Waldorfschulen

Die Waldorfschule unterrichtet nach der Waldorfpädagogik von Rudolf Steiner

Waldorfschulen sind spezielle Schulen, die ihre Schüler nach der sogenannten Waldorfpädagogik unterrichten. Der größte Unterschied zur normalen Schule ist, dass bis zur Oberstufe keine Schulnoten vergeben werden und es auch kein Sitzenbleiben gibt.

Grundschüler zeigt im Malunterricht dem Lehrer sein gemaltes Bild
Elementary pupil discussing picture © Monkey Business - www.fotolia.de

Bei der Waldorfschule handelt es sich um eine freigetragene Schulform mit eigenem pädagogischem Grundkonzept.

Gründung und Entwicklung

Die erste Waldorfschule wurde im Jahre 1919 in Stuttgart von Emil Molt, dem Direktor der Waldorf-Astoria-Zigarettenmanufaktur für die Kinder seiner Mitarbeiter gegründet. Erster Leiter der Schule war Rudolph Steiner, daher werden Waldorf-Schulen auch heute noch oft als Steiner-Schulen bezeichnet. Steiner war ein Anthroposoph und gestaltete den Unterricht an der Schule nach seinen Leitideen und pädagogischen Überzeugungen.

Bis die Schulform im Jahre 1938 durch die Nationalsozialisten verboten wurde, entstanden weitere acht Waldorfschulen in Deutschland, zusätzliche im Ausland. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kam es zu Neugründungen in großer Zahl. Es entstanden auch viele Kindergärten, die den Steiner-Prinzipien folgten.

Schwerpunkte dieser Schulform

Getragen werden die Waldorfschulen durch eigene Schulvereine mit einem Vorstand aus gleichberechtigten Lehrern und Eltern. Den Schwerpunkt des Waldorf-Unterrichtes bilden insbesondere künstlerische und handwerklich geprägte Fächer. So soll anders als bei den herkömmlichen Schularten nicht alleine die rein intellektuelle Fähigkeit des Einzelnen gefördert, sondern Freiraum für die Berücksichtigung des vollen Begabungsspektrums der Schüler geschaffen werden.

Bewertung und Abschluss

Der Fremdsprachenunterricht beginnt in den Waldorfschulen bereits im ersten Schuljahr. Der Bildungsweg dauert zwölf Jahre, jeder Schüler wird gemäß seiner persönlichen Entwicklung unterrichtet. Statt Zeugnissen gibt es Elternbriefe und Charakterbewertungen der Schüler. Sitzenbleiben kann man auf einer Waldorfschule nicht.

In Herne können die Schüler auf der Hiberniaschule berufliche Abschlüsse oder das Abitur erwerben. Letzteres wird regelmäßig nach dem 13. Schuljahr abgelegt.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zu Waldorfschulen

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