Die längsten Flüsse Deutschlands - Ursprung, Verlauf und Bedeutung als Lebensraum

Naturaufnahme Saarschleife, Saar

Von der Donau bis zur Spree - Flusskunde in Deutschland

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  • von Paradisi-Redaktion

Deutschland ist reich an Flüssen. Zu den längsten Flüssen Deutschlands gehören die Donau, der Rhein, die Elbe und die Oder. Dabei verlaufen sie gänzlich oder nur teils durch das Land. Die Flüsse bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen einen wichtigen Lebensraum, und auch für den Menschen tragen sie eine große Bedeutung. Informieren Sie sich über die längsten Flüsse Deutschlands.

Fluss - eine Definition

Bei einem Fluss handelt es sich um ein natürliches Gewässer, das linienartig durch Landoberflächen fließt. Flüsse, die ein Weltmeer oder einen anderen Endpunkt erreichen, werden als Hauptflüsse bezeichnet, während kleinere, einmündende Flüsse als Nebenflüsse gelten.

Für den Naturhaushalt ihrer Region sind zahlreiche große Flüsse überaus wichtig. Aber auch für das Verkehrswesen, die Wasserversorgung und die kulturgeschichtliche Entwicklung spielen sie oftmals eine bedeutende Rolle.

Auch ein Fließgewässer, das eine mittlere Größe aufweist, kann mitunter schon als Fluss bezeichnet werden. Klar unterschieden werden kleinere Bäche sowie größere Ströme.

Die Quelle eines Flusses ist in der Regel die Stelle mit dem obersten Wasseraustritt. Welche Eigenschaften ein Fluss aufweist, hängt von verschiedenen Faktoren ab; zu diesen zählen beispielsweise

  • klimatische Faktoren, z.B. Frostdauer und Niederschlagsmenge
  • Durchlässigkeit
  • Festigkeit und
  • Oberflächenformen.

Unterscheidung

Flüsse können nach diversen Kriterien unterschieden werden, so zum Beispiel nach ihrer Wasserführung. In diesem Zusammenhang unterscheidet man Dauer-Flüsse oder auch perennierende Flüsse: dies weisen eine ständige Wasserführung auf.

Saionale, periodische oder intermittierende Flüsse weisen das Jahr über eine begrenzte Waserführung auf. Wenn nur gelegentlich Wasser vorhanden ist, ist auch von episodischen Flüssen die Rede.

Nach ihrem Fließweg lassen sie sich ebenfalls unterscheiden. Es gibt

  • exorheische Flüsse, die ins Meer münden
  • endorheische Flüsse, die im Rand eines Trockenbereiches beginnen, beim Durchfließen an Wasser verlieren oder in einen Endsee münden, aus welchem das gesamte Wasser verdunstet; es kommt zur Bildung von Salzkrusten
  • diarheische Flüsse, die in humiden Regionen beginnen und enden, jedoch viel Wasser beim Durchfließen trockener Regionen verlieren
  • arheische Flüsse, die in trockenen Gebieten beginnen und enden

Die längsten Flüsse Deutschlands

Deutschland wird von zahlreichen Flüssen durchzogen. Zu den längsten Fließgewässern gehören vor allem

  • die Donau
  • der Rhein
  • die Elbe und
  • die Oder.

Weitere große Flüsse sind

  • die Weser
  • die Mosel
  • der Main
  • der Inn sowie
  • die Saale und
  • die Spree.

Diese Gewässer durchfließen Deutschland entweder gänzlich oder nur zum Teil. So können sie zum Beispiel in einem anderen Nachbarstaat entspringen und von dort aus nach Deutschland fließen.

Dort münden sie dann meist in einen anderen Fluss, ein Meer oder einen See. Ebenso ist es möglich, dass ein Fluss seinen Ursprung in Deutschland hat und in ein anderes Land fließt.

Bedeutung als Lebensraum

Da die meisten Flüsse Süßwasser führen, sind sie als Lebensraum für eine von Süßwasser abhängige Flora und Fauna von höchster Bedeutung. So werden Flüsse von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten besiedelt.

Besonders wichtige Kriterien für die Lebensraumeigenschaften sind

  • der Nährstoffgehalt
  • die Wassertemperatur
  • die Fließgeschwindigkeit sowie
  • der Sauerstoffgehalt der Flüsse.

Doch auch für den Menschen sind die Fließgewässer unverzichtbar. So nutzt er sie häufig, um Trinkwasser zu gewinnen, Strom zu erzeugen oder als Transportweg.

Blick auf einen reißenden Fluss oder Bach inmitten einer Berglandschaft im Herbst
Blick auf einen reißenden Fluss oder Bach inmitten einer Berglandschaft im Herbst

Im Folgenden geben wir einen Überblick über Deutschlands längste Flüsse.

Die Donau

Mit einer Gesamtlänge von 2.857 Kilometern ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas. Lediglich die Wolga ist noch länger. 647 Kilometer der Donau durchfließen Deutschland.

Geographische Aspekte

Von der Donau werden drei große Beckenlandschaften durchquert. Dies sind

  • das nördliche Alpenvorland und das Wiener Becken
  • die pannonische Tiefebene sowie
  • das Rumänische Tiefland.

Die Gebirge werden von der Donau in Engtälern durchschnitten. Zu den bekanntesten Abschnitten der Engtäler zählen der Donaudurchbruch bei Beuron zwischen Fridingen und Sigmaringen im Oberlauf der Donau, die Wachau und das Eiserne Tor in den Karpaten. Den Endpunkt der Donau bildet das Schwarze Meer an der rumänischen Küste.

Zu den Staaten, die von der Donau durchzogen werden oder zu deren Einzugsgebiet zählen, gehören neben Deutschland auch

Ursprung der Donau

Das Donau-Einzugsgebiet hat einen Umfang von rund 817.000 Quadratkilometern. Dieses Gebiet ist ein wenig asymmetrisch, da sich 56 Prozent der Fläche auf der linken bzw. nördlichen Seite befinden und die restlichen 44 Prozent auf der rechten Seite liegen.

Allerdings werden von den Nebenflüssen der rechten Seite ca. zwei Drittel des Wasservolumens der Donau beigesteuert. Zurückzuführen ist dieser Umstand auf den größeren Flächenanteil der höheren Gebirge. Diese fangen zudem einen großen Teil der von Wind herangewehten Feuchtigkeit ab.

Quellflüsse und Verlauf

Die Quellflüsse der Donau werden von Brigach und Breg gebildet, die im baden-württembergischen Donaueschingen zur Donau zusammenfließen. Sinnbildlich gilt auch der Quelltopf des Donaubachs als Donauquelle, der sich in der Nähe der Stelle befindet, an der sich Brigach und Breg miteinander vereinigen.

Ab dieser Stelle beträgt die Länge der Donau rund 2810 Kilometer. Zwischen Immendingen und Sigmaringen durchbricht die Donau die Schwäbische Alb und versickert dann teilweise vollkommen im Gestein.

Unterhalb von Passau durchdringt sie in der niederösterreichischen Wachau den südlichen Teil des böhmischen Massivs und bahnt sich ihren Weg durch den Wienerwald und das Wiener Becken. An Rande der Kleinen Karpaten kommt es zum Einzug der Donau in die Oberungarische Tiefebene.

Oberhalb der ungarischen Hauptstadt Budapest durchzieht der Fluss das Ungarische Mittelgebirge und das Alföld, wobei er sich in mehrere Arme aufspaltet. Der weitere Verlauf führt die Donau durch das Eiserne Tor in das Banater Bergland und weiter in die rumänische Walachei.

Auf einer langen Strecke markiert der Fluss auch die rumänisch-bulgarische Grenze. Schlussendlich mündet die Donau in einem von Schilf bedeckten Delta in das Schwarze Meer.

Nebenflüsse und Städte

Die Donau weist zahlreiche Nebenflüsse auf, von denen die meisten größeren Fließgewässer ihren Ursprung in den östlichen Alpen und den Karpaten haben. Weitere Nebenflüsse entspringen der Balkanhalbinsel sowie den slowakischen Gebirgen.

Längster Nebenfluss der Donau ist die Theiß, während die Save den wasserreichsten Nebenfluss des Stroms bildet. Weitere große Nebenflüsse sind

  • Pruth
  • Drau
  • Olt und
  • Sereth.

Als bedeutende Nebenflüsse im deutschen Donaugebiet gelten

  • Iller
  • Lech
  • Isar und
  • Inn

auf der rechten Seite sowie

  • Wörnitz
  • Altmühl
  • Naab und
  • Regen

auf der linken Seite.

In Deutschland fließt die Donau von der Bregquelle etwa 618 Kilometer bis zur österreichischen Grenze, womit sie die viertlängste Flussstrecke Deutschlands ist. Wichtigste deutsche Städte an der Donau sind

  • Tuttlingen
  • Ulm
  • Ingolstadt
  • Regensburg
  • Straubing und
  • Passau.

Auch bedeutende Sehenswürdigkeiten wie Schloss Sigmaringen, der Ulmer Münster, die Steinerne Brücke in Regensburg, das Walhalla-Denkmal und der Dom St. Stephan befinden sich an der Donau.

Die Donau zu früheren Zeiten

Die Donau hat vor allem für Österreich eine große Bedeutung. Zu Zeiten der berühmten und geliebten Kaiserin Sissi, Elisabeth von Bayern, waren Österreich und Ungarn noch unter einem Königshaus als Reich vereint.

Man sprach und spricht daher auch von der Donaumonarchie. Zudem ist die Donau der einzige Fluss in Österreich, der für die Schifffahrt genutzt werden kann.

Bevor der mächtige Strom in Rumänien ins Schwarze Meer fließt, passiert er nicht nur eine Menge verschiedener Länder, sondern auch zahlreiche unterschiedliche Kulturen und kleinere Volksgruppen. In Angesicht der Globalisation mag diese Verbindung vernachlässigbar sein, zu früheren Zeiten fungierte die Donau jedoch als eine Art heißer Draht zwischen allen, die in unmittelbarer Nähe zum Fluss lebten. Wer nahe der Donau wohnte, wusste Neuigkeiten schon früh zu berichten und profitierte vom lebhaften Handelsstrom.

Auf der Donau wurden zahlreiche Güter verschifft, darunter auch höchst wertvolle Fracht. Die Händler mussten auf ihrem Weg gen Süden zahlreiche gefährliche Schluchten und Täler passieren, ständig in Angst vor Überfällen.

Um die Donau und ihre Benutzer abzusichern, wurden entlang der Wasserstraße zahlreiche Burgen errichtet. Sie hielten nicht nur Räuber und andere Verbrecher ab, sondern gewährten auch den Reisenden Zuflucht, wenn ein Unglück nicht abgewendet werden konnte.

Auch heute ist die Donau nicht ungefährlich, zahlreiche Stromschnellen fordern viel Geschick von den Schiffern. Vor Räubern braucht man jedoch keine Angst mehr zu haben, wenn man auf einem der zahlreichen Radwege am Fluss entlang radelt und die blühende Landschaft genießt, die auf dem fruchtbaren Boden um die Donau herum entstanden ist.

Freibad, Schwimmbecken mitten im Fluss
Freibad, Schwimmbecken mitten im Fluss

Der Rhein

Der Rhein ist der längste und zugleich wasserreichste Fluss von Deutschland. Durch ihn werden die Alpen mit der Nordsee verbunden.

Von seinen Ursprüngen im Alpengebirge bis zu den fast schon mediterran anmutenden Weinhängen des Mittelrheins bietet sein Ufer pure Abwechslung. Und ganz nebenbei durchläuft der Rhein auch noch verschiedene Klimazonen - die sich wiederum an der umgebenden Vegetation widerspiegeln.

Eine weitere Besonderheit und bei vielen Menschen nahezu unbekannt sind die so genannten Rheininseln: Kleine bis größere Flecken Land inmitten des Flusswassers. Neben unbewohnten, winzigen Inselchen finden sich hier auch mit prächtigen Herrenhäusern oder dem Kloster Rheinau bebaute Exemplare.

Geographische Aspekte

Der Rhein zählt zu den größten Strömen Europas. So erreicht er eine Gesamtlänge von 1.238,8 Kilometern, wovon rund 865 Kilometer deutsches Territorium durchfließen. Darüber hinaus zählt er zu den weltweit verkehrsreichsten Wasserstraßen.

Er verläuft von der Schweiz bis in die niederländische Nordsee. Unterteilt wird der Rhein in mehrere Abschnitte. Dabei handelt es sich um

  • den Alpenrhein
  • den Hochrhein
  • den Oberrhein
  • den Mittelrhein
  • den Niederrhein und
  • das Rhein-Maas-Delta.

Sechs Staaten werden vom Rhein gestreift. Neben Deutschland sind dies

Ursprung und Verlauf

Die Quelle des Rheins bzw. des Vorderrheins bildet der Tomasee am schweizerischen Oberalppass, der im Gotthardgebiet liegt. Bei Reichenau kommt es zur Vereinigung zwischen Vorderrhein und Hinterrhein zum Alpenrhein.

In einem zweiarmigen Delta mündet der Alpenrhein in den Bodensee. So fließt er in der Nähe von Konstanz in den Untersee. Bei Stein am Rhein verlässt er dieses Gewässer wieder.

Die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland wird vom Hochrhein zwischen Basel und dem Rheinfall von Schaffhausen gebildet. Beim Rheinfall von Schaffhausen handelt es sich um den wasserreichsten Wasserfall von Europa. Im Norden von Basel durchquert der Oberrhein die Oberrheinische Tiefebene.

In der Nähe von Bingen setzt der Mittelrhein ein, von dem das Rheinische Schiefergebirge durchzogen wird, während der Niederrhein ab Bonn beginnt, der durch die Niederrheinische Bucht verläuft. In den Niederlanden teilt sich der Rhein schließlich in mehrere Arme auf.

Gemeinsam mit der Maas bildet er dort das Rhein-Maas-Delta. Vom Niederrhein trennt sich der Krumme Rhein.

Dieser mündet nordwestlich von Leiden als Alter Rhein in die Nordsee. Dagegen fließt der Niederrhein weiter bis Rotterdam und endet in der Nähe von Hoek schließlich in der Nordsee.

Nebenflüsse und Städte

Zum Rhein gehört eine Vielzahl von Nebenflüssen. Dies sind auf der rechten Seite u.a.

  • die Ruhr
  • die Lippe
  • die Wupper
  • die Sieg
  • der Main
  • die Lahn
  • der Neckar
  • die Kinzig und
  • die Landquart sowie
  • die Ahr
  • die Mosel
  • die Aare und
  • die Thur

auf der linken Seite. An den Rheinufern gibt es 20 Städte mit über 100.000 Einwohnern. Zu den bedeutendsten zählen

  • Düsseldorf
  • Köln
  • Bonn
  • Mainz
  • Duisburg
  • Leverkusen
  • Wiesbaden
  • Mannheim
  • Ludwigshafen
  • Karlsruhe
  • das schweizerische Basel
  • das französische Straßburg sowie
  • das niederländische Rotterdam.

Landwirtschaftlich besonders reizvoll ist die Region des Mittelrhein, welche durch Burgen und Schlösser, durch sonnige Weinberge und den weltberühmten Loreley-Felsen besticht.

Eine Kulturlandschaft der ganz anderen Art bildet der Niederrhein, welcher die Industriebauwerke und Metropolen Nordrhein-Westfalens an seinen Ufern zeigt. Sehenswerte Städte wie Basel und Straßburg am Oberrhein, der idyllische Bodensee und die einzigartige Umgebung des Alpenrheins sind weitere Facetten, die zu einer Entdeckungstour laden.

Wie lang ist der Rhein nun wirklich?

Vorbereitungen für die Neuvermessung des Rheins aufgrund falscher Längenangaben in Schulbüchern

Rückenansicht Frau mit Rucksack genießt die Aussicht, Fluss und Wälder
Wanderer (Frau) schaut in die Landschaft © runzelkorn - www.fotolia.de

Hat ein einfacher Zahlendreher unseren Vater Rhein länger gemacht als er wirklich ist? Bruno Kremer, ein Wissenschaftler der Universität in Köln, hat diesen Fehler jetzt entdeckt, der sich Anfang der Sechziger Jahren in den Schulbüchern eingeschlichen hat, so wurde aus ursprünglichen 1230 einfach 1320 Kilometer, so dass der Rhein plötzlich 90 Kilometer länger war. Der Kölner Wissenschaftler hat dies nun ein wenig näher untersucht und wurde auch fündig.

Durchgeführte Verkürzungen des Rheins

Man hatte den Rhein im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zwischen Basel und Bingen begradigt, so dass der Rhein seinerzeit auch um 81 Kilometer kürzer wurde. Auch bevor er in den Bodensee fließt hatte man ihn noch verkürzt, so dass man im Endeffekt auf die damaligen 1230 Kilometer kam.

Noch heute gibt es die Kilometersteine, einmal bei Konstanz am Bodensee mit der Zahl Null und schließlich an der Mündung in Holland westlich von Hoek van Holland mit der Kilometertafel 1036. So müsste also der Rhein von Konstanz bis zu seiner Quelle knapp 300 Kilometer lang sein.

Der Wissenschaftler aus Köln hat sich nur um diese Länge gekümmert und mit Hilfe der neuesten topographischen Karten die wahre Länge ermittelt und kommt nunmehr auf die Länge des Rheins von 1233 Kilometern.

Jetzt werden sich offizielle Stellen mit der Neuvermessung beschäftigen. Wird in Zukunft eine Schifffahrt auf dem Rhein billiger, weil ein paar Kilometer fehlen?

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    Goldrausch am Rhein

    Mitte des 19. Jahrhundert begann in Nordamerika, beziehungsweise in Kalifornien, der große Goldrausch und Ende des 19. Jahrhunderts zog es die Glücksritter bis hoch nach Kanada zum Klondike River. Dabei hätten die vielen deutschen Auswanderer gar nicht so weit fahren brauchen, denn auch bei uns in Deutschland kann man Gold finden. Nicht in den Bergen, sondern im Flussbett des Rheins. Hier ist auch nicht die Rede vom sagenhaften Schatz der Nibelungen. Es handelt sich schlicht und einfach um winzige kleine Goldkörner, die im Kies und Sand verborgen sind.

    In einem Kieswerk bei Rheinzabern in Rheinland-Pfalz wird der Kies und Sand mehrfach gesiebt und gewaschen und tatsächlich bleibt dann eine dünne Schicht von goldenen Sandkörnern übrig, so dass man nach ein paar Wochen auch ein Nugget mit 300 Gramm Gewicht gießen kann. Bei den zurzeit hohen Goldpreisen lohnt sich sogar dieser Aufwand, denn ein solcher Nugget ist etwa 15.000 Euro wert. Aber das Kieswerk, das bisher als einziges Werk auch die Lizenz für die Goldgewinnung besitzt, sieht hierin nur eine Abwechslung, denn den eigentlichen Umsatz macht der Betrieb nach wie vor mit dem Kies und Sand. Aber trotzdem hat man für die Gewinnung einen sechs-stelligen Betrag investiert, der nun erst einmal wieder erwirtschaftet werden muss.

    Wie viel Gold noch im Rhein schlummert, weiß man natürlich nicht, doch könnten es Schätzungen zu Folge sogar 500 Tonnen sein. Vor etwa 180 Jahren wurde schon im Rheinsand Gold gefunden, als man den Rhein seinerzeit begradigt hatte.

    Rhein ist fünf Millionen Jahre älter als angenommen

    Der Rhein ist ungefähr fünf Millionen Jahre älter als bisher angenommen. Ein deutsches Wissenschaftsteam hat an einer Stelle des wohl längsten Flusses Europas in Ablagerungen Reste von Fossilien entdeckt, die älter als das bisher angenommene Alter des Rheins sein sollen. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass der Rhein zehn Millionen Jahre alt ist. Die Funde der Säugetierfossilien liegen im Raum Sprendlingen und Eppelsheim in Rheinland-Pfalz.

    Sie gelten als Maßstab für das so genannte Neogen, das die Zeitspanne von 23 Millionen Jahren bis ca. 2,5 Millionen Jahren umfasst. Weil die Forscher jedoch das Alter der Fossilien besser eingrenzen wollten, haben sie neue Proben mit über 300 Fossilien untersucht.

    Unter den neuen Funden befanden sich Zähne und Knochen von verschiedenen Hirscharten, die in Zentraleuropa vor 14 bis 16 Millionen Jahren lebten. Deshalb gehen die Wissenschaftler des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoecology (HEP) an der Universität Tübingen und des Senckenberg Forschungsinstitutes in Frankfurt davon aus, dass der Ort des Fundes, also der Fluss, ebenfalls zu dieser Zeit bereits existiert haben muss.

    Die Elbe

    Bei der Elbe handelt es sich um den zweitlängsten und zweitverkehrsreichsten deutschen Fluss nach dem Rhein. Ihren Ursprung hat sie jedoch in der Tschechischen Republik.

    Geographische Aspekte

    Die Elbe erreicht eine Gesamtlänge von 1.165 Kilometern. Rund 727 Kilometer davon durchfließen Deutschland.

    Die Fläche des Einzugsbereichs der Elbe umfasst insgesamt 144.000 Quadratkilometer. Rechnet man die Moldau als Quellfluss dazu, ergibt sich sogar eine Gesamtlänge von 1245 Kilometern.

    Der Verlauf der Elbe beginnt im tschechischen Böhmen mit einem weiten Bogen. Schließlich durchquert sie Deutschland und passiert dabei größere Städte wie Dresden in Sachsen, Magdeburg in Sachsen-Anhalt sowie die Hansestadt Hamburg.

    Schließlich mündet der Fluss, der zu den Strömen gezählt wird, bei Cuxhaven in die Nordsee. Unterteilt wird die Elbe in

    • Oberelbe
    • Mittelelbe
    • Unterelbe und
    • Außenelbe.

    Ursprung der Elbe

    Ihren Ursprung hat die Elbe im tschechischen Riesengebirge, rund 7,5 Kilometer entfernt von Spindlermühle. In der Nähe des Quellgebietes liegt auch der Elbfall. Vom Riesengebirge aus fließt die Elbe ins Nordböhmische Becken, wobei sie einen großen Bogen schlägt.

    Nach der Aufnahme der Nebenflüsse Moldau und Eger kommt es zur Durchquerung des böhmischen Mittelgebirges. Das Elbsandsteingebirge wird zwischen Decin und Pirna durchflossen.

    Von dort aus geht es weiter ins sächsische Meißen und die Dresdner Elbtalweitung. Bei Riesa erreicht die Elbe schließlich das Norddeutsche Tiefland.

    Nebenflüsse

    Mit einer Länge von 430 Kilometern ist die Moldau der längste Nebenfluss der Elbe. Zur Vereinigung der beiden Flüsse kommt es nördlich von Prag bei Melnik.

    Zweitgrößter Nebenfluss ist die Saale, die eine Länge von 413 Kilometern erreicht. Weitere bekannte Gewässer, die sich im Einzugsgebiet der Elbe befinden, sind

    • die Spree
    • die Havel sowie
    • die Elde mit der Müritz.

    Städte an der Elbe

    Neben den drei großen Städten Hamburg, Magdeburg und Dresden liegen noch zahlreiche weitere Städte an der Elbe. Dazu zählen u.a. Pardubitz, Königgrätz und Tetschen in der Tschechischen Republik sowie Cuxhaven, Brunsbüttel, Stade, Wittenberg, Torgau, Riesa, Meißen und Pirna in Deutschland.

    Prozess um die Elbvertiefung - Umweltschützer und Hamburg streiten vor Gericht

    Luftaufnahme Rathaus Hamburg
    Rathaus Hamburg © Harald Bolten - www.fotolia.de

    Die Entscheidung über die Elbvertiefung wird wahrscheinlich erst vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) fallen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig angedeutet. Wie auch bei der Ausbaggerung der Weser gehe es nach Ansicht der Richter bei der Vertiefung der Fahrrinne in der Elbe bis Hamburg um zentrale Fragen des europäischen Wasserrechts.

    Erweiterung des Tiefgangs und Flussverbreiterung

    Der Bund und die Stadt Hamburg planen, das Flussbett auf der 130 Kilometer langen Strecke zwischen Nordsee und Hafen um durchschnittlich einen Meter auszubaggern. So sollen auch Containerfrachter mit einem Tiefgang von 13,50 Metern den Hafen unabhängig von Ebbe und Flut erreichen können, bei Hochwasser auch bis 14,50 Meter. Bisher liegt der maximale Tiefgang bei 12,50 bzw. 13,50 Metern.

    Zugleich soll bei Wedel eine Verbreiterung der Elbe erfolgen. Nach der Ausbaggerung läge die tiefste Stelle der Fahrrinne bei 19,00 Metern (an der Elbmündung), in Hamburg-Altenwerder bei 17,40 Metern.

    Da die Reedereien auf der für Hamburg wichtigen Asien-Europa-Route immer größere Frachter einsetzen, benötige die Hansestadt nach Meinung des Senates und der Hafenwirtschaft eine tiefere Fahrrinne. Sonst würden die Unternehmen nach Rotterdam ausweichen.

    Umweltschützer sehen Ökosystem in Gefahr

    Umweltverbände kritisieren die Elbvertiefung, weil das Ökosystem des Flusses gefährdet sei. Der Sauerstoffgehalt im Fluss werde abnehmen, der seltene Schierlingswasserfenchel sei in Gefahr, ebenso Tideauwälder sowie Laich- und Ruheplätze für Fische.

    Obstbauern im Alten Land fürchten um ihre Anbaugebiete, weil die Elbe dann mehr Salzwasser führe. Sie könnten mit dem Wasser nicht mehr wie bisher ihr Land bewässern. Auch die Deichsicherheit sei künftig ein Problem, was die Befürworter der Ausbaggerungen jedoch bestreiten.

    Die Gesamtkosten für den Ausbau liegen zwischen 750 und 900 Millionen Euro. Zunächst waren die Planer von lediglich 385 Millionen Euro ausgegangen. Hamburg trägt ein Drittel der Kosten, den Rest bezahlt der Bund.

    Oder

    Die Oder ist der fünftgrößte Fluss von Deutschland. Sie bildet die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen.

    Geographische Aspekte

    Die Oder erreicht eine Länge von 866 Kilometern. Der deutsche Anteil an der Oder liegt bei 187 Kilometern.

    Der Fluss, der in Tschechien seinen Ursprung hat, durchfließt das westliche Polen sowie die deutsch-polnische Grenze und endet schließlich im Stettiner Haff.

    Das Einzugsgebiet der Oder umfasst rund 119.000 Quadratkilometer. Im Osten wird die Oder vom Einzugsgebiet der Weichsel begrenzt, im Süden vom Gebiet der Donau und im Westen und Südwesten von der Elbe.

    Ursprung und Verlauf

    Der Ursprung der Oder liegt in der Tschechischen Republik im mährischen Odergebirge. Seinen Anfang nimmt der Fluss bei einem Truppenübungsplatz, an dessen Ende sie die historische Grenze zwischen Mähren und Schlesien markiert.

    Weiter fließt die Oder durch

    • Oberschlesien und Niederschlesien
    • das Oderbruch sowie
    • den Baltischen Landrücken.

    Oberhalb von Gartz kommt es zur Aufteilung in zwei Hauptarme, die als Ost-Oder und West-Oder bezeichnet werden. Am Dammschen See treffen sich beide Arme wieder. Danach strömt die Oder als Papenwasser durch die polnische Stadt Pölitz in Westpommern und mündet im Stettiner Haff in die Ostsee.

    Nebenflüsse und Städte

    Zu den zahlreichen Nebenflüssen der Oder zählen zum Beispiel

    • die Lausitzer Neiße
    • die Welse
    • die Zinna
    • die Ohle und
    • die Glatzer Neiße

    auf der linken Seite, sowie

    • die Warthe
    • die Raude
    • die Weide und
    • die Luha

    auf der linken Seite. Bekannte Städte an der Oder sind Frankfurt/Oder, Eisenhüttenstadt, Gartz und Schwedt in Deutschland, Stettin, Küstrin, Breslau, Ohlau und Oppeln in Polen sowie Ostrava in Tschechien.

    200 Störe in der Oder ausgesiedelt

    Schon vor über 200 Millionen Jahren hat der Stör die Gewässer der Erde besiedelt und gilt damit wahrhaftig als lebendes Fossil.

    Besondere Bedeutung kommt dem Fisch auch aufgrund seines sehr teuren Kaviars zu. Dies führte in den vergangenen Jahrzehnten zu einer derartigen Überfischung, dass viele der weltweit 27 Störarten mittlerweile vom Aussterben bedroht sind.

    Mit einem groß angelegten Wiederansiedlungsprogramm hat die Gesellschaft zur Rettung des Störs schon im vergangenen Jahr rund 230.000 Jungstöre ausgesetzt. Bei Hohensaaten in Brandenburg wurden heute nun 200 weitere Störe mit einer Länge von rund 60 Zentimetern in der Oder ausgesetzt.

    Alle Tiere wurden mit einer Nummer an der Rückenflosse sowie einer gelben Plastikmarke markiert, sodass Fischer sie fotografieren und vermessen können, bevor sie wieder in die Freiheit gelassen werden. Die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Born hat als Anreiz zudem eine Fangprämie zwischen 10 und 25 Euro ausgelobt.

    Die Weser

    Ein weiterer großer deutscher Fluss ist die Weser. Ebenso wie die Elbe mündet sie in die Nordsee.

    Geographische Aspekte

    Die Weser erreicht eine Länge von insgesamt 744 Kilometern, womit sie der längste Fluss ist, der nur durch Deutschland fließt. Das Einzugsgebiet des Stroms umfasst etwa 46.300 Quadratkilometer.

    In ihrer ganzen Länge bildet die Weser eine Bundeswasserstraße. Zu den Bundesländern, die von der Weser berührt werden, gehören

    • Bremen
    • Niedersachsen
    • Hessen und
    • Nordrhein-Westfalen.

    Darüber hinaus haben Sachsen-Anhalt und Thüringen Anteil an ihrem Einzugsgebiet.

    Ursprung und Verlauf

    Den Namen Weser trägt der deutsche Fluss ab Hannoversch Münden in Südniedersachen. Dort kommt es zu Vereinigung der beiden Quellflüsse Werra und Fulda zur Weser. Während die Werra eine Länge von 292 Kilometern erreicht, ist die Fulda 218 Kilometer lang.

    Von Hann. Münden aus durchquert die Weser als Oberweser das Weserbergland bis zur Porta Westfalica im Nordosten von Nordrhein-Westfalen. Von dort aus fließt der Strom dann als Mittelweser nach Norden in die Norddeutsche Tiefebene.

    Unterhalb von Verden kommt es zu einer Richtungsänderung von Norden nach Nordwesten zum Bremen-Magdeburger Urstromtal. Dieses wird von den Flüssen Aller und Leine durchquert.

    In der Nähe von Bremen beginnt schließlich die Unterweser, zu deren Merkmalen die Einflüsse der Gezeitenströme der Nordsee gehören. Bei Elsfleth kommt es zur Aufspaltung der Weser in verschiedene Arme. Die Unterweser durchquert die Hansestadt Bremen und Niedersachen, bis sie dann in Bremerhaven an der Geestemündung in die Außenweser übergeht.

    Als Außenweser bezeichnet man das Weserästuar, das den Mündungsbereich der Weser bildet. Dort mündet der Fluss schließlich in die Nordsee.

    Nebenflüsse und Sehenswürdigkeiten

    Zur Weser gehören zahlreiche Nebenflüsse. Auf ihrer rechten Seite liegen u.a.

    • Aller
    • Drepte
    • Geeste
    • Lune
    • Hamel
    • Aue
    • Schede
    • Ilse
    • Lenne und
    • Gehle.

    Zu den linken Nebenflüssen zählen zum Beispiel

    • Diemel
    • Exter
    • Werre
    • Ösper
    • Hunte
    • Humme
    • Bever
    • Grube und
    • Nethe.

    Interessante Sehenswürdigkeiten an der Weser sind das Welfenschloss, das Schloss Wehrden, die Bramburg, Schloss Bevern, die Burg Schlüsselburg, die Tillyschanze, die Weserliedanlage und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica.

    Eine wichtige Rolle für den Tourismus spielt das Weserbergland, zu dem die Städte Hameln, Hann, Münden, Bad Karlshafen, Höxter und Solling gehören. Bedeutende Städte an der Unterweser sind die Hansestadt Bremen und Bremerhaven.

    Die Mosel

    Größter deutscher Nebenfluss des Rheins ist die Mosel. Sie durchquert jedoch nicht nur die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland, sondern auch Frankreich und Luxemburg. Zu den typischen Merkmalen der Mosel zählen die vielen, vom Weinbau geprägten, Tallandschaften.

    Geographische Aspekte

    Die Länge der Mosel beträgt insgesamt 545 Kilometer. Der deutsche Anteil an dem Fluss liegt bei 242 Kilometern.

    Das Einzugsgebiet umfasst insgesamt 28.286 Quadratkilometer. Nach dem Rhein ist die Mosel der zweitwichtigste Schifffahrtsweg von Deutschland.

    Außerdem zählt sie zu den verkehrsreichsten europäischen Wasserstraßen. Von der Mosel wird auch die Grenze zwischen dem Saarland und Luxemburg markiert. Außerdem trennt sie die Eifel und den Hunsrück voneinander.

    Ursprung und Verlauf

    Der Ursprung der Mosel befindet sich in den ostfranzösischen Vogesen, in der Nähe des 731 Meter hohen Col de Bussang. Ihre Mündung liegt 544 Kilometer weiter entfernt am Deutschen Eck. Dort geht sie bei Koblenz in den Rhein über.

    Die Mosel unterteilt man in mehrere Abschnitte.

    • So bezeichnet man den Bereich vom Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg bis zur Saareinmündung bei Konz als Obermosel.
    • Als Mittelmosel gilt der Abschnitt zwischen Trier und Pünderich.
    • Untermosel oder Terrassenmosel wird dagegen der Bereich zwischen Pünderich und der Rheineinmündung bei Koblenz genannt.

    Besonders charakteristisch für die Abschnitte Mittelmosel und Untermosel sind neben den Talmäandern, die sich tief in die Hochflächen des Rheinischen Schiefergebirges einschneiden, auch die malerischen Weinbergterrassen.

    Nebenflüsse und Städte

    Als wichtigste Nebenflüsse der Mosel gelten

    • die Saar
    • die Sauer und
    • die Meurthe.

    Dabei bildet die Saar den wasserreichsten Nebenfluss. Weitere Zuflüsse sind

    • Kyll
    • Seille
    • Madon
    • Orne
    • Salm und
    • Elzbach.

    Zu den bekanntesten Städten entlang der Mosel gehören Koblenz, Trier, Winningen, Zell und Konz in Deutschland, Metz, Thionville, Toul und Remiremont in Frankreich sowie Schengen, Wasserbillig und Remich in Luxemburg.

    Flussschleife an der Mosel im Weinbaugebiet, Weinberge
    Flussschleife an der Mosel im Weinbaugebiet, Weinberge

    Der Main

    Zu den rechten Nebenflüssen des Rheins gehört der Main, der sogar der längste rechtsseitige Zufluss des Stroms ist. Ein großer Teil des Mains gilt als Bundeswasserstraße.

    Geographische Aspekte

    Die Länge des Mains hängt davon ab, mit welchem Quellfluss man ihn zusammenlegt. So erreicht er gemeinsam mit dem Roten Main 527 Kilometer Fließlänge, während er mit dem Weißen Main nur 518 Kilometer lang ist.

    Zusammen mit sämtlichen Nebenflüssen umfasst das Einzugsgebiet des Mains insgesamt 27.292 Quadratkilometer. Zum Einzugsgebiet gehören

    • das nördliche Südhessen
    • der Nordostteil von Baden sowie
    • der Großteil von Franken.

    Über den Main-Donau-Kanal besteht auch eine Verbindung mit der Donau. Die drei Bundesländer, die vom Main durchflossen werden, sind Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

    Ursprung und Verlauf

    Als Quellflüsse des Mains gelten der Weiße Main und der Rote Main. Der Weiße Main weist eine Länge von 41 Kilometern auf und hat seinen Ursprung im Fichtelgebirge, in der Nähe von Fichtelberg.

    Die Quelle des Flusses ist am Osthang des Ochsenkopfs auf einer Höhe von 887 Metern über dem Meeresspiegel zu finden. Vom Weißen Main durchflossen werden u.a. die Gemeinden Bischofsgrün, Berneck und Kulmbach.

    Der zweite Quellfluss, der Rote Main, ist 73 Kilometer lang und entspringt in der Fränkischen Alb in der Nähe von Bayreuth. Seine Quelle befindet sich im Lindenhardter Forst.

    Am Stadtrand von Kulmbach kommt es zur Vereinigung von Weißem Main und Rotem Main. Diese Stelle markiert auch den Beginn des Mains. Dieser fließt von Osten in Richtung Westen durch Oberfranken, Unterfranken und Südhessen, wobei er weite Bögen schlägt.

    Zu den Städten, die von ihm durchquert werden, gehören u.a.

    Gegenüber von Mainz kommt es an der Mainspitze zur Mündung in den Rhein. Der Main zählt zu den wenigen europäischen Flüssen, die aus östlicher Richtung nach Westen fließen.

    Blick über den Main auf die Skyline von Frankfurt mit dem Commerzbank Tower und der Fußgängerbrücke
    Blick über den Main auf die Skyline von Frankfurt mit dem Commerzbank Tower und der Fußgängerbrücke "Eiserner Steg"

    Nebenflüsse

    Sowohl auf seiner rechten als auch auf seiner linken Seite hat der Main einige Nebenflüsse. Rechts sind dies u.a.

    • Nidda
    • Kinzig
    • Fränkische Saale
    • Itz und
    • Rodach.

    Auf der linken Seite befinden sich Tauber und Rednitz.

    Verschiedene Algenarten sorgen für bessere Wasserqualität in Flüssen

    Sommerlandschaft mit Fluss und blauem Himmel
    summer landscape with river and blue sky © Irochka - www.fotolia.de

    Durch ein vermehrtes Düngen gelangen immer mehr Nitrate und Phosphate in unsere Böden, aber auch in die Bäche und Flüsse, wo sie schließlich im Meer das dortige Ökosystem durcheinander bringen. So kommt es auch in der Ostsee im Sommer zu den vermehrten Algenblüten.

    Aber jetzt hat der amerikanische Forscher Bradley Cardinale dazu ein aufwendiges Experiment durchgeführt, in dem er verschiedene Fließgewässer mit Algenarten bestückte. Als Ergebnis stellte er fest, wenn mehrere Arten in einem Fluss angesiedelt werden, wird auch die Wasserqualität wesentlich besser.

    Aber leider ist dies nicht überall möglich, weil eine Überdüngung auch die Artenvielfalt beeinflusst, wobei einige Arten aussterben und andere sich extrem vermehren. Jetzt soll die Wechselwirkung zwischen Artenvielfalt und der Überdüngung genauer untersucht werden.

    Steiermark - Flüsse sind stark keimbelastet

    Die steirischen Flüsse werden als Badegewässer zunehmend beliebter. Was die Bevölkerung bislang jedoch nicht wusste: die Flüsse der Steiermark sind allesamt stark mit Salmonellen und Fäkalkeimen belastet, wie eine aktuelle Untersuchung der MedUni Graz zeigt. Bei 44% der Proben, die aus der Mur entnommen wurden, fanden die Forscher Salmonellen.

    Bei den anderen steirischen Flüssen wiesen sechs der zehn entnommenen Proben eine starke Belastung mit Fäkalkeimen und Salmonellen auf. Die Belastung rühre zum Einen aus der Abwasserentsorgung her, aber auch aus der Viehzucht und dem Ackerbau, erklären die Forscher.

    Das Problem: das Land hat bislang noch keine Warnung an die Bevölkerung ausgesprochen und die Badesaison hat längst begonnen. Ein Bad in den steirischen Flüssen könnte zu Durchfallerkrankungen und Schleimhautreizungen führen, warnen die Forscher.

    Flusswelse - Riesenfische in Deutschland auf dem Vormarsch

    Der Wels ist der größte Fisch in den Seen und Flüssen hierzulande. Im Rhein breitet sich der Flusswels immer weiter aus. Die nacht- und dämmerungsaktiven Raubfische ernähren sich vor allem von lebenden und toten Fischen. Sie sorgen dafür, dass angestammte Tiere aus den Gewässern verschwinden.

    Die bis zu zwei Meter und noch längeren Welse haben keine natürlichen Feinde zu fürchten - außer Angler, die sich kapitale Beute erhoffen. So zeigen Fanglisten, dass im Rhein noch in den 1980er Jahren lediglich vereinzelt Exemplare auftraten. 1996 wurden bereits 656 Kilogramm registriert, 1997 schon 1282 Kilo. Im Jahre 2010 holten Angler mehr als 14 Tonnen Wels aus dem Rhein.

    Die Gründe für die Ausbreitung des Wels in Deutschland sind noch unklar. Experten vermuten, dass der Anstieg der Temperatur im Rhein aufgrund von Abwässern und des Klimawandels ausschlaggebend sei. Da die Raubfische Wärme mögen, fänden sie gute Lebensbedingungen vor.

    Eisenhydroxid bedroht die Tier- und Pflanzenwelt - in der Lausitz Elster, Pleiße und Spree betroffen

    Ein Graureiher hebt sich aus einem Flussdelta in die Lüfte
    Graureiher © MCM - www.fotolia.de

    Laut dem Aktionsbündnis "Klare Spree" sind in der Lausitz die Flüsse Spree, Pleiße und Elster durch das Eisenhydroxid bedroht, was die Folge des einstigen Braunkohleabbaus der DDR ist.

    Neben der Braunkohle lagert im Lausitzer Boden nämlich auch Eisenerz, welches nach der Förderung an der Luft zu Sulfat und Eisenhydroxid oxidiert. Während das Wasser durch das Erste basisch wird, färbt es sich durch das Zweite ockerrot.

    Obwohl es für die menschliche Gesundheit ungefährlich ist, sorgen sich die Gemeinden im Spreewald, da der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle ist und die Urlauber jährlich 300 Millionen Euro dort lassen. Nun soll Kalk die rote Flussfarbe an vielen Stellen neutralisieren und zudem ein Schutzgürtel um das Biosphärenreservat Spreewald errichtet werden.

    Deutschlands Flüsse sind noch immer zu stark verschmutzt

    Im Jahr 2000 ist die neue Wasserrichtlinie der Europäischen Union in Kraft getreten, mit deren Hilfe der Zustand europäischer Flüsse verbessert werden sollte. Viel hat sich in Sachen Wasserqualität bei deutschen Flüssen seitdem allerdings nicht getan. Lediglich rund 10% aller deutschen Flüsse weisen eine gute Wasserqualität auf.

    Schätzungen zufolge könnten in zwei Jahren immerhin 18% der Flüsse in Deutschland von guter Wasserqualität sein, wenn entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Sollte sich an der Verunreinigung der Flüsse in den nächsten Jahren nichts ändern, könnte die EU eine Vertragsverletzung gegen Deutschland einleiten.

    Das Hauptproblem für den eher miesen Zustand von Deutschlands Fließgewässern sind Veränderungen in der Struktur der Gewässer, wie etwa Begradigungen und die Landwirtschaft. Düngemittel, die in Flüssen ausgewaschen werden, regen das Algenwachstum an. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt im Gewässer niedriger und der Raum für Lebewesen kleiner.

    Besonders stark von der Verschmutzung betroffen sind die Tieflandflüsse in der Nordhälfte des Landes, die deutlich stärker genutzt werden als die Hochland-Flüsse im südlichen Voralpenland. Im Norden haben nur 2% aller Flüsse eine gute Wasserqualität. Im südlichen Hochlandgebirge dagegen 57%.

    Flüsse in Ostfriesland wegen Leck in Karvernenspeicher durch Ölmassen verschmutzt

    Auf dem Geländes eines Kavernenspeicher in Etzel im Norden Deutschlands sind am vergangenen Sonntag große Ölmengen ausgelaufen und haben umliegende Gewässer auf einer Länge von über sechs Kilometern verschmutzt. Ein Sprecher des niedersächsischen Landkreises Wittmund sowie die Betreibergesellschaft IVG Caverns konnten bislang noch keine Angaben über die Menge des aus einem Leck ausgetretenen Öls machen.

    Um das Öl abzupumpen und Ölsperren zu errichten, waren zeitweise knapp 280 Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr im Einsatz. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Unfall oberirdisch auf einem Sammelplatz, aufgrund einer nicht richtig verschlossenen Armatur verursacht worden sein, wobei man bislang nicht sagen könne, ob es sich um menschliches Versagen oder eine technische Panne handele.

    In Etzel werden mehr als zehn Millionen Kubikmeter Rohöl in über 20 riesigen Salzkavernen vom Immobilienkonzern IVG gelagert, womit es eines der größten Rohöllager Europas ist. Diese Art der Öllagerung ist nach Angaben des Betreibers sehr umweltfreundlich, sicher und kostengünstig.

    Jeder zweite Fluss in Europa ist zu stark mit Chemikalien belastet

    Flussschleife an der Mosel im Weinbaugebiet, Weinberge
    famous Moselle Sinuosity with vineyards © Jörg Hackemann - www.fotolia.de

    Wie eine Studie zur Umweltforschung ergab, sind die Flüsse in Europa stärker mit Chemikalien belastet, als man angenommen hatte. Wie die Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig und von der Universität Koblenz-Landau in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Schweiz und Frankreich feststellten, ist somit jeder zweite Fluss betroffen, so auch der Rhein.

    Gefährliche Chemikalien in europäischen Flüssen

    Bei den Stoffen handelt es sich um Pflanzenschutzmittel sowie Brandschutzmittel und andere Chemikalien, so dass in Zukunft die dort lebenden Fische, Insekten und Algen vom Aussterben bedroht sind. Bei ihren Untersuchungen haben die Forscher aus 91 Flüssen, unter anderem den Rhein und die Donau, Proben von mehr als 4.000 Messstellen analysiert. In zirka 15 Prozent der Flüsse wurden stark giftige Stoffe festgestellt, die sich dementsprechend auf die Organismen im Wasser auswirken.

    Die meisten schädlichen Stoffe gelangen aus den städtischen Kläranlagen sowie von den Feldern in die Flüsse, so dass hier der größte Handlungsbedarf besteht. Bis zum Jahr 2015 wollten die EU-Länder die Wasserqualität zwar verbessern, doch dürfte dieses Ziel nicht erreicht werden. In der Studie wurde die Qualität der Gewässer in Frankreich besonders schlecht bewertet, was aber daran liegt, dass dort sehr viele Messstellen vorhanden sind und auch viele Stoffe untersucht werden, was in anderen Ländern nicht der Fall ist.

    Der Inn

    Größter rechter Nebenfluss der oberen Donau ist der Inn. Er zählt zu den größten Alpenflüssen.

    Geographische Aspekte

    Die Gesamtlänge des Inns beträgt rund 517 Kilometer. Der deutsche Anteil an dem Fluss liegt bei 218 Kilometern.

    Das Einzugsgebiet des Inns umfasst ca. 26.000 Quadratkilometer. Darüber hinaus ist er der viertwasserreichste Fluss von Deutschland nach Rhein, Donau und Elbe.

    Ursprung und Verlauf

    Seinen Ursprung hat der Inn im Schweizer Engadin am Lunghinsee in der Nähe des Malojapasses auf einer Höhe von 2484 Metern. Von dort aus durchquert der Fluss durch mehrere Schluchten Oberengadin und Unterengadin.

    Nach dem Überqueren der schweizerisch-österreichischen Grenze fließt er durch Nordtirol und das Alpenvorland, bis er Südostbayern erreicht. Schließlich kommt es in Passau zur Mündung in die Donau.

    Nebenflüsse und Städte

    Der Inn hat zahlreiche Nebenflüsse. So befinden sich auf seiner linken Seite u.a.

    • Rott
    • Isen
    • Mangfall und
    • Rosanna.

    Rechte Nebenflüsse sind

    • Pram
    • Mattig
    • Salzach
    • Alz
    • Ziller
    • Sill
    • der Kaiserbach
    • die Ötztaler Ache und
    • Spöl.

    Darüber hinaus befinden sich am Inn auch einige bekannte Städte. Dazu gehören Passau, Neuötting, Wasserburg am Inn und Rosenheim in Deutschland, Innsbruck, Braunau, Kufstein, Wörgl und Ried im Oberinntal in Österreich sowie St. Moritz, Scoul und Samedan in der Schweiz.

    Saale

    Die Saale, auch als Sächsische Saale bekannt, ist der zweitlängste und zweitwasserreichste Nebenfluss der Elbe. Ihren Ursprung hat sie in Oberfranken.

    Geographische Aspekte

    Die Länge der Saale liegt bei 413 Kilometern. Ihr Einzugsgebiet hat einen Umfang von 24.000 Quadratkilometern. Der ganz auf Deutschland begrenzte Fluss durchquert drei Bundesländer. Dies sind Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern.

    Um die Saale von der Fränkischen Saale zu unterscheiden, nennt man sie in Bayern auch Sächsische Saale. Das Bundesland Sachsen wird von ihr allerdings nicht berührt. Stattdessen durchquert der Fluss in Thüringen und Oberfranken die frühere preußische Provinz Sachsen.

    Ursprung und Verlauf

    Der Ursprung der Saale liegt im Nordosten von Bayern, genauer gesagt im Fichtelgebirge, zwischen den Gemeinden Zell und Weißenstadt. So befindet sich die Saalequelle an einem alten Bergwerksstollen, der auf einer Höhe von 707 Metern am Nordwesthang des Waldsteins liegt.

    Der Oberlauf der Saale verläuft zwischen Zell und Hof. An der Einmündung von Tannbach und Selbitz markiert der Fluss die Grenze zwischen den Bundesländern Bayern und Thüringen. Von dort aus durchfließt die Saale das Thüringer Schiefergebirge, wo sie mehrmals angestaut ist.

    Bei Kaulsdorf-Weischwitz beginnt die Mittlere Saale, die an den Städten Saalfeld/Saale und Jena vorbeizieht. In der Nähe von Naumburg wird die Unstrut von der Saale aufgenommen.

    Nachdem der Fluss den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland verlassen hat, setzt der Unterlauf der Saale ein. Diese durchquert u.a. die Städte Weißenfels, Merseburg und Halle (Saale). In der Nähe von Barby in Sachsen-Anhalt kommt es schließlich zur Einmündung der Saale in die Elbe.

    Nebenflüsse und Stauseen

    Zu den zahlreichen Nebenflüssen der Saale gehören vor allem

    • Unstrut
    • Bode
    • Salza und
    • Ilm

    auf der linken Seite sowie

    • die Weiße Elster
    • die Roda und
    • die Orla

    auf der rechten Seite. Darüber hinaus befinden sich am Oberlauf der Saale mehrere Stauseen wie die Hohenwartetalsperre, die Bleilochtalsperre, die Talsperre Walsburg, die Talsperre Burgkhammer und die Talsperre Eichicht.

    Interessante Sehenswürdigkeiten entlang der Saale sind das Weinbaugebiet Saale-Unstrut, die Kunitzburg zu Jena, die Burg Saaleck, die Müritzburg, Schloss Bernburg, die Saalebrücke und die Dornburger Schlösser.

    Baden in Flüssen – erfrischend und gefährlich

    Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft warnt vor den Gefahren in Flüssen

    Landschaftsbild Spreewald mit dem Fluss
    Spreewald © T. Lieder - www.fotolia.de

    In der Sommerhitze verlocken Flüsse zu einem erfrischenden Bad. Das ist auch vielerorts erlaubt. Die romantische Abkühlung kann aber schnell gefährlich werden: Strömungen, Strudel und Brücken sind eine tödliche Gefahr. Gegen ein Frachtschiff haben auch trainierte Schwimmer keine Chance.

    Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt vor den Gefahren in Flüssen. Im vergangenen Jahr ertranken in deutschen Wasserwegen mehr als 150 Menschen. Selbst gute Schwimmer unterschätzen häufig die Macht der Strömung und müssen mit Booten gerettet werden. Wer sich abkühlen möchte, sollte deshalb nur an offiziellen und beaufsichtigten Badestellen ins Wasser gehen.

    Strömungen, Strudel, Brückenpfeiler

    Die meisten Unfallopfer in Flüssen werden einfach von der Strömung mitgerissen. Die Fließgeschwindigkeit beträgt auf Flüssen wie dem Rhein bis zu 9 Stundenkilometer. Untrainierte Badende schaffen gerade mal 1 km/h. Wer gegen die Strömung anschwimmen will, hat deshalb keine Chance. Besser: treiben lassen und seitlich aus der Strömung herausschwimmen.

    Die zweite Gefahrenquelle sind Strudel, die sich am Fluss fast überall bilden können. Besonders häufig treten sie an Brückenpfeilern auf, wo sie Schwimmer sekundenschnell in die Tiefe reißen. Auch hier gilt: nicht in Panik geraten oder versuchen, gegen den Sog anzuschwimmen. Stattdessen sollten Schwimmer sich bis zunächst in den trichterförmigen Strudel hinabziehen lassen. Je tiefer sie kommen, desto dünner wird der Strudel und desto leichter kann man hinaus gelangen.

    Schiffe und Buhnen

    Ein Bad im Fluss kann romantisch sein. Viele Wasserwege werden aber industriell genutzt, so dass Schwimmer sich auf Schiffe einrichten müssen. Das ist nicht nur gefährlich, wenn man ihnen in der Fahrrinne begegnet. Der Bremsweg auf dem Wasser ist zu lang für einen Notstopp. Größere Containerschiffe entwickeln beim Vorbeifahren außerdem einen starken Sog, der den Badenden in Ufernähe buchstäblich die Füße wegziehen kann. Kinder dürfen deshalb nicht unbeaufsichtigt sein.

    Das gilt auch, wenn die Kleinen an Buhnen und Pfeilern, die zum Küstenschutz errichtet wurden. Unterhalb der Wasseroberfläche entwickelt sich oft ein gefährlicher Sog. Falls ein Kind in den Fluss gezogen wurde: nicht allein hinterherspringen, sondern Hilfe holen. Treibt das Kind mit der Strömung ab, sollten Eltern am Ufer mitlaufen und versuchen ein Stück zu überholen. Trainierte Schwimmer können dem Kind dann entgegenschwimmen.

    Badeurlaub in der Stadt – wie sicher ist das Schwimmen in Elbe, Spree und Isar?

    Eine gute Wasserqualität sagt nichts über die tatsächliche Bade-Sicherheit eines Flusses aus

    Junge beim Baden und Plantschen in einem See oder Fluss
    the boy bathes in water. © Andrey Armyagov - www.fotolia.de

    Im Großstadtfluss baden? Sandstrände und Beach-Clubs locken allerorten ans kühle Nass. Das freut nicht nur Einheimische, auch Touristen suchen im Sommer Abkühlung in

    • Elbe,
    • Spree und
    • Rhein.

    Aber wie badetauglich sind die Wasserstraßen? Von Nord nach Süd.

    Elbe in Hamburg – zu gefährlich

    Die Elbstrände zwischen Övelgönne und Blankenese ist ein beliebter Sommertreff nahe der City. Kinder buddeln in Sand, die Großen tummeln sich an Standbars und schauen den großen Pötten hinterher. An heißen Tagen sieht man auch manche Mutige in Wasser baden. Verboten ist das nicht – aber auch nicht empfehlenswert.

    Zwar betont die Umweltbehörde immer wieder, wie gut die Wasserqualität ist. Die Gefahren lauern auch eher woanders: die Elbe ist eine Autobahn für Containerschiffe. Ihr Sog kann Badenden die Beine wegziehen und sie in die Fahrrinne reißen. Zudem ist die Strömung durch die Gezeiten schwer berechenbar.

    Weser in Bremen – in Ufernähe bleiben

    Der Bremer Citystrand lockt mit Beachvolleyball, Liegen und Strandbars zum Entspannen. Mit der Fähre dauert die Fahrt zum "Café Sand" mit angeschlossener Badestelle nur 15 Minuten. Schwimmer sollten wegen der starken Strömung aber in Ufernähe bleiben. Eine DLRG-Aufsicht gibt es nicht.

    Spree in Berlin – besser nicht

    Früher war die Spree ein Badeparadies. Heute tauchen Wasserratten lieber im Freibad oder dem Badeschiff in der Spree ab. Der Fluss ist einfach zu schmutzig. Alternative: die kleine Schwester Havel bietet schöne Badestellen.

    Rhein in Köln – lebensgefährlich

    Ein Badeverbot hat Köln nicht ausgesprochen. Die Behörden warnen aber eindringlich vor dem Schwimmen im Fluss: die Strömung ist sehr stark und schnell, zudem lauern im Rhein zahlreiche Strudel, die Badende sekundenschnell unter Wasser ziehen können. Besonders groß ist das Risiko in der Nähe von Brückenpfeilern. Das abfallende Ufer lässt Schwimmern kaum eine Chance, der Strömung zu entkommen.

    Main in Frankfurt – zu schmutzig

    Viel Romantik kommt am Main nicht auf: das Wasser wimmelt von Schadstoffen und Krankheitserregern. Zum Baden ist es nur an wenigen Stellen geeignet. Die Stadt weist deshalb auf ihre schönen Freibäder hin. Der Main sei eine Bundeswasserstraße und keine Badeanstalt.

    Isar in München – kühl und erfrischend

    Rein ins Wasser! An der Isar tummeln sich an schönen Sommertagen Tausende von Besuchern, viele wagen auch den Sprung ins kalte Nass. Tatsächlich ist die Wasserqualität sehr gut, und die Renaturierung hat den Fluss zu einem Badeparadies gemacht. Ungefährlich ist das Gewässer aber nicht: nach Regentagen steigt die Strömung und Treibgut erhöht die Unfallgefahr.

    Spree

    Die Spree gilt als linker Nebenfluss der Havel, obwohl sie länger als diese ist. Darüber hinaus führt sie an ihrer Mündung zweimal so viel Wasser wie die Havel. In einigen Abschnitten wird der Fluss auch Große Spree genannt.

    Geographische Aspekte

    Die Länge der Spree wird mit ca. 398 Kilometern angegeben. 182 Kilometer davon sind für Schiffe befahrbar. Das Einzugsgebiet der Spree hat einen Umfang von 10.100 km². Zu den Bundesländern, die von dem ostdeutschen Fluss durchquert werden, gehören Brandenburg, Sachsen und Berlin.

    Ein Sightseeing-Schiff fährt unter einer Brücke der Spree hindurch, im Hintergrund der Berliner Dom
    Ein Sightseeing-Schiff fährt unter einer Brücke der Spree hindurch, im Hintergrund der Berliner Dom

    Ursprung und Verlauf

    Der Ursprung der Spree befindet sich im Oberlausitzer Bergland unweit der Grenze zur Tschechischen Republik und wird von drei Quellen gebildet. Dabei handelt es sich um den 583 Meter hohen Kottmar, der zur Gemeinde Kottmar gehört, und die Stadt Ebersbach-Neugersdorf bzw. deren Stadtteile Neugersdorf und Ebersbach-Spreedorf.

    Von der Oberlausitz aus bahnt sich die Spree ihren Weg durch die Niederlausitz zwischen Cottbus und Lübben. Danach teilt sie sich in viele Arme auf und durchfließt dabei die Spreewald-Landschaft.

    Als Fürstenwalder Spree verläuft sie vom Berliner Urstromtal mit dem Oder-Spree-Kanal bis zur Schleuse Große Tränke. Dabei bildet sie ein Teilstück der Spree-Oder-Wasserstraße. Anschließend fließt sie als Müggelspree zum Müggelsee hin.

    Die deutsche Hauptstadt Berlin wird auf einer Länge von 44 Kilometern von der Spree durchquert. In Berlin-Köpenick kommt es zum Zusammenmünden von Spree und Dahme. Als Treptower Spree ist der Fluss dann wieder Bestandteil der Spree-Oder-Wasserstraße. Ab dem Landwehrkanal wird die Spree Berliner Spree genannt.

    Im Zentrum der Hauptstadt befindet sich die Spreeinsel inmitten zweier Spreearme. Im weiteren Verlauf fließt die Spree den Großen Tiergarten und Charlottenburg entlang, bis sie letztlich im Bezirk Spandau in die Havel mündet.

    Nebenflüsse und Seitengewässer

    Die Spree wird von zahlreichen Nebenflüssen und Seitengewässern umgeben. Dazu gehören vor allem

    • die Dahme
    • der Oder-Spree-Kanal
    • das Große Fließ
    • die Kleine Spree
    • der Westhafenkanal
    • der Landwehrkanal sowie
    • der Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal.

    Die interessantesten Sehenswürdigkeiten entlang der Spree sind vor allem in Berlin zu finden. Dazu gehören zum Beispiel die Museumsinsel, der Spreestrand im Regierungsviertel, die Oberbaumbrücke, der Berliner Dom, der Berliner Osthafen und der Reichstag.

    Grundinformationen und Hinweise zu Flüssen

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: saarschleife © manolito - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: badewanne © Jörg Engelbrecht - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Bunte Berglandschaft im Herbst © Smileus - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: famous Moselle Sinuosity with vineyards © Jörg Hackemann - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Frankfurter Skyline mit eisernem Steg © blende11.photo - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Berlin Cathedral with ship on Spree river at sunset, Berlin Mitte, Germany © JFL Photography - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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