5. Juni 2009
Ein Springbrunnen im Garten: Luxus pur, Lebensart oder einfach nur Kitsch? Das muss jeder selbst entscheiden. Ebenso wie die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, denn ein Springbrunnen muss regelmäßig gepflegt und gewartet werden.
Schon im Frühjahr beginnen die Arbeiten am Springbrunnen. Er muss von Schmutz und Moos befreit werden. Je nach Größe lassen sich Blätter und andere Verschmutzungen von außen entfernen, oder indem man in den Springbrunnen hinein steigt. Sind alle sichtbaren Verschmutzungen entfernt, so empfiehlt es sich, den Springbrunnen mit einer speziellen Chemikalie zu behandeln, die die Bildung von Schimmel und Algen verhindert. Geflieste Springbrunnen lassen sich dabei besser reinigen als ihre Vettern aus behauenem Stein. Hier lagern sich Algen und andere störende Mieter sehr schnell ein.
Dann müssen die Schläuche untersucht und möglicherweise erneuert werden. Die Pumpe, die meist im Haus überwintert hat, muss wieder eingebaut und angeschlossen werden. Die Wasserzufuhr ist zu regeln und einzustellen. Es sind vermutlich einige Testläufe von Nöten, bis der Springbrunnen wieder richtig funktioniert.
Sobald die Gefahr von Nachtfrösten ausgestanden ist, wird Wasser in den Brunnen geleitet, und er endgültig in Betrieb genommen. Doch damit ist die Arbeit noch lange nicht beendet. Über die ganze Sommerzeit hinweg muss der Brunnen regelmäßig von Blättern, Blütenblättern und Insekten gereinigt werden. Dazu gehört auch die Wartung und Reinigung der Düsen. Diese müssen regelmäßig abgeschraubt, gereinigt und wieder eingesetzt werden. Filter und Siebe bedürfen ebenfalls einer regelmäßigen Säuberung.
Im Herbst, spätestens aber vor den ersten Frösten, muss der Springbrunnen winterfest gemacht werden. Dazu ist es notwendig, alle nicht winterfesten Teile zu entfernen, notfalls zu beschriften, und sicher einzulagern. Zu diesen Teilen gehören Dichtungen, Düsen und eventuell auch Leitungen. Siebe, Filter und Fanggitter können ebenfalls entfernt werden. Die Wasserzufuhr muss gesperrt und entsprechend gesichert werden. Je nach Beschaffenheit des Brunnenmaterials muss der Brunnen auch abgedeckt oder mit Isolierfolie eingepackt werden.
Auf keinen Fall darf Wasser über den Winter im Brunnen oder in seinen Leitungen verbleiben, da es bei Frost große Schäden anrichten kann. Schläuche können gesprengt werden. Mit Wasser gefüllte Rohre, Fliesen und Stein sogar springen oder abplatzen. Auch Regen- und Tauwasser stellt eine große Gefahrenquelle dar, die häufig unterschätzt wird. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass dieses Wasser von selbst abfließen kann.
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