3. Mai 2011
Für die meisten Eltern ist es ein großer Schock, wenn ihre Kinder Straftaten begehen. Doch wie können sie ihre Sprösslinge wieder auf die richtige Bahn bringen?
Begehen Kinder oder Jugendliche Straftaten, führt dies zu besonderer Aufmerksamkeit. So gibt es neben dem Erwachsenenstrafrecht ein spezielles Jugendstrafrecht. Für den Fall, dass Kinder unter 14 Jahren mit dem Gesetz in Konflikt kommen, wird von delinquentem Verhalten gesprochen. Kinderkriminalität als solche gibt es dagegen in Deutschland nicht, da hierzulande die Strafmündigkeit erst ab einem Alter von 14 Jahren beginnt, was bedeutet, dass Kinder unter dieser Altersgrenze nicht strafrechtlich belangt werden. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Taten, die von Kindern begangen werden, eher um so genannte Bagatelldelikte wie Ladendiebstahl oder Sachbeschädigung. Gelegentlich kann es jedoch auch zu Gewaltdelikten kommen.
Häufig wollen Kinder durch solche Taten Grenzen austesten oder begehen das Delikt mit anderen Kindern zusammen, um eine so genannte "Mutprobe" zu bestehen. Manchmal möchten die jungen Delinquenten auch nur einfach etwas unbedingt haben, wenn sie stehlen, und denken nicht an die Folgen ihres Tuns. Mitunter bestehlen Kinder sogar ihre eigenen Eltern, indem sie zum Beispiel Geld aus dem Portemonnaie entwenden.
Begehen die eigenen Kinder einen Diebstahl oder eine Sachbeschädigung reagieren die Eltern natürlich geschockt. Eine kriminelle Karriere ist bei den meisten Kindern jedoch nicht zu befürchten, wenngleich sich dies nicht immer vorhersagen lässt. Ist die Familie nicht intakt und kommt es dort zu Alkoholmissbrauch oder Gewalt, besteht die Gefahr, dass das Kind wiederholt Straftaten begeht.
Wird das eigene Kind straffällig sind natürlich die Eltern gefragt, um ihr Kind wieder auf den rechten Weg zu bringen, was nicht immer leicht ist. Experten raten zu einem klaren und konsequentem Erziehungsstil. So muss dem Kind verdeutlicht werden, dass sein Handeln falsch war und welche Folgen daraus entstehen können. Dabei ist es jedoch ratsam mit Bedacht vorzugehen und das Kind nicht auszuschimpfen oder anzuschreien, da es sich sonst unter Druck gesetzt fühlt und nicht aus seinem Verhalten lernt. Außerdem sollten die Eltern auch den Ursachen auf den Grund gehen und feststellen, warum ihr Kind diese Tat begangen hat. Dabei ist auch die Rolle der Freunde zu hinterfragen. Von allzu harten Sanktionen oder sogar körperlicher Gewalt gegen das Kind wird unbedingt abgeraten, da sich dadurch das Problemverhalten noch verschlimmern könnte.
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