Gerontologie - Aufgaben und Ziele

Die Gerontologie beschäftigt sich unter anderem mit dem Älterwerden des Menschen und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Es werden weniger Kinder geboren und durch die moderne Medizin und andere Faktoren gibt es immer mehr Senioren. Informieren Sie sich über die Aufgaben und Ziele der Gerontologie sowie mögliche Probleme.

Körperliche Veränderungen und Probleme im Alter sowie Alltagshilfen bei Gebrechlichkeit

Gerontologie - Eine Definition

Unter der Gerontologie - auch Alterswissenschaft bzw. Alternswissenschaft - versteht man eine Wissenschaft, die sich mit dem Älterwerden sowie dem Altsein beschäftigt. Dabei werden die damit im Zusammenhang stehenden Phänomene und Schwierigkeiten behandelt.

Der Gesellschaftswandel des Altersbildes stellt ganz neue Herausforderungen dar. Es gibt bestimmte Berufsgruppen, die sich ausschließlich mit der Gerontologie beschäftigen. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter und haben dementsprechend besondere Bedürfnisse.

Was früher von der Großfamilie abgedeckt wurde, muss heute meist von der Gesellschaft geleistet werden. Dazu gehören auch spezielle Institutionen und Organisationen.

Sowohl die Gesellschaft als auch die älteren Menschen selbst sind in dieser Situation gefordert. Es gilt, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, damit ein würdevolles Altern möglich wird. Das bezieht sich auf die Wohnsituation, auf die wirtschaftliche Lage und auch auf die Gesundheit der Senioren.

Manche ältere Menschen sind noch gesundheitlich stabil und aktiv und können ihr Leben relativ selbstständig meistern. Oft sind aber auch Hilfestellungen nötig, sei es

Senioren-Paar im Treppenhaus seines Zuhauses, Frau sitzt auf dem Treppenlift
Senioren-Paar im Treppenhaus seines Zuhauses, Frau sitzt auf dem Treppenlift

Für viele Senioren besteht auch eine Pflegebedürftigkeit, so dass eine Heimunterbringung nötig wird oder ein ambulanter Pflegedienst die Betreuung übernimmt. Viele ältere Menschen vereinsamen auch, weil sie alleine leben und kaum noch soziale Kontakte pflegen können.

Nicht zu verwechseln ist die Gerontologie mit der Geriatrie. Diese beschreibt ein medizinisches Fachgebiet, welches teils auch den Aufgaben der Gerontologie zugeteilt wird und sich mit Themen wie

  • Assessment
  • Angehörigenbetreuung
  • Rehabilitation
  • Nichtumkehrbarkeit von Alterungs- und Krankheitsprozessen
  • dem Bestehen von mehreren Krankheiten
  • Demenz sowie
  • Sterbebegleitung

beschäftigt.

Ansicht von oben: Alter Mann sitzt allein auf Holzbank auf Kopfsteinpflaster
Ansicht von oben: Alter Mann sitzt allein auf Holzbank auf Kopfsteinpflaster

Probleme bei der Altenbetreuung

Eine Gesellschaft sollte eigentlich in der Lage sein, die Armen und Schwachen auffangen zu können. Gerade in der Altenbetreuung liegt aber vieles im Argen.

Weil es so viele Senioren gibt, viele keine Familienangehörigen mehr haben oder die Angehörigen einfach keine Zeit haben, sich entsprechend zu kümmern. Fast jeder ist berufstätig und nur wenige Menschen können die häusliche Pflege und Betreuung eines älteren Menschen übernehmen.

Das Großfamilien-Modell hat früher viele Bedürfnisse abgedeckt und die unterschiedlichen Generationen konnten auch voneinander profitieren unter optimalen Bedingungen. Idealerweise konnten die Senioren ihr Wissen und Können weitergeben oder auch zeitweise die Kinderbetreuung übernehmen oder im Haushalt mithelfen. Die älteren Menschen hatten Familienanschluss und waren in ein gutes soziales Netz eingebettet.

Mit der Änderung der menschlichen Lebensweise sind viele gute Umstände verloren gegangen. Diese neue Lebensart muss nun aber auch neue Bedingungen finden und erfüllen. Es gibt viele gute Ansätze, wie zum Beispiel unterschiedliche Wohnmodelle, beispielsweise Mehrgenerationen-Häuser oder Alten-Wohngemeinschaften.

Aufgaben der Gerontologie

Hier kann die Gerontologie gute Dienste leisten. Diese Lebensphase des Älterwerdens, in all ihren Facetten, braucht eine Wissenschaft die sich ihr widmet, eine die

  • forscht
  • Lösungsmöglichkeiten bietet
  • praxisnah ist und
  • das menschliche Altern als Gegenstand hat.

Gerontologie ist die Wissenschaft des Alterns und die Alterswissenschaft. Dabei untersucht sie alle Phänomene und Probleme, die mit dem Altwerden verbunden sind.

Die Gerontologie gliedert sich in viele Aufgabenbereiche. Dazu gehören zum Beispiel

  • die Altenhilfe (Einrichtungen, welche die älteren Menschen unterstützen)
  • die Geriatrie (Forschung, Diagnose, Therapie und Reha-Maßnahmen für altersbedingte Krankheiten)
  • die Gerontopsychiatrie (beschäftig sich mit altersbedingten psychischen Erkrankungen)

Auch die Psychotherapie widmet sich den Senioren und es gibt eine spezielle Gerontopsychotherapie. Die Gerontopsychologie setzt sich mit den psychologischen Aspekten des Alterns auseinander.

  • Die biologischen Ursachen des Alterns werden in der Biogerontologie erforscht,
  • die Gerontosoziologie beschäftigt sich mit den soziologischen Aspekten und
  • die Demographie beobachtet und analysiert die Bevölkerungsentwicklung.

Die sozialen Aspekte werden in der sozialen Gerontologie erforscht und um den Alltag der älteren Menschen zu organisieren, gibt es ein Seniorenmanagement. Die praktische Theologie will das Altern theologisch deuten.

Auf den folgenden Seiten dieses Artikels widmen wir uns körperlichen Veränderungen und Problemen im Alter und informieren über Hilfsmittel bei Gebrechlichkeit.

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