28. September 2009
Von Viola Reinhardt
Neue und miese Tricks werden täglich am Telefon mit leichtgläubigen Verbrauchern praktiziert, die nichts anderes im Sinn haben, als diese hinter das Licht zu führen und an ihr sauerverdientes Geld zu kommen. Nicht nur Senioren sind von den folgenden Maschen krimineller Abzocker betroffen, sondern zahlreiche Menschen in jedem Alter. Selbst strenge Gesetze in Deutschland können den Machenschaften noch kein Ende bereiten, weshalb an dieser Stelle auf die vier häufigsten Abzocker-Fallen aufmerksam gemacht werden soll.
1. Falle: Der Trick per SMS
"Willst du wissen wo dein Freund sich gerade befindet, dann wähle die folgende Nummer...". Solche SMS gehen zigfach Tag für Tag bei Frauen oder mit einer anderen Wortwahl auch bei Männern ein. Wer gerade in einer Beziehung steckt, wird kaum die nagende Eifersucht beiseite schieben und die genannte Nummer anrufen. Stopp! Dahinter verbirgt sich ein abgekartetes Spiel, das einen dazu verleiten soll teure Telefonnummer anzurufen, die extrem ins Geld gehen können. Sollten sie solch eine SMS erhalten, löschen Sie sich am besten sofort, denn nur dadurch vermeiden sie hohe Kosten und das sich die Abzocker an ihnen bereichern.
2. Falle: Fingierte Telefonrechnungen
Eine besondere Abzockermasche ist es dubiose Telefonrechnungen zu verschicken. In diesen finden sich dann angebliche Auflistungen von Telefonaten teurer Hotlines, wie etwa Gewinnspiel-Hotlines oder auch von Sex- und Astrohotlines. Bezahlen Sie diese Rechnung nicht, denn dahinter verbergen sich dubiose Firmen, die lediglich an Ihr Geld wollen. Ignorieren Sie diese Rechnungen und ebenfalls eingehende Inkasso-Briefe. Besser ist es hier aufgrund der nicht abgeschlossenen Verträge für derartige Dienste, den Verbraucherschutz oder die Polizei zu informieren. Nur so kann den Abzockern das Handwerk gelegt werden und Sie wieder zu Ihrer Ruhe kommen.
3. Falle: Ein Vertrag, der nicht gewollt ist
Sie erhalten einen Anruf eines Unternehmens, dessen Mitarbeiter Ihnen günstige Handy-Konditionen hinsichtlich der Grundgebühren und des Tarifs anbietet. Angesichts der Kostenersparnis schließen sie per Telefon einen Vertrag über das Angebot ab. Erst später stellen Sie dann enttäuscht und auch erschreckt fest, dass die Konditionen alles nur nicht gut sind. Ähnliches gilt für telefonische Angebote zahlreicher Produkte, wie etwa Wein oder auch Feinkost-Artikel. Kaufen Sie nicht per Telefon! Lehnen Sie ab und untersagen Sie weitere Anrufe.
4. Falle: Hotlines, die richtig ins Geld gehen
Bei diesem miesen Trick erhalten die Verbraucher zunächst einen Brief. In diesem wird ihnen mitgeteilt, dass sie einen Fernseher, einen Urlaub oder auch viel Geld gewonnen haben. Um den Preis zu erhalten, muss jedoch eine teure 0900er-Nummer angerufen werden, deren Preis pro Minute bis zu 2,99 Euro kosten kann. Dass man erst einmal in einer Warteschleife hängt, um dann schlussendlich doch niemanden an das andere Ende der Leitung zu bekommen, muss hier an dieser Stelle nicht verwundern. Werfen Sie solche dubiosen Briefe sofort in den Müll und das besonders auch dann, wenn Sie hundertprozentig wissen, dass Sie nirgends an einem Gewinnspiel teilgenommen haben. Außerdem sollten Sie die Bundesnetzagentur unter der Nummer 030/22480-500 anrufen, die diese Telefonleitung abstellen lassen wird. Achtung allerdings, wenn Sie eine Telefonrechnung erhalten auf der derartige Telefonate aufgelistet sind. Die ganze Rechnung einfach nicht zu bezahlen, kann dazu führen, dass der Anschluss stillgelegt wird. Versuchen Sie eine Klärung mit Ihrem Telefonanbieter zu erzielen und bezahlen Sie auf jeden Fall die normal geführten Telefonate.
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