2. April 2009
Ist Frauchen schwanger, ändert sich vieles in ihrem Leben. Doch auch Bello und Miezi wollen auf den Familienzuwachs vorbereitet werden, damit Schwangerschaft und Babyzeit möglichst problemlos verlaufen.
Dass der Kontakt zu Haustieren während der Schwangerschaft gefährlich ist, gehört ins Reich der Märchen. Weil Sie ein Baby erwarten, bedeutet das keinesfalls, dass Sie Ihre Katze nicht mehr streicheln dürfen oder den Hund gar abgeben müssen. Ärzte bestätigen, dass hierzulande praktisch kein Risiko durch Haustiere besteht. Allein die durch Katzen übertragene Toxoplasmose kann gefährlich sein. Die Erreger übertragen sich allerdings nicht beim Kuscheln mit dem Stubentiger, sondern lediglich durch den Katzenkot. Rund zwei Prozent der Katzen sind davon betroffen. Wenn vorübergehend der werdende Papa das Katzenklo säubert, sind Sie auf der sicheren Seite.
Ansonsten gelten grundsätzliche Hygienemaßnahmen, die nicht an die Schwangerschaft gebunden sind: Nach dem Spielen und Streicheln sollten die Hände gewaschen werden und das Ablecken von Gesicht und Mund ist verboten. Zur Sicherheit sollten Sie Ihr Tier vom Tierarzt durchchecken lassen und einen Blick in den Impfpass werfen.
Ein schlecht erzogener Hund oder eine wilde Katze können durchaus zur Verletzungsgefahr werden. Ideal wäre, einem derartigen Verhalten - zum Beispiel Anspringen oder Kratzen - schon im Vorhinein erzieherisch den Kampf anzusagen. Zur Not hilft eine Hundeschule oder ein Trainer weiter.
Die zukünftigen "Babyzonen" wie Wickeltisch und Babybett sollten von Anfang an als nicht gefährlich, aber ungemütlich wahrgenommen werden. Ein beidseitiges Klebeband, raschelnde Zeitungen oder ein ermahnendes Wort legen dem Tier schnell nahe, dass es sich nicht um einen potenziellen Schlafplatz handelt. Wenn das Baby dann da ist, kann z.B. ein Gitter das Tier davon abhalten, den Raum zu betreten, ermöglicht dabei aber Sichtkontakt und das Wahrnehmen von Geräuschen und Gerüchen.
Während Mutter und Kind noch einige Tage im Krankenhaus verbringen, kann ein anderes Familienmitglied schon ein "duftendes Souvenier" mitbringen - etwa eine gebrauchte Windel, eine Babydecke oder Babywäsche zum Schnuppern. Dadurch ist der Geruch für den Vierbeiner schon vertraut, wenn das Baby zum ersten Mal nach Hause kommt.
Dann sollte sich übrigens auch die frisch gebackene Mutter kurz Zeit nehmen, Hund oder Katze zu begrüßen. Auch wenn das Haustier jetzt nicht mehr die Nummer eins ist, sollte es sich nicht vernachlässigt vorkommen. Auch im Alltag sollte die Mutter sich ab und zu mal nur mit dem Tier beschäftigen, ein wenig spielen oder kuscheln - etwa, wenn das Baby schläft.
Um die beiden schließlich aneinander zu gewöhnen, sollten Sie Geduld aufbringen und für eine entspannte Stimmung sorgen. Das eine oder andere Leckerchen überzeugt den Vierbeiner schnell, dass die Anwesenheit des kleinen Wesens etwas Positives ist. Das ist der Grundstein dafür, dass die beiden einmal dicke Freunde werden.
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