6. Februar 2012
Von Natur aus sind Hunde und Babies eigentlich Dream Teams. Vor allem Hündinnen entwickeln nicht selten eine bemutternde Art und lassen sich bald schon gar nicht mehr von dem Kleinen trennen. Es gibt aber auch Hunde, die mit Eifersucht reagieren, wenn menschlicher Nachwuchs erscheint.
Insbesondere, wenn der Hund schon lange im Haushalt lebt und es gewöhnt ist, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit seiner Menschen zu stehen, sollte man möglichen Komplikationen vorbeugen. Es ist jedoch nicht nötig, sich von dem treuen Vierbeiner zu trennen, denn jeder Hund kann es lernen, den zukünftigen Familienzuwachs als neues Rudelmitglied zu akzeptieren.
Da Hunde sehr sensibel sind, kann es sein, dass sie sich schon während der Schwangerschaft anders verhalten als sonst. Sie merken, dass eine Veränderung ins Haus steht - und Hunde mögen keine Veränderungen. In dieser Phase ist es wichtig, die gewohnten Mensch-Hunde-Rituale, wie den langen Abendspaziergang, beizubehalten. Auch ein paar Extra-Schmusestunden, in denen man sich ausschließlich dem Hund widmet, können die Bindung zwischen Hund und Mensch stärken.
Muss die werdende Mutter zur Entbindung ins Krankenhaus, ist es günstig, wenn der Hund nicht bei Freunden untergebracht wird, sondern jemand in seiner vertrauten Umgebung nach ihm sieht. Wer die Mutter und das Neugeborene im Krankenhaus besucht, sollte dem Hund eine gebrauchte Windel mitbringen, damit er den Familienzuwachs schon einmal vorab beschnuppern kann. So ist die Überraschung nicht mehr so groß, wenn Mutter und Kind nach Hause kommen - schließlich riecht das Baby für den Hund vertraut.
Auch wenn ein neugeborenes Baby die junge Mutter vor eine große Kraftprobe stellt - der Hund sollte nie das Gefühl haben, für das Baby zurückstecken zu müssen. Zeit für und mit dem Hund ist nach wie vor ein Muss. Beispielsweise eine Stunde das Fell bürsten, während sich der Vater oder die Oma um das Baby kümmert, das stärkt die Bindung und das Vertrauen zwischen Hund und Frauchen.
Doch egal, wie groß das Vertrauen ist, die wichtigste Regel lautet: Hund und Kind nie unbeaufsichtigt zusammen lassen, auch nicht für eine Minute, während man schnell im Nebenraum Besorgungen nach geht. Kinder und Hunde sind unberechenbar, und die Verantwortung hat immer der erwachsene Mensch.
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