Lebenserwartung - Entwicklung und Einflussfaktoren

Stapel mit schwarz-weißen alten Familienfotos

Die Lebenserwartung früher und heute

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Lebenserwartung beschreibt die durchschnittlich zu erwartete Lebensdauer eines Menschen. Sie wird durch zahlreiche verschiedene Faktoren beeinflusst; auch das Geschlecht gehört dazu. In Deutschland steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an. In früheren Zeiten lag sie deutlich niedriger. Lesen Sie über die Entwicklung der Lebenserwartung und informieren Sie sich über beeinflussende Faktoren.

Lebenserwartung - Eine Definition

Unter der Lebenserwartung versteht man die statistisch zu erwartende Zeitspanne, die ein Mensch ab einem bestimmten Zeitpunkt bis zu seinem Tod hat. Berechnet wird die Lebenserwartung mithilfe einer so genannten Sterbetafel.

Diese basiert einerseits auf empirischen Sterbehäufigkeiten aus der Vergangenheit und andererseits auf Annahmen für die Sterbeentwicklung in der Zukunft. In der Regel errechnet man die restliche Lebenszeit von der Geburt an.

Beeinflussende Faktoren

Beeinflusst wird die Lebenserwartung der Menschen durch die unterschiedlichsten Faktoren. Wird eine Population nicht aufgrund von Naturkatastrophen, Seuchen oder Kriegen verringert, sind

  • medizinische Versorgung
  • Bewegung
  • Ernährungsverhalten und
  • Stress

wichtige Punkte. Sind die Rahmenbedingungen gut, ist es möglich, dass ein Mensch 100 Jahre alt oder sogar noch älter wird. Als bislang höchstes Lebensalter wurden rund 120 Jahre erreicht.

Schülerin greift sich an den Kopf und runzelt die Stirn, Stress beim Lernen
Schülerin greift sich an den Kopf und runzelt die Stirn, Stress beim Lernen

Allerdings ist die Höhe der Lebenserwartung regional sehr unterschiedlich. So fällt sie in Europa deutlich höher aus als in Afrika. Einen großen Einfluss auf die Lebenserwartung üben sozialökonomische Einflüsse wie medizinische Versorgung, Ernährungslage, Qualität des Trinkwassers und Hygiene aus.

Das heißt, dass mit der Höhe des Lebensstandards auch die Höhe der Lebenserwartung steigt. Sind Faktoren wie Ernährung, Hygiene und medizinische Versorgung, so wie hierzulande, stabil, können auch andere Faktoren die Lebenserwartung negativ beeinflussen. Zu diesen zählen

Darüber hinaus besteht auch ein Unterschied zwischen den Geschlechtern, da Frauen im Allgemeinen eine höhere Lebenserwartung haben, als Männer...

Warum Frauen länger leben als Männer

Haben Sie sich je gefragt, warum Männer sich so komisch anstellen, wenn es um ihre Gesundheit geht? Selbst wenn wir uns hundeelend fühlen, können wir uns nur schwer dazu überwinden, irgendwelche Medikamente zu schlucken. Nichtsdestoweniger verlangen wir trotz dieser stoischen Ablehnung gegen Pillen und Salben selbst bei kleinsten Zipperlein die volle Aufmerksamkeit unserer liebenswerten Partnerinnen.

Internationale Statistiken stellen jedoch unverblümt klar, dass Männer eine deutliche geringere Lebenserwartung als die holde Weiblichkeit haben. Warum das so ist, können Sie im Folgenden nachlesen.

Männer hören nicht auf ihren Körper

Denn XY-Chromosomen-Trägern wird von Kindesbeinen an eingetrichtert, dass das Ignorieren von Schwächen und Krankheiten eine ziemlich feine Sache sei. Er ignoriert nicht nur seine körperinternen Warnsignale, sondern empfindet dabei sogar eine gewisse Genugtuung, wenn er Schmerz und Unwohlsein verleugnen kann. Zugegeben nicht gerade ein weitsichtiges Verhalten, wenn es sich um Verletzungen wie Zerrungen oder Verstauchungen handelt, die man besser auskurieren sollte, als weiter mit den Jungs kicken zu gehen.

Männer sind nicht so sehr an Gesundheit und Wellness interessiert

Viele Umfragen haben ergeben, dass Männer im Vergleich zu Frauen deutlich weniger Interesse an Themen wie allgemeine Fitness, gesunde Ernährung und entspannende Wellness zeigen. Ihnen liegt vielmehr die Gesundheit des Autos am Herzen.

Der Grund hierfür liegt schlicht und ergreifend daran, dass der Mann sich damit einfach besser auskennt. Denn andere Umfragen haben gezeigt, dass Männer relativ wenig über die Zusammenhänge ihres Tuns und ihrer Gesundheit wissen.

Würden sie es tun, wären sie wohl eher bereit, sich einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen. Immerhin sehen sie ja auch ein, warum sie unsere Autos zum Routine-Check bringen müssen. Wenn der Damenwelt also etwas an ihren Herzallerliebsten gelegen ist, sollten Sie ihn zum regelmäßigen Lesen von Fitness-Lektüre begeistern.

Männer wollen sich abgrenzen

Die charmante Dame, die sein Herz erobert hat, geht montags ins Fitness-Studio, am Dienstag in die Sauna, um am Mittwoch wieder fit fürs Jogging mit Freundinnen im Park zu sein. Donnerstag lässt sie sich dann bei einer Massage den Stress auskneten, bevor sie am Freitag wieder ins Fitness-Studio geht.

Dass am Wochenende meistens Dinge wie Tennis und Tanzen anstehen, die man schwitzend in Zweisamkeit anstellen kann, ist dann nicht weiter verwunderlich. Und da die Herren der Schöpfung ja nicht unbedingt den gleichen Lebensstil wie ihre stets gut aussehenden Gegenstücke führen wollen, fällt eine aktive Freizeitgestaltung in vielen Fällen schon mal raus.

Denn trotz Liebe, ewigem Ehegelübde und solchen Sachen, müssen Männer ja insgeheim trotzdem ihren eigenen Weg gehen. Wenn die Frauen ihren passiven Gefährten als gutes Vorbild zu einem fitten Lebensstil überreden wollen, könnte das eher kontraproduktiv sein.

Sie sollten es subtiler angehen und von den durchtrainierten Trainern in den Fitness-Studios schwärmen. Das regt den männlichen Ehrgeiz und Wettkampfgeist an...

Frauen sind Schuld

Einer muss ja schließlich dafür verantwortlich sein, dass die Männer statistisch betrachtet erheblich früher das Zeitliche segnet. Es wurde ja bereits erwähnt, dass Männer dazu tendieren, durch Härte gegen sich selbst, Anerkennung zu gewinnen.

Dieses Verhalten wird von weiblicher Seite gestärkt, weil es doch ein offenes Geheimnis ist, dass nur die bösen Jungs die hübschen Frauen bekommen. Außerdem haben Studien zu Tage gefördert, dass Männer hohe Risiken eingehen, um Frauen zu beeindrucken. Sei es durch einen riskanten Job oder unzählige Überstunden, die ein Luxus-Urlaub mit der Liebsten unter Palmen ermöglichen.

Übrigens lässt sich durch eine gesunde Lebensweise einiges tun, um die persönliche Lebenserwartung zu erhöhen - lesen Sie hier, worauf es dabei ankommt.

Lebenserwartung bald im Durchschnitt bei 100 Jahren?

Das durchschnittliche Lebensalter von Frauen aus Industrieländern könnte steigt immer weiter an

Rückansicht drei Senioren sitzen auf Bank im Park
Senioren sitzen Bank © dresden - www.fotolia.de

Neugeborene Mädchen in Industrieländern könnten im Jahr 2050 eine durchschnittliche Lebenserwartung von 100 Jahren haben. Männer folgen mit ein paar Jahren Abstand einem ähnlichen Trend. Das prognostiziert der britische Bevölkerungswissenschaftler Jim Oeppen, der am Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock arbeitet, im Interview mit der Apothekenzeitschrift Gesundheit.

Konstanter Anstieg

Seit 160 Jahren steige die durchschnittliche Lebenserwartung in den jeweils führenden Industrienationen jedes Jahr konstant. Es gebe keinen Grund für die Annahme, dass sich das bald ändert. Noch 1920 gingen Fachkreise von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von höchstens 65 Jahren aus. In Deutschland werden Frauen heute aber schon im Schnitt 85 Jahre alt und Männer etwa 79.

Überraschungen erleben die Bevölkerungswissenschaftler immer wieder: So steigt exakt seit dem Fall der Mauer die Lebenserwartung in den neuen Bundesländern erheblich rascher als in den alten und wird diese bald erreicht haben. Oeppen: "Niemand hat gedacht, dass sich die Lebenserwartung einer großen Bevölkerung so sehr von heute auf morgen steigern kann."

Lebenserwartung: Abstand der Männer zu den Frauen verringert sich stetig

Die Differenz der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen nimmt stetig ab, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes. Zwar hat ein heute geborenes Mädchen immer noch eine um 5,6 Jahre höhere Lebenserwartung als ein gleichzeitig geborener Junge. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts betrug der Abstand jedoch noch 7 Jahre und hatte sich 1993 auf 6,5 verringert.

Frauen in Deutschland dürfen heute mit durchschnittlich 81,5 Lebensjahren rechnen, Männer mit 75,9. Für die Annäherung sehen Wissenschaftler mehrere Gründe: Die Lebenswelten, etwa im Beruf und durch den Autoverkehr gleichen sich an. Männer rauchen weniger, Frauen mehr, und immer mehr Männer kümmern sich um Fitness und gesunde Ernährung.

Lebenserwartungen sollen weltweit weiter steigen

Dunkelhäutige Kinderhände unter einem Wasserhahn
Black Baby Hands Under African Water Tap World Issue © Riccardo Niels Mayer - www.fotolia.de

"Soziale Ungerechtigkeit tötet Menschen in großem Maßstab", so ein Zitat der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die allgemeinen Lebenserwartungen hängen von Geld, Macht und Rohstoffen ab, hier sind besonders die Entwicklungsländer betroffen. Im Vergleich betrachtet, stirbt in reicheren Ländern nur jedes 150. Kind, in Niger hingegen erreicht noch nicht mal jedes vierte Kind das fünfte Lebensjahr. Die WHO erklärt macht die sozialen Verhältnisse des Landes dafür verantwortlich.

Um diesen Bericht vorlegen zu können, mussten über drei Jahre lang gesammelte Daten ausgewertet werden. Eine Expertenkommission fordert in der Hoffnung auf Besserung eine gerechte und weltweite Aufteilung von Macht, Geld und Rohstoffen.

Lebenserwartung von Frauen immer höher

Die Lebenserwartung von Frauen steigt stetig und liegt auch über der der Männer

Nahaufnahme alte Frau mit weißen Haaren steht auf Balkon, Kopf auf die Hand gestützt
Senior woman © absolut - www.fotolia.de

Anhand der Sterbetafel 2005/2007 ist statistisch ablesbar, dass jeder zweite Mann mindestens 79 Jahre alt wird und jede zweite Frau sogar mindestens 85 Jahre wird. Das 60. Lebensjahr erreichen mindestens 89 Prozent der Männer und 94 Prozent der Frauen. Auf der Sterbetafel lässt sich ablesen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern wie auch bei Frauen gestiegen ist.

Neugeborene können jetzt als Frau 82,3 Jahre und als Mann 76,9 Jahre alt werden. In den Jahren 2004 und 2006 wurden Frauen 82,1 Jahre alt und Männer 76,6 Jahre alt. Amtliche Sterbetafeln werden vom Bundesamt herausgegeben und basieren auf den Zahlen der Verstorbenen und der Zahl der Durchschnittsbevölkerung.

Interessant zu beobachten ist auch, dass Männer wie auch Frauen im Westen länger leben als die Menschen in Ostdeutschland. Die Lebenserwartung bei neugeborenen Jungen liegt im Westen bei 77,2 Jahren und im Osten bei 75,8 Jahren. Neugeborene Mädchen werden im Westen allerdings nur 0,3 Jahre älter als im Osten (82 Jahre).

Menschen in Deutschland werden immer älter

Lebenserwartung in Deutschland erheblich gestiegen

Senioren - Frau mit Brille und grauem Hut neben einem Mann mit weißem Schnurrbart
Senior couple © Marcin Kempski - www.fotolia.de

Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ist die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten erheblich gestiegen.

Lebenserwartung deutlich gestiegen

So lag sie damals bei den Männern, die zwischen 1949 und 1951 geboren wurden, noch bei 57,7 Jahren, heute sind es fast 20 Jahre mehr. Auch bei den Frauen ist die Entwicklung ähnlich, damals 64,6 heute 82,3 Jahre.

Zurzeit liegt die Lebenserwartung, das ist die Anzahl der Jahre die statistisch zu erwarten sind, bei den 50-jährigen Männern bei 79 Jahren, bei den Frauen etwa vier Jahre höher.

Die höchste Lebenserwartung ist bei den Menschen in Europa ist in Italien mit 80,3 Jahren bei den Männern und 85,3 Jahren bei den Frauen. Aber es geht nicht nur um die Lebenserwartung, sondern auch die Gesundheit im Alter.

Dänen länger körperlich und geistig fit

So liegen hier die Dänen an erster Stelle, denn im Schnitt kann ein 50-jähriger Däne rechnen, dass er noch 24 Jahre körperlich und geistig fit ist, in Deutschland nur 14 Jahre, so dass noch vor dem Rentenalter mit gesundheitlichen oder geistigen Problemen zu rechnen wäre.

Verlängertes Leben: Heute geborene Kinder werden über 100 Jahre alt werden

Dank medizinischer Möglichkeiten haben ab dem Jahr 2000 geborene Menschen höhere Lebenserwartung

Älteres glückliches Paar, Gesicht an Gesicht, lächelnd
grandparents © Papirazzi - www.fotolia.de

Die Mehrzahl aller Kinder, die im Jahr 2000 oder danach das Licht der Welt erblicken, wird das Alter von 100 Jahren vermutlich erreichen oder sogar noch länger leben. Aus Industrienationen stammende Menschen haben heute im Durchschnitt bereits eine ein Jahrzehnt längere Lebenserwartung als ihre Eltern. Allerdings hat sich nicht der Alterungsprozess verlangsamt.

Medizinischer Standard macht Erhaltung der Gesundheit möglich

Dank Krankheitsvorsorge und neuen Möglichkeiten zur medizinischen Behandlung bleibt vielen Menschen bis ins Greisenalter ihre Gesundheit erhalten. Forscher der Duke University haben herausgefunden, dass sich der Zeitpunkt, an dem der natürliche Alterungsprozess, einhergehend mit körperlichem Verfall, Demenz und Herzkrankheiten, nach hinten verschoben habe. Wenn dieser jedoch einmal begonnen hat, so läuft er genauso schnell ab wie heute.

Mögliche Auswirkungen im Gespräch

Wie sich die verlängerte Lebensspanne auf die Wirtschaft, unser Sozialsystem und das Gesundheitssystem auswirken könnte, muss nun grundlegend hinterfragt werden. Davon ausgehend, dass Menschen im Alter von 95 Jahren noch gut in Form sind, müsste die bisherige Lebensstruktur grundlegend überdacht werden.

Lebensphasen wie die schulische Ausbildung, das Arbeitsleben und die Familiengründung könnten anders verteilt werden.

Forscher prophezeien - menschliches Alter kennt keine Obergrenze

Auch wenn es das ewige Leben nicht gibt - man wird sich auf neue Lebensmodelle einstellen müssen

Zwei befreundete alte Paare lachen gemeinsam
Group of senior friends laughing © Monkey Business - www.fotolia.de

Das menschliches Alter kennt rein theoretisch keine Obergrenze, so die aktuellsten Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts. Demnach ist im Gencode keinesfalls festgeschrieben, dass der Mensch sterblich sein muss.

Alterungsprozess setzt immer später ein

Man wertete die Daten von Menschen bis zurück ins Jahr 1840 aus. Die Ergebnisse zeigten eine interessante Kurve. Die Menschen werden immer älter und bleiben immer mehr bis ins hohe Alter geistig und körperlich kerngesund. Der Alterungsprozess aller Zellen setzt immer später ein.

Der Grund liegt im sich stetig verbessernden Lebensstandard und dem medizinischen Fortschritt.

Abverlangung neuer Lebensmodelle

Der tatsächliche genetische Einfluss liegt bei nur 25 Prozent. Heißt das, wir werden bei noch besserem Lebensstandard und Medizin ewig leben? Das vermutlich nicht. Eine gewisse anatomische Grenze wird es geben, doch vermutlich liegt sie wesentlicher höher, als wir es uns bislang träumen lassen.

Dies wird von den Gesellschaften zukünftiger Generationen völlig neue Lebensmodelle abverlangen.

Nicht nur dass sich das Rentenalter nach hinten verschiebt, auch Studium und Ausbildung für ältere Menschen wird in circa 50 Jahren zur Normalität gehören.

Deutsche werden immer älter

Seit 130 Jahren ist die Lebenserwartung der Deutschen um das Doppelte angestiegen

Älteres Ehepaar an Bergsee mit Sonnenschein und grüner Wiese, die Arme umeinander gelegt
attractive married mature couple enjoying the sunset. © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Wie das Statistische Bundesamt berichtet ist in Deutschland das Lebenserwartungsalter gestiegen, so liegt es bei den neugeborenen Jungen derzeit bei 77 Jahren und vier Monaten, bei den Mädchen sogar bei 82 Jahren und sechs Monaten.

Lebenserwartung seit 130 Jahren um das Doppelte angestiegen

So hat sich in Deutschland in den letzten 130 Jahren die Lebenserwartung verdoppelt. Nach der Statistik können mehr als 94 Prozent der deutschen Frauen den 60. Geburtstag feiern, bei den Männern liegt der Anteil bei 89 Prozent. Aber auch danach stiegt das erwartete Alter an, so kann ein 60-jähriger Mann noch mit 21 Jahren rechnen, das heißt ein Viertel des Lebens hat er noch vor sich.

Die Frauen im Alter von 60 Jahren dürfen sich noch gute 24 Jahre auf der Erde vergnügen. So dürften sich die Politiker mit ihrer Forderung der Einführung der Rente mit 67 Jahren bestärkt sehen. Interessant wäre es auch, die Lebenserwartung der Franzosen zu wissen, die sich ja sträuben mit 62 Jahren "erst" in Rente zu gehen.

Alt werden ohne Probleme - wie man auch als Senior Freude am Leben hat

Mit gesunder Ernährung, Bewegung sowie sozialen Kontakten kann man das hohe Alter genießen

Reife Frau, Seniorin, Rentnerin, graue kurze Haare, blaue Augen, sieht fröhlich in die Kamera, trägt schwarzes Oberteil
Charmante ältere Frau © tbel - www.fotolia.de

Die Menschheit wird immer älter. Die Fortschritte in der Medizin und ein hoher Lebensstandard haben uns ermöglicht, auch bis ins hohe Alter auf der Erde zu leben. Nicht selten werden Menschen nun 100 Jahre und sogar älter.

Doch mit dem Alter kommen oft auch die gesundheitlichen Probleme. Dem Altersprozess und seinen Begleiterscheinungen kann man zwar nicht entgehen aber mit dem richtigen Lebenstil kann man sich selbst vor vielen Problemen bewahren. Tatsächlich sterben nur etwa 10 Prozent aller Menschen an Altersschwäche. 90 Prozent der Erdenbürger scheiden durch Krankheiten aus dem Leben.

Gesunde Ernährung, Sport und saubere Luft

Sie selbst haben also viel Einfluss auf die Stärke und Fitness Ihres Körpers. Die Ernährung ist essentiell, denn viele lebenswichtige Stoffe kann der Körper nicht selbst bilden und kann sie nur über die Nahrung beziehen. Auch Sport ist noch immer das A und O für einen aktiven Stoffwechsel, ein kräftiges Immunsystem und den Abbau von Stress.

Ebenso wichtig ist die Atemluft. Meiden Sie es an Hauptverkehrsstraßen zu wohnen und verbringen Sie schöne Spaziergänge auf dem Lande. Auch den Urlaub sollte man eher in die Natur verlagern. Sehr gesund ist der Aufenthalt am Meer, wie medizinische Studien bereits bewiesen.

Zufriedenheit und Zeit mit den Liebsten

Unterschätzt wird in Punkto gesundem Altwerden übrigens oft die Psyche. In der Regel sind unsere Abwehrkräfte am stärksten, wenn wir uns seelisch ausgeglichen und zufrieden fühlen.

Zeit mit der Familie und den Freunden hat also eine heilende Wirkung, in jedem Alter.

Studie: Jugendsterblichkeit heute höher als Kindersterblichkeit

Studie zeigt, Zahl der Todesfälle von Kleinkindern stark zurückgegangen

Russel Vine und andere Forscher vom University College in London haben Daten der WHO seit 1955 aus 50 Ländern analysiert. Dabei beobachteten sie, dass die Zahl der Todesfälle von Kleinkindern in den OECD-Staaten stark zurückgegangen ist, während die Todesfälle von Heranwachsenden stieg. Ihre Studie ist in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "The Lancet" nachzulesen.

Kindersterblichkeit durch Unfälle deutlich gestiegen

Vor allem die Kindersterblichkeit durch ansteckende Krankheiten sei stark zurückgegangen. Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Unfälle, Selbstmorde und Tode durch Gewalt bei der Gruppe im Alter von 10 bis 24 Jahren.

Vine sagt, dass man sich in Zukunft umstellen müsse. Die gefährdete Gruppe sei jetzt nicht mehr die im Alter von ein bis vier Jahren, sondern die der Jugendlichen. Der Forscher glaubt, dass die Zahl der Unfälle noch steigen wird. Er fordert daher, bei Gesundheitskampagnen die Jugendlichen besser zu berücksichtigen und gegen HIV, Verkehrsunfälle und seelische Erkrankungen präventiv vorzugehen, da all das in nächster Zeit noch stark zunehmen könnte.

Die Menschheit wird immer älter: Gene, Medizin und Lebensweise gehen dabei Hand in Hand

Fast alle Menschen träumen davon, in einem gesunden Zustand möglichst alt zu werden. Noch schöner wäre natürlich die Unsterblichkeit. Ob dies ein Menschheitstraum bleibt, oder irgendwann wahr wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Molekularbiologen sind jedoch der Meinung, dass sich die natürliche Altersgrenze des Menschen mit den Generationen immer weiter nach oben verschieben wird.

Um neues Wissen über ein langes und gesundes Leben finden zu können, werden Forschungen mit Senioren gemacht. Am liebsten arbeiten die Ärzte dabei mit Menschen jenseits der 90 Jahre und von diesen gibt es immer mehr. Durch die Analyse ihrer Gene und auch ihrer Lebensgewohnheiten wird untersucht, wie es zu dieser Langlebigkeit kommt. Parallel dazu wird mit anderen Spezies gearbeitet und geklärt, wie sich bei diversen Tieren die Faktoren für ihre Lebenszeit zusammensetzen.

Jüngst wurde man dabei auf das Süßwassertierchen "Hydra" aufmerksam. Dieses Tier besitzt ein besonderes Gen und dieses ermöglicht es den Tierchen nicht zu altern. Mit anderen Worten: Durch das Gen "FoxO" sind die Tiere quasi unsterblich. Das wirkliche Spannende ist, dass dieses Gen zur Übergruppe der "Fox-Proteine" gehört und diese lassen sich auch in der DNS des Menschen finden. Wissenschaftler haben daher bereits Nachforschungen angestellt und herausgefunden, dass bei Menschen, die sich bereits im hohen Seniorenalter befinden, genau diese Proteine sehr aktiv sind.

Nun möchte man Möglichkeiten finden, diese Langlebigkeit künstlich zu fördern, indem man Wirkstoffe entwickelt, die diese Proteine schützen und anregen. Allerdings spielen auch die Lebensumstände eine große Rolle. Nur durch einen gesunden Lebensstil können die guten Gene auch wirken.

Die Menschen werden immer älter

In unserer modernen Gesellschaft werden die Menschen immer älter. Dies ist bedingt durch die gute medizinische Versorgung in unserem Land, aber auch durch die Pflege im Alter, die viele Senioren erhalten. Eine Studie der Universität Heidelberg fand heraus, dass sich die Zahl der Hundertjährigen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt hat. Dabei sind sie wesentlich fitter, als Gleichaltrige noch vor wenigen Jahren.

Natürlich haben die Senioren auch mit Leiden und Krankheiten zu kämpfen, fühlen sich aber laut Studie wohler und würden gerne noch älter werden. Um an die Daten zu kommen, befragten die Wissenschaftler repräsentativ Hundertjährige aus dem Raum Heidelberg und Umgebung hinsichtlich ihres Alltags, ihrer Aktivitäten und der Lebensqualität. Auch Verwandte und nahe Familienangehörige sollten sich zu der Situation äußern.

Dennoch gab es in der Studie keinen hundertjährigen Menschen, der keine Krankheit hatte. So leiden die meisten in diesem Alter an Seh- und Hörproblemen oder an den Folgen von Stürzen. Die Mehrheit ist jedoch zufrieden mit dem Leben und der Lebensqualität in diesem Alter, Todessehnsucht haben nur wenige.

Hainan in China: Die sagenumwobene Insel der Hundertjährigen

Die chinesische Insel Hainan ist berühmt. Doch nicht etwa wegen grandioser Kulturgeschichte oder herausragender Industrie. Nein, hier leben die meisten Menschen, die das magische Alter der einhundert überschritten haben. Forscher sind der Ursache nun einmal auf den Grund gegangen und stellten schon mal fest, dass mäßiger Alkoholkonsum als auch Sportverweigerung diesem Alter nicht im Weg stehen!

Vielen sind Umfragen und Statistiken zum Alt werden bestens bekannt. Was trägt denn nun aber wirklich dazu bei, dass man ein hohes Alter erreicht? Ist es genetisch bedingt? Sind es die Lebensumstände oder doch rein weg ein gesunder Lebensstil? Eine handfeste Antwort wird es darauf wohl nie geben. Eines jedoch steht fest und das ist die Tatsache, dass Wohlstand und Luxus kein Garant dafür sind, dass man ein hohes Alter erreichen wird.

Im Ort Chengmai auf der chinesischen Insel Hainan leben überdurchschnittlich viele Menschen, die ein sehr hohes Lebensalter haben. Viele haben die einhundert bereits überschritten und ihre Lebensumstände sind alles andere als westlicher Standard. Sie leben in einfachen Behausungen, ohne Heizung, haben Krieg und Hunger erlebt und sind dennoch so alt geworden.

200 der 560.000 Bewohner haben die magische einhundert erreicht und damit ist das eines der höchsten Zahlen weltweit. Die Menschen dort leben von der Landwirtschaft und haben nur sehr wenig Industrie auf der Insel.

Forscher haben nun zum Vergleich auch andere Regionen hinzugezogen, in denen die Menschen ebenfalls ein sehr hohes Alter erreichen: Kuba, auf den griechischen Inseln und auch auf einer Halbinsel Costa Ricas leben sehr viele Hundertjährige. Eines haben die Regionen alle gemein: es gibt nur wenig Industrie, die Familie steht im Mittelpunkt und die Ernährung ist vorwiegend pflanzlich.

Einer der Hundertjährigen aus Chengmai brachte es schließlich auf den Punkt und lüftete das Geheimnis des hohen Alters: "Fleißig, einfach und großherzig, vorwiegend vegetarische Ernährung, vernünftiges Essen, früh schlafen und früh aufstehen". Es sind eben doch die kleinen Dinge im Leben, die es lebenswert machen!

Studie klärt, warum Männern früher als Frauen sterben

Senioren - Frau mit Brille und grauem Hut neben einem Mann mit weißem Schnurrbart
Senior couple © Marcin Kempski - www.fotolia.de

Jeder Mensch hat eine durchschnittliche Lebenserwartung. Die Statistik in Deutschland sieht dabei vor, das Männer im Schnitt 77 Jahre werden. Frauen dagegen liegen sogar bei 82 Jahren.

Männer haben weniger gesundheitliche Einschränkungen

Nun sind 77 Lebensjahre auch bereits sehr viel, doch es stellt sich immer die Fragen, warum Frauen eine höhere Lebenserwartung haben. Immerhin liegen aktuell fünf Jahre zwischen den Geschlechtern. Das Robert-Koch-Institut hat sich jüngst in einer Studie der Frage gewidmet und zeigt nun ein doch überraschendes Ergebnis.

Es stimmt zwar, Frauen werden älter, doch rein subjektiv geht es den Männern besser als den Damen. Die Studie zeigt, dass 75 Prozent der Männer sich gesund fühlen, während es bei den Frauen nur 69 Prozent sind. Gesundheitliche Einschränkungen haben ganze 33 Prozent der Damen, aber nur 27 Prozent der Männer. Doch warum sterben die Herren der Schöpfung dann im Schnitt dennoch früher? Die Studie kommt zu dem altbekannte Problem. Männer neigen aufgrund ihrer Mentalität eher zu risikoreichem Verhalten. So ergreifen sie eher gefährliche Berufe, betreiben Sport mit hohem Risiko, fahren unvorsichtiger, rauchen und einiges mehr.

Lebensweise der Geschlechter gleicht sich mehr und mehr an

Dass wirklich die durch Testosteron mit verantwortliche Risikobereitschaft das Problem ist, sieht man, wenn man die Sterblichkeit bei Kindern vor der Pubertät betrachtet. Hier nehmen Jungen und Mädchen sich nicht viel. Dagegen ist der Sterblichkeitsunterschied der Geschlechter in der Altersspanne 20 - 25 Jahre am größen und gleicht sich danach langsam wieder an.

Ein weiterer interessanter Fakt: Derzeit haben Frauen zwar noch die Nase vorn, doch der Abstand zwischen den Geschlechtern hat sich deutlich verringert. Die heutige Differenz ist kleiner als jene vor einigen Jahrzehnten, da sich die Lebensweise der Geschlechter mehr und mehr angleicht.

Nature-Studie: Alterungsprozess des Menschen ein Sonderfall der Natur

Das Altern ist ein Dauerthema in den Medien. Zugleich muss die Wissenschaft zugeben, nur wenig über das Phänomen zu wissen. Eine internationale Studie zeigt, wie unerklärlich verschieden die Alterungsmuster von Menschen, Tieren und Pflanzen sind.

Die Vielfalt der Lebensverläufe überraschte selbst die Wissenschaftler. Neben dem Menschen untersuchten sie zehn weitere Säugetierarten, zwölf Wirbeltiere, zehn Wirbellose und 13 verschiedene Pflanzen. Ihr Augenmerk lag dabei auf der Entwicklung nach dem Erreichen des fortpflanzungsfähigen Alters.

Erstaunlich ist, anders als Menschen, bei denen die Fruchtbarkeit nach dem jungen Erwachsenenalter stetig abnimmt, werden Tiere wie der Silbersturmvogel oder das Australien-Krokodil mit dem Alter immer fruchtbarer. Süßwasserpolypen pflanzen sich das ganze Leben lang gleichmäßig fort.

Ebenso große Unterschiede zeigt die Sterbewahrscheinlichkeit. Bei Menschen steigt die Mortalität im Alter stetig an. Wenn die kalifornische Gopher-Schildkröte ein bestimmtes Alter erreicht hat, nimmt das Sterberisiko dagegen für eine ganze Weile ab. Auch Pflanzen wie die Eiche Quercus rugosa haben im Alter keine erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit.

Steigende Lebenserwartung: die Menschheit wird immer älter

In den Industrieländern können die Krebsleiden heute besser bekämpft werden - Steigende Lebenserwartung weltweit

Alter Mann mit braunem Hut und Rollator, junger Mann fasst ihm an den Rücken im Park
Son & Elderly Father © Lisa F. Young - www.fotolia.de

Männer und Frauen erreichen ein immer höheres Alter und das weltweit. Obwohl es noch immer eine Vielzahl an lebensgefährlichen Krankheiten gibt, werden wir unterm Strich immer älter.

Auf der Welt in ihrer Gesamtheit betrachtet werden Menschen im Schnitt sechs Jahre älter als noch 1990. Wer ab 1990 geboren ist, kann auf eine durchschnittliche Lebenserwartung hoffen, die statt bei 65,3 Jahren nun schon bei 71,5 Jahren liegt. In einigen Ländern kommt man sogar auf zwölf Jahre.

Gründe und Ursachen

Grund ist mit Sicherheit die weltweit besser werdende Versorgung. Gerade in armen Nationen wird die Verlängerung um zwölf Jahre erreicht, denn der Kampf gegen häufige Todesursachen wie Aids wird immer effektiver betrieben. Allein die Sterblichkeit aufgrund der Masern konnte um 83 Prozent gesenkt werden.

Veränderung in den Industrieländern

In den Industrienationen sind es weniger die Infektionskrankheiten und mehr die Krebsleiden, die nun besser bekämpft werden können.

  1. So sank die Sterblichkeit bei Krebs um insgesamt 15 Prozent.
  2. Gute Erfolge werden auch bei der Therapie von Herzkrankheiten erzielt: hier ging die Sterberate um 22 Prozent zurück.

Diese Daten stammen aus der aktuellen "Global Burden of Disease Study", die sich mit den Sterbefällen aus 188 Ländern der Welt und insgesamt 240 Todesursachen beschäftigt hat. Nach Angaben der Forscher ist dies die bisher größte Studie zur weltweiten Lebenserwartung.

Die heutigen Gefahren

Die Studie zeigt dabei auch, wo die Gefahren zunehmen.

  1. Demnach ist das Risiko an Leberkrebs zu sterben, seit 1990 um 125 Prozent gestiegen.
  2. Auch die Rate an Todesfällen aufgrund von Diabetes und Nierenerkrankungen nimmt zu.
  3. Weitere Krankheiten, die an Bedeutung gewinnen, sind Bauchspeicheldrüsenkrebs und Herzrhythmusstörungen.

Unterm Strich bleibt der Trend jedoch positiv. Sollte sich dieser in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen, würden bereits die 2030 geborenen Kinder ein durchschnittliches Alter von 85,3 Jahren erreichen.

Warum ist die Lebenserwartung von Frauen eigentlich höher?

Biologische Eigenheiten und die Auswirkungen des Lebenswandels bestimmen über die Lebensspanne

Senioren - Frau mit Brille und grauem Hut neben einem Mann mit weißem Schnurrbart
Senior couple © Marcin Kempski - www.fotolia.de

Kommt in Deutschland ein männliches Kind zur Welt, kann man davon ausgehen, dass es eine Lebenserwartung von 79 Jahren hat. Aktuell geborene Mädchen dagegen werden im Schnitt 83,5 Jahre alt. Frauen leben also ein ganzes Stück länger und das gilt in den meisten Industrienationen. Doch warum ist das eigentlich so?

Frauen leben im Schnitt 5 Jahre länger

Fragt man die Menschen, geben viele als Vermutung an, dass Frauen einen biologischen Vorteil haben. Das stimmt zwar teilweise, erklärt jedoch bei weitem nicht den großen Unterschied von fast fünf Jahren. Viele wissen auch nicht, dass Frauen keineswegs schon immer eine höhere Lebenserwartung als Männer hatten.

Das zeigt jedoch ein Blick in die Geschichte, denn noch im 19. Jahrhundert hatten beide Geschlechter eine ähnliche Lebensspanne. Verändert hat sich seitdem, dass seltener tödliche Infektionen und unheilbare Krankheiten auftreten. Männer und Frauen erreichen daher inzwischen ein hohes Seniorenalter und in diesem Alter kommt der Lebenswandel der letzten Jahrzehnte zum Tragen.

Wenn sich der Lebenswandel rächt

Kinder, Jugendliche und Erwachsene im mittleren Alter bekommen eher selten eine Rechnung für ihren Lebenswandel. Die 50- bis 70-Jährigen jedoch spüren sehr deutlich, ob sie sich in den Jahrzehnten zuvor

Männer sterben seit dem 20. Jahrhundert früher, da sie eher zu fetthaltiger Ernährung und zu Dingen wie Alkohol und Nikotin tendieren. Eine aktuelle Studie hat errechnet, dass allein 30 Prozent der unterschiedlichen Lebenserwartung nur darauf basiert, dass Männer häufiger rauchen.

Biologische Unterschiede

Ganz ohne Bedeutung sind die biologischen Unterschiede aber auch nicht. Es stimmt, dass Frauen im Durchschnitt die besseren Blutgefäße haben. Zumindest gilt das bis zur Menopause, denn Grund für den Vorteil sind die weiblichen Östrogenwerte.

Frauen bauen diesen Vorteil aber weiter aus, indem sie zu einem vernünftigeren Lebenswandel tendieren. Männer dagegen verschlimmern ihren biologischen Nachteil, indem sie es den Gefäßen erst recht schwer machen.

US-Studie zur Lebenserwartung: Arme sterben früher als Reiche

Wie lange wir leben, hängt sowohl von unseren Finanzmitteln, als auch von der uns umgebenden Sozialstruktur ab

Frau in hellem Blazer hält eine leere Geldbörse vor weißem Hintergrund
Young businesswoman holds empty wallet © Piotr Marcinski - www.fotolia.de

Die Kluft zwischen armen und reichen Menschen wächst und das hat weitreichende Folgen. Eine Studie aus den USA hat sich mit der Frage beschäftigt, ob die finanzielle Situation eines Menschen eine direkte Auswirkung auf seine Lebenserwartung hat. Untersuchungen dieser Art wurden in den letzten Jahrzehnten immer wieder durchgeführt, um die jeweils aktuelle Situation zu erfassen.

Lebenserwartung und Einkommen

Auch die aktuellste Studie zeigt dabei: Ein geringes Einkommen verkürzt die Lebenserwartung messbar. Wer dabei gleichzeitig in einer Region mit schwacher Wirtschaft lebt, büßt besonders Zeit ein. Lebt man trotz geringen Finanzmitteln in einer größeren Stadt mit besseren Strukturen, steigt dagegen die Chance auf ein langes Leben zumindest etwas an.

Superreiche und Arme im Vergleich

Für diese Ergebnisse analysierten die Forscher rund 1,4 Milliarden Steuer- sowie Sozialversicherungsdokumente. Insgesamt wurde der Zeitraum 1999 bis 2014 abgedeckt und berechnet, wie die durchschnittliche Lebensspanne der Menschen ausfällt, die aktuell 40 Jahre alt sind. Zunächst sah man sich die fünf Prozent der Reichen an.

Im Vergleich zu früher ist die Lebenserwartung dieser US-Bürgerinnen um 2,9 und das der Männer um 2,3 Jahre gestiegen. Die Superreichen (ein Prozent der Menschen) werden im Schnitt bereits

  • 88,9 Jahre (Frauen), beziehungsweise
  • 87,3 Jahre (Männer) alt.

Bei den ärmsten Menschen dagegen steigt die Lebenserwartung nahezu gar nicht. Das bedeutet, dass

  • Frauen in Armut im Schnitt 78,8 Jahre werden und
  • Männer 72,7 Jahre.

Arme Frauen sterben im Durchschnitt also zehn und Männer sogar 15 Jahre früher.

Der Einfluss der Sozialstruktur

Allerdings ist die Lebenserwartung auch regionsabhängig und steigt bei den Armen beispielsweise in San Francisco. Hier gibt es

  1. viele Grünflächen,
  2. gute Hilfsdienste und
  3. allgemein viele Ausgaben für soziale Projekte.

Daher leben die Ärmsten hier im Schnitt drei Jahre länger als Gleicharme aus anderen Städten.

Deutsche werden so alt wie nie: bald sind 100-Jährige keine Besonderheit mehr

Studie gibt Aufschluss über die Lebenserwartung von 2016 geborenen Kindern

Baby klatscht in die Hände, im Hintergrudn sein Opa
baby girl clapping the hands © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Die Überalterung der Gesellschaft ist ein Problem der Moderne und wird sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich zuspitzen. Eine aktuelle Studie zum Trend in Deutschland hat in eindrucksvollen Zahlen gezeigt, dass die heute geborenen Jungen und Mädchen immer häufiger die 100-Jahres-Grenze überschreiten könnten. 100-Jährige sind dann nicht wie heute eine Besonderheit, sondern werden zum Alltag. Das wird das Gesellschaftsbild verändern.

Forscher berechneten die Lebenserwartung von Neugeborenen aus dem Jahr 2016

Durchgeführt wurde die Studie an der Universität Köln. Die Forscher berechneten die Lebenserwartung der Neugeborenen aus dem Jahr 2016. Für viele wird es ein Leichtes, das Jahr 2100 zu erleben. Wie bei nahezu allen Berechnungen zur Lebenserwartung haben die Mädchen allerdings bessere Chancen als die Jungen: 90 Prozent gegenüber 82 Prozent. Auch im Bezug auf das Feiern ihres 100. Geburtstages haben weibliche Kinder die Nase vorn: 25 Prozent der 2016 geborenen Mädchen (aber immerhin auch ein Sechstel der Jungen) wird den dreistelligen Geburtstag begehen können.

Die Studie veröffentlichte auch einzelne Durchschnittszahlen zu den Bundesländern, jeweils nach Geschlechtern getrennt. Den höchsten Durchschnitt bei der Lebenserwartung erreichen Mädchen mit 83,9 Jahren in Baden-Württemberg. Sachsen und Bayern kommen auf Platz 2 und 3. Schlusslicht bei den weiblichen Kindern ist das Saarland mit 82,1 Jahren. Männliche Kinder haben ebenfalls in Baden-Württemberg die höchste Lebenserwartung (79,5 Jahre), gefolgt von Bayern und Hessen. Auf dem letzten Platz liegt Sachsen-Anhalt mit 76,2 Jahren.

Immer mehr uneheliche Kinder

Eine interessante Nebenbeobachtung: Immer mehr Neugeborene werden in Familien ohne Eheschließung geboren. Uneheliche Kinder machen inzwischen 35 Prozent der Neugeborenen aus. Damit ist zwar die Zahl der ehelichen Kinder noch immer deutlich höher, aber der Anstieg außerehelicher Babys im Vergleich zu Vorjahren ist stark. Im Jahr 2000 beispielsweise lag die Quote nur bei 15 Prozent.

Ein deutlicher Unterschied tritt dabei zwischen neuen und alten Bundesländern auf: außereheliche Kinder machen in den alten Bundesländern 29,5 Prozent mit langsam steigender Tendenz und in den neuen Bundesländern 61 Prozent mit sinkender Tendenz aus.

Blick in die Zukunft: die Lebenserwartung im Jahr 2030

Durchschnittliche Lebenserwartung im Jahr 2030: die Spitzenposition hält Südkorea mit 90 Jahren

Rückansicht drei Senioren sitzen auf Bank im Park
Senioren sitzen Bank © dresden - www.fotolia.de

Der Mensch hat in seiner Entwicklung eine weite Strecke zurückgelegt. In der Steinzeit galt man als Senior, wenn man circa 30 Jahre alt war. Heute beginnt für viele mit 30 erst der Spaß des Lebens. Fakt ist: Der Mensch hat in seiner vergleichsweise kurzen Evolutionszeit eine enorme Verlängerung der Lebenszeit vorzuweisen.

Technischer Fortschritt und die moderne Medizin lassen immer mehr deutlich werden, dass rein genetisch die durchschnittliche Lebenserwartung jenseits der 70 liegt. Und Prognosen zeigen, dass wir den Gipfel noch nicht erreicht haben. Aktuelle Zahlen für das Jahr 2030 wurden jetzt präsentiert.

Südkorea führt, Deutschland im guten Mittelfeld

2014 lag die durchschnittliche Lebenserwartung weltweit bei 73 Jahren und war damit bereits sechs Jahre höher als noch 1990. Für die Prognose 2030 belegen die Südkoreanerinnen eine neue Spitzenposition mit 90 Jahren.

Doch auch für die restlichen Industrienationen sieht es sehr gut aus. Ausgehend von Vergleichswerten aus dem Jahr 2010 gewinnen Frauen aus Südkorea demnach 6,6 Jahre Lebenszeit, die Frauen in Slowenien 4,7 Jahre und Einwohnerinnen Portugals 4,4 Jahre.

Die Top 3 bei den Männern: Ungarn (+7,5 Jahre), Südkorea (+sieben Jahre) und Slowenien (+6,4). Das Schlusslicht bei beiden Geschlechtern ist Mazedonien mit einem Plus von 1,4 Jahren für Frauen und 2,4 Jahren bei Männern. Deutschland liegt mit Platz 17 (Frauen) und Platz 16 (Männer) im guten Mittelfeld.

Die USA ziehen nicht mit

Insgesamt steigt die Lebenserwartung also in wohlhabenden Nationen. Eine statistische Ausnahme gibt es dabei allerdings: die USA. Hier geht es den Menschen im internationalen Gesundheitsvergleich immer schlechter.

Von allen 35 untersuchten Staaten sind die USA die einzige Region ohne Krankenversicherung für alle. Hinzu kommt ein immer weiter steigender Body-Mass-Index und der BMI ist bereits jetzt in den USA am höchsten.

Genaue Zahlen, wie weit die allgemeine Lebensversicherung in den USA sinken könnte, gibt die Prognose zwar nicht, sie zeigt aber noch weitere Faktoren, die dafür sprechen: Die Kindersterblichkeit nimmt zu und die US-Amerikaner werden nicht mehr größer. Eine Stagnation in der Körpergröße gilt in der Menschheitsforschung als Signal für eine stillstehende oder sinkende Lebenserwartung.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie: Der Unterschied zwischen Männern und Frauen schrumpft global immer weiter zusammen. Die Männer holen statistisch auf und leben vermutlich in einigen Jahrzehnten ebenso lang wie Frauen.

Wissenschaftler gehen von zukünftiger Lebenserwartung von 140 Jahren aus

Zwei Studien beschäftigten sich mit der maximal erreichbaren Lebenserwartung des Menschen

Alter Mann in Strickjacke hat beide Hände auf einem Gehstock
old man with a walking stick © nito - www.fotolia.de

Blickt man in der Menschheitsgeschichte zurück, galt man beispielsweise in den Anfängen als uralt, wenn man das 30. Lebensjahr erreichte. Im 18. Jahrhundert kamen viele Menschen bereits auf 45 bis 55 Jahre als Lebenserwartung und für heute in Deutschland geborene Kinder werden 80 Jahre die Norm sein. Im Zuge dieser Entwicklung diskutieren und forschen Wissenschaftler weltweit, wo die natürliche Lebensspanne des Menschen wohl zu ende ist. Die bislang älteste Frau wurde 122 Jahre alt, bevor sie 1997 verstarb.

Studie zur Lebenserwartung aus den USA

Forscher aus den USA sind zu dem Schluss gekommen, dass ein gesunder Mensch maximal 125 Jahre alt werden kann. Zwar werden die Menschen seit Jahrhunderten im Schnitt immer älter, doch das liegt am steigenden medizinischen Wissen rund um Hygiene und der Behandlung von Krankheiten. Es muss jedoch von der Natur eine festgelegte Grenze geben, denn der Alterungsprozess der Zellen samt Zellsterben ist nicht aufzuhalten. Die US-Forscher kamen auf die Zahl 125 als Obergrenze und verglichen dafür die Daten von Senioren aus 40 verschiedenen Ländern.

Studie zur Lebenserwartung aus Israel

Eine andere Studie aus Israel setzt den 125 Jahren noch einmal 15 Jahre obenauf. Die Forscher untersuchten hierfür Daten von 1900 bis 2010 und verglichen sowohl das Alter der Menschen als auch die Todesursachen. Während früher rund 70 Prozent der Menschen an Infektionskrankheiten starben, sind es heute 70 Prozent, die an Alterskrankheiten versterben. Das legt den Schluss nahe, dass eine bessere Therapie von Herz-Kreislaufleiden, Diabetes und Krebs die Menschen noch älter machen könnte. Zusätzlich führten die Forscher daher Experimente mit Versuchstieren wie Mäusen und Fliegen durch.

Ihr Fazit lautet, dass durch noch bessere Behandlung von Alterskrankheiten die natürliche Lebensspanne des Menschen bis auf 140 Jahre angehoben werden kann. Bei den Tieren war durch ausgewogene Ernährung, genetische Eingriffe und individuelle Behandlung von Alterskrankheiten deren bislang vermutete Lebensspanne um 30 Prozent angehoben worden.

Neue Statistik zur gesunden Lebenserwartung: China erstmals vor den USA

Diskrepanz zwischen genereller und gesunder Lebenserwartung auch in Deutschland

Arzt in weißem Kittel erklärt einem alten Mann mit grauem Vollbart am Krankenbett die vorgesehene Pilleneinnahme
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Die allgemeine Lebenserwartung steigt, doch diese Zahl betrachtet im Regelfall nicht, ob es sich um viele gesunde Jahre oder um ein langes Leben mit Krankheiten handelt. Aktuelle Daten der WHO zeigen jetzt, dass eine gesunde Lebenserwartung der heute geborenen Kinder je nach Herkunftsland teils sehr unterschiedlich ist.

China vs. USA

Ein spannender Fakt dabei: China überholt erstmals die USA. Jedes Kind, das 2016 in China zur Welt kam, darf sich im Schnitt auf 68,7 gesunde Jahre freuen. In den USA sind es im Vergleich dazu nur noch 68,5 Jahre.

Der Unterschied mag zunächst noch klein sein, zeigt aber einen Trend. Demnach leben die Menschen in den USA trotz moderner Errungenschaften insgesamt ungesünder. Betrachtet man nur die normale Lebenserwartung liegen die USA mit 78,5 Jahren im Vergleich zu 76,4 Jahren in China deutlich vorn. Das bedeutet aber im Grunde nur, dass die US-Bürger länger an Krankheiten leiden. Die WHO sieht neben vielen Fällen von Adipositas in den USA auch den bedenklichen Umgang mit Drogen als Hauptgrund für Chinas Überholen. Erst Ende 2017 musste in den USA der Gesundheitsnotstand verhängt werden, da Heroin- und Opioid-Missbrauch Überhand nahm. Hinzu kommt in den USA das schlechte Gesundheitssystem, in welchem sich viele Menschen die hohen Arztkosten schlicht nicht leisten können.

Deutsche werden zwar alt, bleiben aber nicht lange gesund

Auch in Deutschland sieht die aktuelle WHO-Statistik eine deutliche Diskrepanz zwischen genereller und gesunder Lebenserwartung. 2016 geborene Deutsche werden zwar im Durchschnitt 81 Jahre alt, sie verbringen aber nur 71,6 Jahre davon bei guter Gesundheit.

Singapur und Japan an der Spitze

Noch ein spannender Fakt der Statistik: Am meisten freuen dürfen sich Kinder, die in Singapur zur Welt kommen. Ihre gesunden Lebensjahre belaufen sich auf 76,2 Jahre, was sie zum Spitzenreiter macht. Auf Platz 2 kommt Japan, gefolgt von Spanien. Deutschland liegt im Vergleich dazu nur auf Platz 26 und die USA nur auf Platz 40.

Die Lebenserwartung im Wandel

Sowohl in Deutschland als auch in anderen westlichen Industrienationen steigt die Lebenserwartung immer mehr an, was sowohl für Neugeborene als auch für ältere Menschen gilt. Früher war die Lebenserwartung der Menschen jedoch weitaus geringer.

Die Lebenserwartung steigt

In früheren Zeiten war die Lebenserwartung in den europäischen Ländern jedoch weitaus geringer als heute. Als Hauptgrund dafür galt vor allem die hohe Kindersterblichkeit.

Hinzu kamen lebensverkürzende Einflüsse wie unzureichende Ernährung, unsauberes Trinkwasser und mangelnde Hygiene. Zudem fiel die medizinische Versorgung deutlich schlechter aus.

Vor allem der medizinische Fortschritt und seine gute Verfügbarkeit haben für den zunehmenden Anstieg der Lebenserwartung gesorgt. So werden die Menschen in Deutschland in der heutigen Zeit durchschnittlich doppelt so alt wie im Jahre 1871. Zu dieser Zeit ermittelte man die ersten verlässlichen Werte zur Lebenserwartung.

Zu einem weltweiten Anstieg der Lebenserwartung kam es erst ab dem 19. Jahrhundert. Davor änderte sie sich nur wenig. Verglichen mit dem Jahr 1840 stieg die Lebenserwartung im heutigen Mitteleuropa um rund 40 Jahre. In Deutschland ging die Sterblichkeit seit 1871 um etwa 0,8 Prozent pro Jahr zurück.

Reiche Industrienationen

Sowohl in Deutschland als auch in anderen Industriestaaten ist ein stetiger Anstieg der Lebenserwartung zu verzeichnen. Dieser Umstand lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen.

Zu den Ländern, in denen die Lebenserwartung steigt, gehören vor allem die reichen Industrienationen in

Auch in Deutschland ist in sämtlichen Altersgruppen ein Anstieg zu erkennen. Dabei gilt die Lebenserwartung von neugeborenen Kindern als höher als die von älteren Bundesbürgern. So sind zahlreiche Forscher der Ansicht, dass ca. 50 Prozent aller Neugeborenen etwa 100 Jahre alt werden, unter der Voraussetzung, dass sich die Lebensumstände in der Bundesrepublik nicht verändern.

Die Zukunft bleibt ungewiss

Heute wissen Forscher mit Bestimmtheit, dass die Menschen in Deutschland durchschnittlich dreißig Jahre älter werden als noch vor einhundert Jahren, da sie auf die Zahlen aus der Vergangenheit zurückgreifen können. In die Zukunft sehen können die Wissenschaftler jedoch nicht.

Daher müssen sie bei ihren Prognosen annehmen, dass sich der medizinische Fortschritt positiv weiterentwickelt und in Deutschland nicht eine Verschlechterung der Lebensqualität eintritt. Niemand kann jedoch vorhersehen, ob es in Zukunft hierzulande nicht zu verheerenden Krankheitsepidemien, Naturkatastrophen, Atomunfällen oder gar Kriegen kommt.

Positive und negative beeinflussende Faktoren

Die Gründe für den Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung sind mannigfaltig. So ist dank medizinischem Fortschritt und besserer Betreuung die Säuglingssterblichkeit zurückgegangen. Auch jugendliche Opfer von tödlichen Verkehrsunfällen gibt es aufgrund verbesserter Sicherheitsvorkehrungen sowie einem veränderten Fahrverhalten weniger als in der Vergangenheit.

Wichtigster Grund ist jedoch der Rückgang der Erwachsenensterblichkeit, was auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist. Dazu gehören

  • technischer Fortschritt
  • größeres Gesundheitsbewusstsein
  • weniger Todesopfer im Straßenverkehr sowie
  • angepasstere Lebensgewohnheiten.

Aufgrund von weiteren Verbesserungen in der Medizin, wie zum Beispiel

die in den kommenden Jahren erwartet werden, gehen Forscher von einem weiteren Anstieg der Lebenserwartung aus.

Individuelle Faktoren

Die ermittelten Werte für die Lebenserwartung sind jedoch im Durchschnitt zu sehen und geben dem Einzelnen keinen Aufschluss darüber, wie alt er selbst wird. So ist die Höhe der Lebenserwartung auf verschiedene individuelle Faktoren zurückzuführen.

Ein wichtiges Kriterium ist u.a. das Geschlecht, denn Frauen werden im Durchschnitt älter als Männer. Als Grund dafür sehen Wissenschaftler verschiedene Faktoren. So konsumieren Männer mehr Tabak und Alkohol, gehen seltener zum Arzt und haben ein weniger ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein als Frauen.

Der Tod – und dann? Das denken die Deutschen

Etwa 36 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen glauben an ein Leben nach dem Tod

Eltern mit Kindern vor großem Kreuz, Grab, Friedhof
Holy Spirit © Mikhail Tolstoy - www.fotolia.de

Tod und Sterben sind Themen, mit denen sich nicht viele gerne beschäftigen. Und trotzdem gehören sie unweigerlich zum Leben dazu. Nun hat die "Apotheken Umschau" eine repräsentative Umfrage durchführen lassen, die zeigt, wie Männer und Frauen aus Deutschland durchschnittlich mit dem letzten Thema des Lebens umgehen. Sie ergab, dass ein Unterschied im Denken von Männern und Frauen besteht.

Wer denkt auf welche Weise darüber nach?

Zunächst wurde gefragt, wer sich überhaupt mit dem Thema Tod auseinander setzt. Bei den Männern dachten nur 34,9 Prozent überhaupt darüber nach, wie ihr eigener Tod und ein eventuelles "Danach" aussehen könnten. Bei den Frauen hingegen denken rund 47,8 Prozent darüber nach, also beträchtlich mehr. Nun ist jedoch die Frage, zu welchem Schluss die, die sich Gedanken machen, kommen.

Dabei trafen sie wiedersprüchliche Aussagen. Scheinbar glauben 36,3 Prozent der Männer an ein Weiterleben einer Seele nach dem Tode, bei den Frauen waren dies 50,7 Prozent. Die Frauen hofften auch verstärkt, liebe Verstorbene wiederzusehen (zu 56,2 Prozent). Bei den Männern hingegen glaubten das nur 41,4 Prozent.

Die Männer sehen das Thema scheinbar etwas nüchterner. Von ihnen glauben 59,3 Prozent an empirisch belegbare Dinge, sodass sie nicht annehmen, dass nach dem Tode noch etwas folgen würden. Mit dem Tod ist demnach das Leben und alles drumherum vorbei. Das glauben jedoch nur 47,2 Prozent der Frauen. Die übrigen erhoffen eine Wiedergeburt, unsterbliches Weiterleben und ähnliches.

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Der Gedanke an den eigenen Tod rückt erst im höheren Alter näher

Unter 50-Jährige denken nicht viel über das eigene Ende nach

Schwarz-weiß Bild Frau hockt im dunklem leeren Zimmer an kahler Wand Depression Borderline Trauer
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"Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter" - für viele Menschen ist dies ein Lebensmotto. Doch dies würde auch heißen, der Gedanke an den eigenen Tod wäre jeden Tag da.

Der Gedanke an den Tod wird aufgeschoben

Eine aktuelle Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, wer sich tatsächlich schon mit seinem Lebensende auseinander gesetzt hat. So kam heraus, dass man dem Thema gedanklich erst näher kommt, wenn man älter ist. Insgesamt haben laut Studienergebnissen nur 30,4 der Befragten bereits über ihren eigenen Tod nachgedacht, für 67,4 Prozent ist dies kein Thema.

Altersbedingt konnte folgendes herausgefunden werden: Von denjenigen, die bereits über 50 Jahre alt sind, haben sich 55,6 Prozent mit ihrem eigenen Tod auseinander gesetzt, bei der Gruppe darunter sind es nur 17,5 Prozent.

Auch über organisatorische Dinge, die mit dem Tod einhergehen - also Testament und Bestattung - macht man sich erst im höheren Alter Gedanken. 61,2 Prozent der über-60-Jährigen haben bereits ihr Testament verfasst und 53,7 Prozent von ihnen haben genaue Vorstellungen, wenn es um die Bestattung geht. In der Altersgruppe unter 50 Jahren betragen diese Werte 8,4 Prozent beziehungsweise 7,2 Prozent.

Wenn Kinder im Sterben liegen - die jungen Patienten wollen beim Thema Sterbebegleitung mitreden

Gerade wenn ein junger Mensch sterben muss, hinterlässt das viel Trauer. Ebenso wie Erwachsene benötigen auch die jungen Patienten und ihre Angehörigen daher eine professionelle Sterbebegleitung. In der Regel wählen dabei die Eltern die richtige Person und Methode aus, ebenso wie sie über Behandlungen entscheiden.

Oft kritisieren das die Kinder und wollen aktiver an den Entscheidungen teilhaben. Was bei Behandlungsfragen oft einfach nicht zu realisieren ist, wäre bei der Wahl der Sterbebegleitung aber prinzipiell möglich. Damit die Kinder hier mehr Autonomie bekommen, haben Onkologen aus den USA einen Fragekatalog angefertigt. Dieser ist speziell auf junge Patienten zugeschnitten, die durch ihr Krebsleiden bald versterben müssen.

Die Fragen sollen deutlicher als je zuvor erheben, worauf es den Kindern und Jugendlichen ankommt und wie sie ihre letzten Wochen verbringen wollen. 52 Krebskranke zwischen 16 Jahren und 28 Jahren haben den Bogen bisher ausgefüllt. 87 Prozent der Patienten gaben nach der Befragung an, dass sie die Fragen als sinnvoll empfanden und sich davon Hilfe versprechen.

Vor allen Dingen wurde deutlich, dass die jungen Menschen mehr mitreden wollen, wenn es um die Art der Pflege und die Art der Sterbebegleitung geht. Für die Patienten ist es im gewissen Sinne befreiend, wenn nicht über ihren Kopf hinweg entschieden wird, sondern sie ein letztes Mal selbstbestimmend sein können.

Was sind die Todesursachen für die über Hundertjährigen?

Faltige Hände eines alten Menschen o Seniors mit schwarzer Bekleidung an Gehstock o Krückstock
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Woran sterben eigentlich ganz alte Menschen? Dieser Frage ist ein Forscherteam aus Großbritannien einmal nachgegangen und hat die Daten von über 35.867 Verstorbenen aus der Zeit zwischen 2001 und 2010 ausgewertet.

Krankheiten im Wandel

Bei rund 18 Prozent stand eine Lungenentzündung als Todesursache auf dem Totenschein. Gefolgt von Schlaganfall, Kreislaufleiden und Demenz.

Die meisten über Hundertjährigen sind jedoch an Altersschwäche gestorben. Die Senilität gilt somit als häufigste Todesursache bei besonders alten Menschen. Diese sterben zu 28 Prozent daran.

Die Forscher stellten fest, dass sich die Todesursachen im Laufe der Zeit verändern. So sind Menschen im Alter zwischen 80 und 85 besonders stark für Herzleiden anfällig. Hier verstirbt jeder Fünfte daran. Bei den über Hundertjährigen ist es nur noch jeder Zehnte. Dafür ist die Lungenentzündung bei den 80 bis 85 Jährigen nicht so gefährlich, wie bei den sehr alten Menschen.

Die über Hundertjährigen sterben zu 61 Prozent allein im Altersheim und zu 27 Prozent im Krankenhaus. Nur jeder Zehnte verstarb daheim.

Grundinformationen und Hinweise zur Lebenserwartung

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: Frust und Kopfschmerzen bei Hausaufgaben © runzelkorn - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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