25. Mai 2009
Wie schnell wächst eine Hecke, und wie oft muss sie zurück geschnitten werden? Welche Punkte sollte man dabei beachten, und was kann man falsch machen?
Ganz wichtig ist es, sich vor dem Heckenschnitt eingehend darüber zu informieren, welche Schnittform für die vorhandene Hecke die beste ist. Nicht jede Heckensorte verträgt dasselbe Schnittmuster. Buchenhecken zum Beispiel sind vergleichsweise unempfindlich und können auch von Laien gut geschnitten werden. Schwieriger verhält es sich dagegen schon bei kleinblättrigen immergrünen Hecken, wie zum Beispiel der Loorbeerhecke.
Betrachten Sie das Schneiden Ihrer Hecke nicht als notwendiges Übel, das Sie so lange als möglich hinaus zögern. Im Gegenteil: Nur eine Hecke, die regelmäßig geschnitten und ausgedünnt wird, kann zu ihrer vollen Pracht heran wachsen und optimal gedeihen.
Wann sollte die Hecke geschnitten werden? Am besten schaut man dazu nicht in den Kalender, sondern auf die Hecke selbst. Denn wie viel sie wächst, hängt auch sehr stark von ihrem Standort, der Bodenbeschaffenheit und der Sonnenintensität ab. Treibt eine Hecke zum Beispiel im Frühjahr sehr stark aus, so sollte man sich möglichst bald daran machen, sie zurück zu schneiden. Dabei sollte man die neuen Triebe bis auf 5, maximal 10 cm des neuen Austriebs kürzen. So entstehen Verdickungen und Verästelungen, die der Hecke ihren Halt und Stand geben. Lässt man die frischen Triebe in der vollen Wuchshöhe stehen, so erhält man nur eine spärliche und dünne Hecke.
Der obere Teil der Hecke, der "Deckel", sollte komplett flach geschnitten werden. Schneidet man ihn in eine Dachform oder rund, so wächst das darunter liegende Astwerk unterschiedlich nach. Auch kann eine spitz zugeschnittene Hecke im Winter keine Schneelast tragen und zum Beispiel komplett zu einer Seite wegbrechen. Es würde Jahre dauern, bis sie das Loch wieder geschlossen hätte.
Die Seiten der Hecke sollten senkrecht zum Untergrund im Lot geschnitten werden. Keinesfalls darf die Hecke einen "Bauch" erhalten. Der Bauch würde verhindern, dass die unteren Äste Licht bekommen, und in der Folge würden diese verkümmern. So entsteht der unansehnliche Effekt, dass die Hecke oben schön grün, unten aber verdorrt und spärlich aussieht. Auch wenn es schwer fallen mag: schneiden Sie die Hecke im Lot, geben sie ihr eine kantige Form, keine runde.
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