15. Dezember 2010
Für berufstätige Eltern haben mehrere Möglichkeiten ihre Kleinen während der Arbeitszeit beaufsichtigen zu lassen. Zum Einen wären da die staatlichen Einrichtungen wie Kinderkrippen oder Kindergärten, in denen die Kinder in Gruppen beaufsichtigt werden, zum Anderen können die Kinder Zuhause von den Großeltern oder Tagesmüttern betreut werden. Bisher wurde allerdings angenommen, dass die Kinder, die in einer größeren Gruppe betreut werden, sehr viel häufiger krank werden, als solche, die Zuhause betreut werden.
Eine Langzeitstudie der Universität Montreal hat herausgefunden, dass Krippenkinder anfangs zwar wirklich häufiger Infektionen mit nach Hause bringen, jedoch sind sie dafür später deutlich seltener krank. Von 1998 bis 2006 befragten die Forscher insgesamt 1.238 Eltern mit Neugeborenen zu der Art und Weise, wie ihre Kinder betreut werden und wie oft sie im Alter bis zweieinhalb Jahren, von dreieinhalb bis viereinhalb und von fünf bis acht Jahren krank waren. Sie stellten fest, dass Kinder, die in Gruppen von bis zu zwölf Kindern betreut wurden, im Krippenalter zweieinhalbmal so häufig krank waren, wie Kinder, die Zuhause beaufsichtigt wurden.
Im Kindergartenalter hingegen gab es keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen und im Schulalter waren die Krippenkinder sogar deutlich seltener krank als die Kinder in der Vergleichsgruppe.
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