt auf Deck im Boot oder Yacht, über Motor, und schreibt SMS auf Handy
frau im boot © martin schmid - www.fotolia.de

Seit Anfang Juli dieses Jahres gelten zwar für die Länder der EU neue Preisregeln für das sogenannte Datenroaming, doch wie Experten warnen, lauern auch hier, trotz der Kostengrenze von 60 Euro, die Gefahren von zu hohen Kosten, denn bei den vier deutschen Netzbetreibern für Mobilfunk gibt es erhebliche Preisunterschiede.

Preise und Taktung machen den Kostenunterschied

Wie das Tarifportal "Check24" feststellte, werden pro Megabyte-Dateneinheit zum Teil mehr als vier Euro berechnet, außerhalb der EU liegen die Kosten sogar noch weitaus höher, denn dafür gibt es keine Regeln, so dass beispielsweise in der Türkei die Preise für das Surfen im Internet um bis zu zwölf Euro je Megabyte bei den Anbietern variieren.

Aber man sollte auch beim Surfen im Internet über sein Handy nicht nur auf die Megabyte achten, sondern auch auf eine günstige Taktung, das heißt es werden auch kleinere Einheiten als ein Megabyte in Rechnung gestellt.

Am besten ist es zu zum Teil auch kostenlose Funknetzwerke in Hotels oder Cafés zu nutzen oder einfach wie früher in ein altbewährtes und bekanntes Internetcafé zu gehen. Wer sich längere Zeit im Ausland aufhält, für den kann es von Vorteil sein, sich auch Mobilfunkkarten von ausländischen Anbietern zu kaufen, wobei es keinen Unterschied macht ob ich telefonieren oder surfen möchte.

Mobil telefonieren ist am günstigsten mit einem Supermarkttarif

Aldi, Edeka, Rewe und Penny Markt überzeugen mit Handytarifen

Junges lachendes Paar streckt Handy in Kamera
copule with mobiles © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Was würden wir nur ohne die Unterstützung der Stiftung Warentest machen, die uns den Vergleich mehrerer Produktanbieter abnimmt und uns somit das beste Produkt direkt vor Augen führt. Diesmal waren die Anbieter von Handytarifen an der Reihe und Stiftung Warentest krönte die Discounterriesen Aldi, Edeka, Rewe und Penny Markt zu den Siegern.

Wo und wie kann man sparen?

Wer nicht zuviel telefoniert kann mit den Prepaid-Tarifen der Discounter bares Geld sparen, vor allem Aldi, Edeka, Rewe und Penny bieten besonders günstige Verbindungen an. Im Vergleich waren die günstigsten Tarife der bekannten Netzbetreiber Vodafone, T-Mobile, E-Plus und O2 fast doppelt so teuer wie die Billigvarianten der Discounter.

Wer häufiger mit ein und derselben Person telefoniert, sollte sich eventuell Gedanken über einen Gruppentarif machen, bei dem der ursprüngliche Minutenpreis noch einmal um einige Cent gedrückt werden kann.

Mobiles Internet

Auch bei der mobilen Internetnutzung sollte sich der ein oder andere vielleicht einmal über die sogenannten Datenflatrates informieren. Wer unterwegs gerne und viel im Internet surft, macht beim Begutachten seiner Handyrechnung schon mal große Augen.

Damit das in Zukunft nicht mehr passiert, kann man bei einer Datenflatrate einen monatlichen Pauschalbeitrag zahlen mit dem man den ganzen Monat so oft und so lange man will mit seinem Handy ins Netz gehen kann. Diese Flatrates gibt es laut Stiftung Warentest schon ab 7,50 im Monat.

Neue Flatrate-Tarife für mobiles Internet

Blaues Wappenschild schwebt über einem schwarzen Laptop und zwei Smartphones
Mobile Security © psdesign1 - www.fotolia.de

Schon länger gibt es auch Flatrates für Mobiltelefone, die dem Besitzer unbegrenztes surfen im Internet garantieren. Doch seit dem Boom der Smartphones kommen die Netzkapazitäten immer öfter an ihr Limit, da Angebote von Onlinediensten wie youtube.com oder iTunes einen Großteil des Datenvolumens für sich beanspruchen. Netzbetreiber denken deswegen über eine Änderung der Tarife nach und wollen für schnellere Verbindungen mehr Geld verlangen.

Derzeit belegen allein 3% aller Smartphone-User schon die Hälfte des Datenvolumens, indem sie haufenweise Videos oder Musik herunterladen. Dadurch kommt es in den Leitungen zu Datenstaus und die Netze brechen zusammen. Damit dies bald der Vergangenheit angehört, möchten die Netzbetreiber unterschiedliche Arten von Flatrates anbieten. Dabei sollen die Kunden für eine schnellere Verbindung auch tiefer in die Tasche greifen. Andere überlegen auch bestimmte Onlineanwendungen bevorzugt zu behandeln, sodass zum Beispiel ein Video schneller durch die Leitungen gelangen kann als eine E-Mail, damit es nicht mehr zu Datenstaus kommt.

Begrenzte Handyrechnung bei Simyo und Blau

Simyo und Blau bieten ihren Kunden von nun an Datenflatrate mit automatischer Drosselung

Dunkelhaarige, lächelnde Frau telefoniert mit Handy
business woman on the phone smiling © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Monatlich nicht mehr als 39 Euro für das Telefonieren mit dem Handy zu bezahlen, das klingt doch verlockend. Und so werden zukünftige Kunden bei Simyo und Blau diesen Betrag auch maximal im Monat auf der Rechnung sehen und anders als bei der Konkurrenz O2 oder Lidl verfügt man dabei über eine Datenflatrate.

Monatlich fallen also maximal für das E-Plus-Netz nur 39 Euro an, wobei pro Minute ins deutsche Festnetz und in die deutschen Mobilfunknetze neun Cent kosten. Das gleiche gilt auch für eine "SMS". Wer Datenverbindungen benutzt, der zahlt pro Megabyte 24 Cent bei einer 10 Kilobyte-Taktung.

Automatische Drosselung bei Datenübertragung

Wenn man im Monat die 39 Euro erreicht hat, so sind dann alle weiteren Telefonate, SMS und auch Datenübertragungen innerhalb von Deutschland frei. Aber bei der Datenübertragung erfolgt eine sogenannte Drosselung, das heißt die GPRS-Geschwindigkeit wird bis zu 54 Kilobit pro Sekunde herunter gesetzt, aber vorher wird man darüber informiert, so dass man durch eine Zuzahlung von 9,90 Euro die ursprüngliche Geschwindigkeit wieder erlangen kann.

Aber alle Gespräche, die nach außerhalb von Deutschland gehen, sowie Sondernummern und die Roaminggebühren werden grundsätzlich extra berechnet. Eine monatliche Grundgebühr, sowie Mindestumsatz oder Mindestlaufzeit gibt es hierbei nicht. Wer als Neukunde registriert wird, erhält automatisch diese Tarife.

Maximal-Kosten für Handy-Benutzer auf dem Vormarsch

Nachdem die Telefonanbieter "O2" sowie "Simyo und Blau" ihren Kunden einen Tarif anbieten, wo im Monat nur ein Maximal-Betrag fällig ist, hat auch der Anbieter "Etelon" aus München mit der "DeutschlandSIM" ein Angebot parat.

Hierbei bezahlt der Kunde also monatlich maximal 35 Euro, so dass alle anderen Kosten darüber, sei es SMS, Gespräche und auch Internetnutzung nicht weiter berechnet werden. Ausgenommen sind aber Sonderrufnummern und Auslandsgespräche. Bei der Kostenermittlung sind für alle Gespräche, egal welches Netz, immer 9 Cent pro Minute fällig, was auch für eine SMS gilt. Bei der Nutzung fürs Internet muss man pro MB 24 Cent bezahlen, aber bei 200 MB wird immer die Übertragung herabgesetzt. Den Tarif kann man monatlich wieder kündigen und das Starter-Paket kostet 9,95 Euro, wobei 5 Euro Guthaben sind.

Die beiden oben genannten Anbieter liegen mit ihren Tarifen bei 40, beziehungsweise bei 39 Euro.

Möglicher Preiskampf unter Discountern - Netzagentur hat Gebühren gesenkt

Bundesnetzagentur senkt Preise für die Netzdurchleitung

Fünf junge Schüler mit Schulrucksack befassen sich alle mit ihrem Smartphone
elementary school students with smartphones © Syda Productions - www.fotolia.de

Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, senkt sie in Zukunft bei einigen Unternehmen die Preise für die Netzdurchleitung. Für sie bedeute dies, dass eine Einnahmequelle verloren geht, für den Verbraucher allerdings heißt das: sinkende Preise.

Betrag für die Terminierung

Der Betrag, den die Betreiber für die so genannte Terminierung einnehmen, darf bei O2, Eplus, Vodafone und T-Mobile jetzt nur noch zwischen 3,33 Cent und 3,7 Cent pro Minute liegen - die Hälfte von den bisherigen Beträgen. Dabei handelt es sich um Gebühren, die die Betreiber sich gegenseitig für die Weiterleitung in andere Netze in Rechnung stellen.

Erwartet haben die Mobilfunkanbieter jedoch nur eine Senkung um 25 Prozent. Laut T-Mobile hätten sie nun mit einer "katastrophalen Entscheidung" zu kämpfen.

Wie ein Sprecher der Telekom mitteilte, sei die "Versuchung sehr groß, sich durch eine Preissenkung an die Spitze der Tariftabellen zu setzen" - seiner Meinung nach würden nun die Discounter ihre Chance für den Wettbewerb der günstigen Preise nutzen.

Die Bundesnetzagentur begründete ihre Entscheidung damit, dass die Verkehrsmengen im Mobilfunk in den letzten Jahren stark zugenommen hätten, was im Endeffekt zu "deutlich geringeren Minutenpreisen geführt" hat.

Mobiles Internet in Deutschland auf dem Vormarsch

Immer mehr Deutsche nutzen regelmäßig mobiles Internet auf ihrem Handy oder Smartphone

Mann benutzt Handy oder Smartphone
Close up of a man using mobile smart phone © Maksim Kostenko - www.fotolia.de

Immer mehr Deutsche sind online. Dies zeigt der Jahresbericht 2010 der Bundesnetzagentur. Vor allem die Internetnutzung per Handy und Smartphone erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Insgesamt 3,2 Milliarden Gigabyte Datenverkehr liefen im vergangenen Jahr in Deutschland über Festnetzanschlüsse. Das Datenaufkommen über Handynetze liegt noch weit darunter. Die Bundesnetzagentur bezifferte ihn auf rund 65 Millionen Gigabyte. Allerdings hat sich der Datenverkehr, auch Traffic genannt, im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Annähernd 21 Millionen Menschen greifen hierzulande mobil auf das Internet zu.

Internet-Telefonie um Geld zu sparen

Die Zahl der Leute, die über das Internet telefonieren, hat stark zugenommen. So führten Ende 2010 7,7 Millionen Nutzer ihre Telefongespräche ausschließlich über Voice over IP (VoIP). Vor allem die Mitbewerber der Deutschen Telekom setzen auf diese Technologie.

Die Nutzung der Festnetzanschlüsse blieb 2010 im Vergleich zu 2009 annähernd konstant. Von 196,7 Milliarden sank die Anzahl der Gesprächsminuten auf 196,4 Milliarden. Mehr als ein Fünftel dieser Telefonate (22 Prozent) liefen schon über VoIP. Auch das Skypen, das kostenlose Telefonieren via Internet, wird immer populärer. Vor allem, um Kosten für teure Auslandstelefonate zu sparen.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, erwartet einen raschen und umfassenden Ausbau der Telekommunikationsnetze in Deutschland. Dafür seien außerordentliche Investitionen notwendig, so Kurth. Im vergangenen Jahr hatte der Betrag dafür bei 5,9 Milliarden Euro gelegen, 100.000 Euro weniger als noch 2009.

Smartphone im Urlaub - Das kann teuer werden!

Mobilfunk-Preise im Urlaub sind oft undurchsichtig, doch teilweise werden Verbraucher nun geschützt

Foto von Palme und Sonnenuntergang wird mit Handy gemacht, schwarz-weißer Hintergrund
taking photo with mobile phone © Akhilesh Sharma - www.fotolia.de

Smartphones gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Die Vorteile sind offensichtlich. Statt vieler Geräte wie Digitalkamera, MP3-Player und PDA braucht man nur noch eines.

E-Mails checken, nach dem nächsten Hotel suchen oder eine Bahnverbindung herausfinden - wer einmal von den Vorzügen der mobilen Alleskönner profitiert hat, möchte sie nicht mehr missen. Doch wer auch im Ausland sein Smartphone nutzen möchte, sollte dringend die Kosten im Auge behalten.

So kann ein ein Megabyte großes Urlaubsfoto aus der Schweiz, das man stolz den Daheimgebliebenen schickt, mit unglaublichen 26 Euro zu Buche schlagen. Die Alpenrepublik gehört schließlich nicht zur Europäischen Union (EU). Um Verbraucher vor den horrenden Kosten ein wenig zu schützen, hat die EU eine Regelung erlassen, die die Datennnutzung bei bestimmten Voraussetzungen unterbindet.

Schutz vor Horrorrechnungen

Ab einem Betrag von 59,50 Euro ist es nur noch möglich, zu telefonieren oder SMS zu verschicken. Diese Unterbrechung wird bei einer Summe von 47,60 Euro durch eine SMS angekündigt.

Abgehende Handy-Gespräche aus EU-Ländern kosten ab 1. Juli 41,65 Cent pro Minute. Für angenommene Gespräche im EU-Ausland fallen ab diesem Termin minütlich 13,09 Cent an. Für denselben Betrag ist auch der Versand einer SMS möglich. Eine eingehende SMS ist umsonst.

Prepaidkarten für den besseren Überblick

In den Genuss einer Preisgrenze für Datennutzung kommen Smartphone-Nutzer zu diesem Tag jedoch noch nicht. Außerhalb der EU ist jedoch auch das Mobiltelefonieren keinen Preisbeschränkungen unterworfen.

In Australien, Afrika, Amerika, aber auch der Schweiz fallen die Preise recht unterschiedlich aus. Um den Überblick über die Kosten zu behalten, empfiehlt es sich, im Ausland eine Prepaidkarte zu erwerben.

Wer es besonders billig mag und sich im Urlaub einfach nur erholen möchte, sollte sein Smartphone oder Handy einfach zu Hause lassen. Das schont den Geldbeutel und möglicherweise auch die Nerven.

Teures Kartenmaterial für Smartphone-Nutzer

Smartphone-Nutzer soll über 11.000 Euro für heruntergeladene Karten zahlen

Routenplaner Karte am Computer oder Navigationsgerät
Map perspective © Adrian Hillman - www.fotolia.de

Teurer Spaß für einen Smartphone-Nutzer. Sein Mobilfunkanbieter stellte dem Mann eine Rechnung in Höhe von 11.500 Euro aus. Doch die wollte dieser nicht bezahlen. Da zog das Unternehmen vor Gericht. Das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig gab dem Beklagten jetzt Recht. Statt des fünfstelligen Betrages muss er lediglich 35,93 Euro für die Inanspruchnahme von Mobilfunkleistungen zahlen (Az 16 U 140/10).

Der Kunde hatte neben einem Handy auch ein Navigationsprogramm erhalten. Bei der Aktivierung des Programms lud es unbemerkt stundenlang neues, aktuelles Kartenmaterial herunter. 20 Tage später erhielt der Mann die Rechnung und fiel aus allen Wolken. Genau 11.498,05 Euro sollte er zahlen. Dies lehnte er jedoch ab.

Oberlandesgericht entscheidet zugunsten des Kunden

Den Prozess in erster Instanz vor dem Landgericht Kiel gewann der Mobilfunkanbieter. Da der Anwalt des Kunden jedoch Revision einlegte, musste das OLG in Schleswig nun entscheiden. Diesmal war der Handykunde der Sieger.

Als Grund für ihre Entscheidung gaben die Richter bekannt, dass der Käufer eines Smartphones mit Navigationssoftware berechtigterweise glaube, dass diese beim Kauf aktuell sei. Müsse er sich jedoch während der Installation entscheiden, ob er das Kartenmaterial aktualisieren wolle, könne er zu Recht davon ausgehen, dass er nur so und ohne zusätzliche Kosten die aktuelle Version des Programms erhalten könne. Eine Berufung gegen dieses Urteil ist nicht möglich.

Teure Handyrechnung - Anbieter muss Anrufe beweisen können

Ein Linienbusfahrer aus Bayern war fassungslos. Nach Angaben seines Mobilfunkanbieters soll der Mann mit seinem Handy 1800 Mal eine kostenpflichtige 0137-Rufnummer angerufen haben, zum Teil in Abständen von nur wenigen Sekunden. Für seine Rechnung sollte er 1220 Euro zahlen. Da der Mann bestritt, diese Nummer gewählt zu haben, lehnte er es ab, diesen Betrag zu überweisen. Der Mobilfunkanbieter verklagte daher den Mann.

Das Amtsgericht Dachau entschied jetzt für den Busfahrer (Az 2 C 1423/10). Der Mann habe zu den fraglichen Zeiten nicht telefoniert, erklärten die Richter, sondern am Steuer eines Linienbusses gesessen. Dabei habe kein Fahrgast ihn telefonieren gesehen. Der Mobilfunkanbieter hätte daher stichhaltig beweisen müssen, dass der Mann die 0137-Rufnummer gewählt habe. Dieser Beweis sei jedoch nicht erfolgt.

Telefonieren in der EU wird günstiger - Preis-Obergrenzen werden festgelegt

Ab dem 1. Juli dieses Jahres werden neben SMS auch Anrufe aus sowie ins Ausland der Europäischen Union wesentlich billiger. Sowohl die EU-Kommission als auch die EU-Länder und das Europaparlament haben sich darauf geeinigt. Für SMS aus dem Ausland werden ab dem Sommer maximal 9 Cent fällig, während abgehende Telefonate höchstens 29 Cent und eingehende Anrufe maximal acht Cent pro Minute kosten dürfen. In einer zweiten Stufe sollen im Sommer des Jahres 2014 die Gebühren nochmals auf 6, 19 sowie 5 Cent sinken, wobei noch die Mehrwertsteuer hinzu kommt.

Im selben Jahr sind die Telekommunikationsfirmen außerdem zu einer Marktöffnung für neue Leistungen gezwungen, womit Anbieter ohne eigenes Netz den Kunden auch Tarife für Geschäfts- oder Urlaubsreisen anbieten können. Obwohl es beim Roaming schon seit 2007 preisliche Obergrenzen gibt, sah sich die EU-Kommission wegen der mangelnden Konkurrenz unter den Anbietern zu weiteren Vorgaben gezwungen.

Kostenfalle Roaming - Vorsicht bei der Handynutzung im Ausland

Frauenhände bedienen ein Smartphone
woman uses a smartphone © slasnyi - www.fotolia.de

Immer mehr Menschen gehen im Sommer mit ihrem Smartphone auf Reisen und nutzen es im Ausland genau wie zuhause um E-Mails abzurufen, Websites zu lesen oder bei Facebook Urlaubsbilder zu posten. Erst nach Rückkehr kommt das böse Erwachen in Form der nächsten Telefonrechnung: Beim mobilen Surfen im Ausland, dem sogenannten Roaming, summieren sich die Kosten schnell zu mehreren hundert Euro.

Zwar wurde zumindest im EU-Ausland mittlerweile eine Deckelung der Roamingkosten-Gebühren eingeführt, doch billig ist es deswegen noch lange nicht: So werde maximal 83,3 Cent pro Megabyte fällig - und 10-20 Megabyte sind beim Ansehen von Fotos oder gar Videos schnell erreicht. Im Nicht-EU-Ausland kann es sogar noch teurer werden: Hier können zwischen 2,50 Euro und sogar 5,00 Euro pro Megabyte fällig werden.

Sinnvoller ist es bei Auslandsreisen auf das drahtlose Internet (WLAN) zurück zu greifen, das in vielen Cafes, Bars, Restaurants und Hotels als "free Wifi" angeboten wird und kostenlosen Internetzugang ermöglicht. Der Datentransfer per Mobilfunk sollte dagegen komplett deaktiviert werden, damit das Smartphone nicht unverhofft selbständig Software-Updates von 20 Megabyte Größe herunterladen oder E-Mails abrufen kann.

Gesunken sind im EU-Ausland die Preise für Mobilfunkgespräche: Ein abgehender Anruf darf nur noch maximal 35 Cent kosten (statt 42 Cent), ein eingehendes Gespräch 10 statt 13 Cent. Teurer ist es im Nicht-EU-Ausland, wo abgehende Abrufe zwischen 1,50 Euro (USA oder Türkei) und 2,50 Euro (Thailand oder Tunesien) kosten können. Beim SMS-Versand wurden die Kosten in der EU auf 11 Cent pro Stück gesenkt, während im Nicht-EU-Ausland bis zu 50 Cent anfallen können.

Gute Nachrichten: Handy-Nutzung in Europa wird günstiger

Während man bei inländischen Handyverbindungen längst von Billig-Flatrates und großzügigem Freiminuten-Kontingent profitiert, ist das Telefonieren, Simsen und Chatten während des Auslandsurlaubs oft noch immer enorm kostspielig. Schuld daran sind die Mobilfunkanbieter, die sich ihren Extra-Service bisher einiges kosten lassen. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Bereits ab 1. Juli diesen Jahres wurde die Obergrenze für Auslandstarife innerhalb Europas deutlich gesenkt; bis zum Jahr 2014 sollen die Preise nochmals fallen.

Im Klartext: Eine Auslands-SMS darf nach neuer Regelung maximal 9 Cent Gebühr kosten, ein eingehender Anruf 8 Cent und ein ausgehender Anruf 29 Cent pro Minute. Für den Datenverkehr, wie er bei der Internetnutzung per Handy zu Stande kommt, dürfen maximal noch 70 Cent pro MB berechnet werden - hier gab es bisher keinerlei Obergrenze! Was auf den ersten Blick nach wenig Unterschied klingt, das kann sich bei einem längeren Urlaub im EU-Ausland richtiggehend rechnen.

Wie zu erwarten, stößt die neue Regelung nicht überall auf Gegenliebe. Kritikern wie den Verbraucherschutzverbänden gehen diese noch nicht weit genug, während die Telekom schon jetzt über mögliche Gewinneinbußen klagt. Als mittelfristiges Ziel möchte die EU die Kosten fürs sogenannte Roaming bis zum Jahr 2016 sogar komplett auf die üblichen Inlandstarife umstellen. Urlauber, die jetzt nach Herzenslust telefonieren und simsen, sollten sich allerdings vorsehen: Die neuen Obergrenzen gelten nur für das EU-Ausland - in europäischen und natürlich außereuropäischen Ländern, die nicht zur Union gehören, kann die Handynutzung nach wie vor empfindlich teuer werden.

Roaming bleibt bei richtiger Tarifoption bezahlbar

Mit der neu verabschiedeten EU-Verordnung sind die europäischen Mobilfunkanbieter an festgelegte Preisgrenzen gebunden. Zahlreiche Provider haben deshalb bestimmte Auslands-Tarife eingeführt, welche die Verbraucher allerdings erst aktivieren müssen. Mit der Wahl des richtigen Tarifs können die Kunden damit sowohl bei Telefonaten als auch SMS und dem mobilen Internet viel Geld sparen.

Es kommt jedoch immer darauf an, wie man sein eigenes Mobiltelefon nutzt, da es bislang kein Spitzentarif mit den günstigsten Preisen gibt. Nach der neuen Verordnung dürfen Telefonate in der EU maximal 35 Cent je Minute und SMS höchstens 11 Cent kosten. Beim mobilen Internet liegt das Preislimit pro MB bei 0,83 Cent, wobei beispielsweise Simyo mit 49 Cent wesentlich günstigeres Daten-Roaming anbietet.

Wer jedoch seltener im europäischen Ausland unterwegs ist, sollte die Nutzung seines Mobiltelefons auf das Wesentliche beschränken und beim voreingestellten Tarif bleiben. Das Vergleichsportal Check24 rät den Kunden außerdem, dass sie außerhalb der EU die teils hohen Gebühren für das mobile Internet mit WLAN-Hotspots umgehen, welche an vielen Orten kostenlos angeboten werden.

Eine Mobilfunk-Nummer für alle Zeiten: So geht die Rufnummern-Mitnahme

Junge Geschäftsfrau mit Handy lächelt in Kamera
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Kaum etwas ist so umständlich wie jene wohl jedem Handybesitzer bekannten SMS, wenn ein Freund oder Bekannter mal wieder eine neue Handynummer verkündet. Wer diese nicht sofort überträgt, vergisst es meist wieder und schon ist ein Kontakt weg. Auch bei bereits gedruckten Visitenkarten und seltenen Kontakten ist es umständlich, wenn man eine neue Handynummer hat. Um dies zu vermeiden, kann man in Deutschland bereits seit zehn Jahren seine alte Rufnummer mitnehmen, wenn man einen neuen Vertrag abschließt.

Meist muss man dafür nur das neue sowie das alte Mobilfunkunternehmen informieren. Die Anbieter regeln ihr Übertragungen intern. Wichtig ist nur, dass der alte Vertrag noch nicht oder nicht lange ausgelaufen ist. Für den Service fallen mitunter Gebühren an. Diese dürfen jedoch nicht höher sein als 30,72 Euro.

Im Telekommunikationsgesetz ist verankert, dass dieser Übergang nicht länger dauern darf als einen Tag. In der Praxis kann es vorkommen, dass man einige wenige Stunden nicht erreichbar ist, meist geht der Übergang jedoch sehr reibungslos.

Versicherung für Smartphones meist überflüssig

Junger Mann zeigt sein weißes Smartphone mit kaputter Glasoberfläche
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Immer mehr Leute zeigen Interesse an einer Versicherung für ihr Smartphone. Sie wollen so gegen Unfall und Diebstahl abgesichert sein. Doch der Bund der Versicherten (BdV) rät von einer solchen Versicherung ab.

So kritisiert der BdV, dass ein guter Vertrag nur schwer zu finden sei. Ein guter Versicherungsschutz sei in vielen Fällen bloß vorgetäuscht. Beim Schutz gegen Diebstahl, so der BdV, müssten Verbraucher einen zusätzlichen Betrag bezahlen.

Falls das Smartphone einmal gestohlen werden sollte, ersetzt die Versicherung nicht den Neuwert, sondern lediglich den Zeitwert. Alle angebotenen Versicherungspakete gibt es zudem nur mit Selbstbeteiligung. Außerdem werden meist nur Geräte versichert, die nicht älter als drei Monate sind. Bei teureren Smartphones steigen auch die Beiträge. Kritisch sehen Experten auch lange Vertragsdauern von bis zu 36 Monaten.

Sollte ein Gerät übrigens bei einem Wohnungseinbruch geklaut werden, fällt es unter die Hausratversicherung. Auch in solchen Fällen ist eine spezielle Smartphone-Versicherung nicht erforderlich.

Fakten zur Mitnahme der Handynummer im Fall eines Wechsels des Tarifs und/oder Providers

Blonde Geschäftsfrau hängt völlig gestresst auf ihrem Schreibtisch, umgeben von Kollegen-Händen mit Smartphone und Uhr
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Seit Mai 2012 gibt es ein Gesetz, nach dem Handynutzer bei einem Tarifwechsel oder dem Wechsel des Providers ein Anrecht auf ihre bisherige Rufnummer haben. Allerdings kann die Portierung genannte Mitnahme der Handynummer vonseiten des bis dato aktuellen Anbieters mit Kosten von bis zu 30,72 Euro verbunden sein.

Theoretisch könnte zudem der zukünftige Anbieter eine Bearbeitungsgebühr für die Portierung verlangen, was in der Praxis aber selten der Fall ist. Doch auch dann, wenn Gebühren verlangt würden, lohne es sich nach Aussagen einer Mitarbeiterin der rheinland-pfälzischen Verbraucherzentrale, den künftigen Provider mit der Portierung zu beauftragen, da so etwaige Komplikationen weitestgehend ausgeschlossen werden könnten.

Ungeachtet dessen sei der aktuelle Anbieter per Gesetz dazu verpflichtet, die Erreichbarkeit des Handynutzers bis zur Freischaltung der Rufnummer beim neuen Provider zu gewährleisten. Ansonsten könnten Kunden Schadensersatz geltend machen, was allerdings für Privatpersonen zumeist ein eher aussichtsloses Unterfangen wäre. Mit einer Klage auf Ersatzzahlungen zu drohen, könne aber dennoch zum erhofften Erfolg führen.

Zudem solle man dem Provider, der seinen Pflichten nicht gerecht wird, per Telefon, Mail, Fax und Einschreiben mit Nachdruck an diese erinnern.

Handykosten im Ausland sinken, ab 2015 sollen Roaming-Gebühren ganz entfallen

Die Brüsseler Beamten treiben den Zusammenschluss Europas mit Hochdruck voran. Für Urlauber und Geschäftsreisende macht sich das ab 1. Juli 2013 unmittelbar bezahlt: Die Kosten für die Handynutzung im Ausland werden stark gedrosselt.

So darf ein Telefonat zwischen EU-Ländern höchstens 24 Cent pro Minute kosten. Hinzu kommt die nationale Mehrwertsteuer. Wer sein Handy mit der Sim-Karte eines deutschen Anbieters betreibt, zahlt also höchstens 28,6 Cent. Die SMS wird 1,5 Cent günstiger, und wenn die Lieben von daheim anrufen, muss man maximal 8,3 Cent bezahlen.

Noch deutlicher fällt die Ersparnis beim Surfen aus. Die Kosten für 1 Megabyte Datenvolumen sind auf 53,5 Cent begrenzt, inklusive Steuern. In einem einwöchigen Familienurlaub lassen sich dadurch rund 20 bis 30 Euro sparen.

Den größten Preisunterschied spüren dieses Jahr allerdings Kroatien-Urlauber. Wenn das Land zeitgleich mit der Roaming-Regelung in die EU aufgenommen wird, fallen die Kosten um mehr als 90 Prozent. Ab 2015 soll das mobile Telefonieren dann in der ganzen EU ohne Roaming-Gebühren möglich sein.

Deutsche Telekom siegt im LTE-Mobilfunktest 2013 vor Vodafone, O2 und E-Plus

Nahaufnahme von Testatur eines Handys mit Daumen einer Männerhand, silbernes Mobiltelefon mit schwarzen Tasten
téléphoner © Patrick PAZZANO - www.fotolia.de

Die Deutsche Telekom hat das beste LTE-Mobilfunknetz in Deutschland. Das hat ein aktueller Test ergeben. Mehr als 80 Prozent des Telekom-Netzes unterstützt diesen Mobilfunkstandard. Mit LTE (Long Term Evolution) sind hohe Downloadraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde möglich. Bis auf E-Plus haben die Anbieter Telekom, Vodafone und O2 ihre Handy-Netze bereits großflächig ausgebaut.

Kritikpunkte beim Testsieger Deutsche Telekom

Die Telekom bietet einen schnellen Dateien-Download von durchschnittlich 36 Megabit pro Sekunde. Kritisch gesehen wird jedoch der verhältnismäßig langsame Rufaufbau und die mangelnde Stabilität der Telefonverbindungen. Dies liegt daran, dass weder Netze noch Endgeräte momentan die Tele­fonie über LTE erlauben. So muss das Telefon vor Gesprächsbeginn auf einen älteren Funkstandard, 2G oder 3G (GSM oder UMTS), heruntergeschaltet werden. Dadurch dauert der Rufaufbau länger, auch die Fehleranfälligkeit steigt.

Vodafone: Leitungsschaltung dauert länger

Bei dem Zweitplatzierten Vodafone treten mehr Fehler als beim Testsieger auf. Zudem dauert es zwei bis drei Sekunden länger, um eine Leitung zu schalten. Qualität und Stabilität der Verbindungen bewegen sich jedoch auf hohem Niveau. Der Datei-Download liegt im Schnitt bei fast 20 Mbit/s.

Netzbetreiber O2: Niedrigere Klangqualität

Der drittplatzierte Netzbetreiber O2 kommt auf einen mäßigen LTE-Anteil von 65 Prozent. Bei der Telefonie wechselte O2 im Test öfter in das ältere 2G-Netz GSM, als in das 3G-Netz UMTS. Die Klangqualität liegt niedriger, die Datengeschwindigkeit durchschnittlich bei 15,5 Mbit/s.

E-Plus will LTE einführen

E-Plus als Vierter bereitet sich erst darauf vor, LTE einzuführen. Allerdings hat der Anbieter sein UMTS-Netz verbessert und liegt im Bereich Telefonie auf Rang zwei. Auch bei den Datendiensten hat E-Plus zugelegt. Der Upload einer 3-Megabyte-Datei dauert nun im Schnitt noch 6 statt 22 Sekunden, wie im Vorjahr.

Österreich und Schweiz

In Österreich liegt A1 Telekom Austria auf Platz eins, gefolgt von T-Mobile und Drei. In der Schweiz behauptet sich, wie bisher in jedem Jahr, Swisscom. Auf den weiteren Plätzen liegen Sunrise mit Stärken im Bereich Telefonie, Platz drei nimmt Orange ein.

Billiger telefonieren in der EU - Parlament beschließt Ende für Roaming-Gebühren

Junge (Pubertät) mit Handy am Ohr, im Hintergrund genervte Mutter
Junge in der Pubertät im Konflikt mit der Mutter © Markus Bormann - www.fotolia.de

Das Ende für teure Telefonate im Auslandsurlaub naht. Ab dem 15. Dezember 2015 sollen für Handynutzung und mobiles Internet in der gesamten EU keine Roaminggebühren mehr anfallen.

Auf seiner Sitzung in Brüssel sprach sich das EU-Parlament mit großer Mehrheit nicht nur dafür aus, die Netzneutralität beizubehalten, sondern auch die hohen Extrakosten beim Telefonieren abzuschaffen. Noch müssen die einzelnen Mitgliedsstaaten diesem Vorhaben zustimmen.

Verringerte Kosten für Telefonate ins Ausland

Ab dem 1. Juli 2014 sinken die Kosten für Nutzer, die sich im Ausland aufhalten. Für abgehende Telefonate sinkt die Obergrenze von 24 Cent pro Minute auf 19 Cent. Eingehende Telefonate kosten lediglich noch fünf statt sieben Cent, eine SMS sechs statt acht Cent. Dazu fällt zusätzlich noch die Mehrwertsteuer an. Erhebliche Verbesserungen gibt es für Smartphone-Nutzer, der Preis für ein Megabyte Datendownload fällt von 45 auf 20 Cent.

Vermutlich steigen die Preise für Inlandstelefonate an

Verbraucherschützer gegen davon aus, dass in Zukunft immer mehr Menschen auch im Ausland das Internet nutzen werden. Bisher habe die undurchsichtige Kostenregelung viele Kunden abgeschreckt.

Der IT-Verband Bitkom glaubt dagegen, dass sich die Unternehmen die entgangenen Einnahmen auf anderem Wege zurückholen werden. Die Preise für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung werden zwangsläufig steigen, so Bitkom.

Vodafone, Blau sowie 1&1 gewinnen Qualitätscheck bei Mobilfunkanbietern

Junges lachendes Paar streckt Handy in Kamera
copule with mobiles © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Mit dem richtigen Smartphone-Tarif lässt sich viel Geld sparen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Überprüft wurden Netzqualität, Kundenservice sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Je nach Nutzerprofil ist eine Kostenersparnis zwischen gut 69 und 87 Prozent möglich.

Der Kundenservice ist nur "befriedigend"

Als verbesserungswürdig erwies sich in der Untersuchung der Kundenservice. Er erhielt lediglich die Note "befriedigend". Der Qualitätscheck bei Festnetz- und Mobilfunkanbietern ergab lange Wartezeiten bis zur Gesprächsannahme.

Nahezu 41 Prozent der Antwort-E-Mails befassten sich nur unzureichend mit den Anfragen der Interessenten. Eine Call-Back-Funktion hatten lediglich zwei der 18 Unternehmen im Angebot. Themenspezifische Informationen waren auf den Websites der Unternehmen reichlich und umfassend vorhanden.

Die Testsieger

  • Wenigtelefonierer können bei Vodafone das meiste Geld sparen. Der Anbieter verfügt zudem über den besten Service.

  • Smartphone-Nutzer profitieren besonders bei Blau, das die beste Kombination aus Service und Leistungen bietet. Speziell die niedrigen Kosten des Prepaid-Tarifs, der rund 50 Prozent günstiger ist als der des teuersten Anbieters, konnten überzeugen.

  • Smartphone-Vielnutzer und Vielsurfer finden bei 1&1 die besten Konditionen. Das Unternehmen bietet die optimale Verbindung aus Service sowie kundenfreundlichen Vertragsbedingungen.

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    Ab 1. Juli – Handy-Nutzung innerhalb der EU wird günstiger

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    frau im boot © martin schmid - www.fotolia.de

    Pünktlich zu den Sommerferien müssen Reisende innerhalb Europas weniger fürs Telefonieren, Simsen und Surfen zahlen. Am 1. Juli tritt die nächste Stufe bei der europaweiten Vereinheitlichung der Handy-Kosten in Kraft. Die neuen Preise und Regelungen im Überblick.

    Anbieter frei wählen

    Urlauber können bei Reisen in andere EU-Länder ihren Anbieter frei wählen. Die Nummer bleibt dabei dieselbe wie im Inland. Welcher Tarif am günstigsten ist, richtet sich nach dem eigenen Telefonverhalten. Wer bis zu 45 Minuten telefoniert, fährt etwa mit dem von der EU festgelegten Eurotarif am besten.

    Preisdeckel im Eurotarif

    Wie dieser Tarif bei den einzelnen Providern heißt, kann unterschiedlich sein. Die Kosten sind jedoch überall gedeckelt: Für eigene Anrufe dürfen die Anbieter maximal 19 Cent pro Minute berechnen, für angenommene Telefonate 0,05 Cent. Eingehende SMS sind kostenlos, wer Kurznachrichten verschickt, zahlt nur 0,06 Cent. Für das Datenroaming gilt eine Obergrenze von 20 Cent pro MB. Alle Preise ohne Mehrwertsteuer.

    Preisvergleich bei Datentarifen

    Urlaubsfotos zu Facebook hochladen, den örtlichen Busfahrplan studieren, ein paar Mails beantworten – moderne Smartphones laden dazu ein, auch auf Reisen intensiv das Internet zu nutzen. Trotz der gedeckelten Roaminggebühren kann es dabei günstiger sein, im Urlaubsland eine Prepaidkarte für die mobile Datennutzung zu kaufen.

    Telekom besitzt bestes Mobilfunknetz in Deutschland

    Dicht gefolgt von Vodafone konnte die Telekom sowohl bei der Telefonie als auch beim mobilen Internet überzeugen

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    who's that? © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Die Deutsche Telekom bietet das beste Mobilfunknetz Deutschlands, sowohl bei der Telefonie als auch beim mobilen Internet. Auf Platz 2 folgt Vodafone, das sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem bei der Telefonie steigern konnte.

    Telekom und Vodafone auf den ersten Plätzen

    • Fast in allen Bereichen liegen die Telekom und Vodafone gleichauf, lediglich in Kleinstädten und auf Transferstraßen bietet die Telekom eine bessere Qualität. Dies ist das Ergebnis eines aktuellen Netztests.
    • O2 belegt den dritten Rang dank seiner guten Datenverbindungen und dem zunehmend größeren LTE-Netz. Schwächeln tut der Anbieter dagegen bei der Telefonie.
    • E-Plus, das große Defizite in der Geschwindigkeit der Datendienste hat, bleibt in dem Test nur der letzte Platz. Gerade in Kleinstädten und auf Transferrouten ist kaum einmal eine 4G-Verbindung möglich.

    WLAN im Fernverkehr

    Besonders schlecht ist der Empfang weiterhin in den Zügen der Deutschen Bahn. Das gilt für alle Mobilfunkanbieter. Dieser Zustand wird sich vermutlich erst 2016 bessern, wenn es kostenloses WLAN im Fernverkehr geben soll.

    Hier lohnt ein Blick ins benachbarte Ausland. In der Schweiz bietet die Swisscom ein besseres Netz an als alle Unternehmen in Deutschland. Zudem sind Reisende in der Schweizer Staatsbahn SBB erheblich besser versorgt als in den Zügen der Deutschen Bahn.

    Mobilfunkanbieter im Test: Hier finden Verbraucher den besten Tarif

    Die Ergebnisse des Deutschen Instituts für Service-Qualität helfen bei der Auswahl des nächsten Mobilfunkanbieters

    Notebook, Tablet und Smartphone mit Startbildschirm
    Mobile devices with touchscreen interface © Oleksiy Mark - www.fotolia.de

    Beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages lohnt ein Preisvergleich. So können besonders Wenigtelefonierer sparen - und zwar bis zu 82 Prozent. Das fand das Deutsche Institut für Service-Qualität im Auftrag von n-tv heraus.

    Preis und Geschwindigkeiten

    Der Preis allein ist noch kein Kriterium für einen passenden Vertrag. Auch die Geschwindigkeiten für den Datentransfer sollten in die Entscheidung einfließen. Es macht einen großen Unterschied, ob man mit sieben oder mit 50 Megabit pro Sekunde Daten im Internet surft. Auch der Service des Anbieters sollte stimmen. Gerade dort gab es bei einigen Unternehmen jedoch lange Wartezeiten.

    Service, Telefonier- und Surfverhalten

    Wenigtelefonierer und Tablet-Vielsurfer sind nach Angaben der Tester am besten bei Congstar aufgehoben, da dort ein günstiger Prepaid-Tarif erhältlich ist. Dort gab es auch den besten Service aller Anbieter.

    Smartphone-Nutzer finden die passendste Tarifkombination bei Lidl Mobile, während Vieltelefonierer am meisten bei Blau Mobilfunk profitieren können. Im Bereich Service erhielt neben

    • Congstar und
    • Blau Mobilfunk auch
    • Vodafone

    die beste Beurteilung.

    Was Kreuzfahrt-Passagiere für das Internet zahlen

    Das Surfen, Telefonieren und Verschicken von SMS kann an Bord für einen leeren Geldbeutel sorgen

    Junge Frau mit Sonnenbrille in Minirock liegt auf Deck im Boot oder Yacht, über Motor, und schreibt SMS auf Handy
    frau im boot © martin schmid - www.fotolia.de

    Wer an Bord eines Kreuzfahrtschiffes ins Internet gehen möchte, muss mit hohen Kosten rechnen. Zudem sind die Verbindungen häufig instabil, da das Wetter und die Position des Schiffes Probleme bereiten können, denn die einzige Möglichkeit, eine Verbindung auf dem Ozean herzustellen, sind Satelliten.

    Auch das Telefonieren und das Verschicken von SMS können für einen leeren Geldbeutel sorgen. Bei manchen Reedereien lohnt es sich daher, auf den Landgang zu warten, da die Preise für Handy- und Internetaktivitäten gerade in Europa mittlerweile recht moderat sind.

    Kosten variieren auf den Schiffen

    Doch die Kosten variieren stark. Während Reisende auf den Aida-Schiffen

    • für 250 Megabyte 25 Euro,
    • für 500 Megabyte 39 Euro und
    • für 3 Gigabyte 99 Euro

    ausgeben müssen, surfen sie bei Hurtigruten mit dem eigenen Gerät umsonst. Im Internet-Café zahlen Gäste etwa 8 Euro für 60 Minuten. Teuer sind auch Norwegian Cruise Lines mit

    • 22 Euro für eine halbe Stunde sowie
    • 115 Euro für 250 Minuten.

    Princess Cruises zählt mit umgerechnet

    • 67 Euro für das 120 Minuten-Paket,
    • 91 Euro für 240 Minuten und
    • 187 Euro für 680 Minuten

    auch nicht zu den günstigen Kreuzfahrtgesellschaften.

    Kosteninformationen vor Reiseantritt einholen

    Teilnehmern an einer Kreuzfahrt empfiehlt die Verbraucherzentrale Sachsen daher, sich vor Antritt der Reise sowohl beim Mobilfunkanbieter als auch beim Reiseveranstalter bzw. der Kreuzfahrtgesellschaft über die Kosten zu informieren. Dann kann man aufgrund möglicher hoher Kosten Telefonate bewusst kurz halten.

    Wo Kunden den besten Service erhalten: Handyshops der Mobilfunk-Anbieter im Test

    Die Telefongewohnheiten und die individuellen Vorstellungen der Kunden werden zu wenig erfragt und analysiert

    Karteien: Schild mit Aufschrift "Beratung"
    beratung © Falko Matte - www.fotolia.de

    Wer auf der Su­che nach einem neuen Smartphone ist, findet in der Fußgängerzone unzählige Mobilfunk-Shops, die mit Angeboten locken. Doch den richtigen zu finden, ist nicht so einfach. Wie eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv jetzt ergab, passen viele Tarif- und Handyempfehlungen nicht zu den Bedürfnissen der Kunden.

    Mobilfunk-Shops im Qualitäts-Check

    Positiv bewerteten die Tester die Freundlichkeit der Mitarbeiter und die inhaltlich verständliche Beratung. Wenig Anlass zu Kritik lieferten auch Sauberkeit und Gestaltung der Filialen sowie der barrierefreie Zugang. Allerdings gab es nicht selten Beratungsfehler und unpassende Angebote für die Kunden.

    Mehr als jeder zweite empfohlene Tarif passte nicht optimal zum Telefonieverhalten der Konsumenten, fast die Hälfte der von den Beratern vorgeschlagenen Handys entsprachen nicht den Kundenwünschen und -bedürfnissen. Ursache ist unter anderem, dass die Telefongewohnheiten und die individuellen Vorstellungen der Kunden zu wenig erfragt und analysiert wurden. Das DISQ empfiehlt daher, den Verkäuferempfehlungen nicht blind zu vertrauen.

    Platz 1: Telekom

    Testsieger und damit bester Mobilfunkshop 2015 wurde die Telekom. Das Unternehmen bot im Mitbewerbervergleich die beste Beratungsqualität. Die Mitarbeiter waren nicht nur freundlich und hilfsbereit, sondern gingen am individuellsten auf die Kundenwünsche ein. Zudem verfügten die Filialen über das größte Angebot.

    Platz 2: Vodafone

    Platz zwei ging an Vodafone. Zu den Stärken der Shops zählten die kurzen Wartezeiten bis zur Beratung und das gute Angebot.

    Platz 3 und 4: Mobilcom-Debitel und O2

    Auf Rang drei platzierte sich Mobilcom-Debitel. Der Anbieter überzeugte mit der besten Analyse der Kundenbedürfnisse und einem angenehmen Beratungsumfeld. Diese drei Anbieter sowie der Viertplatzierte O2 bekamen die Note "gut".

    Befriedigend schnitten lediglich die Shops von Phone House ab.

    Nutzung eines Prepaid-Handys

    Bei einem Prepaid-Handy, also beim Prepaid-Kauf der SIM-Karte, ist das nicht der Fall. Der Handynutzer bezahlt die gekaufte SIM-Karte mit oder ohne Handy, und der Händler tauscht Ware gegen Geld. Es wird kein Vertrag abgeschlossen, so dass für Mobilfunkanbieter und Netzbetreiber kein finanzielles Risiko entsteht.

    Prepaidkarte oder Vertrag - was ist besser?

    Das Angebot an Handy-Verträgen und Prepaidkarten ist riesengroß. Daher ist es nicht immer leicht, sich zwischen einer Guthabenkarte oder einem klassischen Handy-Vertrag zu entscheiden, wenn man Geld sparen will. Beide Varianten haben sowohl Vor- als auch Nachteile.

    Vorteile von Prepaidkarten

    Zu den größten Vorteilen von Prepaidkarten im Vergleich zu Handy-Verträgen gehören die günstigen Minuten-Preise, mit denen verschiedene Anbieter locken. Darüber hinaus ist der Kunde nicht an eine bestimmte Vertragslaufzeit gebunden.

    Das hat den Vorteil, rasch den Anbieter wechseln zu können, wenn man ein günstigeres Angebot entdeckt. Dazu muss sich der Benutzer lediglich die neue Karte besorgen und diese dann gegen die alte Karte austauschen. Auch monatliche Grundgebühren oder ein bestimmter Mindestumsatz entfallen in der Regel.

    Ein weiterer Vorteil von Prepaidkarten ist, dass man die Kosten leichter im Auge behält, denn um mit dem Handy telefonieren zu können, muss man die Karte mit einem gewissen Betrag aufladen. Sobald dieses festgesetzte Guthaben aufgebraucht ist, kann man das Handy nicht mehr benutzen.

    Bei Handy-Verträgen gibt es dagegen kein Limit, sodass rasch mehr Kosten entstehen können, als man eigentlich beabsichtigt hat. Bei vielen Prepaidkarten werden auch Startguthaben angeboten, die bis zu 50 Euro betragen können.

    Bei der Erstaufladung gibt es häufig einen Bonus. Mittlerweile lassen sich bei Prepaid-Angeboten auch Internet-Flatrates optional dazubuchen.

    Nachteile von Prepaidkarten

    Ein Nachteil von Prepaidkarten ist allerdings, dass man im Gegensatz zu Handy-Verträgen keine Handys oder Smartphones zu vergünstigten Preisen bekommt. Wer einen Handy-Vertrag abschließt, erhält dagegen stets ein neues und modernes Handy.

    Darüber hinaus ist es je nach Anbieter erforderlich, die Guthabenkarte ständig wieder aufzuladen. Dazu muss man Geschäfte, in denen solche Karten angeboten werden, wie z.B. Handy-Shops, Zeitungsläden oder Tankstellen aufsuchen. Mittlerweile kann das Guthaben jedoch von vielen Anbietern auch automatisch aufgeladen werden.

    Am sinnvollsten sind Prepaidkarten für Menschen, die nicht täglich mit dem Handy telefonieren und gelegentlich SMS verschicken. Außerdem eignen sie sich gut für Einsteiger und sind daher besonders bei älteren Menschen sowie Kindern und Jugendlichen sehr beliebt.

    Ist man dagegen auf das Handy ständig angewiesen und telefoniert sehr viel, ist ein klassischer Handy-Vertrag besser. Manchmal lohnt es sich auch, beide Varianten miteinander zu kombinieren.

    Was geschieht mit dem Restguthaben bei Prepaid-Anbietern

    Grüner, frischer Apfel neben Rückseite eines Handys auf weißem Hintergrund
    Modern Phone © Photoroller - www.fotolia.de

    Wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) mitteilt, müssen die Mobilfunkunternehmen, die den Kunden einen Prepaid-Vertrag anbieten, eventuelles Restguthaben nach Vertragsende ohne zusätzlich berechnete Gebühren zurückzahlen.

    Bei einem Fall sollte ein Verbraucher nach der Vertragskündigung für die Auszahlung seines Restguthabens eine Bearbeitungsgebühr von sechs Euro bezahlen. Als der Kunde sich weigerte, bekam er sogar noch ein Mahnschreiben mit Mahngebühren über 9,95 Euro.

    Aber das Landgericht in Kiel stellte sich auf die Seite der Verbraucher, so dass Mobilfunkanbieter dem Kunden ein Restguthaben gebührenfrei zurückerstatten müssen, denn dies ist auch gesetzlich vorgeschrieben.

    Prepaid ist praktisch für Normalnutzer - auf das Kleingedruckte achten

    Frau steht draußen und telefoniert mit ihrem Handy, hat einen skeptischen Blick
    Unhappy woman talking on a phone, outside background © pathdoc - www.fotolia.de

    Inzwischen gibt es auf dem riesigen Handymarkt preiswerte Prepaid-Karten, mit denen man ab 6 Cent pro Minute telefonieren kann. Bei solch einem Preis müssen selbst Normalnutzer nicht unbedingt zu einem Vertrag greifen, sofern sie monatlich nicht mehr als zwei Stunden telefonieren.

    Allerdings sollte man bei den vermeintlich günstigen Angeboten immer das Kleingedruckte lesen, da sich einige Prepaid-Karte auch automatisch aufladen können. Bei den "normalen" Karten ertönt bei verbrauchtem Guthaben ein Warnton während dem Gesprächs, während der Kunde bei den "unechten" Prepaid-Karten sorglos weiter telefonieren kann.

    Laut Stiftung Warentest funktioniert das auch, wenn das automatische Aufladen zuvor deaktiviert wurde. Den entsprechenden Betrag bucht der Kartennbieter anschließend kurzerhand vom Konto ab, weshalb man schon beim Kauf einer Karte den Anbieter genau unter die Lupe nehmen sollte.

    Keine Nachzahlung bei einem Negativsaldo vom Prepaid-Konto

    Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
    Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

    Obwohl das Prepaid-Prinzip mit der Aufladung und dem Abtelefonieren recht simpel ist, kann man bei Sonderrufnummern oder Roaming durchaus ins Minus rutschen. Diesen Betrag muss der Kunde allerdings nicht nachzahlen, wie die beiden Landgerichte München und Frankfurt am Main jetzt entschieden haben.

    Nachdem die Verbraucherzentrale NRW gegen zwei Mobilfunkanbieter geklagt hat, mussten diese nach dem Urteil ihre jeweiligen Klauseln in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ändern. Die Mobilfunkunternehmen argumentieren vor Gericht, dass man die Funktion sperren könne, wenn man nicht ins Minus rutschen wolle. Allerdings wurde dieser Vorschlag von den Richtern abgeschmettert, da die Kunden sich schließlich extra für einen Prepaid-Vertrag entscheiden, um stets die volle Kostenkontrolle zu haben.

    Bei weiteren "versteckten" Kosten ist genau dies jedoch nicht gegeben, weshalb die Anbieter Roaming oder Sonderrufnummern künftig als kostenpflichtige Zusatzoptionen anbieten müssen.

    Tipps zur Wahl des passenden Handys

    Mobiltelefone gehören heute zum Alltag. Infolgedessen ist die Auswahl an Handys im Handel überaus vielfältig. Zudem sind die Geräte auch sehr unterschiedlich und haben verschiedene Funktionen, sodass es nicht so leicht ist, das passende Handy auszuwählen.

    Erwartungen an das Handy

    Bevor man sich auf die Suche nach einem Mobiltelefon macht, sollte man sich genau überlegen, was man von dem Gerät erwartet und welche Funktionen einem wichtig sind. Hat man zum Beispiel die Absicht, mit dem Handy regelmäßig ins Internet zu gehen, ist ein Smartphone zu empfehlen.

    Zu klären ist außerdem, ob man ein Smartphone haben will oder lieber ein Handy, das auf Android basiert. Smartphones sind mit einem großen Display ausgestattet.

    Einige verfügen sogar über einen Touchscreen. Allerdings muss man für ein gutes Smartphone tief in die Tasche greifen.

    Für Menschen, die das Handy lediglich zum Telefonieren nutzen wollen, genügt jedoch auch ein preiswertes Gerät. So bieten manche Handyshops solche einfachen Mobiltelefone schon ab 30 Euro an. Allerdings können diese Handys nur zum Telefonieren oder Schreiben und Empfangen von SMS genutzt werden.

    Handyshop oder Internet?

    In Handyshops findet man stets die neuesten Modelle und kann sie vor Ort unter die Lupe nehmen. Spürt man dort das richtige Gerät auf, hat man die Möglichkeit, es sofort zu erwerben und mitzunehmen. Ob man ein Handy in einem Geschäft oder im Internet kauft, spielt bei einigen Anbietern keine Rolle, da es bei den Preisen keinen Unterschied gibt.

    Aber auch das Internet bietet gute Chancen, das passende Handy zu entdecken und gleichzeitig ein Schnäppchen zu machen. So kann man die unterschiedlichen Verkaufsseiten inspizieren und nach guten Angeboten suchen. Im Netz lässt sich zudem auf manchen Webseiten ein Handyvergleich vornehmen, wodurch sich das richtige Modell in der Regel rasch finden lässt.

    Beim Handyvergleich gibt man zunächst das Modell und die Marke des Mobiltelefons ein. Anschließend erhält man eine Auflistung von sämtlichen Handyshops, die das Handy anbieten sowie die einzelnen Preise. Auf diese Weise lässt sich das günstigste Angebot herausfiltern.

    Außerdem kann man mit dem Handyvergleich auch die Funktionen herausfinden, die man benötigt. So listet der Vergleich sämtliche Geräte auf, die die gewünschten Funktionen besitzen.

    Im Folgenden gehen wir genauer auf die unterschiedlichen Arten von Handys ein...

    Riegelhandy

    Die Bezeichnung Barrenhandy oder Riegelhandy steht für die Bauform dieses Handys. Jeder Handyproduzent stellt für seine Marke mehrere unterschiedliche Modelle her. Sie ähneln sich in vielen Äußerlichkeiten, weil die Variationen letztendlich begrenzt sind.

    Das Barrenhandy gehört zum Basissortiment aller Hersteller. Es hat das Aussehen und die Form eines einfachen rechteckigen Barrens.

    Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird diese Handyform alternativ candy bar, zu Deutsch Schokoriegel, oder auch Riegelhandy genannt. Die ersten Handygenerationen waren überwiegend Riegelhandys.

    Das Riegelhandy war die erste Bauform des Handys
    Das Riegelhandy war die erste Bauform des Handys

    Merkmale

    Der ganzseitige Handykörper ist in das oben platzierte Display sowie in die darunter befindliche Tastatur aufgeteilt. Das Riegelhandy war von Beginn an in Europa beliebt und wird auch heute von den Herstellern in modifizierten Ausführungen angeboten.

    Die Displaygröße ist durch die darunter liegende Tastatur begrenzt. Dieses Manko wird durch eine zunehmend bessere Auflösung gekonnt ausgeglichen.

    Sowohl Display als auch Tastatur sind im Gegensatz zum Klapphandy im Alltag wenig geschützt. Beim Hantieren mit dem Handy besteht die Gefahr, unbeabsichtigt die eine oder andere Handytaste zu drücken.

    Auf längere Sicht gesehen leidet auch das Display. Eine Schutzfolie, die von Zeit zu Zeit erneuert werden muss, bietet nur bedingten Schutz gegen Schäden durch Kratzen oder Stoßen.

    Die Tastatur sollte aus diesem Grunde bei Nichtbenutzung gesperrt werden. Das bedeutet, die Sperre vor jeder Benutzung durch ein separates Bedienen lösen zu müssen. Für den längeren und regelmäßigen Gebrauch eines Riegelhandys empfiehlt sich daher eine Handytasche.

    Für Vielbenutzer des Handys ist diese Bauart nicht allzu gut geeignet. Von besonderem Vorteil sind Übersichtlichkeit und Bedienungsfreundlichkeit zum Telefonieren.

    Richtige Entsorgung alter Handys

    Altes Handy und wie entsorgt man es richtig

    Der Umwelt zuliebe - alte Handys können kostenlos oder sogar gewinnbringend entsorgt werden

    Nahaufnahme von Testatur eines Handys mit Daumen einer Männerhand, silbernes Mobiltelefon mit schwarzen Tasten
    téléphoner © Patrick PAZZANO - www.fotolia.de

    Seit rund 15 Jahren ist das Handy einer der liebsten Wegbegleiter von Jung und Alt geworden. Auch wenn die Geräte recht stabil sind, werden sie irgendwann zum alten Eisen gezählt und lagern zumeist still und stumm in Schubladen oder Schachteln.

    Ein defekter Akku, ein zerkratztes Display oder auch einfach nur ein altmodisches Design veranlassen dann den Kauf eines neuen Handys. Aber wie entsorgt man nun das alte Mobiltelefon richtig, denn im Restmüll hat es nichts zu suchen, da es bei der Verbrennung in der Müllanlage giftige Stoffe frei gibt.

    So werden Sie Ihr altes Handy los

    Kommunale Sammelstellen nehmen die alten Handygeräte ebenso zurück wie auch immer mehr Mobilfunkanbieter, die sogar Recyclingtüten ohne Portokosten verschicken. Neben diesen Entsorgungsmöglichkeiten bieten sich auch Verkaufplattformen im Internet ebenso an als auch mögliche Verwandte die gerade ein Handy suchen.

    Und zu guter Letzt: Ist das Handy technisch noch einwandfrei, aber es gefällt nicht mehr, dann gibt es zahlreiche Organisationen die sich darüber freuen, weil alte Menschen damit immer noch den Notruf verständigen können, wenn mal etwas passiert.

    Millionen Haushalte horten alte Handys - viele wissen nicht, dass das echte Rohstoffschätze sind

    Alte Handys zu entsorgen ist kostenlos und sehr einfach, doch viele horten dennoch lieber zu Hause

    Junges lachendes Paar streckt Handy in Kamera
    copule with mobiles © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

    Die Deutschen scheinen wirklich an ihren Mobiltelefonen zu hängen, selbst dann, wenn ein älteres Modell schon durch den Kauf eines neueren und besseren ersetzt wurde. Die alten Handys wandern dann in die Schublade oder den Keller, doch gänzlich von ihnen trennen will man sich offensichtlich nicht.

    Nach Schätzungen befinden sich etwa 72 Millionen ausgediente Handys noch in den deutschen Haushalten. Da scheint es auch niemanden zu interessieren, dass die ausgedienten Modelle ganz kostenlos entsorgt werden können, indem man sie dem Händler zurück gibt.

    Umweltschutz durch Rückgabe alter Handys

    In einer repräsentativen Umfrage kam heraus, dass 84 Prozent der Verbraucher noch alte Handys und Smartphones in der Wohnung haben, obwohl sie schon neuere Modelle gekauft haben. 15 Prozent sagten sogar, dass sie mehr als ein altes Modell besitzen. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass die alten Teile richtige Schätze sind, Rohstoffschätze.

    Wer sie abgibt, der kann der Umwelt helfen. Die Bestandteile der Handys können oft recycelt, um dann in anderen Geräten wieder benutzt zu werden. So müssen weniger neue Teile produziert werden und die Umwelt wird entlastet.

    In der Toilette versenkt – wo Handys häufig enden

    Ansicht von oben: Toilettenschüssel mit hochgeklapptem Sitz und Deckel
    Toilettenschüssel © Alterfalter - www.fotolia.de

    In England verlieren viele Handys ihr elektronisches Leben in einer Toilette. Das ergab eine Umfrage des Anbieters GoodMobilePhone.co.uk bei rund 2.000 Interviewten. 31 Prozent gaben an, dass sie schon einmal ein Handy durch einen Wasserschaden ruiniert haben. Den Platz eins bei dieser Art Handy-Vernichtung machen Stürze in die Toilette aus. 47 Prozent aller Beschädigungen durch Flüssigkeit geschahen, weil die Mobiltelefone ins WC fielen. 21 Prozent der Handys waren durch Getränke zerstört. Bei zwölf Prozent fiel das Handy in die Badewanne oder landete unter der Dusche. In der Waschmaschine wurden drei Prozent mitgewaschen.

    Laut der Umfrage sind Männer weitaus unfallträchtiger, wenn es um Handys geht. 73 Prozent von ihnen hatten aus Versehen ihr Gerät demoliert. Bei den Frauen gab es nur 27 Prozent, denen ein Missgeschick passiert war.

    Alles andere als wertlos: Wohin mit dem alten Handy?

    Wohl kaum eine andere Branche entwickelt sich so rasant wie die Mobiltelefonie. Was noch vor zehn Jahren als echter Luxus galt, ist heute selbst für Kids und Jugendliche ganz selbstverständlich. Und auch die Modelle können heute immer mehr - Foto- und Videofunktion sind längst Standard, und ohne Internetanschluss, GPS und viele weitere Funktionen hätte ein neues Handy wohl kaum noch eine Chance auf dem Markt.

    Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr sogenannte Alt-Handys anfallen - ungenutzte Mobiltelefone, die in Millionen Haushalten irgendwo zwischen Dachboden und Schublade verstauben. Die Zahl ist beeindruckend: Weit über 80 Millionen Exemplare sollen es allein in Deutschland sein.

    Doch wohin mit dem alten Handy? Tatsächlich empfehlen Experten eine fachgerechte Entsorgung - vorausgesetzt, man wird das gute Stück tatsächlich nicht mehr benötigen. Denn Mobiltelefone sind alles andere als Elektroschrott: In ihrem Innern verbergen sich wertvolle und weltweit gefragte Rohstoffe. Die Entsorgung über einen Recyclinghof garantiert, dass diese Rohstoffe wieder in den Verwertungskreislauf gelangen können. Alternativ können alte Handys auch beim Mobilfunkanbieter abgegeben werden.

    Je nach Modell wird dieses dann entweder fachgerecht entsorgt oder aber an Bedürftige gespendet - die "gute Tat" ist hier also gleich inklusive! Nur von einer Maßnahme sollten alle Handy-Besitzer unbedingt absehen: Der Entsorgung im Hausmüll. Diese ist nicht nur umweltschädlich, sie wird auch mit entsprechendem Bußgeld geahndet.

    Alte Handys - Rohstofflager für edle Metalle

    Für Rohstoffjäger sind alte Mobiltelefone viel Wert, da man aus 1000 Kilogramm alter Handys ungefähr 250 Gramm Gold gewinnen kann. Allerdings muss man erst einmal an die rund 60 Millionen Handys ran kommen, welche in deutschen Häusern liegen, um damit die Importe sowie den Rohstoffverbrauch zu verringern. Die Müllschätze versprechen ein Millionengeschäft, weshalb man fieberhaft überlegt, wie man die Sammelquote der alten Mobiltelefone steigern kann.

    Derzeit spielt die Regierung mit dem Gedanken eine Handytonne für den Handel einzuführen, wo die Besitzer ihre alten Handys einwerfen können. Die Sammelquote könnte daneben auch durch eine ausgeprägtere Rücknahmepflicht des Handels steigen.

    Das so genannte Österreich-Modell hat das Ziel, alte Handys wieder fit zu machen. Das Rücknahmesystem recycelt und verwendet gleich ganze Bauteile wieder weiter. Mit 66 Prozent liegt der Anteil der wieder verwendbaren Handys bei diesem Modell sehr hoch.

    Auch ein Handy-Pfand wurde unlängst von den Grünen gefordert, wo bei jedem Neukauf eines Smartphones oder Handys genau zehn Euro Pfand für das Gerät bezahlt werden muss. Bei der Rückgabe des alten Gerätes erhält der Kunde den Pfand von einem beliebigen Händler wieder zurück.

    Eine weitere Lösung des Problems wäre die Einführung einer Wertstofftonne ab dem Jahr 2015, wofür noch im laufenden Jahr ein Gesetz verabschiedet werden soll. Jährlich sollen damit pro Einwohner rund sieben Kilo zusätzlich gesammelt werden.

    Neue Verwendung fürs alte Handy oder Smartphone

    Wer sich ein neues Smartphone oder Handy zulegt, hat für sein altes Gerät meist keine Verwendung mehr. Doch es gibt auch ohne funktionierende SIM-Karte noch einige Gebrauchsmöglichkeiten.

    Mit einer auch offline verfügbaren App kann ein altes Smartphone noch als Navi dienen. Auch als Quelle für Musik lässt es sich nutzen. Das Gerät wird mit dem Autoradio verbunden und schon lassen sich gespeicherte MP3s hören. Auch als Helmkamera für Radfahrer oder als sogenannte "Dashcam" im Auto kann ein altes Handy noch wertvolle Dienste leisten. Doch Vorsicht: Bei einem Unfall sind Videos nicht immer als Beweismittel zugelassen.

    Selbst ohne SIM-Karte kann man immer noch telefonieren, vorausgesetzt es existiert eine WLAN-Verbindung. Dann kann man via Skype, Google Hangouts oder andere Video-Chat-Programme Gespräche führen.

    Nicht nur im Auto, auch zu Hause kann ein altes Smartphone als Musikplayer Verwendung finden, und zwar als Internet-Radio oder um Streaming-Dienste wie Spotify oder Simfy auf der heimischen Anlage wiederzugeben. Mit der entsprechenden App kann das ausrangierte Smartphone auch als günstiger Ersatz fürs Babyphone dienen. Wird es im Kinderzimmer zu laut, ruft das dort abgelegte Gerät automatisch eine voreingestellte Nummer an.

    Unabhängig von der Verwendung sollte man jedoch immer auf den Akku und das Netzteil achten. Wenn sie zu lange in Gebrauch sind, können sie überhitzen.

    Das richtige Löschen von Daten vor dem Verkauf eines Smartphones

    Grüner, frischer Apfel neben Rückseite eines Handys auf weißem Hintergrund
    Modern Phone © Photoroller - www.fotolia.de

    Vor dem Verkauf eines gebrauchten Mobiltelefons sollten die Besitzer sämtliche darauf gespeicherten Daten löschen.

    Allerdings ist dies insbesondere bei den modernen Smartphones nicht immer ein leichtes Unterfangen. Während man bei den alten Handys oftmals nur die Sim-Karte entfernen muss, geht es beispielsweise bei dem iPhone mit einer fest verbauten Festplatte nicht ohne das Formatieren, um alle Daten sicher zu löschen. Selbst wenn die Bilder, Nachrichten oder Kontakte aus den Ordnern gelöscht wurden, kann der neue Besitzer des Smartphones mit einer speziellen Software die Daten des Vorbesitzers wiederherstellen.

    Vor dem Verkauf eines Smartphones sollte man zuerst ein Backup zur Speicherung der Daten durchführen und die Daten auf das neue Mobiltelefon übertragen. Anschließend stellt man das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurück, installiert die aktuellsten Systemupdates, womit ältere Einstellungen automatisch überschrieben werden.

    Außerdem gibt es inzwischen zahlreiche Apps, welche den internen Speicher der Geräte unwiederbringlich löschen, jedoch mit dem entsprechendem Betriebssystem des Smartphones kompatibel sein müssen.

    Zahl der ungenutzten Alt-Handys steigt in Deutschland auf rund 100 Millionen

    Tipps zum Geldverdienen mit alten Handys

    Junges lachendes Paar streckt Handy in Kamera
    copule with mobiles © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

    In Deutschland gibt es rund 100 Millionen alte Handys, die ungenutzt in einer Schrankschublade liegen. Im Jahr 2010 waren es noch 72 Millionen Altgeräte, also etwa 39 Prozent weniger als heute.

    Da viele Menschen beim Abschluss eines neuen Vertrages auch ein neues Handy oder Smartphone kaufen, wird die Zahl, nach Meinung des Branchenverbandes Bitkom, eher noch zunehmen.

    Entsorgung von Elektrogeräten

    Alte oder defekte Geräte gehören nicht in den Hausmüll. Wie andere Elektrogeräte müssen sie professionell entsorgt werden - etwa über kommunale Wertstoffhöfe. Dies gilt auch für Alt-Akkus und Batterien.

    Mobilfunkanbieter nehmen ebenfalls Handys und Smartphones zurück und bieten dafür einen kostenfreien Versand an.

    Mit alten Handys Geld verdienen

    Mit gebrauchten, aber gut erhaltenen Geräten lässt sich zudem Geld verdienen. Möglich ist dies bei dem Online-Aktionshaus Ebay oder Anbietern wie:

    • "Wirkaufens"
    • "Zonzoo"
    • "Momox"
    • "Rebuy"

    Vor dem Verkauf alle alten Daten löschen

    Vor der Weitergabe oder dem Verkauf des alten Handys gilt es unbedingt sicherzustellen, dass sich keine persönlichen Daten mehr auf dem internen Speicher befinden. Dafür gibt es die Funktion "Daten löschen und Werkseinstellung wiederherstellen".

    Es ist zudem wichtig, externe Speicherkarten aus dem Handy herauszunehmen oder mit einer speziellen Software zu löschen.

    Klapphandy

    Das Klapphandy bündelt mehrere Vorteile. Durch das Zusammenklappen von Ober- und Unterteil sind die beiden Innenflächen optimal geschützt.

    Eingehende Anrufe oder Mitteilungen wie SMS werden im zugeklappten Zustand durch ein zweites, außenliegendes Display angezeigt. Dessen Größe variiert unter den Marken und Modellen.

    Das Klapphandy muss zu Telefonieren oder Versenden von Nachrichten aufgeklappt werden
    Das Klapphandy muss zu Telefonieren oder Versenden von Nachrichten aufgeklappt werden

    Merkmale

    Diese Bauform des Klapphandys bietet für Display und Tastatur doppelt so viel Platz wie das Riegelhandy. Je nach Handygröße ist das Display dementsprechend groß.

    Die Tastatur ist um Funktionen erweitert, oder die Tasten selbst sind deutlich größer. Der zusätzlich verfügbare Platz wird von jedem Hersteller anders, in jedem Falle aber zweckmäßig genutzt.

    Das Oberteil mit dem Display ist bei vielen Modellen leicht gewölbt, was sich auf die Handyform auswirkt. Das Klapphandy trägt mehr auf als das Riegelhandy.

    Es wirkt etwas unförmiger, was sich nicht zwangsläufig auf das Handygewicht auswirken muss. Eine Tastensperre ist überflüssig, weil im zugeklappten Zustand die Tastatur im wahrsten Sinne des Wortes unantastbar geschützt ist.

    Der Klappmechanismus erfordert vom Handybenutzer etwas Umsicht beim täglichen Gebrauch. Das Auf- und Zuklappen des Handys ist mit unterschiedlichen Funktionen verbunden. Bei einigen Marken und Modellen wird mit dem Aufklappen automatisch die Gesprächsannahme aktiviert; das Zuklappen zum Gesprächsende trennt zeitgleich die Verbindung.

    Separate Tastenbedienungen sind dafür nicht notwendig. Mit einem Bedienen des Klappmechanismus ist auch die Displaybeleuchtung verbunden. Für das Klapphandy ist keine separate Handytasche notwendig, sie würde im Gegenteil eher störend wirken.

    Da die Funktionen Display und Tastatur auf Ober- und Unterteil verteilt sind, kann bei der Größe von Klapphandys deutlich gespart werden. Die Modelle aller Hersteller sind handlich bis klein. Sie haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Muscheln.

    Im internationalen Sprachgebrauch werden Klapphandys gerne als clam shell, zu Deutsch Venusmuschel bezeichnet. Sie haben sich im Laufe der Jahre als widerstandsfähig und langlebig erwiesen. Für Display und Tastatur gibt es keinen besseren Schutz, als beides einfach aufeinander zu klappen.

    Slider

    Beim Slider werden die untere sowie die obere Handyhälfte übereinander geschoben. Im unteren Teil, der durch das sliden, das Schieben, optimal geschützt wird, befindet sich die Tastatur. Sie ist beim Handy gegenüber dem Display der empfindlichere Bereich. Im Oberteil des Handys sind das Display sowie einige Bedienungstasten zum Annehmen und Beenden von Telefonaten.

    Der Slider lässt sich aufschieben um ans Tastenfeld zu kommen
    Der Slider lässt sich aufschieben um ans Tastenfeld zu kommen

    Merkmale

    Mit dem Hochschieben des Handyoberteiles wird das Handyunterteil mit seinen einzelnen Funktionen sichtbar und nutzbar. Beim Slider ist das Display deutlich größer als beim Blockhandy - es steht, ebenso wie beim Klapphandy, eine zweifache Fläche für Display und Funktionstasten zur Verfügung.

    Im Gegensatz zum Klapphandy ist das Obergehäuse nicht gewölbt, sondern ebenso flach wie das gleichgroße Unterteil. Das macht das Schiebehandy diesbezüglich noch funktionaler und handlicher. Die Schiebefunktion mag sich auf lange Sicht, also über mehrere Jahre hinweg, als sehr widerstandsfähig erweisen.

    Auf der anderen Seite empfiehlt sich für das Schiebehandy die Benutzung einer Handytasche, weil das Display ungeschützt ist. Die Auf dem Obergehäuse angebrachten Tasten müssen im Ruhezustand, also außerhalb der Handybenutzung, gesperrt werden. Das gilt auch beim Verwenden einer Handytasche.

    Sperren und Lösen der Sperre sind mit dem Blockhandy vergleichbar. Form und Maße des Sliders ähneln sehr stark dem Riegelhandy. Die rechteckige Form ermöglicht ein unerwartet großes und übersichtliches Display.

    Smartphone

    Das moderne Smartphone der neueren Generationen ist mit einem Touchscreen, zu Deutsch Berührungsbildschirm ausgestattet. Das Berühren des gewünschten Bildoberflächenteils mit dem Finger ersetzt die herkömmliche Tastatur der Handys aus den Vorgenerationen.

    Das Smatphone hat einen Touchscreen anstelle des Tastenfeldes
    Das Smatphone hat einen Touchscreen anstelle des Tastenfeldes

    Merkmale

    Mit dem Smartphone sind Internetfunktionen wie E-Mailkommunikation und Datenaustausch möglich. Je nach Hersteller und Modell werden verschiedenartige Betriebssysteme verwendet. Der nicht mehr notwendige Platz für die Tastatur kommt der Displaygröße zugute.

    Die Basisausstattung lässt sich durch zusätzliche Programme, die Apps, wunsch- und bedarfsgerecht aufrüsten. Das Smartphone kann als ein unentbehrlicher Organisator sowohl für private Zwecke als auch beruflich gesehen werden. Neben dem mobilen Telefonieren in der bisher gewohnten Form sind Adress- und Terminverwaltung auf einfache und übersichtliche Weise möglich.

    Zum Eingeben von Wörtern und Zahlen wird die Tastatur über das Display angezeigt. Das Downloaden von Videos gehört zum Standard eines jeden Smartphone, ebenso wie eine Digitalkamera oder die Möglichkeit zur Bildtelefonie.

    Da das Display nicht durch ein Verdecken schützbar ist, muss dazu dauerhaft eine Schutzhülle verwendet werden. Das Smartphone wird erfahrungsgemäß so häufig benutzt, dass sich das Aufbewahren in einer eigenen Tasche, so wie in einer Handytasche, erübrigt.

    Das Smartphone der jüngsten Generation ermöglicht jede nur erdenkliche Kommunikation. Dazu gehören Videokonferenzen, die Internettelefonie und, abhängig vom Empfangsgebiet, auch das Videostreaming oder der Fernsehempfang. Das großdimensionierte Display sowie die hohe Auflösung sind der Garant für eine sehr gute Bildqualität.

    Das Smartphone ist ein gefragter Mix aus Innenleben mit Technik und dem äußeren Design. Teils beabsichtigt, teilweise aber auch zwangsläufig verbindet sich mit der jeweiligen Marke eine starke Kundenbindung. So wie bei PC oder Notebook auch, gewöhnt sich der Benutzer an sein Smartphone und an dessen Betriebssystem - buchstäblich an alles, was es kann und ihm bietet.

    Der Besitzer bleibt für längere Zeit bei seinem Smartphone. Das Modell wird sicherlich hin zum Neuen gewechselt, nicht aber die Marke, also der Hersteller. Die Situation lässt sich in etwa mit einem Girokonto vergleichen.

    Das wird, wenn überhaupt, nur sehr selten gewechselt. Je mehr und intensiver das Smartphone im Alltag genutzt wird, umso unentbehrlicher wird es.

    Vor diesem Hintergrund ist es für die Industrie von Bedeutung, möglichst viele Erstkunden für ihre Marke zu gewinnen. Nach dem ersten Einstieg bleibt der Benutzer dann erfahrungsgemäß ein langjähriger und, wie es gerne formuliert wird, treuer Kunde.

    Generation Daumen: Wie moderne Smartphones die Evolution beeinflussen

    Frau mit roten Fingernägeln bedient ein Smartphone
    Woman using smartphone © Arman Zhenikeyev - www.fotolia.de

    In Zukunft werden die menschlichen Daumen womöglich größer und kräftiger werden: Schuld daran ist die moderne mobile Technik, bei der die Daumen von großer Bedeutung sind. Besonders jüngere Menschen unter 30 Jahren, die mit mobilen Geräten wie dem Gameboy und dem Handy aufgewachsen sind, nutzen ihre Daumen viel häufiger als ältere Menschen, bei denen der Zeigefinger noch immer der wichtigste Finger ist.

    Dies lässt sich am einfachsten bei der Bedienung der Smartphones beobachten: Ältere Menschen nutzen vor allem ihren Zeigefinger zum Tippen und Wischen, während die Jüngeren beide Daumen nutzen und so auch wesentlich schneller lange Nachrichten verfassen können. Forscher stellten bereits fest, dass die Daumen bei dieser Generation stärker, beweglicher und sogar muskulöser sind. Der Bereich in Gehirn, der für den Daumen zuständig ist - der sensomotorische Cortex - ist bei heutigen Teenagern doppelt so groß wie noch vor einer Generation.

    Ältere brauchen jedoch nicht zu verzagen: Es ist in jedem Alter noch möglich, die Nutzung des Daumens zu steigern. So können die Daumen mit Hilfe von Spielen auf dem Smartphone oder Tablet trainiert werden. Auch die bewusste Nutzung des Daumens beim Verfassen von Textnachrichten hilft dabei, diese Fähigkeit nach und nach immer weiter zu verbessern. Echte Cracks schaffen übrigens bis zu 38 Wörter pro Minute mit beiden Daumen.

    Das Smartphone als Spiegel der Persönlichkeit

    Smartphone, Smartwatch und Kopfhörer neben pinken Laufschuhen und Handtuch
    Fitness equipment, smart watch and phone. © Artur Marciniec - www.fotolia.de

    Marktforscher interessieren sich nicht nur für die technischen Funktionen eines Smartphones, sie wollen auch wissen, was die Auswahl des Gerätes über die Persönlichkeit verrät. In England haben sie dazu 2000 Handy-Nutzer befragt. Das Ergebnis:

    Wer ein Android-Handy kauft, ist erfinderisch und höflich, in seiner Freizeit kocht er gern – aber er verbringt seinen Feierabend auch überdurchschnittlich häufig mit Alkohol und Fernsehen. Im Job interessiert er sich für Sport und kreative Tätigkeiten.

    Die iPhone-Besitzer sind dagegen gern unterwegs und investieren viel Geld für einen modischen Auftritt. Der Studie zufolge halten sich Apple-Käufer zudem für besonders attraktiv und clever, ihre berufliche Erfüllung suchen sie in den Medien.

    Menschen mit Top-Jobs leisten sich am häufigsten ein Blackberry. Da sie viel auf Reisen sind, telefonieren und schreiben sie mehr als andere – auch zur Pflege ihres großen Freundeskreises. Überdurchschnittlich oft arbeiten sie in der Finanz- und Immobilienbranche sowie im Gesundheitswesen.

    Smartphones sind den Deutschen wesentlich lieber als klassische Handys

    Hände eines Mannes, der ein Smartphone bedient
    man hands touching smartphone bright background, closeup © anyaberkut - www.fotolia.de

    Die herkömmlichen, einfachen Handys haben in Deutschland fast ausgedient, denn die Deutschen greifen laut einer Studie beim Handykauf immer mehr zu Smartphones. Mittlerweile sind schon über 60 Prozent der Handynutzer im Besitz eines solchen Alleskönners. Das wichtigste Kriterium für die Nutzer ist die Funktionalität des Gerätes, besonders das Betriebssystem und die Ausstattung.

    Auch die Bildschirmgröße und die Vielzahl von verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten machen das Smartphone für die Nutzer so interessant. Preislich gesehen liegen die Geräte natürlich eher im oberen Segment, was aber für die meisten Nutzer eine geringere Rolle spiet. Mittlerweile bieten namhafte Hersteller auch schon günstige Einsteigergeräte an.

    Der beliebteste Handyhersteller bei den Deutschen ist Samsung, gefolgt vom Apple iPhone. LG und Nokia rangieren eher auf den hinteren Plätzen. Das beliebteste Betriebssystem ist Google Android, gefolgt von Apple. Genutzt wird das Gerät meist zum Schreiben von SMS, aber auch das Surfen im Web oder der Zugriff auf soziale Netzwerke ist dem Smartphone-Nutzer viel wichtiger geworden als früher.

    Diese Hersteller bieten das Betriebssystem Android 5.0 Lollipop für ihre Tablets und Smartphones an

    Nicht auf allen Geräten wird das neue Betriebssystem laufen - viele Hersteller bieten jedoch Updates an

    Junge Geschäftsfrau mit Handy lächelt in Kamera
    Image of beautiful business woman calling by mobile © pressmaster - www.fotolia.de

    Anfang November 2014 präsentierte Google die neueste Version seines Betriebssystems Android. 5.0 Lollipop läuft jedoch nicht auf allen Smartphones und Tablets. Manche Geräte sind zu alt, zudem halten sich einige Hersteller bislang bedeckt.

    Erhältliche Updates

    Fest installiert ist Android 5.0 auf dem Nexus 9, aber auch ältere Modelle (bis Nexus 4) sollen die neueste Version erhalten. Updates gibt es auch für:

    • beide Generationen des Moto X
    • beide Generationen des Moto G
    • die LTE-Variante des Moto G
    • das Moto E von Motorola

    HTC

    HTC, das das Nexus 9 baut, bietet Lollipop zudem für das HTC One (M8) und das HTC One (M7) an. Spätestens im Januar oder Februar 2015 will das Unternehmen es auch für weitere Geräte bereitgestellt haben. Dies gilt ebenfalls für das Desire Eye und das One E8 Android 5.0.

    Samsung

    Noch nicht bekannt ist, ob und wann Smartphones und Tablets von Samsung Android 5.0 erhalten. Gerade bei dem Galaxy S5, dem Galaxy Alpha und dem Galaxy Note 4 ist die Wahrscheinlichkeit aber sehr groß, ebenso beim Galaxy S5 Mini.

    Sony, LG und Huawei

    Die Xperia-Z-Serie von Sony bekommt das Update Anfang 2015. Auch die Geräte von LG sind Top-Kandidaten für Lollipop. Bestätigt hat der südkoreanische Konzern das Update für das G2 und G3. Von Huawei fehlen bislang offizielle Aussagen zu Android 5.0.

    Nvidia

    Als einer der ersten Hersteller hat Nvidia die neueste Android-Version für sein Spiele-Tablet Shield zur Verfügung gestellt.

    Das Nutzen eines Smartphones ist heutzutage Standard - ebenso die Möglichkeit, damit online zu gehen...

    Der Mobilfunk und das Internet

    Heutzutage ist es kein Problem mehr, an jedem gewünschten Ort ins Internet zu gehen, wozu nicht einmal mehr WLAN-Hotspots, die öffentlich zugänglich sind, benötigt werden. So ist es auch möglich, mit einem internettauglichen Handy auf das World Wide Web zurückzugreifen.

    Zahlreiche Möglichkeiten

    Internettaugliche Mobiltelefone erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. So ermöglicht der Mobilfunk es dem Benutzer, jederzeit

    • im Web zu surfen
    • Nachrichten abzurufen
    • Informationen zu sammeln
    • Handygames zu spielen oder
    • mit Freunden oder Verwandten zu chatten.

    Den vielfältigen Möglichkeiten sind kaum noch Grenzen gesetzt. Wer mit dem Mobiltelefon ins Internet gehen möchte, sollte jedoch einige Dinge beachten.

    Voraussetzungen

    Handy ist nicht gleich Handy. So unterscheiden sich die Mobiltelefone häufig in ihren Möglichkeiten. Internetseiten, die für Handys angepasst wurden, stellen in der Regel kein Problem dar.

    Um herkömmliche Internetseiten anzeigen zu können, benötigt man jedoch auf seinem Handy eine entsprechende Applikation oder einen Internetbrowser. Mobile Anwendungen oder spezielle Internetsoftware lassen sich allerdings nur mit neuester Technik nutzen.

    Großes Display

    Surft man mit dem Mobiltelefon regelmäßig im Web, ist es ratsam, sich ein Handy mit ausreichender Displaygröße zuzulegen. So fällt es auf Internetseiten, die nicht über eine Anpassung für Handys verfügen, oft schwer, die Portale zu nutzen oder etwas zu erkennen.

    UMTS

    Nahezu unverzichtbar für die Nutzung des Internets via Mobilfunk ist UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). So kann mit UMTS das Internet mit einer Bandbreite bis zu 384 Kilobit in der Sekunde genutzt werden. Der neuartige Turbostandard HSDPA ermöglicht sogar maximal 7,2 Megabit pro Sekunde.

    Fast sämtliche Handys, die sich zum Surfen im Internet eignen, sind auch UMTS-tauglich. Als überholt gelten dagegen ältere Standards wie zum Beispiel WAP, denn diese sind wesentlich langsamer. Ist in einer Region kein UMTS verfügbar, greift man zum Teil auf den Mobilfunkstandard Edge zurück, der allerdings nicht über dieselbe Leistungsstärke verfügt.

    Tarife

    Ebenfalls wichtig für die Internetnutzung via Mobilfunk ist ein geeigneter Tarif. Als besonders günstig gelten Flatrates, die sich auch für User eignen, die nur gelegentlich auf das Internet zurückgreifen. Als Alternative kommen Prepaidangebote ohne Vertragslaufzeiten oder spezielle Billigtarife in Betracht.

    Als sicher geltende Blackberry-Smartphones von NSA geknackt

    Silberner PDA Organizer oder Handy mit Stift auf Terminplaner oder Mappe
    pda cell phone © Feng Yu - www.fotolia.de

    Neben Managern setzen unter anderem auch Politiker wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Smartphones von Blackberry, die bislang als unknackbar und äußerst sicher galten.

    Allerdings sind die Geräte des kanadischen Herstellers auch von der Massenausspähung des US-Geheimdienstes NSA keineswegs sicher. Dank speziell eingerichteter Arbeitsgruppen für jeden Handyproduzenten haben die Geheimdienstler auch Zugriff auf sämtliche Daten der Telefonnutzer mit einem Blackberry.

    Den Konzern dürfte diese Nachricht überraschend treffen, da die Nutzerdaten mit einer als hoch sicher geltenden Firewall sowie einer speziellen Verschlüsselung auf hauseigenen Enterprise-Servern gesichert werden. Ganz unschuldig dürfte Blackberry jedoch nicht sein, da der Konzern bereits vor einigen Jahren gewisse Sicherheitshürden beispielsweise in Indien und Saudi-Arabien auf Druck der dortigen Regierungen den nationalen Sicherheitsanforderungen anpasste.

    Laut einem Bericht des "Spiegel" soll die NSA den SMS-Verkehr bereits im Jahr 2009 mitgelesen haben, was das Bundeskanzleramt spitzhörig machen dürfte. Erst im Sommer dieses Jahres wurden nämlich sämtliche Bundesbehörden hierzulande mit verschlüsselten Smartphones des kanadischen Unternehmens versorgt.

    Android-Sicherheitschef kritisiert Anti-Malware-Apps für Smartphone und Handy

    Geschäftsfrau sitzt am Tisch eines Büros und bedient ihr Smartphone
    Geschäftsfrau im Büro schaut auf Smartphone © Robert Kneschke - www.fotolia.de

    Nach Meinung des Sicherheitschefs von Android benötigen Handys kein Anti-Viren-Programm. Google verbessere selbst permanent seine Sicherheitsvorkehrungen, außerdem würden Apps eingehend überprüft, bevor sie im Play Store erscheinen. Das Risiko, an Malware zu geraten, sei daher nahezu ausgeschlossen.

    Hersteller von Anti-Malware-Apps kritisieren diese Äußerungen. Schad-Programme, wie etwa ein gefälschter Blackberry-Messenger und ein Spiel, das WhatsApp-Chats ausspioniert, wären trotz aller Vorsichtsmaßnahmen im Play Store erhältlich gewesen. Einige Apps würden zudem Nutzerdaten über unsichere Verbindungen übertragen oder Werbung mit gefährlichen Links anzeigen.

    Nutzer sollten bei Installationen von Programmen vorsichtiger sein

    Bislang ist jedoch noch kein Android-Virus im Umlauf. Die Gefahr geht von verseuchten Applikation aus. Doch es ist unklar, ob Anti-Malware-Apps Smartphones besser schützen als Googles Sicherheitssystem. Die größte Gefahr geht von den Nutzern selbst aus, wenn sie installierten Programmen zu viele Rechte einräumen, etwa Informationen über den Internetzugang, SMS-Versand, GPS-Ortung oder Zugang zu den Kontakten.

    Zusätzlicher Schutz durch spezielle Apps

    Schutz-Software greift ebenso wie Google auf Datenbänke zurück, in denen Malware gelistet ist. Noch sind die Virenwächter nicht in der Lage, Schädlinge aufgrund ihres Verhaltens zu enttarnen. Wer glaubt, dass Googles Datenbänke unvollständig und nicht aktuell sind, sollte sich eine Schutz-App auf seinem Handy installieren. Zumal diese häufig Zusatzfunktionen, wie einen erweiterten Diebstahlschutz, bieten.

    Google bietet mit Trageerkennung neue Sperrfunktion für Android-Smartphones

    Wir klären über die Vor- und Nachteile der neuen Smart-Lock-Option von Google auf

    Frauenhände bedienen ein Smartphone
    woman uses a smartphone © slasnyi - www.fotolia.de

    PIN-Eingabe, Wisch-Muster, Passwort oder Gesichtsentsperrung: Es gibt viele Möglichkeiten, das Smartphone zu sichern. Für Nexus-Geräte mit dem Android-Betriebssystem der Version 5 hat sich Google nun eine weitere Entsperrfunktion einfallen lassen.

    Einschalten der Smart-Lock-Option

    Solange der Nutzer das Gerät in der Hand oder Tasche trägt, bleibt die Passwort- oder Gestensperre ausgesetzt. Wird es abgelegt, aktiviert sich die Sperre wieder.

    Einschalten lässt sich die Smart-Lock-Option über das Menü Einstellungen/Sicherheit/Smart Lock/Trageerkennung. Verfügbar ist die Funktion bislang für Nexus 4 und Nexus 5. Das Feature ist nicht mit einer OS-Version erhältlich, sondern über Google-Play-Dienste.

    Leichtes Spiel für Langfinger?

    Kritiker monieren, dass die Trageerkennung Dieben die Arbeit erleichtere. Das Smartphone bleibt solange aktiviert, wie es bewegt wird. Es unterscheidet dabei nicht, wer es benutzt. Demnach können Langfinger es verwenden, ohne die PIN-Nummer zu kennen.

    Es ist jedoch trotz des neuen Features möglich, die Bildschirmsperre jederzeit manuell zu aktivieren. Dazu ist es lediglich erforderlich, auf dem Startbildschirm auf das Schloss-Symbol am unteren Display-Rand zu klicken.

    Entsperrmuster für Android-Smartphones sind häufig vorhersehbar

    Die Entsperrmuster, die den Zugriff Dritter verhindern sollen, sind laut einer Studie häufig nicht komplex genug

    Vorhängeschloss mit Schlüssel liegt auf schwarzem Smartphone und Tastatur
    Smartphone and padlock © blackday - www.fotolia.de

    Passwörter, die

    • Zahlen,
    • Buchstaben und
    • Sonderzeichen

    enthalten, bieten die größte Sicherheit, um den Computer oder einen Account zu sichern. Um ihr Smartphone zu schützen, verwenden viele Android-Nutzer eine PIN, manche setzen jedoch auch auf ein Sperrmuster. Doch auch dieses Verfahren hat einen großen Nachteil - den Menschen.

    Meiste Entsperrmuster bestehen aus fünf der möglichen neun Knotenpunkte

    Ähnlich wie die Passwörter

    • "1234",
    • "qwertz" oder
    • "passwort"

    ist das Wischen zwar bequem, aber auch genauso unsicher. So hat eine Studie der norwegischen Wissenschaftlerin Marte Løge der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim ergeben, dass die meisten Wischmuster aus lediglich fünf der möglichen neun Knotenpunkten bestehen, was die Komplexität erheblich vermindert.

    Dazu kommt, dass viele Nutzer ein Muster wählen, das von links nach rechts sowie von oben nach unten wandert. Bei 44 Prozent der Nutzer beginnt das Muster links oben und bei 77 Prozent in einer der vier Ecken.

    Ebenfalls zu beobachten war, dass nur selten ein Muster gewählt wird, bei dem die Linie eine vorherige kreuzt. Rund zehn Prozent der Nutzer haben sich einen Buchstaben ausgesucht, etwa Initialen des Partners oder der eigenen Kinder.

    Linie sollte sich einmal selbst überschneiden

    Bei vier Punkten für das Entsperrmuster sind 1624 Kombinationen möglich, bei neun Verbindungen aber insgesamt 389.112. Dies erhöht die Sicherheit beträchtlich. Die so entstehende Linie sollte sich zumindest einmal selbst überschneiden.

    Zudem sollte das Smartphone so eingestellt sein, dass die Sperrmuster bei der Eingabe nicht mit Linien angezeigt werden. Dies erschwert es Dritten, das Muster beim Blick über die Schulter auszuspionieren. Desgleichen hilft es, das Display in regelmäßigen Abständen zu reinigen, da sonst das Muster anhand von Fingerspuren leicht nachvollziehbar ist.

    Dem Mobilfunk werden häufig auch negative Aspekte zugeschrieben - inwieweit stimmt die Annahme, Handynutzung sei gesundheitsgefährdend?

    Gesundheitliche Bedenken gegen den Mobilfunk

    Die Benutzung von Mobiltelefonen ist kinderleicht. In den letzten Jahren stieg die Verbreitung der kleinen Handys immer mehr, sodass sie heutzutage in den meisten Haushalten zu finden sind. Gleichzeitig werden jedoch zunehmend gesundheitliche Bedenken gegen den Mobilfunk laut.

    Handys als mobile Krankheitsquelle

    Immer wieder kommt es in den Medien zu Meldungen, dass Handys bzw. die Mobilfunkfelder, die von mobilen Telefonen sowie den Basisstationen abgegeben werden, krank machen könnten. So schreibt man der Handystrahlung zu, dass sie die Blut-Hirnschranke aufbrechen würde sowie eine Schwächung des Immunsystems oder sogar Gehirntumore auslösen könnte. Ob jedoch auch wirklich eine gesundheitliche Gefahr von Mobiltelefonen ausgeht, darüber streiten Wissenschaftler schon seit Jahren erbittert.

    Was ist bislang erwiesen?

    Fakt ist, dass Basisstationen und Handys hochfrequente elektromagnetische Felder aussenden müssen, damit sie untereinander Verbindung aufnehmen können. Wie sich diese Felder jedoch auf den Menschen auswirken, ist noch immer unklar.

    Erwiesen ist, dass es durch die Strahlung von Handys zu einer Erwärmung des Gewebes an der Stelle kommt, die mit dem Mobiltelefon in Kontakt tritt. Dies ist logischerweise vor allem das Ohr.

    Kritiker befürchten, dass die Handystrahlung den menschlichen Organismus schädigt und sogar Krebs auslösen kann. Diese Thesen ließen sich jedoch bislang nicht wissenschaftlich untermauern. So konnte keinerlei Zusammenhang zwischen bestimmten Erkrankungen und der Benutzung von Mobilfunktelefonen hergestellt werden.

    Allerdings sind die Langzeitfolgen der Handybenutzung noch unbekannt. Daher befürchten manche Wissenschaftler, dass es in den folgenden Jahren zu einem deutlichen Anstieg von Gehirntumoren kommen könnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht dagegen bisher keine Hinweise darauf.

    Die Strahlung von Mobiltelefonen steht außerdem im Verdacht, bei Männern Unfruchtbarkeit hervorzurufen, wenn diese die Handys am Gürtel oder in der Hosentasche tragen. Die bisher dazu gemachten Studien gelten jedoch als ungenau und unwissenschaftlich. Nicht ausschließen lassen sich dagegen Störungen von Herzschrittmachern durch die Mobilfunkfelder, wobei die Störungen auch von dem jeweiligen Mobilfunknetz abhängig sind.

    Sicherheitsvorkehrungen im Alltag

    Die zahlreichen widersprüchlichen Berichte verunsichern verständlicherweise viele Verbraucher. Hat man die Befürchtung, dass Handystrahlen schädlich sein könnten, kann man im Alltag ein paar Sicherheitsvorkehrungen treffen.

    So ist es ratsam, das Mobiltelefon in einem Rucksack oder einer Tasche zu verstauen, anstatt es unmittelbar am Körper zu tragen. In der Nacht sollte das Handy nicht neben dem Bett liegen. Außerdem kann man ein Headset benutzen, um eine Erwärmung des Ohrs zu verhindern.

    Mobilfunkstrahlen keine Auswirkungen auf das Wohlbefinden

    Blonde Frau mit Kopfschmerzen vor hellblauem Hintergrung fasst sich mit geschlossenen Augen an die Stirn
    hangover, headache, pain © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

    Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat eine Untersuchung bei der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) zum Thema Auswirkungen von Mobilfunkstrahlen in Auftrag gegeben. Die Forscher haben herausgefunden, dass das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen durch Mobilfunkstrahlen nicht beeinflusst wird.

    Bei 3.000 Studienteilnehmer im Alter zwischen 8 und 17 Jahren wurde die individuelle Mobilfunkbelastung aufgezeichnet und sich zeitgleich nach ihrem Befinden erkundigt. Es wurden Beschwerden wie Nervosität, Schwindel, Müdigkeit, Angst, Gereiztheit und Kopfschmerzen abgefragt. Es konnte kein Zusammenhang zwischen den elektromagnetischen Feldern und dem Wohlbefinden gemessen werden.

    Da man nicht weiß, welche eventuellen Langzeitwirkungen elektromagnetischer Felder auf Heranwachsende hat, weist das Bundesamt für Strahlenschutz auf einen vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationsmittel hin.

    Mit dem Smartphone zu innerer Ausgeglichenheit

    Junge Frau mit langen braunen Haaren nutzt lachend ihr schwarzes Smartphone
    Woman browsing media in a mobile phone © Antonioguillem - www.fotolia.de

    Stress, Frust und Unausgeglichenheit - wer hat nicht schon einmal unter diesen Symptomen gelitten? Gerade in der heutigen Zeit, in der wir sowohl beruflich als auch privat immer größerem Stress ausgesetzt sind und der Spagat zwischen Job und Familie zunehmend schwieriger wird, sehnen sich viele Menschen nach innerlicher Ruhe und Ausgeglichenheit. Abhilfe könnte nun eine sogenannte Smartphone-Software schaffen.

    Von Psychologen und Medizinern speziell auf die Herausforderungen der heutigen Welt abgestellt, sorgt der "Anti-Stress-Trainer" dafür, dass sich unser Stresspegel dank multimedialer Technik auf ein Minimum reduziert. Mentales Training hilft uns dabei, inneren Druck abzubauen und Gesundheit und Lebensqualität auf diese Weise erheblich verbessern zu können.

    Gegen Schnupfen und Pollenallergie Klingelton aus Japan

    Junge Frau mit Erkältung putzt Nase mit Taschentuch
    erkältet © Balin - www.fotolia.de

    Gegen Schnupfen, aber auch bei Pollenallergie, soll ein bestimmter Klingelton von einem japanischen Vertreiber helfen. Dabei soll man das Handy zirka 30 Sekunden an den Nasenrücken halten und die Nase wird durch die Vibration wieder frei.

    Dabei gibt zwei verschiedene Töne, einmal für die Männer der Kammerton "A", was etwa 440 Hertz (Schwingungen) entspricht, und bei den Frauen ein "C" (532 Hertz). Aber ob diese Methode auch bei allen Menschen hilft, so übernimmt der Vertreiber keine Garantie, denn die japanischen Nasen sind mit denen bei uns, beispielsweise die von Mike Krüger, nicht zu vergleichen.

    Mit dem Handy auf Spurensuche nach Krankheitserregern

    Mit einem normalen Handy, bei dem eine Kamera eingebaut ist, wollen amerikanische Wissenschaftler auf Spurensuche nach Krankheitserregern gehen. Dazu wird noch zusätzlich ein kleines Mikroskop vor die Linse der Kamera gesetzt und dann lassen sich Blut- und Speichelproben untersuchen, die mit einem Farbstoff behandelt werden um die Krankheitserreger sichtbar zu machen.

    Erste Erfolge konnten die Wissenschaftler schon verbuchen, denn sie haben unter anderem damit den Malaria-Erreger und auch Tuberkulosebakterien nachweisen können. In Zukunft wäre es möglich in Gegenden, die weitab von einem Labor liegen, mit Hilfe des Handys die Daten und Bilder dorthin zu senden.

    Aber neben den medizinischen Untersuchungen, bestehen auch andere Möglichkeiten, so könnten beispielsweise in der Landwirtschaft kranke Pflanzen aufgenommen werden und in einem Labor untersucht werden, ohne dass man die Pflanzen dorthin schicken muss.

    Hirntumore: Kein erhöhtes Risiko durch Handystrahlung

    Handys nicht unbedingt verantwortlich für den Anstieg an diagnostizierten Gehirntumoren

    Dunkelhaarige, lächelnde Frau telefoniert mit Handy
    business woman on the phone smiling © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

    Seit den 1990er Jahren ist die Handynutzung unter der Bevölkerung fast explosionsartig in die Höhe gestiegen und nach wie vor nutzen immer mehr Menschen das kleine praktische Mobiltelefon. Bereits seit einigen Jahren läuft hierbei die Diskussion, ob von der ausgehenden Handystrahlung das Risiko der Entstehung eines Gehirntumors ansteigt.

    Eine neue Studie aus Skandinavien zeigt jedoch, dass in den letzten Jahren keine gestiegenen Hirntumor-Erkrankungen zu verzeichnen sind und somit durch die Handystrahlung scheinbar keine Gefahr besteht. Allerdings sind die Experten in ihrer Aussage noch etwas zurückhaltend, denn zum Stand der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse sind mögliche Langzeitauswirkungen noch nicht ausreichend untersucht.

    Mehr Hirntumore auch durch bessere Diagnostika möglich

    Die These selbst, die von den skandinavischen Forschern aufgestellt wurde bezieht sich auf die Tatsache, dass besonders in den letzten knapp 20 Jahren eine deutliche Zunahme von Gliomen oder Meningiomen im Bezug auf die gestiegene Handynutzung feststellbar sein müsste.

    Zwar konnten nach der Auswertung des Krebsregisters aus den Jahren 1974 bis 2003 ein leichter Anstieg von 0,5% bei den Männern und 0,2% bei den Frauen verzeichnet werden, allerdings könnte diese Zunahme auch auf der Tatsache basieren, dass die Diagnostika in diesem Bereich deutlich an Qualität erhalten haben. Zudem konnte eine Steigerung der Gehirntumore bei Frauen im Alter von 60 bis 79 Jahren festgestellt werden, die eigentlich nicht unter die starken Handynutzer fallen.

    So bleiben trotzallem immer noch Fragen offen, ob die elektromagnetischen Strahlen der Mobiltelefone nun einen gesundheitlichen Schaden anrichten können oder nicht. Hier sollen nun folglich weitere differenzierte Studien detaillierte Erkenntnisse erbringen.

    Kann das Telefonieren mit dem Handy zu Tinnitus führen?

    Junge Frau hält sich das Ohr, rot markiert, Tinnitus
    Tinnitus © DoraZett - www.fotolia.de

    Dass Handys aufgrund von schädlichen Strahlen nicht gerade gesund sein sollen, geht schon lange um die Welt. Doch nun soll eine Studie herausgefunden haben, dass das Telefonieren mit den Mobiltelefonen auch zu Tinnitus führen kann. Allerdings lassen diese Ergebnisse Zweifel aufkommen, denn befragt wurden Tinnitus-Patienten, die der Meinung sind, ihr Handy sei Schuld an ihrer Krankheit.

    Die Studie des "Occupational and Environmental Medicine" Journals ergab, dass das Risiko bei Menschen, die ihr Handy vier Jahre lang regelmäßig nutzen doppelt so hoch ist, wie bei denjenigen, die auf den Mobilfunk verzichten. Es wird jedoch kritisiert, dass Tinnitus-Patienten ihr Handy nicht einfach überbewerten, denn wirkliche Nachweise für diese These gab es nicht.

    Handystrahlen - ist es gefährlich, das Gerät mit ins Bett zu nehmen?

    Von Handystrahlung geht laut WHO nicht unbedingt eine gesundheitsschädliche Strahlung aus

    Junges Paar im Bett, junger Mann u. junge Frau, nackt, rot-weiße Bettdecke, Mann telefoniert mit Handy, Frau genervt
    Paar im Bett © bilderbox - www.fotolia.de

    Für viele Menschen ist ein Leben ohne Handy gar nicht mehr denkbar. Das Handy ist der tägliche Begleiter, wohin man auch geht. Nicht wenige benutzen es sogar als Wecker und haben es daher auch in der Nacht auf dem Tischchen neben dem Bett liegen. Doch wie sicher ist das? Handystrahlung war immer wieder ein Thema und viele Menschen wissen nicht, ob sie das Gerät nun des Nachts so nah am Kopf liegen haben sollten, oder doch besser nicht.

    Studie: Handystrahlung richtet keinen ernsthaften Schaden an

    Eine aktuelle Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt jetzt heraus: es gibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine stichhaltigen Beweise, dass die Strahlung eines Handys wirklich ernsthaften Schaden im menschlichen Körper anrichtet. Auch Vorgängerstudien hatten keine Anhaltspunkte finden können.

    Krebs oder Hirntumore lassen sich nicht auf die Handynutzung zurückführen. Auch Kopfschmerzen und Schlafstörungen scheinen nichts mit den Mobiltelefonen zu tun zu haben. Es gibt also Entwarnung für alle, die auch des Nachts ihr Handy in Reichweite wissen wollen.

    Auf Handys befinden sich laut neuer Studie mehr Keime als auf Toilettenspülungen

    Moderne Mobilfunktgeräte - Smartphones, Tablet und Notebook
    Modern mobile devices © Oleksiy Mark - www.fotolia.de

    Auf Handys nisten einer neuen Studie zufolge wahre Kolonien von Keimen und Bakterien. Auf manchen Handys finden sich 18 mal mehr Keime als auf Toilettenspülungen. "Which?", das englische Magazin, und die Lagos State University führten Untersuchungen durch und fanden bei 30 Prozent der geprüften Handys nach einem Abstrich einen deutlich erhöhten Bakterienbefall.

    Dr. Nicholas Moon, Experte für antibakteriellen Hygieneschutz bei der Firma Microban, die die durchgeführten Studien auswertete, kommt zu dem Schluss, dass Handys in großer Zahl mit Bakterien und Keimen übersät sind, weil sie nie geputzt und überall verwendet werden. Handys werden oft in einem unhygienischen Umfeld wie auf öffentlichen Toiletten benutzt und weil sie nie geputzt werden, können sich die darauf lebenden Bakterien schlimmstenfalls im 20-Minuten-Takt vermehren.

    Die Firma Microban ist auf dem Gebiet des Hygieneschutzes tätig und stattet zum Beispiel Handys mit antibakterieller Technologie aus.

    Mobiltelefone beeinflussen Hirnströme

    Wissenschaftler des National Institute of Helath im US-amerikanischen Bethesda haben 47 Probanden an jedem Ohr ein Handy befestigt. Eins davon schalteten sie 50 Minuten ein. Gleichzeitig wurde die Gehirnaktivität gemessen. Nach 50 Minuten war sie in dem Hirnteil, der gleich beim aktiven Handy lag, signifikant gestiegen.

    Der Energieverbrauch im orbifrontalen Cortex war sieben Prozent höher als in den anderen Hirnteilen. Der orbifrontale Cortex ist ein Teil des präfrontalen Cortex, der gleich hinter den Augenhöhlen beginnt.

    Welche Folgen diese Form der gesteigerten Hirnaktivität hat, konnten die Forscher in ihrem Artikel, der bald im Fachmagazin "Jama" erscheint, nicht sagen.

    Ein Viertel der iPhone-Besitzer sind süchtig

    Die umfangreichen Handyfunktionen werden heutzutage meist von 30-49-Jährigen genutzt

    Dunkelhaarige, lächelnde Frau telefoniert mit Handy
    business woman on the phone smiling © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

    Man kennt das ja: Freunde sitzen in der Kneipe oder beim Kaffeeklatsch zusammen und wollen sich unterhalten. Die Konversation gestaltet sich jedoch als schwierig.

    Einer der Anwesenden zieht ständig sein iPhone aus der Tasche, weil er seine E-Mails checkt, eine neue App präsentiert oder einfach nur angerufen wird. Wahrscheinlich nimmt die Person ihr Handy sogar mit auf die Toilette, weil sie nicht mehr ohne kann.

    Die Sucht der Smartphone-Besitzer hat nun die kanadische "Crowd Science" untersucht. Das Ergebnis der Studie: Jeder fünfte der 800 Befragten gab an, Smartphone-süchtig zu sein.

    Handyfunktionen meist von 30-49-Jährigen umfangreich genutzt

    "MobileTechNews" will sogar herausgefunden haben, dass ein Viertel der iPhone-Nutzer abhängig sind von ihrem Gerät. Von den Blackberry-Eigentümern sollen hingegen nur 13 Prozent ein Suchtverhalten an den Tag legen. Das Alter spielt beim Nutzungsverhalten eine große Rolle. Die über 50-Jährigen nutzen viele Funktionen ihres Handys gar nicht. Die Altersgruppe zischen 30 und 49 sehr wohl.

    Ein beliebtes Feature ist der Navigator von Google Maps, der einen Stadtplan ersetzt. Unterschiede zwischen den Betriebssystemen iPhone und Blackberry zeigt sich auch in der Verbundenheit des Besitzers zu seinem Handy.

    65 Prozent der befragten iPhone-Nutzer würden ihr Telefon aus einer öffentlichen Toilette wieder herausfischen. Von den Blackberry-Besitzern gaben mehr als die Hälfte an, dies nicht zu tun, weil der Ekel größer sei als die Liebe zum Handy.

    Studie misst die Gefahr von Handystrahlung - Die Strahlen verändern unseren Schlaf

    Während wir schlafen, verändert Handystrahlung unsere Hirnaktivität messbar

    Blondes Paar liegt schlafend in weißem Bett
    sweet dreams © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Eine Studie zeigt nun, dass es wohl nicht die beste Idee ist, mit dem Handy auf dem Nachttisch einzuschlafen. Die vom Gerät ausgehenden Strahlen beeinflussen nämlich unser Gehirn, während wir schlafen.

    Die elektromagnetische Strahlung wirkt sich während der Nachtruhe direkt auf die Hirnaktivität aus. Bei manchen Probanden veränderte sich die Durchblutung des Hirns, bei einigen änderte sich sogar der Gesamtpuls im Körper.

    Eine zweite Gruppe von Freiwilligen schlief ohne Handystrahlung und zeigte diese Veränderungen nicht. Interessanterweise gilt dies aber nur für schlafende Menschen. Im Alltag zeigte sich bei Handyträgern keine messbare Veränderung.

    Keine Verschlechterung der Schlafqualität durch Handystrahlung

    Die Forscher beruhigen uns aber: die Schlafphasen und die Qualität der Nachtruhe wurde bei den Teilnehmern dadurch nicht messbar verändert. Die Einwirkungen der Handys können also nicht derart groß sein. Dennoch, die neuen Messdaten sollten besonders Schwangere aufmerksam machen.

    Da man davon ausgehen kann, dass die Strahlung auch im Mutterleib ankommt, sollte man das Gerät nicht zu nahe am Bauch tragen und am Besten des Nachts weiter weg legen.

    Wie man das Handy gesundheitsschonend verwendet

    Mobiltelefone - so kann das Handy gesundheitsschonend verwendet werden

    Junges Touristenpaar macht ein Selfie mit dem Smartphone
    Traveler tourists couple photographing a selfie © Antonioguillem - www.fotolia.de

    Heutzutage gibt es nur noch wenige Menschen, die kein Handy besitzen. Das Angebot ist riesengroß und schon längst wird das mobile Telefon nicht nur zum Telefonieren benutzt. Smartphones werden immer selbstverständlicher und bieten ihren Nutzern Internetzugang zu günstigen Preisen - Telefon, Computer, Kalender und vieles mehr in nur einem Gerät.

    Mobilfunk kann unserem Körper schaden

    Bereits mehrere Studien haben ergeben, dass die Strahlung, dem der Handynutzer täglich ausgesetzt ist, zu Krebs führen kann; doch auch diese wurden bereits wieder widerlegt. Fakt ist: gesund ist Mobilfunk für unseren Körper sicher nicht. Doch was kann man tun, um die Gefahr so gering wie möglich zu halten?

    Tipps um die Gefahr für die Gesundheit so gering wie möglich zu halten:

    Zunächst sollte man darauf achten, längere Gespräche ausschließlich mit einem Festnetztelefon zu führen - je kürzer das Handytelefonat ist, desto weniger Strahlung setzt man sich aus. Wenn man eine Nummer gewählt hat, sollte man warten bis die Verbindung aufgebaut ist, bevor man sich das Handy ans Ohr hält; auch so bekommt man weniger Strahlen ab. Zum Telefonieren sollte man sich stets Orte aussuchen, an denen der Empfang einwandfrei ist, ansonsten ist die Funkleistung viel höher.

    Wer im Auto telefoniert, sollte eine Freisprecheinrichtung benutzen - allein schon, um keine Strafe zahlen zu müssen. Doch auch in Sachen Strahlungsintensität ist dies ein guter Rat, denn die Strahlung wird im Auto immer wieder reflektiert.

    Hund, Katze, Handy sorgen für Verlustängste

    Wenn eine Katze oder ein Hund spurlos verschwindet, ist das für Frauchen oder Herrchen zumeist eine sehr traurige Angelegenheit. Für manche Menschen ist es genauso schlimm, wenn das Handy verloren geht. Dies hat die Forscherin Esther Swilley in einer Langzeitstudie herausgefunden.

    Solch eine Trauer sei vollkommen normal, erklärt Swilley. Das Mobiltelefon sei heutzutage viel mehr als nur ein technisches Gerät, um Gespräche zu führen. Es sei ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, so die Wissenschaftlerin von der Kansas State University.

    So gab ein Großteil der Studienteilnehmer an, ein Handy aufgrund des Unterhaltungsfaktors zu besitzen. Es sei für sie viel mehr als nur ein Apparat, den man zum Kommunizieren nutzen könne. Das Mobiltelefon, so räumten die meisten Probanden ein, sei bereits zu einem Teil von ihnen geworden.

    Esther Swilley schließt daraus, dass das Handy dazu beitrage, dass sich sein Besitzer besser fühle. Damit habe es einen ähnlichen Effekt wie ein Haustier, so die Wissenschaftlerin.

    Doch kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handynutzung?

    Ob die Strahlung von Handys für Nutzer gefährlich sein kann, bleibt in der Fachwelt weiterhin umstritten

    Frau steht draußen und telefoniert mit ihrem Handy, hat einen skeptischen Blick
    Unhappy woman talking on a phone, outside background © pathdoc - www.fotolia.de

    Handynutzer können aufatmen. Eine Studie dänischer Wissenschaftler vom Krebsforschungsinstitut in Kopenhagen ergab, dass auch Vieltelefonierer keinem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sind. Allerdings ist noch unklar, ob eine starke Handy-Nutzung über mehrere Jahrzehnte nicht doch negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Auch die Gefahr für Kinder und Jugendliche bleibt weiterhin unklar.

    Gefährliche Handystrahlung?

    Die Forscher hatten die medizinischen Daten von über 350.000 Handy-Nutzern über einen Zeitraum von 18 Jahren ausgewertet. Exakt 10.729 der Testpersonen erkrankten an einem Hirntumor. Doch auch bei den Menschen, die ihr Mobiltelefon seit über 13 Jahren nutzten, konnten die Wissenschaftler keine deutlich erhöhte Krebsanfälligkeit ermitteln.

    Ob die Strahlung von Handys für Nutzer gefährlich sein kann, bleibt in der Fachwelt weiter heftig umstritten. So hatte ein Expertengremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ende Mai bekanntgegeben, dass Mobilfunkstrahlung als "möglicherweise krebserregend" einzustufen sei.

    Negativfolgen nicht ausgeschlossen

    Auch die Experten vom Krebsforschungsinstitut wollten ein "leichtes bis mittleres Risiko" nicht gänzlich ausschließen. Extreme Vieltelefonierer oder Personen, die mindestens 15 Jahre über ihr Handy kommunizieren, könnten doch gefährdeter sein als andere, mutmaßten die Wissenschaftler.

    Stress durch Smartphone & Co.

    Blonde Geschäftsfrau hängt völlig gestresst auf ihrem Schreibtisch, umgeben von Kollegen-Händen mit Smartphone und Uhr
    Depressed business woman © Kaspars Grinvalds - www.fotolia.de

    Smartphones, Twitter, Facebook - immer und überall erreichbar zu sein oder sich anderen mitzuteilen, ist aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Doch die permanente Kommunikation verursacht Stress und macht viele Menschen krank. Dies belegt eine Studie aus Großbritannien.

    Schuld sind jedoch nicht die Geräte, sondern ihre Benutzer und deren Bedürfnis, immer und überall aktuelle Informationen zu erhalten. So werden die Mobiltelefone ständig zur Hand genommen, um keine neue Mitteilung zu verpassen. Dies geht sogar soweit, dass manche Menschen glauben, ein Klingeln gehört zu haben, obwohl das Gerät ruhig blieb.

    Um auch mal entspannen zu können, sollte man sein Handy oder Smartphone von Zeit zu Zeit ausstellen. Nicht alles, was mitgeteilt wird, ist auch wirklich wichtig.

    Smartphone kann Anzeichen einer Depression erkennen und verhindern

    Mittlerweile sind die regelrechte Alleskönner - die Smartphones. In einer Pilot-Studie, in der die Verfahrensweise namens "Mobilyze!" getestet wurde, zeigte sich, dass sie durchaus in der Lage ist, Symptome von Depressionen zu erkennen und Anregungen zur Hilfe zu geben.

    Dabei wird dank dieser Technik gecheckt, wo sich der Smartphonebesitzer befindet, was er grade macht, also wie aktiv er ist, und auch der soziale Kontext kann so gefiltert werden. Durch Vergleiche mit vorherigen Daten kann so erkannt werden, ob sich Verhalten den normalen Verhaltensmustern entspricht.

    Ist er beispielsweise stunden- oder gar tagelang inaktiv, so wird er von "Mobilyze!" darauf hingewiesen, dass er mal wieder einen Freund besuchen solle.

    Handystrahlung stört Entwicklung im Mutterleib - Kinder leiden vermehrt an ADHS

    Kleiner Junge in weißem Poloshirt steht vor einer grauen Wand und schreit wütend
    Anger © olly - www.fotolia.de

    Forscher haben entdeckt, dass Handystrahlung einen negativen Einfluss auf Ungeborene haben kann. Die dauernde Bestrahlung scheint das Gehirn der heranwachsenden Föten zu beeinflussen und nach der Geburt zu Verhaltensauffälligkeiten wie ADHS zu führen.

    Zumindest im Experiment mit Nagern kam man zu diesem Schluss. Waren die Muttertiere einer hohen Handystrahlung ausgesetzt, zeigten sich nach der Geburt der Jungen deutlich die Verhaltensprobleme. Die Kleinen waren hyperaktiv und schienen Probleme bei der Konzentration zu haben. So lösten sie Gedächtnistests nicht besonders gut und waren zudem weniger ängstlich als Artgenossen.

    Eine Untersuchung des Hirns zeigte außerdem, dass bei den Mäusen Glutamat, ein wichtiger Botenstoff, nur noch gestört übertragen wurde. Dies hatte vor allen Dingen Auswirkungen auf den präfrontalen Cortex. Genau der ist auch bei Menschen mit ADHS in seiner normalen Funktion beeinträchtigt. Das Gehirn der erwachsenen Mäuse reagierte dagegen nicht so drastisch auf die Handystrahlung. Damit hatten die Forscher allerdings schon gerechnet, denn besonders junge Gehirne, die noch in der Entwicklung sind, reagieren stark auf Einflüsse aus der Umwelt.

    Gefahrenquelle Mobilfunk: Datenflut fördert Stress und Burn-Out

    Forscher wollen erreichen, dass dem Problem in der Öffentlichkeit mehr Raum gegeben wird

    Hand hält ein Smartphone, aus dem viele bunte Icons kommen (Fotomontage)
    Businessman using modern mobile phone © sdecoret - www.fotolia.de

    Im Alltag sind wir heute ständig von elektronischen Geräten umgeben, die uns mit einem unaufhaltsamen Datenstrom überfluten. Nicht nur die Informationsflut führt jedoch dazu, dass wir uns immer gestresster fühlen, sondern auch die Strahlenbelastung.

    Dies meint zumindest die "Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie", die die steigende Zahl der Burn-Out-Fälle auf die Zunahme der elektromagnetischen Felder durch den Mobilfunk zurückführt.

    Schäden durch elektromagnetische Frequenzen

    In ihrem neuen Forschungsbericht verweisen die Wissenschaftler auf zahlreiche Studien, wonach die elektromagnetischen Frequenzen durch mobile Geräte wie Smartphones und die hohe Zahl der kabellosen WLAN-Internetverbindungen zu Schäden an den menschlichen Zellen führen können. Beim sogenannten oxidativem Zellstress sind die Zellen mit ihrer normalen Reparatur und Entgiftung überfordert und es kommt zu Schädigungen, die wiederum zu einem Energiedefizit führen. In der Folge kann es zu einem Burn Out kommen.

    Gesundheit durch Verzicht

    Die Forscher wollen erreichen, dass dem Thema in der Öffentlichkeit mehr Raum gegeben wird. Vor allem Kinder und Jugendliche seien durch die schädlichen Strahlungen des mobilen Funkverkehrs stark gefährdet, Zellschädigungen zu erleiden. Aber auch bei Erwachsenen kann der zeitweilige Verzicht auf Mobilfunkgeräte möglicherweise helfen, den Gesundheitszustand zu verbessern. 20,8 Prozent aller Beschäftigen leiden mitterweile unter Schlafstörungen und Erschöpfszuständen.

    Tipps und Tricks gegen die Smartphone-Sucht

    Ältere Schüler hängen an einem Fenster in der Schule mit Smartphones und Tablets ab
    group of students with smartphone at school © Syda Productions - www.fotolia.de

    Es gibt Menschen, die können ihre Finger nicht von ihrem Smartphone lassen. Unentwegt verschicken sie SMS, surfen im Internet, hören Musik oder telefonieren. Bei manchen Personen hat sich dieses Verhalten regelrecht zu einer Sucht entwickelt.

    Zwar ist Alkohol nach wie vor die Droge Nummer eins in Deutschland, doch gerade bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren artet die Nutzung von Smartphones, Videospielen und Computern derart aus, dass viele Eltern sich aus Sorge um den Nachwuchs an Suchtstellen wenden.

    Fachleute berichten davon, dass die betroffenen Jugendlichen abfallende Leistungen in der Schule zeigten. Sie würden sich von der Außenwelt abkapseln und ihre realen Kontakte vernachlässigen.

    Doch auch Erwachsene sind von der Smartphone-Abhängigkeit betroffen. Bei ihnen stellt sich starke Nervosität ein, wenn das Handy zu Hause vergessen wurde oder wenn es etwa im Flugzeug ausgeschaltet werden muss.

    Um dem Problem der Sucht nach dem Smartphone vorzugreifen, ist es ratsam, jeden Tag etwas handyfreie Zeit einzuplanen. So kann man zur Ruhe kommen und etwa einen kleinen Spaziergang ohne den mobilen Computer machen.

    Außerdem sollte man sich nicht bei allen sozialen Netzwerken anmelden. So entfällt das Bedürfnis, ständig seinen eigenen sozialen Status zu überprüfen oder zu sehen, was die Freunde und Bekannte so machen.

    Mehr Elektrosmog durch neue Mobilfunktechnik LTE

    Die neue Mobilfunktechnik LTE ("Long Term Evolution") ermöglicht im mobilen Internet Geschwindigkeiten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde. LTE ersetzt zumindest in größeren Städten den bisherigen Mobilfunkstandard UMTS. Experten warnen schon seit Längerem, dass sich dadurch die Belastung durch Elektrosmog erhöhen werde. Durch die Strahlung sei die Gesundheit stärker gefährdet.

    Das Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen präsentierte jetzt eine aktuelle Studie, die die Zunahme von Elektrosmog bestätigt. Die Belastung, so die Behörde, würde aber erheblich unter den erlaubten Grenzwerten liegen. Erst in der Nähe eines Sendemastes von weniger als zwei bis drei Metern sei sie höher als bei einem Smartphone.

    Messungen in der Umgebung von LTE-Mobilfunksendeanlagen hätten zudem gezeigt, dass der Elektrosmog durch LTE vergleichbar sei mit dem der älteren Mobilfunkstandards GSM und UMTS.

    Stop dem "Phubbing" - Aufhören, immer nur auf das Handy zu starren

    Junger Mann sitzt draußen, raucht eine Zigarette und beschäftigt sich mit seinem Smartphone
    Man hands holding smartphone and cigarette © Hanoi Photography - www.fotolia.de

    Aus den Worten "phone" und "snubbing" wurde das Wort "Phubbing" gebildet. Wer noch nicht weiß was dies bedeutet, der hat es sicherlich schon öfters bei Freunden oder am Nachbartisch in einer Kneipe mitbekommen. Statt sich an Gesprächen zu beteiligen und das soziale Miteinander zu genießen, starren viele einfach nur auf den Bildschirm ihres Smartphones und sind damit beschäftigt, Neuigkeiten in Facebook zu posten oder SMS zu schreiben.

    Ein Student aus Melbourne geht jetzt in einer Kampagne gegen diese Unsitte an, an der sich viele Menschen stören. Er wendete sich an eine Werbeagentur und gründete die Initiative "Stop Phubbing". Auf seiner eigens gegründeten Webseite finden sich viele satirische Statistiken zu dem Thema.

    Mittlerweile wurden auch die Medien auf diese Kampagne aufmerksam, so dass die Website kurzfristig zusammenbrach. Der Australier findet mit seiner Kampagne also Zuspruch aus der ganzen Welt. Vielleicht hilft dies ja auch vielen Handynutzern ihr Verhalten zu reflektieren und in bestimmten Momenten einfach darauf zu verzichten.

    Mehr Kurzsichtigkeitserkrankungen durch Benutzung von Smartphones

    Frau mit Brille beim Augenarzt beim Sehtest
    Sehtest © bilderbox - www.fotolia.de

    Einem britischen Augenchirurgen zufolge kann die häufige Benutzung von Smartphones zu Kurzsichtigkeit führen. Der Mediziner hat sich auf die Operationen bei Kurzsichtigkeitserkrankungen spezialisiert und gab an, dass die Zahl der Krankheitsfälle seit Einführung der Smartphones im Jahr 1997 um 35 Prozent angestiegen ist. Innerhalb der nächsten zehn Jahre könne die Zahl auf 50 Prozent ansteigen, so der Chirurg.

    Studien zufolge halten Handynutzer dieses im Durchschnitt etwa 30cm von den Augen entfernt, manche sogar nur 18cm. Dies kann auf Dauer zu Kurzsichtigkeit führen, vor allen Dingen dann, wenn die Augen durch Fernsehen und Arbeiten oder Surfen am Computer zusätzlich belastet werden. Der Augenspezialist warnt besonders davor, Kinder zu früh an solche Geräte zu gewöhnen, denn sonst bekommen sie schon im frühen Alter eine Sehschwäche.

    Gefährliche Handy-Strahlung? Smartphones und Phablets im Test

    Nahaufnahme von Testatur eines Handys mit Daumen einer Männerhand, silbernes Mobiltelefon mit schwarzen Tasten
    téléphoner © Patrick PAZZANO - www.fotolia.de

    Seit es Handys gibt, wird darüber diskutiert, ob mobile Telefone strahlen und wenn ja, wie gefährlich diese Strahlung für den Menschen ist.

    Elektromagnetische Strahlung

    Die beim Funk auftretende Strahlung zählt zu den elektromagnetischen Wellen. Sie hängt beim Handy stark von der Position des Gerätes abhängt. Besonders betroffen ist lediglich derjenige, der telefoniert. Schon nach wenigen Zentimetern nimmt die Strahlung stark ab.

    Je dichter das Mobilfunknetz, desto geringer ist die Belastung durch Strahlen, da die benötigte Sendeleistung in den einzelnen Zellen und bei den mobilen Endgeräten viel niedriger liegt als in schlecht versorgten ländlichen Gebieten. Dort sollte man daher auf lange Gespräche verzichten.

    Experten warnen vor Panik

    Experten warnen jedoch, dass die Furcht vor Mobilfunkstrahlung gefährlicher sein kann, als es die Strahlung selbst ist. Panikmache sei unangebracht. Warner, die es frei verkäuflich gibt, dienen vor allem den Verkäufern solcher Apparate.

    So belegen selbst Langzeitstudien etwa keinen signifikanten Anstieg an Hirntumoren. Die IARC (International Agency for Research on Cancer) hat im Jahr 2011 Mobilfunkstrahlung als "möglicherweise krebserregend" eingestuft. Sie liegt damit in derselben Kategorie wie Abgase von Benzinmotoren, Nickel, nach asiatischer Tradition eingelegtes Gemüse und Kaffee.

    Strahlungsarme Geräte

    Die Industrie bietet mittlerweile zahlreiche Handys und Smartphones an, die als besonders strahlungsarm gelten. Dazu zählen von Samsung das Galaxy Mega, das S3, S4, S4 mini und das S4 Active. Auch das Asus Padfone 2 und das LG Optimus G können hier überzeugen. LG Optimus G Pro und das Samsung Galaxy Note II sind bei den Phablets empfehlenswert. Günstig, gut und strahlungsarm sind auch Acer Liquid E2 Duo, Alcatel Onetouch Idol DS, ZTE Grand X Pro, Mobistel Cynus T5 und das Mobistel Cynus T2.

    Süchtig nach dem Smartphone? App "Menthal" kontrolliert Nutzung des Handys

    Grüner, frischer Apfel neben Rückseite eines Handys auf weißem Hintergrund
    Modern Phone © Photoroller - www.fotolia.de

    Viele Menschen nutzen ihr Smartphone jeden Tag. Das Handy ist Kommunikationsmittel Nummer eins. Rund 80 Mal am Tag wird es aktiviert. Das Verlangen besteht einer aktuellen Studie Bonner Wissenschaftler zufolge alle zwölf Minuten.

    Wie kann man die Nutzung kontrollieren?

    Für eine Untersuchung nutzten sie die von ihnen selbst entwickelte App "Menthal". Das Programm zeichnet auf, welche Apps und welche Internetseiten man nutzt, wie viele Personen man kontaktiert hat. Seit dem Start Mitte Januar wurde es schon mehr als 100.000 Mal heruntergeladen.

    Wer die App installiert, kann sehen, wie viel Zeit er täglich mit seinem Smartphone verbringt und welche Anwendungen er am häufigsten nutzt. Dabei können Nutzer feststellen, wie groß die Gefahr ist, eine Handy-Sucht zu entwickeln.

    Der Gebrauch des Gerätes ähnelt bei nicht wenigen Menschen dem Umgang mit einem Glücksspielautomaten. Bei dieser möglichen neuen Sucht handelt es sich noch nicht um eine offiziell anerkannte Erkrankung.

    Was passiert mit meinen Daten?

    Die wichtigsten von "Menthal" erfassten Daten werden anonymisiert an einen Server übermittelt. Dort werden die Informationen unter Einhaltung strenger und transparenter Datenschutz-Regelungen wissenschaftlich ausgewertet.

    Sie dienen der psychologischen Handy-Forschung und dem neuen Forschungsfeld der Psycho-Informatik.

    Ärztekammer kritisiert neue App für Menschen mit Hautproblemen

    Hautarzt untersucht mit Lupe ein Muttermal auf Schulter der Patientin
    Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt © M&S Fotodesign - www.fotolia.de

    Die Idee an sich klingt sehr vielversprechend: Wer irgendwo an seinem Körper eine seltsam aussehende Hautstelle findet, macht sich Sorgen und sollte damit eigentlich zum Hautarzt. Doch oft muss man lange auf einen Termin warten und niemand hat Lust auf die Wartezeiten beim Arzt selbst. Also macht man mit dem Handy einfach ein Foto von der betreffenden Stelle und schickt es mittels einer gekauften App einfach ab, um von einem Experten eine erste Meinung zu hören.

    Die App sorgt dafür, dass das gemachte Bild zu einem deutschen Dermatologen kommt und dieser innerhalb von 48 Stunden eine Antwort zurückschickt. In dieser steht, was es vermutlich sein könnte und ob man damit wirklich einmal zum Arzt muss. Eine Sonnenallergie oder Fußpilz kann man mit der Handy-Empfehlung und dem Gang in die Apotheke einfach selbst versorgen. Bei ernsteren Dingen - zum Beispiel dem Verdacht auf Hautkrebs - sollte man sofort einen Termin beim Hautarzt machen.

    Warum die Ärztekammer die App kritisiert

    Diese Idee klingt verlockend und hat auch bereits viele Anhänger. Zu diesen Befürworter zählt allerdings nicht die Berliner Ärztekammer. Sie hat sich jetzt kritisch über die App geäußert und fürchtet vor allen Dingen einen Missbrauch.

    Derzeit befindet sich das Angebot in einer rechtlichen Grauzone und genau das ist das Problem. Es ist ohne entsprechende Regelungen durchaus möglich, dass die Antwort nicht von einem studierten Dermatologen kommt und die App nur Geld bringen soll. Der Anwender gibt dann im besten Fall unnötig Geld aus und muss im schlimmsten Fall damit rechnen, dass er eine "Diagnose" zurückbekommt, die ein behandlungsbedürftiges Hautproblem herunterspielt.

    Zwar sprechen die Anbieter der App ausdrücklich davon, dass es eben keine Diagnosen, sondern nur Handlungsempfehlungen sind, dennoch bleibt die Berliner Ärztekammer kritisch. Das Foto kann unscharf sein und zudem hat der Arzt keine Möglichkeit, die Haut mittels Lichtlupe zu sehen oder anzufassen. Sie verweist außerdem auf den Umstand, dass es im deutschen Gesetz bisher für Ärzte ein Fernbehandlungsverbot gibt.

    Abhängig vom Handy - Smartphones besitzen erschreckend hohes Suchtpotential

    Computer in einem Internetcafe, Hände sind an den Computermäusen und Tastaturen
    Computer Gaming at internet cafe © Mikael Damkier - www.fotolia.de

    Für ihre Bachelorarbeit mit dem Thema "Leg' doch mal dein Handy weg" untersuchte eine Mainzer Studentin, ob das Smartphone Suchtcharakter besitzt. Sie befragte 225 Personen, darunter fast drei Viertel Studierende, nach ihrem Gebrauch der mobilen Alleskönner. Dabei zeigte sich, dass zumindest das Risiko einer Sucht besteht.

    Viele Nutzer haben ihr Smartphone immer griffbereit. Selbst dann, wenn sie mit anderen Menschen in ihrem Umfeld ein Gespräch führen, schauen sie auf das Display, ob sie nicht eine neue Nachricht erhalten haben. Doch ist der häufige Gebrauch eines Handys bereits das Anzeichen einer Abhängigkeit?

    Mediensucht ist eine Erkrankung

    Der Fachverband Medienabhängigkeit bejaht dies und fordert, dass Mediensucht als Erkrankung anerkannt werde. Die Kommunikation mit der realen Umgebung sei verändert und habe erheblichen Einfluss auf das eigene Verhalten. In der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (International Classification of Diseases, ICD-10) erscheint eine übermäßige Internetnutzung bislang aber nicht als Funktionsstörung.

    Nach der Auswertung ihrer Untersuchung kommt die Studentin aus Mainz zu dem Schluss, dass das Smartphone einen sehr hohen Suchtcharakter aufweise, sogar einen erschreckend hohen.

    So würden bei Personen, die über zahlreiche virtuelle Kontakte verfügen, verstärkt Entzugserscheinungen auftreten, wenn sie nicht im Internet sind. Andere Abhängigkeit würden dadurch jedoch nicht auftreten oder vergrößert, meint die Studentin.

    Wer sein eigenes Suchtpotential überprüfen möchte, sollte die Android-App "Menthal" der Universität Bonn herunterladen. Sie misst die tägliche Nutzung des eigenen Smartphones und schickt die Daten an die Hochschule. Eine erste Studie ergab, dass das Handy der teilnehmenden Personen am Tag durchschnittlich 80 Mal aktiviert wurde.

    Ist Smartphone-Sucht die neue Krankheit?

    Junge Frau zeigt anderer Frau ihr Handy, Handyfoto, Unterhaltung, vor weißem Hintergrund
    who's that? © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Suchtkrankheiten können die unterschiedlichsten Gesichter haben. Die Klassiker wie Alkohol- oder Nikotinsucht sind für die meisten Menschen noch nachvollziehbar. Der Abhängige kann einfach nicht ohne den Giftstoff. Verzichtet man einige Zeit darauf, zeigen sich Entzugssymptome.

    Vorsicht vor zu schneller Diagnose

    In der modernen Zeit haben sich jedoch auch andere und subtilere Suchtkrankheiten durchgesetzt. So kann man beispielsweise computer- oder internetsüchtig werden und davon sind auch immer mehr Menschen betroffen.

    Da scheint es nur ein kleiner Schritt bis zur neuen Suchtkrankheit "Smartphone-Sucht" zu sein. Doch ist man schon süchtig, nur weil man das Smartphone permanent in der Hosentasche hat und am Abend auf den Nachttisch legt? Diese Angewohnheit haben immerhin viele Menschen entwickelt.

    Psychologen beschwichtigen an dieser Stelle und sagen, dass man sich keine zu großen Sorgen um die Smartphone-Sucht machen sollte. Es ist normal, dass im 21. Jahrhundert das Smartphone für viele zum Alltag gehört. Für Kunden, Geschäftspartner, Chefs und Kollegen wollen viele immer erreichbar sein und auch der Familie und den Freunden kann man so indirekt stets nahe sein. Kommt ein Anruf oder eine Mitteilung, ist man sofort zur Stelle.

    Ab wann besteht Gefahr?

    Dennoch besteht die Möglichkeit, vom Smartphone süchtig zu werden; wie von allen anderen Dingen eben auch. Von einer problematischen Nutzung muss man aber erst ausgehen, wenn man in sich selbst den Drang fühlt, ständig das Smartphone zur Hand zu nehmen.

    Wer beim realen Gespräch mit Mitmenschen dennoch pausenlos am Lesen und Tippen ist, sollte sich erste Sorgen machen. Immerhin verändert sich hier das Verhältnis zur realen Umgebung und es zeigen sich erste Charakterveränderungen. Probleme wie Isolation, veränderter Selbstwert und Aggression bei Entzug müssen über längere Zeit bestehen, damit der Verdacht auf eine Sucht bestätigt wird.

    Handysucht – so können Sie das eigene Gefährdungspotential testen

    Junge Frau mit Sonnenbrille in Minirock liegt auf Deck im Boot oder Yacht, über Motor, und schreibt SMS auf Handy
    frau im boot © martin schmid - www.fotolia.de

    Eine anerkannte Krankheit ist Handysucht noch nicht. Die Zahl der Nutzer, die sich ein Leben ohne Mobiltelefon nicht mehr vorstellen können, steigt aber stetig. Wer sein Gefährdungspotential testen möchte, greift zu einer App. Das klingt paradox, eine Pilotstudie läuft aber erfolgreich.

    Zugegeben, ein Smartphone ist toll. Wir können damit telefonieren, Nachrichten und E-Mails verschicken, surfen und spielen. Apps helfen uns beim Einkaufen und Abnehmen, liefern Musik und ständig die neuesten Nachrichten. Aber der Blick aufs Display kann auch zu einer Sucht werden. Ähnlich wie beim Drogenkonsum kreisen die Gedanken ständig um das Suchtmittel.

    Mangelnde Selbsteinschätzung

    Wie bei anderen Abhängigkeit ist die Selbsteinschätzung der Betroffenen allerdings verzerrt. Und genau hier setzen Apps wie "Menthal" an: das von Wissenschaftlern entworfene Programm registriert, wie lang und wie oft der Nutzer sich mit täglich mit seinem Smartphone beschäftigt. Das eigene Suchtpotential wird in einem M Score angezeigt. Mehr als 100.000 Smartphone-User lassen so mittlerweile ihr Handyverhalten analysieren.

    Die Daten werden außerdem anonymisiert an ein Forscher-Team der Uni Bonn weitergeleitet, dass sich mit der Smartphone-Sucht beschäftigt. Demnach nutzt jeder vierte Teilnehmer sein Handy mehr als 2 Stunden pro Tag, durchschnittliche alle 12 Minuten greift die Hand zum Telefon.

    Manche Nutzer empfinden körperliche Entzugserscheinungen, wenn der Akku leer ist oder sie ihr Handy zu Hause vergessen haben. Vor allem diejenigen, die das Telefon auch zum Twittern nutzen, entwickeln eine Abhängigkeit wie beim Spielen an Glücksspielautomaten.

    Smartphone-Sucht grassiert vor allem unter Jüngeren: Öfter mal abschalten

    Hände einer Frau auf Notebook Tastatur, daneben Becher Kaffee und Handy
    working businesswoman © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

    Seit der Einführung des ersten iPhones haben sich moderne Smartphones rasend schnell verbreitet und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. So mancher Nutzer zeigt jedoch mittlerweile schon bedenkliche Suchterscheinungen, haben Forscher festgestellt. Sie kommen keine fünf Minuten ohne einen Blick auf das Gerät aus und reagieren panisch, wenn sie es einmal zuhause vergessen haben oder der Akku leer ist. Einige hören sogar ein Phantomklingeln, d.h. sie glauben das Smartphone zu hören, obwohl es völlig stumm in der Handtasche ruht.

    Im technikaffinen Asien, wo bereits sieben Prozent der Bevölkerung als internetsüchtig gelten, wurde die Smartphone-Sucht als erstes diagnostiziert. Auch in Deutschland steigt die Zahl der "Süchtigen", die rund zwei Stunden am Tag mit ihrem Smartphone zubringen und es rund 80mal täglich antippen um zu sehen ob es etwas Neues gibt. Dies ergab eine Studie der Universität Bonn, die das Nutzungsverhalten mit Hilfe einer App protokollierte.

    "Smartphonefreie Zeit" als Gegenmaßnahme

    Die Ablenkungsgefahr ist besonders beim Arbeiten oder Lernen groß, denn wer alle zehn Minuten das Smartphone kontrolliert, kann sich nie wirklich auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren, so die Experten. Sie schlagen vor, eine gewisse "smartphonefreie Zeit" einzuplanen, zum Beispiel abends ab 19 Uhr oder einmal pro Woche, um die Abhängigkeit zu reduzieren.

    Smartphones belasten die Wirbelsäule

    Haltungsschäden durch Nutzung von Handys

    Nahaufnahme von Testatur eines Handys mit Daumen einer Männerhand, silbernes Mobiltelefon mit schwarzen Tasten
    téléphoner © Patrick PAZZANO - www.fotolia.de

    Wer zu lange auf sein Smartphone starrt, riskiert Haltungsschäden. Dies ist das Ergebnis einer Studie von US-Wissenschaftlern. Demnach liegt eine große Belastung auf der Nackenpartie, wenn Nutzer auf ihr Handy starren.

    Bei aufrechter Haltung liegt das Gewicht bei 4,5 bis 5,5 Kilogramm, bei 15 Grad Neigung wirkt bereits etwas mehr als doppelt so starker Druck auf Rücken, Nacken und Halswirbelsäule. Bei einem Winkel von 30 Grad sind es sogar 18 Kilo, bei einem Winkel von 60 Grad steigt die Belastung auf 27 Kilo.

    Dabei gehen die Forscher von einem Kopf-Gewicht zwischen vier und sechs Kilogramm aus. Hochgerechnet auf ein Jahr heißt das, dass die Halswirbelsäule bis zu 1400 Stunden unter Druck steht.

    Gesunde Haltung trotz Smartphone

    Im Schnitt gucken Smartphone-Nutzer täglich gut eine Stunde auf ihr Mobilgerät. Dabei beugen sie den Kopf nach vorne und belasten ihren Nacken dadurch zusätzlich mit Gewicht. Die Probleme durch eine häufig falsche Sitzhaltung am Computer verstärkt sich durch die Benutzung eines Smartphones noch.

    Besitzer eines Handys sollten deshalb versuchen, möglichst nicht den Kopf zu senken, sondern den Blick beziehungsweise die Augen nach unten zu richten. Die Haltung sollte zudem gelegentlich geändert werden, um die Belastung auszugleichen.

    Stress und Angst: Nutzer leiden unter iPhone-Entzug

    Immer mehr Menschen süchtig nach permanenter Handynutzung

    Frau liest Nachrichten auf seinem Smartphone und trinkt eine Tasse Kaffee, Block, Maus und Tastatur auf dem Schreibtisch
    Women hands holding phone with world news site on screen © Denys Prykhodov - www.fotolia.de

    Müssen iPhone-Nutzer auf ihr Gerät verzichten, steigert das nicht nur ihre Nervosität und sorgt für Stress, sondern stört sie auch beim logischen Denken. Dies ist das Ergebnis eines Versuchs US-amerikanischer Wissenschaftler.

    Studie zum Zusammenhang von Smartphonenutzung und logischem Denken

    Sie konfrontierten 40 Probanden mit einem Puzzle und maßen gleichzeitig den Blutdruck. Einmal absolvierten diese den Test mit ihrem iPhone in der Nähe, einmal lag es unerreichbar entfernt.

    Während einer gestellten Aufgabe erhielten die Teilnehmer einen Anruf. Als sie diesen nicht annehmen durften, stiegen Herzfrequenz und Blutdruck. Sie gaben bei einer anschließenden Befragung zu, auch unter Angstgefühlen gelitten zu haben, da sie das Gerät nicht jederzeit in die Hand nehmen konnten.

    Zudem fielen die Ergebnisse der Teilnehmer bei einem Puzzle-Test ohne Smartphone erheblich schlechter aus.

    Die Macher der Studie begründen das Unvermögen der Probanden mit der Trennung von ihrem iPhone, nicht aber mit der Ablenkung durch das Klingeln.

    In weiteren Untersuchungen wollen die Forscher jetzt herausfinden, welche weiteren Auswirkungen eine Trennung vom Smartphone nach sich ziehen könnte.

    Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr gefährdet Autofahrer und Fußgänger

    Bei der Generation "Kopf unten" fehlt oft der sichere Blick für Umwelt und Mitmenschen

    Ablenkung am Steuer - Frau beim Autofahren sieht auf ihr Smartphone
    Using smartphone while driving © Martinan - www.fotolia.de

    Eine Situation, wie sie täglich tausend Mal in Deutschland passiert: Fußgänger starren bei ihrem Weg durch die Stadt auf ihr Smartphone. Nicht selten entstehen dabei gefährliche Situationen. Da die Passanten keinen Blick mehr für die Umwelt und ihre Mitmenschen haben, gefährden sie sich und andere.

    Unfälle durch Handynutzung

    Nicht nur Autofahrer, die am Steuer unerlaubterweise das Handy in die Hand nehmen, sind ein Problem im Straßenverkehr, sondern auch Fußgänger, die nur Augen für das Display ihres Smartphones haben. Die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verweist dabei auf die zunehmende Unaufmerksamkeit der Leute.

    Sie laufen Gefahr, dass ein Bus oder eine Straßenbahn sie erfasst. Zwar existiert noch keine Statistik über Unfälle durch Handynutzung, aber Experten gehen davon aus, dass die Zahl zugenommen habe. Schon allein deswegen, da immer mehr Menschen ein solches Gerät besitzen.

    Vorsicht und Rücksicht

    Kommt es zu einem Unfall, sind rechtliche oder auch versicherungstechnische Konsequenzen auch für Fußgänger nicht ausgeschlossen. Die Straßenverkehrsordnung verlangt von allen Teilnehmern des Straßenverkehrs ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

    Da gerade Jugendliche zu der sogenannten Generation "Kopf unten" zählen, fordert die Deutsche Verkehrswacht eine Aufklärungskampagne, die besonders auf junge Menschen abgestimmt ist. So weist die Gewerkschaft der Polizei (GdP) darauf hin, dass der Ablenkungs-Effekt durch das Smartphone bei Fußgängern größer sei als beim Telefonieren mit dem Handy im Auto.

    Trennung vom Handy – Blutdruck steigt, geistige Leistung nimmt ab

    Untersuchung der Universität Missouri zeigt die Auswirkungen der Abhängigkeit von Smartphones und Handys

    Mann benutzt Handy oder Smartphone
    Close up of a man using mobile smart phone © Maksim Kostenko - www.fotolia.de

    Ohne Smartphone gehen viele Menschen gar nicht mehr aus dem Haus. Wie sehr die Mediennutzung den Menschen abhängig machen kann, zeigt nun eine amerikanische Studie: Ohne Handy entwickeln manche Nutzer regelrechte Trennungsängste, Blutdruck und Herzfrequenz steigen.

    Der emotionale Verlust des Handys

    Mit 136 Teilnehmern ist die Untersuchung der Universität Missouri zwar keineswegs repräsentativ, die Ergebnisse bestätigen jedoch gängige Annahmen. So erlebten die Nutzer das Weglegen ihres iPhones als emotionalen Verlust. Neben körperlichen Stress-Symptomen schnitten viele außerdem in kognitiven Tests schlechter ab.

    Zum Vergleich ließen die Forscher ihre Probanden ein Wortratespiel auf dem Handy lösen – und danach ohne elektronische Hilfe. Sowohl die medizinischen Werte als auch die Leistungen im Wort-Test verschlechterten sich deutlich, nachdem die Nutzer ihr Handy weglegen mussten.

    Sind wir alle abhängig?

    Allerdings: nicht alle Teilnehmer erwiesen sich als abhängig. Die Mehrzahl verkraftete die Trennung vom Smartphone ohne gesundheitliche und psychische Probleme.

    Autofahrer können sich mit Smartwatch am Steuer strafbar machen

    Automobilclub von Deutschland fordert den Gesetzgeber auf, seine Regelungen zeitgemäß zu definieren

    Mann sitzt am Steuer des Autos und bedient mit der rechten Hand ein weißes Smartphone
    close up of man hand with smartphone driving car © Syda Productions - www.fotolia.de

    Autofahrer sollten sich am Steuer ganz auf den Verkehr konzentrieren. Wer telefonieren möchte, muss sich einer Freisprecheinrichtung bedienen oder anhalten. Das Tippen etwa einer SMS während der Fahrt ist ebenso untersagt.

    Dies regelt Paragraph 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Demnach dürfen Autofahrer bei eingeschaltetem Motor nicht telefonieren, wenn das Smartphone aufgenommen oder gehalten werden muss. Bei einer Zuwiderhandlung drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

    Gesetzgebung nicht mehr zeitgemäß

    Neuartige Technologien wie etwa Wearables nennt die StVO nicht explizit, doch auf der sicheren Seite sind Autofahrer nur dann, wenn sie im Pkw die Finger von dem Gerät lassen. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) fordert daher den Gesetzgeber auf, seine Regelungen genauer zu definieren. Sie seien nicht mehr zeitgemäß, da Wearable Computer wie die Smartwatch nicht genannt werden.

    So bleibt bislang Gerichten Definition und Entscheidung vorbehalten. Das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken hält schon das Ablesen der Uhrzeit am Handy für eine Straftat (Az.: 1 Ss 1/14).

    Reaktionszeit eingeschränkt

    Einer aktuellen Studie zufolge erhöht sich die Reaktionszeit von Autofahrern beim Gebrauch einer Smartwatch um mehr als 2,5 Sekunden. Damit handeln sie sogar langsamer als beim Benutzen eines Smartphones (rund 1,85 Sekunden). Kanada hat das Bedienen einer Smartwatch am Steuer bereits unter Strafe gestellt. Wer sich dabei erwischen lässt, muss 120 kanadische Dollar (gut 90 Euro) zahlen.

    Studie zum Thema Smartphone-Nutzung: Das Gerät lenkt beim Gehen ab

    Forscher haben eine Studie zum Thema Smartphone-Nutzung bei gleichzeitigem Gehen durchgeführt

    Frauenhände bedienen ein Smartphone
    woman uses a smartphone © slasnyi - www.fotolia.de

    Inzwischen ist es zu einem normalen Bild in jeder Stadt geworden. Jugendliche und Erwachsene gehen durch die Straßen und haben dabei den Blick mehr oder weniger stark gesenkt. Sie schauen aber nicht etwa auf ihre Füße, sondern auf das Display ihres Smartphones.

    Generation "Kopf nach unten"

    Erhebungen zeigen, dass in den modernen Gesellschaften für alle unter 50 Jahren die ständige Interaktion mit dem Smartphone ein Teil des Alltags geworden ist. Das haben Forscher zum Anlass genommen, eine Studie zum Thema Smartphone-Nutzung bei gleichzeitigem Gehen durchzuführen.

    Sie nahmen 30 Freiwilligem und baten jeden einzelnen, einen kleinen Parcours zu durchlaufen. Darin waren kleinere und größere Hindernisse, wie man sie beim Gehen durch die Innenstadt erleben würde.

    1. Beim ersten Durchgang sollten die Teilnehmer einfach frei gehen.
    2. Beim zweiten Versuch galt es parallel zum Gehen eine SMS zu schreiben und
    3. beim dritten Mal, kam noch eine Kopfrechenaufgabe zum SMS-Tippen und Laufen hinzu.

    Reaktionszeit und Geschwindigkeit

    Das Ergebnis war mehr als eindeutig. Wer ohne jede Ablenkung durch den Parcours lief, der machte insgesamt größere und schnellere Schritte. Die Gesamtzeit, die die Füße mit Bodenkontakt verbrachten, war sehr kurz und der Abstand zwischen Füßen und einem Hindernis klein, aber ausreichend, um Kollisionen zu vermeiden.

    Tippten die Teilnehmer gleichzeitig eine SMS, liefen sie deutlich langsamer. Statt durchschnittlichen 19 Sekunden Laufzeit, lagen sie nun im Schnitt bei 24,5 Sekunden. Zwar kam es zu keinen Zusammenstößen, doch die Teilnehmer wichen den Hindernissen mit größerem Abstand aus. Dieses Ergebnis trat auch im dritten Durchgang beim gleichzeitigen Rechnen auf.

    Unfälle vermeiden und stehen bleiben

    Die Studie zeigt, wie sehr das Vertiefen in die digitale Welt vom echten Geschehen ablenken kann. Unaufmerksamkeit und schlechte Reaktionszeit erhöht das Risiko für Unfälle, weshalb die Forscher raten, bei dringenden Nachrichten besser kurz stehen zu bleiben.

    Grundinformationen und Hinweise zum Mobilfunk

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Modern mobile devices © Oleksiy Mark - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: working businesswoman © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: taking photo with mobile phone © Akhilesh Sharma - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: business woman on the phone smiling © Andres Rodriguez - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Women hand holding phone with app delivery food on screen © Denys Prykhodov - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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