Haustierparks - Merkmale, Angebote und lohnenswerte Ziele

Kinder brauchen rund um die Uhr Action und Unterhaltung. Da ist es vielen gestressten Eltern nicht zu verdenken, wenn sie mit ihrem Nachwuchs einfach ins Kino gehen oder ihn vor die Spielekonsole setzen. Von Zeit zu Zeit sollte man jedoch auch ein paar pädagogisch wertvolle Ausflüge unternehmen. Das fördert nicht nur die Bildung der Kleinen, sondern stillt auch ihren riesigen Wissensdurst. Der Haustierpark bietet in dieser Hinsicht genau das richtige Angebot. Informieren Sie sich über Merkmale und Angebote eines Haustierparks und lesen Sie über lohnenswerte Ziele.

Mit dem Nachwuchs in den Haustierpark

Haustierparks: Generelle Merkmale und Angebote

Bei einem Haustierpark handelt es sich um einen in der Regel etwas kleineren Tierpark, in dem bestimmte Tiararten gehalten werden. Es handelt sich um Haustiere bzw. auch seltene Nutztiere, die in früheren Zeiten als Haustiere genutzt worden sind.

Während in den meisten Parks Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Co. zu finden sind, haben sich viele auch auf ältere Rassen, wie etwa Wollschweine, Angoraziegen oder Kamerunschafe, spezialisiert. Bei einigen von ihnen handelt es sich um vom Aussterben bedrohte Haustierrassen. Für Kinder - besonders die kleineren - gibt es so oder so eine Menge zu sehen.

Besonders das Streicheln der Tiere ist bei dem Nachwuchs beliebt. Gleichzeitig können sie auch zu bestimmten Zeiten gefüttert werden. Spaß- und Lernfaktor werden hier gekonnt miteinander kombiniert.

Neben der Tierwelt bieten viele Parks auch Rundgänge an, bei denen sich auf die dortige Pflanzenwelt spezialisiert wird. Hier können die Kinder auch etwas über unterschiedliche Heil- und Bauernpflanzen lernen.

Auch das Spielen und Herumtoben kommt nicht zu kurz. Meist gibt es einen Spielplatz mit zahlreichen Spielgeräten und Klettermöglichkeiten. An den verschiedenen Sitzgelegenheiten lässt sich mit selbst mitgebrachtem oder im Park erworbenen Proviant eine Pause einlegen.

Vorzüge

Im Haustierpark wird dem Nachwuchs eine gelungene Kombination aus Lernen und Spielen geboten. Dabei soll der Spaß stets an erster Stelle stehen.

Kein Kind muss der Profi-Biologe schlechthin sein; es schadet jedoch absolut nichts, ein wenig über einheimische Tierrassen und -arten Bescheid zu wissen. Selbst die meisten Erwachsenen sind sich nicht bewusst, dass man unter dem Begriff Haustiere nicht nur Hund, Katze und Hamster versteht.

Ganz im Gegenteil, noch vor einigen Jahrzehnten hielt man sich Haustiere nicht zum Streicheln und Knuddeln, sondern zum Überleben. Da gab es im Stall Kühe, Schweine und Pferde, anstatt niedlicher Chinchillas und Co.

Darüber sollte man seine Kinder vor einem Besuch im Haustierpark jedoch auch aufklären, sonst ist die Enttäuschung eventuell sehr groß. Am besten ist es, das Wort Haustierpark gar nicht erst zu verwenden, sondern vielmehr von all den Tieren zu erzählen, die es dort gibt. Während des Besuches kann man dann immer noch darauf eingehen, dass die Leute sich solche Tiere früher im oder am Haus hielten und daher der Name stammt.

Füng verschiedene Haustiere vor weißem Hintergrund - Hund, Katze, Hamster, Meerschweinchen und Maus
Füng verschiedene Haustiere vor weißem Hintergrund - Hund, Katze, Hamster, Meerschweinchen und Maus oder Ratte

Lehrreiches Infomaterial

In einem Haustierpark kann man meistens die Tiere in einer nachgestellten natürlichen Umgebung bestaunen, dazu gibt es zumindest Tafeln, die über

  • Herkunft
  • Fressgewohnheiten und
  • Lebensweise

aufklären. Moderne Haustierparks verfügen manchmal auch über interaktive Terminals, an denen man kleine Filme anschauen und auch ein Quiz lösen kann.

Streichelgehege

Zwei Meerschweinchen nebeneinander auf weißem Hintergrund
Zwei Meerschweinchen nebeneinander auf weißem Hintergrund

Die größte Attraktion für die Kids ist jedoch in jedem Fall das Streichelgehege. Hier kann man die Tiere nicht nur anschauen, sondern auch anfassen und füttern. Mitgebrachtes ist jedoch tabu, schließlich weiß man nicht, wie die flauschigen Freunde darauf reagieren. Jeder Streichelzoo verfügt über spezielle Futterautomaten, an denen man gegen ein kleines Entgeld ein paar Pellets herauslassen kann.

Museum und Kinosaal

An manche Haustierparks ist auch ein kleines Museum angeschlossen, in dem man noch mehr über die Bewohner der Gehege erfahren kann. Vielleicht gibt es sogar einen kleinen Kinosaal, in dem kurze aber informative Filme gezeigt werden.

Die schönsten Haustierparks in Deutschland

Vorbei sind die Zeiten, in denen die meisten Kinder noch zusammen mit Kühen und Pferden aufwuchsen oder zumindest auf dem Schulweg an den Koppeln vorbeiliefen. Durch die zunehmende Urbanisierung haben viele Kinder gewöhnliche Nutztiere wie zum Beispiel Schweine noch nie hautnah erlebt. Höchste Zeit also für einen Besuch im Haustierpark.

Bevor man sich mit seinem Nachwuchs Hals über Kopf aufmacht, sollte man sich selbst und seinen Kindern bewusst machen, dass ein Haustierpark kein Paradies für Hunde und Katzen ist, sondern ein Betrieb mit Nutztieren. Natürlich gibt es auf den meisten Höfen auch ein paar Kätzchen und einen Wachhund, das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Ziegen, Schafen, Pferden und dergleichen.

Haustierpark Lelkendorf

Der Haustierpark in Lelkendorf hat beispielsweise Wanderwege durch die verschiedenen Gehege gelegt. So kann man während eines Spaziergangs an der frischen Luft verschiedene Tierarten ganz natürlich erleben. Zum Knuddeln und Schmusen gibt es für die Kleinen auch einen Streichelzoo.

Hier in der Mecklenburgischen Schweiz kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen. Auf dem Gelände gibt es einen Grillplatz und mehrere Bänke, so dass man bei gutem Wetter direkt neben den Tieren rasten kann.

Für den großen Hunger gibt es auch ein Restaurant. Brauchen die Kinder nach dem Spaziergang durch die Gehe immer noch Action, so steht ein Spielplatz zur freien Verfügung, außerdem wird regelmäßig Ponyreiten angeboten.

Rot-braunes Meerschweinchen guckt aus seinem Häuschen und wird mit einem Stück Rote Bete gefüttert
Rot-braunes Meerschweinchen guckt aus seinem Häuschen und wird mit einem Stück Rote Bete gefüttert

Haustierpark Werdum

Auch im Haustierpark Werdum gibt es Ponys, die von den kleinen Gästen nicht nur bestaunt und gestreichelt werden können. Auf Anfrage kann man sich eines der Tiere ausleihen und den Nachwuchs darauf durch den Park führen. Aus Rücksicht auf die Ponys sollte man diese Option jedoch nur in Anspruch nehmen, wenn man sich selbst zumindest ein wenig mit Pferden auskennt.

Ansonsten gibt es in Werdum viele verschiedene Haustierarten, die teilweise vom Aussterben bedroht sind, zu bestaunen. Nach dem Gucken, Streicheln und Reiten locken

Arche Warder

Nördlich von Hamburg befindet sich die Arche Warder. Wie der Name schon sagt, finden hier seltene und heimatlose Nutztiere ein Zuhause.

Der Haustierpark bietet verschiedene Gehege und auch einen Streichelzoo. Darüber hinaus wird auf dem Parkgelände aktives Natural Horsemanship betrieben, so dass die Arche auch für Reiter sehr interessant sein dürfte.

Haustierpark Liebenthal

Ebenfalls empfehlenswert ist der Ausflug in den Haustierpark und das Wildpferdgehege Liebenthal. Hier finden sich auch einige Rassen, die vom Aussterben bedroht sind. Zu den dortigen Tieren gehören beispielsweise

  • Bronzeputen
  • Wollschweine
  • Mufflons
  • Pommernenten oder
  • Auerochsen.

Die Tiere können ganzjährig im Freien leben; hier stehen ihnen großzügige Gehege zur Verfügung. Der Haustierpark wurde als Archehof anerkannt.

Füttern ist ausdrücklich erlaubt - zu diesem Zweck dürfen etwa rohes Gemüse und Obst oder altes Brot mitgebracht werden.

Im Wildpferdgehege leben Pferde der Rasse "Liebenthaler Wildlinge". Auch sie genießen die Freilandhaltung.

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Quellenangaben
  • Reitendes Kind © Harald07 - www.fotolia.de
  • Puppy and kitten and guinea pig © Happy monkey - www.fotolia.de
  • Guinea pigs, 3 years old, lying in front of white background © Eric Isselée - www.fotolia.de
  • Cute red guinea pig eating beetroot. © devmarya - www.fotolia.de

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