Springbrunnen und Gartenbrunnen - Arten, Standort, Pflege sowie Tipps zum Kauf und Eigenbau

Ein Springbrunnen bzw. Gartenbrunnen im Garten: Luxus pur, Lebensart oder einfach nur Kitsch? Das muss jeder selbst entscheiden. Ebenso wie die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, denn ein Springbrunnen muss regelmäßig gepflegt und gewartet werden. Es gibt verschiedene Arten von Springbrunnen. Bei der Wahl des Standortes sollte man ein paar Tipps beherzigen. Lesen Sie über die Arten von Spring- und Gartenbrunnen und informieren Sie sich zum Thema Standort, Pflege und Eigenbau.

Der Springbrunnen oder Gartenbrunnen wird oftmals mit einem Gartenteich kombiniert und wird, richtig positioniert, immer zum Hingucker

Springbrunnen haben auf dieser Welt verschiedenen Nutzen. Ob sie vor hunderten von Jahren gebaut wurden, um die Marktplätze dieser Erde zu verzieren, oder heute den heimischen Teich mit ausreichend Sauerstoff versorgen; eines ist klar - Springbrunnen gibt es schon sehr lange und in allen Formen und Elementen. Als altertümliche Säulen, mediterrane Weinkrüge oder auch kristallene Schwäne halten sie nun Einzug in unser Haus und Garten.

Die Geschichte des Springbrunnens

Springbrunnen sind natürliche oder künstlich angelegte Quellen, aus denen Wasser in Form von Fontänen ausgestoßen wird. Die Geschichte des Springbrunnens reicht einige Zeitepochen zurück. Bereits im 12. Jahrhundert kamen Architekten und Künstler auf die Idee, den Springbrunnen als gestalterisches Element in ihre Baukunst einzufügen.

Die Gotik

Der Springbrunnen ist bereits in der Gotik bekannt. Der gotische Baustil zeichnet sich durch die Weiterentwicklung der in der Romanik verwendeten Konstruktionselemente Strebepfeiler und Stützbogen aus.

Tragende Gebäudeteile werden durch eine neu entwickelte Statik soweit wie möglich in den Außenbereich verlegt, wodurch es zur Entlastung der Innenwände kommt. Diese lassen sich nun sehr vielseitig gestalten.

Der Einsatz von Durchbrüchen gibt den Räumen mehr Leichtigkeit, welche durch den Einbau von Springbrunnen unterstrichen wird. Wichtiges Erkennungsmerkmal der Gotik ist eine aufstrebende Dynamik, die sich in sämtlichen Bauelementen erkennen lässt.

Gotische Springbrunnen besitzen eine pyramidenartige Form. Um diese zu erzielen, werden unterschiedlich breite Schalen übereinander angeordnet, aus denen Wasser überläuft, so dass sich Kaskaden bilden. Auf Giebeln, Brüstungen, Fenstern und Springbrunnen sind

  • Rosetten-
  • Fischblasen- oder
  • Flammenmuster sowie
  • Kreuzblumen

erkennbar.

Die Renaissance

In der Renaissance verschwinden die aufstrebenden Elemente. Ziel dieser Epoche ist es, Stilelemente aus der Antike wiederzubeleben. Allerdings soll dies unter Anwendung klassischer Strenge geschehen, auf die später wieder verzichtet wird.

Toskanische Säulen und Gebäude erhalten einen sockelförmigen Abschluss, ein Kapitell. Geschmückt wird dieser mit mythischen Wappentieren. Löwen, Adler oder Bären findet man auch im unteren Bereich der Säulen oder an beziehungsweise auf Rändern von Wasserbecken und Springbrunnen, welche außerdem mit unterschiedlichsten Ornamenten verziert sind.

Der Barock

Im Barock geht es darum, Gewichtigkeit zu präsentieren. Springbrunnen aus der Zeit des Barock stoßen riesige Fontänen aus und lassen Unmengen von Wasser in Becken fließen.

Licht und Schatten werden ebenfalls als Gestaltungselement eingesetzt. Es kommt weniger auf Details als auf Masse an.

Erst im Rokoko entdeckt man die Liebe zum Detail wieder. Springbrunnen schmücken sich mit eleganten Figuren und Blumenornamenten. Wasser fließt aus zierlichen Musikinstrumenten oder Gießkannen. Vermittelt wird der Eindruck von Beweglichkeit.

Aktuell dienen Springbrunnen als gestalterisches Element in öffentlichen Parks und privaten Gärten. Nach individuellem Geschmack werden moderne oder antike Formen gewählt, die sich harmonisch in das Gesamtbild der Anlage einfügen lassen.

Auch in öffentlichen Parks dienen Springbrunnen als Gestaltungselement
Auch in öffentlichen Parks dienen Springbrunnen als Gestaltungselement

Arten von Gartenbrunnen

In Sachen Form, Nutzen und Gestaltung hat man bei Gartenbrunnen verschiedene Modelle zur Auswahl. Es gibt Zierbrunnen mit leise plätscherndem Wasser sowie imposante Springbrunnen mit hohen Fontänen. Zu den gängigsten Formen zählen

  • Springbrunnen
  • Säulenbrunnen
  • Kaskadenbrunnen
  • Solarbrunnen
  • Wandbrunnen
  • Zierbrunnen
  • Kugelbrunnen
  • Terrassenbrunnen
  • Steinbrunnen und
  • Buddha-Brunnen.
Es gibt viele verschiedene Brunnenarten als Dekoelement im eigenen Garten
Es gibt viele verschiedene Brunnenarten als Dekoelement im eigenen Garten

Kugelbrunnen sorgen in der Regel für einen modernen Look; sie stehen häufig auf einer kleineren Kieselsteinschicht. Auf der oberen Seite gibt es ein Loch, aus welchem das Wasser kommt und über den Stein fließt. Besonders schön kommt dieser Brunnen mit passender Beleuchtung zur Geltung.

Der Solarbrunnen nutzt die Energie der Sonne, um das Wasser zu bewegen. Dafür wird ein Solarmodul befestigt, sodass es zum Beispiel zu einer kleinen Fontäne oder einem Wasserlauf kommt, sobald die Sonne auf das Modul scheint. Ein entsprechend sonniger Standort ist für diesen Brunnen natürlich ein Muss.

Steinbrunnen sorgen je nach Ausführung für einen natürlichen Hingucker. Besonders beliebt sind kleinere Felsen, über die das Wasser hinunter plätschern kann. Doch auch in Säulenform werden Steinbrunnen gerne gewählt.

Auch die berühmten Buddha-Brunnen zählen meist zu den Steinbrunnen. Die Buddha-Figur hält hierbei beispielsweise eine Lotusblume in der Hand, aus welcher das Wasser als kleine Fontäne herauskommt.

Bei den Materialien stehen dem Gartenbesitzer vor allen Dingen Steinarten (wie etwa Marmor, Granit oder Sandstein) zur Verfügung; immer häufiger wird jedoch auch auf eine Kombination mit Kunststoff gesetzt, um dem Brunnen eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen.

In eine klassische Gartengestaltung fügen sich Modelle aus Keramik sehr gut ein. Und wer es moderner mag, wird sich eher für einen Brunnen aus Edelstahl entscheiden.

Was vor der Anschaffung eines Springbrunnes beachtet werden sollte

Ein Springbrunnen wertet Gartenbereiche auf, weil er Bewegung und Ruhe zugleich symbolisiert. Über die Auswahl des Modells entscheiden der persönliche Geschmack des Gartenfreundes, aber auch die Gegebenheiten des jeweiligen Standortes. Vor der Anschaffung eines Springbrunnens gibt es einiges zu beachten.

Standort

Besonders gut kommt ein Springbrunnen in der Nähe eines Sitzplatzes zur Geltung. Hier kann der Betrachter sich entspannt zurücklehnen und gleichzeitig dem Plätschern des Wassers lauschen.

Betrachtet man einmal die Grundrisse von Schlössern und ihren Gärten, so wird man feststellen, dass diese meist nahezu symmetrisch angelegt sind. Der Brunnen als Einzelstück liegt daher meist in der Mitte, wo er am besten zur Geltung kommt. Auch wenn moderne Bauten heute nicht mehr unbedingt durch Symmetrie bestechen, so bleibt das Prinzip doch gewahrt: Der Brunnen ist der Blickfang, und er liegt an zentraler Stelle.

Verstecken Sie Ihren Brunnen also nicht in einer Gartenecke, und mag sie Ihnen noch so lauschig erscheinen. Der Brunnen erhält einen zentralen Platz, so dass er von überall her gut sichtbar ist. Auch wenn Sie sich im Haus aufhalten, sollten Sie von den Fenstern, von Balkonen oder der Terrasse aus den Anblick Ihres Brunnens genießen können.

Stellen Sie den Brunnen so auf, dass Sie ihn angenehm plätschern hören, sich aber auf Dauer nicht von dem Geräusch gestört fühlen. Denken Sie an den Wind: wenn Sie auf der Terrasse oder in ihrem Garten an Ihrem Lieblingsplatz sitzen, möchten Sie nicht nassgespritzt werden.

Stellen Sie den Brunnen zwar zentral, aber dennoch nicht in die Mitte einer Rasenfläche. Schließlich möchten Sie den Rasen auch noch für andere Dinge nutzen können, zum Beispiel für ein Grillfest oder ein Fußballspiel.

Nutzen Sie den Brunnen als Raumteiler, der Ihren Garten in neue, kleinere Areale unterteilt, die dann thematisch eingerichtet und bepflanzt werden können. So kann der Brunnen zum Beispiel den Rosengarten von der Liegewiese trennen, die Terrasse vom Tulpenbeet, und so weiter.

Doch es kommt auch auf die Form und Ausführung des Brunnens an, wo er am besten zur Geltung kommt. Ein runder Brunnen, der von allen Seiten zugänglich und optisch attraktiv ist, sollte nicht an einen Rand gequetscht werden, sondern genügend Freifläche um sich herum haben, so dass man ihn von allen Seiten bewundern und als Mittelpunkt wahrnehmen kann. Während ein Brunnen mit einer Rückwand durchaus so gestellt werden darf, dass sich direkt hinter dieser Rückwand zum Beispiel ein hoher Busch oder ein thematisches Beet anschließt. Er ist für einen Randbereich gemacht, und sollte auch an einem solchen aufgestellt werden.

Springbrunnen im eigenen Gartenteich

Im eigenen Teich dient der Wassersprudler zur Auffrischung des Sauerstoffgehaltes und als plätschernde Fontäne zur Belebung der Wasseroberfläche und zur Erzeugung eines entspannenden Rauschens. Doch bei der Anwendung sei große Vorsicht geboten, denn der Springbrunnen kann auch viel Schaden in der kleinen Wasserwelt anrichten.

Sowohl Pflanzen als auch im und ums Wasser lebende Tiere können sich durch das harte Prasseln der Tropfen gestört fühlen und großen Schaden davon nehmen. Grünzeug, das unter den künstlich erzeugten Niederschlag gerät, kann sehr schnell durch die harten aufschlagenden Tropfen zerfranst werden.

Fische können durch die dauernde Bewegung im Wasser unruhig werden und ihre Orientierung verlieren. Das führt dazu, dass sie aufhören zu fressen und sich immer weiter in die Tiefen des Teiches zurückziehen.

Den Springbrunnen kann man auch im Gartenteich anbringen - als ganz besonderer Hingucker
Den Springbrunnen kann man auch im Gartenteich anbringen - als ganz besonderer Hingucker
Worauf ist zu achten?

Haben Sie einen ausreichend großen Teich, gibt es natürlich die Möglichkeit, diesen in eine belebte und in eine ruhige Hälfte zu unterteilen. So können Sie den Springbrunnen auf eine Seite verlagern und die Pflanzen und Fische behalten ihren geschützten Bereich.

Handelt es sich bei Ihrem Teich jedoch nur um ein sehr kleines Gewässer, so sollte Sie in Erwägung ziehen, den Springbrunnen in einem extra angelegten Becken aufzubauen. Das zusätzliche Becken ist in den meisten Springbrunnensets enthalten oder in jeden gut sortierten Bau- und Gartengeschäft zu erwerben.

Achten Sie darauf, dass das Becken ausreichend groß ist und Ihnen nicht die Hälfte der aufsprudelnden Wassermenge ihren Garten überflutet. Wenn Sie das Becken, in dem der Springbrunnen steht, dann auch mit Pflanzen ausstatten möchten, gehen Sie am besten zum Gartenfachmarkt Ihres Vertrauens und lassen Sie sich beraten, welche Gewächse einer solchen Beregnung standhalten können.

Stil

Wer sich einen Springbrunnen kaufen möchte, wird sicher individuelle Vorstellungen über sein Aussehen haben. Ein Springbrunnen soll nämlich eine optische Bereicherung für einen Platz im Garten sein.

Ziel ist es, ein stimmiges Bild zu schaffen, das mit dem angrenzenden Gartenraum harmoniert. Die Materialien und Formen der Sitzmöbel werden die Art des Springbrunnens also mitbestimmen.

  • Robuste Holzmöbel harmonieren beispielsweise mit Springbrunnen in Form halber Holzfässer,
  • verspielte Sitzgelegenheiten aus Metall passen unter anderem zu Springbrunnen im Renaissancestil.
  • Wer Wert auf eine wuchtige Erscheinung seines Springbrunnens legt, greift vielleicht auf ein Modell zurück, das dem Barock nachempfunden wurde.

Wasser und Stromversorgung

Gerade auf oder an Sitzplätzen ist es häufig nicht möglich, ein Erdloch zum Einlass eines Gefäßes auszuheben, welches den Springbrunnen mit Wasser versorgt. Dies ist nicht zwingend erforderlich, da ebenso Hochteiche unterschiedlicher Formen und Materialien angeboten werden. Auch Wandmontagen sind möglich, die sich über einen Hauswasseranschluss betreiben lassen.

Normalerweise benötigt ein Springbrunnen einen Stromanschluss. Doch auch dieser lässt sich umgehen, wenn ein Modell gewählt wird, dessen Pumpe mit Solarstrom versorgt wird.

Sicherheitsaspekte

Auf keinen Fall darf die Sicherheit außer Acht gelassen werden. Wasserauffangbecken bilden für Kleinkinder immer eine tödliche Gefahr.

In diesem Fall ist es besser, ein Modell ohne Auffangbecken zu wählen. Das Wasser wird also direkt in die Speicheranlage zurückgeführt.

Doch nicht nur Kinder, auch Haustiere lassen sich gern von fließendem Wasser faszinieren. Besonders stürmische Vierbeiner können sich allerdings so sehr an der Springbrunnenanlage vergreifen, dass diese schnell ihren ursprünglichen Charakter verliert.

Hier muss der Gartenfreund entscheiden, ob er sein Augenmerk eher auf die Optik des Springbrunnens oder auf den Spaßfaktor seines Haustieres legt. Wer sich vor der Anschaffung eines Springbrunnens hinreichend informiert, wird garantiert für seinen Gartenplatz das richtige Modell auswählen und das Plätschern des Wassers genießen können.

Tipps zum Kauf

Beim Kauf eines Springbrunnens müssen verschiedene Dinge berücksichtigt werden, da sich nicht jeder Garten für jeden Brunnen eignet. Grundsätzlich dient ein Springbrunnen in erster Linie dekorativen Zwecken.

Für den Einbau in einen Gartenteich eignet er sich daher weniger. Durch das harte Plätschern auf die Wasseroberfläche wird der natürliche Lebensraum der Tiere und Pflanzen angegriffen. Ein Springbrunnen sollte daher eine Wasseroase für sich sein und nicht mit dem Gartenteich kombiniert werden.

Entscheidend ist zunächst die Größe des Gartens. Je größer ein Garten ist, desto mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt es.

  • Kleine Gärten eignen sich gut für Fertigspringbrunnen, die zum Selbstaufbau im Fachhandel erhältlich sind.
  • In großen Gärten kann ein Springbrunnen mit ganzen Wasserlandschaften, kleinen Bächen und Wasserspielen kombiniert werden.
  • Große Fontänen ermöglichen zudem die Bewässerung ganzer Gärten.

Springbrunnenbecken gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Die sehr robusten Becken können mit speziellen Gittern abgedeckt werden, die zum einen vor herabfallendem Laub schützen und zum anderen als Untergrund für dekorative Kieselsteine dienen. Für größere Sprinbrunnenanlagen empfielt sich die Verwendung von Teichfolie.

Ein weiteres Kriterium beim Kauf ist das Material des Brunnens. Die verschiedenen Materialien unterscheiden sich in ihrer Witterungsbeständigkeit, Reinigung und natürlich der Optik.

Springbrunnen gibt es in verschiedenen Materialien
Springbrunnen gibt es in verschiedenen Materialien - Unterscheiden sich in Optik, Witterungsbeständigkeit und Reinigung

Langlebig und robust ist beispielsweise Naturstein. Allerdings muss dieser auch intensiv gepflegt werden, da sich auf der Oberfläche schnell Verfärbungen bilden können. Pflegeleichter sind z.B. Springbrunnen aus Edelstahl.

Auch die Wahl der Pumpe muss überlegt getroffen werden. Je größer und kraftvoller ein Wasserspiel oder eine Fontäne sein soll, desto größer muss der Wasserdruck der Pumpe sein.

Einige Pumpen erlauben ein mechanisches Regulieren der Fontäne, andere sind speziell für Wasserspiele oder Bachläufe gefertigt. Fontänenaufsätze machen eine individuelle Gestaltung des Springbrunnens möglich.

Wer seinen Springbrunnen in Eigenregie plant und die Einzelteile selbst zusammenkauft, hat die Wahl zwischen zahlreichen Beleuchtungs- und Dekorationsmöglichkeiten.

  • Unterwasserbeleuchtungen und Fontänen-Scheinwerfer machen einen Springbrunnen auch im Dunkeln zu einem Blickfang.
  • Brunnen-Nebler sorgen unter farbenfroher Bestrahlung für einen weiteren interessanten Effekt.
  • Tagsüber zieht ein Springbrunnen Blicke auf sich, wenn er beispielsweise mit kleinen, wasserspeienden Deko-Fröschen, farbenfrohen blühenden Pflanzen oder klassischen Natursteinfiguren geschmückt wird.

Nicht immer muss es das gekaufte Modell sein - Springbrunnen lassen sich auch selbst bauen...

Einen Springbrunnen selbst bauen

Springbrunnen wurden bereits im 12. Jahrhundert häufig als gestalterisches Element im Innen- und Außenbereich verwendet. Auch heute noch findet man Springbrunnen in öffentlichen Anlagen oder in privaten Gärten. Die unterschiedlichsten Modelle lassen sich im Handel erwerben, aber auch ohne großen Aufwand und für wenig Geld kann ein Springbrunnen schnell selbst gebaut werden.

Materialien und Werkzeuge

An Materialien für einen selbstgebauten Springbrunnen werden benötigt:

  • eine Wasserspielpumpe, die über ein ausziehbares Steigrohr verfügt
  • ein Mörtelkübel, der entsprechend der Laufleistung der Pumpe gewählt wird
  • Natursteine unterschiedlicher Größe
  • vier stabile Kanthölzer
  • ein robustes Metallgitter, das den Mörtelkübel vollständig abdeckt sowie
  • Dekorationsmaterialien und
  • gegebenenfalls Pflanzen.

Als Werkzeuge kommen

zum Einsatz.

Bauanleitung

Zunächst wird an einem Gartenplatz mit nahem Stromanschluss ein Loch in Größe und Form des Mörtelkübels ausgehoben, in welches das Gefäß eingelassen wird. Dessen oberer Rand sollte flächig mit dem Boden abschließen.

Eventuelle Hohlräume sind mit Kies aufzufüllen, der gleichzeitig dafür sorgt, dass Regenwasser, welches den Kübel zum Überlaufen bringt, in den Boden abgeleitet wird. Die Kanthölzer werden in gleichmäßigem Abstand direkt neben dem Kübel eingeschlagen und dienen der Standsicherheit des Springbrunnens.

Die Pumpe wird mittig in den mit Wasser gefüllten Mörtelkübel gesetzt und mit dem Steigrohr versehen. Beim Auflegen des Metallgitters wird das Rohr durch die Gittermaschen geführt.

Das Gitter sollte möglichst gleichmäßig auf den Kanthölzern und auf dem Rand des Mörtelkübels aufliegen. Mit der Wasserwaage lässt sich die Position des Gitters gut kontrollieren.

Abschließend werden die Natursteine auf dem Gitter dekorativ angeordnet, wobei darauf zu achten ist, dass die größeren Steine in der Mitte, die kleineren am Außenrand des Gitters platziert werden. Wichtig ist auch, dass eckige Steine so aufgestellt werden, dass eventuelles Spritzwasser stets in den Kübel abgeleitet wird und nicht in den Außenbereich des Springbrunnens gelangt.

Ansonsten wäre der Rücklauf des Wassers in den Kübel unterbunden und die Pumpe würde trockenlaufen. Dies hätte ihr vorzeitiges Ende zur Folge.

Gestaltung des Außenbereichs

Der Außenbereich des Springbrunnens lässt sich recht naturnah gestalten, wodurch sich ein besonders harmonischer Übergang zur restlichen Gartenfläche ergibt. Geeignet sind Baumwurzeln ebenso wie niedrig wachsende Stauden oder Immergrüne, die angegossen werden sollten. Lichtelemente setzen in den Abendstunden besondere Highlights.

Den Springbrunnen mit Lichtelementen aufpeppen

Ein Springbrunnen ist bereits für sich genommen etwas Besonderes in einem Garten. Passendes Beiwerk, eventuell eine dekorativ gestaltete Be- oder Umpflanzung sowie Gartenmöbel tragen dazu bei, dass der Springbrunnen sich stimmig in das Gesamtbild der Gartenanlage oder der Terrasse einfügt. Wird der Springbrunnen in der Dämmerung und bei Dunkelheit obendrein beleuchtet, verwandelt sich er sich zu einer einmaligen Attraktion.

LED-Lampen

Als Lichtquellen für den Springbrunnen kommen verschiedene Arten der Beleuchtung in Frage. Eine energiesparende und sehr effektive Form ist die Nutzung von LED-Lampen, die sich in bereits vorhandene oder nachträglich eingebrachte Bohröffnungen von Quellsteinen einfügen lassen. Mittels spezieller Edelstahlkappen kann an ihnen die Durchflussmenge des Wassers reguliert werden.

Das An- und Abschalten der Beleuchtung erfolgt durch die Betätigung eines Schalters beziehungsweise durch einen Sensor, der eine automatische Schaltung vornimmt. So genannte Quellsteinbeleuchtungen werden über der Wasseroberfläche montiert.

Halogenlampen

Sowohl oberhalb als auch unterhalb der Wasseroberfläche lassen sich Halogenbeleuchtungen anbringen. Sie sorgen dafür, dass ausgewählte Objekte effizient ausgeleuchtet werden.

Neben weißem Licht lässt sich farbiges Licht einsetzen, auch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Farben ist möglich. Halogenbeleuchtungen eignen sich aufgrund der erzielten Lichtreflexe besonders für moderne Springbrunnenanlagen.

Aquaspots

Werden Lichtquellen unterhalb der Wasseroberfläche installiert, kann es zu Verlusten innerhalb der Lichtintensität kommen, da das Wasser wie ein Filter wirkt, der einen Teil des abgestrahlten Lichtes "schluckt".

Eine hohe Leistung erzielen spezielle Halogenstrahler, die Aquaspots genannt werden. Sie lassen sich einzeln oder im Set erwerben und zeichnen sich durch eine besonders robuste Verarbeitung aus. Ihr Neigungswinkel lässt sich in der Regel stufenlos einstellen.

In der frostigen Jahreszeit werden im Außenbereich verwendete Springbrunnen eher nicht betrieben. Minusgrade würden im Zusammenspiel mit gefrierendem Wasser sowohl der Pumpe als auch der Unterwasserbeleuchtung schaden.

Oberirdische Beleuchtungsanlagen können durchaus über das gesamte Jahr am Springbrunnen installiert bleiben. Auch während der Ruhephase kann ein beleuchteter Springbrunnen sehr ansprechend wirken, zumal der Betrachter sich über jeden zusätzlichen Lichtstrahl freut.

Ob gekauft, oder selbst gebaut - wichtig ist in jedem Fall die richtige Pflege...

Pflege und Säuberung des Springbrunnens

Schon im Frühjahr beginnen die Arbeiten am Springbrunnen. Er muss von Schmutz und Moos befreit werden. Je nach Größe lassen sich Blätter und andere Verschmutzungen von außen entfernen, oder indem man in den Springbrunnen hinein steigt.

Sind alle sichtbaren Verschmutzungen entfernt, so empfiehlt es sich, den Springbrunnen mit einer speziellen Chemikalie zu behandeln, die die Bildung von Schimmel und Algen verhindert. Geflieste Springbrunnen lassen sich dabei besser reinigen als ihre Vettern aus behauenem Stein. Hier lagern sich Algen und andere störende Mieter sehr schnell ein.

Um Algen längerer Zeit vorzubugen, ist es wichtig, den Springbrunnen regelmäßig mechanisch zu reinigen; dabei sollte das Wasser möglichst ganz aus dem Brunnen gelassen werden, um einen Wasserwechsel zu ermöglichen.

Nach der Neubefüllung sollten naturverträgliche Algizide zur Anwendung kommen; dabei sollte man sich stets an die Herstellerangaben richten. Anschließend nutzt man einen lang wirkenden speziellen Mineralienmix, den man in entsprechenden Fachgeschäften erwerben kann. Natürlich spielt auch der Standort eine Rolle; mit einem Platz im Schatten kann man der Algenbildung eher vorbeugen.

Dann müssen die Schläuche untersucht und möglicherweise erneuert werden. Die Pumpe, die meist im Haus überwintert hat, muss wieder eingebaut und angeschlossen werden.

Die Wasserzufuhr ist zu regeln und einzustellen. Es sind vermutlich einige Testläufe von Nöten, bis der Springbrunnen wieder richtig funktioniert.

Sobald die Gefahr von Nachtfrösten ausgestanden ist, wird Wasser in den Brunnen geleitet, und er endgültig in Betrieb genommen. Doch damit ist die Arbeit noch lange nicht beendet.

Über die ganze Sommerzeit hinweg muss der Brunnen regelmäßig von Blättern, Blütenblättern und Insekten gereinigt werden. Dazu gehört auch die Wartung und Reinigung der Düsen.

Diese müssen regelmäßig abgeschraubt, gereinigt und wieder eingesetzt werden. Filter und Siebe bedürfen ebenfalls einer regelmäßigen Säuberung.

Im Herbst, spätestens aber vor den ersten Frösten, muss der Springbrunnen winterfest gemacht werden.

  • Dazu ist es notwendig, alle nicht winterfesten Teile zu entfernen, notfalls zu beschriften, und sicher einzulagern. Zu diesen Teilen gehören Dichtungen, Düsen und eventuell auch Leitungen.
  • Siebe, Filter und Fanggitter können ebenfalls entfernt werden.
  • Die Wasserzufuhr muss gesperrt und entsprechend gesichert werden.
  • Je nach Beschaffenheit des Brunnenmaterials muss der Brunnen auch abgedeckt oder mit Isolierfolie eingepackt werden.

Auf keinen Fall darf Wasser über den Winter im Brunnen oder in seinen Leitungen verbleiben, da es bei Frost große Schäden anrichten kann. Schläuche können gesprengt werden. Mit Wasser gefüllte Rohre, Fliesen und Stein sogar springen oder abplatzen.

Auch Regen- und Tauwasser stellt eine große Gefahrenquelle dar, die häufig unterschätzt wird. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass dieses Wasser von selbst abfließen kann.

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Quellenangaben
  • indoor garden © Colette MacDonald - www.fotolia.de
  • Grand cascade in Pertergof, Saint-Petersburg, Russia. © Vladimir Sazonov - www.fotolia.de
  • garden1 © Dob's Farm - www.fotolia.de
  • Footpath from stones. © Kushnirov Avraham - www.fotolia.de
  • park fountain © Albo - www.fotolia.de

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