Schildkröten - Arten, Tipps zur artgerechten Haltung und Infos zu Winterstarre und Gesundheitscheck

Nahaufnahme Schildkröte schaut unter ihrem Panzer hervor

In der privaten Tierhaltung erfreuen sich vor allem Sumpf- und Wasserschildkröten einer großen Beliebtheit - Was gilt es bei der Haltung zu beachten?

Schildkröten sind faszinierende Tiere, welche auch oftmals als Haustiere gehalten werden. Dabei müssen einige Punkte beachtet werden. Da Schildkröten ihre Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden allerdings nur schwer kommunizieren können, ist es wichtig, regelmäßig einen Gesundheitscheck durchzuführen. Doch wie erkennt man ein gesundes Tier, damit man weiß, dass keine Fehler bei der Haltung begangen werden oder ob der Tierarzt aufgesucht werden muss?

Schnelligkeit zählt nicht zu ihren Eigenschaften, aber neben einer schillernden Vielfalt von etwa 330 bekannten Arten und 200 Unterarten, wird der Testudinata eine stille Weisheit nachgesagt. Bei den einen gilt sie als wahre Delikatesse, bei den anderen als stiller Geselle im heimischen Terrarium oder im Teich. Der Dinosaurier unter den Reptilien kann hierbei auf rund 250 Millionen Jahre Geschichte zurückblicken.

Ein beliebtes Tier

Was genau viele Menschen an diesem gepanzerten Tier fasziniert, lässt sich nicht genau in Worte fassen. Ist es die Bedächtigkeit mit dem sich die Schildkröte über das Land und im Wasser bewegt? Die Stärke, die sie ausstrahlt?

Oder liegt es an den Augen, die eine Weisheit ausstrahlen, als wenn sie all das Wissen der Millionen von zurückliegenden Jahren gespeichert hätten? Für jeden Betrachter offenbaren sich die Schildkröten aus einem anderen Blickwinkel.

Delikates Fleisch

Hinsichtlich der Art, wie man mit den verschiedenen Schildkröten auf der Welt umgeht, gibt es ein breites Spektrum. In den Ländern Südostasiens werden sie als Delikatesse gehandelt. Besonders beliebt ist zum Beispiel die Schildkrötensuppe, die wie etwa in Deutschland das Schnitzel mit Pommes, als "à la carte" angeboten wird.

Allein China importiert für diesen Zweck jährlich etwa zehn Millionen der Tiere. Doch auch in vielen anderen Teilen der Erde werden die Schildkröten gejagt, sei es wegen ihrem fetthaltigen wohlschmeckenden Fleisch oder auch wegen ihrem Panzer, der trotz Verboten immer noch zur Verarbeitung von zahlreichen Gegenständen verwendet wird.

Ein treues Haustier

In vielen Ländern dagegen werden die Schildkröten gehegt und gepflegt. Zahlreiche Terrarien werden von Land- und Wasserschildkröten bevölkert, die Erwachsene und Kinder gleichsam in ihren Bann ziehen. Auch in Teichen werden die Schildkröten als Haustier gehalten und bereichern zudem oftmals Kindergärten als tierhafte Lehrer, die bei den Kindern Interesse weckt und auch die Fürsorge für andere Lebewesen.

Aufgrund der langsamen Fortpflanzung und der späten Geschlechtsreife stehen viele der Schildkröten inzwischen auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Kein schöner Gedanke, wenn man bedenkt, wie die Schildkröten selbst die imposanten und starken Dinosaurier, sowie eine Vielzahl an evolutionären Entwicklungen überlebt haben.

Greifen der Mensch und auch die natürliche Auslese nicht ein, dann können die Schildkröten durchschnittlich 150 bis 200 Jahre alt werden. Um diesen Tieren eine Lobby zu bieten, wird nun weltweit am 23. Mai der Tiere mit dem Internationalen Schildkrötentag gedacht und so zumindest einen Tag lang die Aufmerksamkeit auf die bedrohten Reptilien gerichtet.

Arten

Es gibt Land-, Wasser- und Meeresschildkröten. Landschildkröten - mediterran und tropisch - gibt es vor allem in Europa, Amerika und Afrika, während Wasserschildkröten aus Südostasien und Nordamerika, Flussschildkröten aus Südamerika und Riesenschildkröten aus dem östlichen Pazifik stammen. Des Weiteren gibt es noch die Schlangenhalsschildkröten aus Australien, die Weichschildkröten aus Asien sowie die Meeresschildkröten, die die Ozeane unserer Erde bewohnen.

Zu der Gattung der mediterranen Landschildkröte zählen zum Beispiel:

  • die Maurischen Landschildkröten Testudo graeca
  • die die Griechischen Landschildkröten Testudo hermanni
  • die Breitrandschildkröten Testudo marginata sowie
  • die Vierzehenschildkröten Testudo horsfieldii

Die Haltung von tropischen Landschildkröten ist oft nur im Terrarium unter besonderen technischen Voraussetzungen möglich. Zu diesen Arten zählen:

  • Köhlerschildkröten Chelonoidis carbonaria
  • Pantherschildkröten Stigmochelys pardalis
  • Ägyptische Landschildkörten Testudo kleinmanni
  • Spornschildkröten Geochelone sulcata

Unter den Sumpfschildkröten sind mitunter

  • die Pazifische Sumpfschildkröte Actinemys marmorata
  • Amerikanische Sumpfschildkröte Emydoidea blandingii
  • Europäische Sumpfschildkröte Emys orbicularis
  • Sizilianische Sumpfschildkröte Emys trinacris

Mata-Mata - die faule Wendehalsschildkröte als urzeitlicher Zeitgenosse

Große Wasserschildkröte unter Wasser
Green Turtle Chelonia mydas © Richard Carey - www.fotolia.de

Sie wird Mata-Mata genannt, Wendehals oder Fransenschildkröte, und ist ein gar außergewöhnlicher Zeitgenosse. Dieses Reptil gibt es nun schon seit rund 200 Millionen Jahren, und wer es beobachtet, kann sich das auch gut vorstellen. Denn die Mata-Matas sind sehr faul und gemütlich.

So ist es für diese Schildkrötenart nichts ungewöhnliches, sich für 48 Stunden auf einem Fleck zu befinden. Meistens liegt sie dabei in Ufernähe, gut versteckt. Hat sie Hunger, so bahnt sie sich sachte ihren Weg zum Wasser und saugt bei Gelegenheit einen Fisch ein.

Den Namen Wendehals trägt sie wegen ihres langen Halses, er ist sogar zu lang, um ihn in den Panzer einzuziehen. Die Bezeichnung Fransenschildkröte erklärt sich von selbst, wenn man einen Blick auf sie wirft. In Zoos kann man sie bisweilen beobachten, doch auch der Haustiersektor erschließt sie gerade für sich. Jedoch sollte man solche Tiere nur dann halten, wenn man auch eine artgerechte Haltung gewährleisten kann.

Die artgerechte Haltung von Sumpf- und Wasserschildkröten

Es gibt über 300 verschiedene Arten an Schildkröten. In der privaten Tierhaltung erfreuen sich dabei vor allem Sumpf- und Wasserschildkröten einer großen Beliebtheit.

Doch was sollte man alles beachten, damit die artgerechte Haltung einer solchen Sumpf- oder Wasserschildkröte garantiert ist - Wie sieht der ideale Lebensraum aus?

Die richtige Größe

Dieser sollte zum einen groß genug sein. Diese Vorgabe erfüllen leider nur die wenigsten Aquarien, welche man sonst für Fische einsetzt. Insbesondere bei größeren Exemplaren macht es deshalb Sinn, sich nicht fertiger Modelle aus der Aquaristik zu bedienen, sondern selbst einen entsprechenden Auftrag bei einem Glaser einzureichen.

Generell ist zu beachten, dass es auch viele Arten gibt, die nicht im Terrarium gehalten werden können. Als Beispiel gelten Arten der europäischen Landschildkröten; sie brauchen ein Freigehege mit Frühbeet. Andere Gattungen können hingegen nur im Terrarium gehalten werden.

Den Freiland-Lebensraum brauchen die entsprechenden Schildkröten, da sie auf den jahreszeitlichen Rhythmus angewiesen sind. Für sie sind mitunter die sinkenden Temperaturen wichtig, um sich auf die Winterstarre vorzubereiten.

Dabei reicht es nicht aus, das Tier tagsüber für einpaar Stunden hinaus zu lassen, im Gegenteil - solche häufigen Veränderungen bedeuten lediglich Stress, der mitunter zur Erkrankung führen kann.

Ausreichend Platz ist nötig, damit die Schildkröten ihren Freiraum haben und sich im Bedarfsfall auch mal aus dem Weg gehen können. Sie brauchen einen Rückzugsort, besonders Weibchen, wenn sie sich in der Paarungszeit befinden.

Der Bodenbelag

Dieses Aquaterrarium muss daraufhin entsprechend eingerichtet werden. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Bodenbelag. Ein reiner Glasbelag mag zwar für Hygiene und eine leichte Reinigung sorgen, hat aber mit einer artgerechten Haltung wenig gemein. Stattdessen sollte man einen Kiesbelag einsetzen, damit sich das Tier wohl fühlen kann.

Es ist zu beachten, dass die Schildkröten eine gewisse Feuchtigkeit benötigen. Auf ein trockenes - jedoch auch auf ein nasses - Substrat ist unbedingt zu verzichten. Ist es zu trocken, können sich Höcker am Panzer bilden, wovon vor allem Jungtiere betroffen sind. Besonders im Schlafbereich sollte auf eine stetige Feuchtigkeit geachtet werden.

Rückzugsmöglichkeiten und Beleuchtung

Darüber hinaus haben selbst Sumpf- und Wasserschildkröten gelegentlich das Bedürfnis, sich an Land zu legen und zu sonnen. Aus diesem Grund sollte eine kleine Insel eingelassen sein, welche leicht vom Wasser aus zu erklimmen ist. Zudem sorgt eine kleine UV-Lampe über dieser Insel dafür, dass die Reptilien auf der Insel Energie tanken und sich erholen können.

Des Weiteren sollte der Schildkröte die Möglichkeit zur Verfügung stehen, sich in Stresssituationen zurückziehen zu können. Hierzu eignen sich vor allem Höhlen oder Steinkonstruktionen, welche leicht aus dem Aquaterrarium entfernt werden können. Letzteres sorgt dafür, dass auch die Reinigung des Innenraums des Verstecks kein Problem darstellt.

Pflanzen und Temperatur

Abgerundet wird ein artgerechtes Aquaterrarium durch eine entsprechende Bepflanzung. Hierbei sollte es sich überraschenderweise um Kunstpflanzen handeln. Diese sorgen nämlich für eine naturgetreue Lebenswelt und werden doch nicht von den Tieren gefressen.

Einen naturgetreuen Lebensraum für Wasserschildkröten zu schaffen ist nicht ganz einfach
Einen naturgetreuen Lebensraum für Wasserschildkröten zu schaffen ist nicht ganz einfach

Da Sumpf- und Wasserschildkröten Reptilien sind, sollte auch die Temperatur innerhalb des Aquaterrariums einige Vorgaben erfüllen. Die Wassertemperatur sollte um die 28°C betragen. Diese Vorgabe gilt auch als Mindestwert für die Lufttemperatur. Im Bereich der UV-Lampe sollte es hingegen deutlich wärmer sein, weshalb in diesem Bereich um die 40°C angebracht sind.

Was häufig nicht beachtet wird, ist dass die Schildkröten verschiedene Temperaturzonen brauchen - eine solide Grundbeleuchtung sowie die besagte UV-Lampe, die mit einem guten UV-B-Anteil ausgestattet sein sollte. Auf Heizmatten oder -steine, die oftmals empfohlen werden, sollte man verzichten. Die Wärme sollte immer von oben kommen, um Missbildungen am Panzer zu vermeiden.

Letztlich ist es noch wichtig, das Wasser durch Filteranlagen umzuwälzen, um der Verschmutzung des Beckens vorzubeugen. Hierbei existiert die Vorgabe, dass die gesamte Wassermenge pro Stunde drei Mal umgewälzt werden sollte, weshalb entsprechend starke Filteranlagen verbaut werden müssen.

Winterstarre

Zu einem gesunden Lebensrhythmus einer Schildkröte gehört die Winterstarre - sie muss also auch im Falle einer Haustierhaltung beachtet werden. Der Stoffwechsel wird während dieser Zeit heruntergefahren und das Tier nimmt weder Futter, noch Wasser zu sich.

Sinken die Temperaturen in Richtung des einstelligen Bereichs, stellen sich die Schildkröten darauf ein. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Arten in die Winterstarre verfallen - ein wichtiger Grund, sich vor der Anschaffung der Schildkröte umfassend zu informieren.

Um die natürliche Winterstarre so gut wie möglich nachzuahmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer einen stets gleich kühlen und mit hoher Luftfeuchtigkeit versehenen Keller hat, kann das Tier dort überwintern lassen. Alternativ ist die Haltung im Kühlschrank möglich - sofern die Temperatur auf 5 °C gestellt und auch gehalten wird. Einmal wöchentlich sollte der Kühlschrank geöffnet werden, um Sauerstoff hinzuzufügen und das Substrat auf ausreichend Feuchtigkeit zu überprüfen.

Unterbringung und Vorbereitung

Die Schildkröte sollte in einer Kiste aus PVC oder Holz überwintern; diese füllt man zur Hälfte mit lockerem Substrat - ein Gemisch aus Gartenerde und Kokosfasersubstrat wird besonders empfohlen. Man setzt die Schildkröte hinein und bedeckt sie mit Buchenlaub. Schließlich wird die Kiste noch mit Löchern versehen, um Staunässe zu verhindern und Luftzirkulation zu ermöglichen.

Zwei bis drei Wochen vor dem Winterschlaf dürfen die Schildkröten nicht mehr gefüttert werden; die Futterreste könnten tödlich enden. Ansonsten sollte man sich bzw. das Tier folgendermaßen darauf vorbereiten:

  • Woche 1: Reduzierung der Grundbeleuchtung, Reduzierung der Leuchtdauer des Wärmestrahlers auf fünf Stunden, zwei Bäder à fünf Minuten, Einstellung der Umgebungstemperatur von 20 °C am Tag und 12 °C nachts
  • Woche 2: Reduzierung der Leuchtdauer des Wärmestrahlers auf vier Stunden, Einstellung der Umgebungstemperatur von 17 °C am Tag und 10 °C nachts, zwei Bäder à fünf Minuten, geringere Nahrungsgabe
  • Woche 3: Reduzierung der Leuchtdauer des Wärmestrahlers auf drei Stunden, Einstellung der Umgebungstemperatur von 15 °C am Tag und 8 °C nachts, langsame Nahrungseinstellung und starke Inaktivität der Schildkröte, zwei Bäder à fünf Minuten
  • Woche 4: Reduzierung der Leuchtdauer des Wärmestrahlers auf zwei Stunden, Einstellung der Umgebungstemperatur von 10 °C am Tag und 6 °C nachts, komplette Nahrungseinstellung der Schildkröte, Bereitstellung der Überwinterungsbox, zwei Bäder à fünf Minuten
Das Ende des Winterschlafs

Im Frühjahr, ab einer Temperatur von etwa 10 °C erwachen die Schildkröten aus ihren Winterschlaf. Tiere, die im Frühbett überwintert haben, graben sich selbständig wieder aus. Bei den Schildkröten im Keller oder Kühlschrank zu ermöglichen, sollte man folgende Punkte beachten:

  • Nach und nach die Temperaturen erhöhen
  • Im Frühlingsbeginn in das Frühbeet umsiedeln und eingraben
  • Den Tieren Zeit geben, sich alleine auszugraben
  • Wasser und Futter stets anbieten - beim Wasser auf Zimmertemperatur achten
  • Nach dem Erwachen das Tier auf seine Gesundheit hin überprüfen

So lassen Sie Ihre Schildkröte richtig überwintern

Damit Ihre Schildkröte geschützt durch den Winter kommt, gilt es diese Dinge zu beachten

Wasserschildkröte unter Wasseroberfläche, weißer Hintergrund
tortue © Eric Isselée - www.fotolia.de

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, müssen Schildkröten überwintern. Sie fallen in Winterstarre und wachen erst im Frühling zu milderen Temperaturen wieder auf.

Der ideale Ort

Damit Ihre Schildkröte gut über den Winter kommt, sollten Sie darauf achten, sie an einem

  • kühlen,
  • ruhigen und
  • dunklen Platz

überwintern zu lassen. Gut geeignet sind dazu beispielsweise Kühlschränke, da dort die Temperatur konstant eingestellt werden kann. Natürlich sollten sich im Kühlschrank keine Lebensmittel befinden, sondern nur als Nest für die Schildkröte dienen.

Gefahrenquellen vermeiden

Es ist wichtig, dass die Tiere Ruhe haben und nicht ständig gestört werden. Auch Wintergärten oder Garagen können sich als Winterquartier eignen. Wichtig ist allerdings, dass die Schildkröte unbedingt vor

  • Nässe,
  • Frost und
  • Fressfeinden

geschützt werden muss.

Besuch beim Tierarzt

Wem sein Tier am Herzen liegt, der bringt es am besten vor der Winterstarre noch einmal zum Tierarzt. Dort wird es auf eventuelle Krankheiten und Parasiten untersucht. Außerdem kann der Arzt gute Tipps zum Überwintern geben, da das Verhalten und die Ansprüche der Schildkröten je nach Art unterschiedlich ausfallen kann.

Ernährung

Zuletzt noch ein kleines Wort zur Ernährung, denn diese gehört zu den vielen Bereichen, in denen besonders Anfänger häufig Fehler machen. Generell sollte man sich besonders zu diesem Thema ausführlich informieren; die Nahrungsansprüche können sich je nach Art sehr stark voneinander unterscheiden. Was man auf jeden Fall vermeiden sollte, sind

Ob die Schildkröte sich wohlfühlt und man somit einen passenden Lebensraum für sie geschaffen hat, sollte man regelmäßig anhand unterschiedlicher Gesundheitsmerkmale überprüfen...

Gesundheitscheck

Es gibt eine Reihe von Indikatoren, anhand welcher man erkennen kann, wie es um die allgemeine Gesundheit des Tieres bestellt ist.

Panzer und Haut

Zunächst einmal sollte der Panzer begutachtet werden. Ein gesunder Panzer weist keine Narben oder Verletzungen auf und ist zudem fest. Ein weicher beziehungsweise elastischer Panzer ist dagegen nur bei noch nicht ausgewachsenen Weichschildkröten unbedenklich.

Daraufhin sollten die Haut und die Weichteile im Rahmen des Gesundheitschecks der Schildkröte überprüft werden. Diese sollten eine recht einheitliche Färbung und eine glatte Oberfläche aufweisen. Kritisch sind hingegen Befunde, welche auf Wunden oder einen Parasitenbefall hindeuten.

Atmung

Des Weiteren kann das Atemverhalten der Schildkröte Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand zulassen. Im Idealfall atmet die Schildkröte in Ruhephasen ruhig und gleichmäßig, was durch ein Beobachten des Bauchraums oder ein Fühlen in dieser Region erkannt werden kann. Bedenklich ist dagegen ein schnelles oder geräuschvolles Atmen, weshalb die Schildkröte in einem solchen Fall zum Tierarzt gebracht werden sollte.

Verhalten

Darüber hinaus kann auch das allgemeine Alltagsverhalten der Schildkröte viel über deren Wohlbefinden verraten. So kann beispielsweise beobachtet werden, ob die Schildkröte in der Lage ist, wirklich geradeaus zu schwimmen und ob das Tauchen zügig und zielgerichtet erfolgt.

Bei der Beobachtung des Alltagsverhaltens ist es aber nicht nur wichtig, sich an allgemeinen Zielvorgaben zu orientieren. Stattdessen kann das aktuelle Verhalten auch mit früherem Verhalten verglichen werden, um gesundheitsbezogene Erkenntnisse zu gewinnen. So ist es beispielsweise bedenklich, sobald die Schildkröte deutlich mehr Zeit innerhalb der Rückzugsräume verbringt, als es noch vor wenigen Monaten der Fall war.

Mund und Nase

Letztlich können noch die Atemwege der Schildkröte überprüft werden, indem deren Gesichtsbereich untersucht wird. Der Mund- und Nasenbereich sollte dabei frei von Schleim sein. Letzteres würde nämlich auf eine Infektion hindeuten, welche schnell behandelt werden muss.

Insgesamt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Gesundheitszustand der eigenen Schildkröte zu überprüfen. Sollte dann einer der Befunde auffällig sein, muss ein Tierarzt aufgesucht oder der Lebensraum angepasst werden, damit sich das Tier bald schon wieder einer guten Gesundheit erfreut.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Closeup of a bellied slider peeping out © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Schultafel Kreidetafel Textur © Gunnar Assmy - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: underwater sea life coral reef panorama with many fishes and marine animals © stockphoto-graf - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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