17. November 2007
Von Anne Fünfstück
Immer mehr Kinder und Jugendliche lassen sich zum Schulschwänzen verleiten. Aus Angst vor schlechten Noten, aus Gruppenzwang oder wegen Bequemlichkeit bleiben immer mehr Schüler dem Unterricht fern.

Die Ordnungsbeamten und Polizisten haben alle Hände voll damit zu tun, die über 500.000 Schulschwänzer auf den Straßen, in Parks auf Sportplätzen oder in Kaufhäusern aufzulesen und in ihre Schulen zu bringen. Ist ein Schulschwänzer erwischt, so versucht der Schüler meist durch fantasievolle Ausreden noch seine Haut zu retten. Durch einen Anruf in der jeweiligen Schule, bringen die Beamten oft in Erfahrung, dass der Schüler dem Unterricht unerlaubt ferngeblieben ist und schaffen diesen dann in seine Klasse zurück.
Oft genannte Gründe für das Schuleschwänzen sind Angst vor dem Versagen im Unterricht, Angst vor Mitschülern, Lustlosigkeit, Überforderung, Unterforderung und schlechte Vorbilder. Verschiedne Studien haben bewiesen, das viele notorisch Schulschwänzer Lernschwächen oder Konzentrationsschwierigkeiten haben. Es ist Ihnen oft peinlich vor ihren Mitschülern zu versagen und so bleiben sie dem Unterricht fern. Zudem wirkt auch ein gewisser Gruppenzwang auf die Schüler ein. Verlassen also die besten zwei Freunde den Unterricht frühzeitig, so wird eine Kettenreaktion losgetreten und viele weitere Schüler fühlen sich animiert ihnen zu folgen um nicht in ihrem Ansehen zu sinken.
Ein weiterer Grund für die regelmäßige Schulverweigerung ist die Vorbildfunktion von erwachsenen Verwandten und Bekannten. Wächst ein Schüler beispielsweise in einem Haushalt mit einem oder mehreren Erwachsenen auf, die keine Arbeitsstelle haben oder arbeitsunfähig sind, so nimmt sich das Kind ein Beispiel an den zuhause bleibenden Vorbildern und entwickelt die Einstellung, das man auch gut leben kann wenn man nicht in die Schule oder zur Arbeit geht. Oft sind die Erwachsenen gewillt zu arbeiten, haben jedoch keine Chance dazu und doch wirken sie durch längeres Schlafen oder Gemütlichkeit am Morgen mit auf das Kind ein, welches dann auch lieber daheim bleiben würde.
Um Schulschwänzer wieder auf die richtige Bahn zu führen gilt daher viel Geduld und auch eigene Disziplin. Man sollte dem Kind in Gesprächen begreiflich machen, das der Besuch der Schule wichtig ist für den gesamten Verlauf des Lebens. Man sollte Beispiele benennen die dem Schwänzer verdeutlichen, das man ohne schulische Ausbildung ein hartes Leben führt und nicht einfach das kaufen kann was einem passt. Zudem sollte man als Erwachsener im Haushalt des Kindes auch eine stärkere Kontrolle ausüben. Kontrollieren sie regelmäßig die Schulaufzeichnungen ihres Sprösslings, informieren sie sich bei den Lehrern über die Teilnahme am Unterricht und bringen sie ihr Kind wenn möglich bis in den Klassenraum um sicher zu gehen das es dort auch wirklich ankommt.
In ganz schlimmen fällen werden die Schulschwänzer sogar von Beamten des Jugendamtes, der Polizei oder des Ordnungsamtes von zuhause abgeholt und in die Klassen gebracht. Dieses Verfahren soll den Kindern einen Lehre sein und sie peinlich berühren, sodass ein weiteres Fehlen ausgeschlossen werden kann. Eine solche Vorgehensweise wird aber nur in sehr drastischen Fällen angewandt, wenn die Eltern überfordert sind oder aus beruflichen Gründen keine Zeit haben ihr Kind zur Schule zu bringen.
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Dieses Buch hat zum Ziel, eine Arbeits- und Diskussionsgrundlage für Schule im Allgemeinen und für die untersuch...