27. September 2010
Lesen und Schreiben lernt man in der Grundschule oder vielleicht sogar schon davor. Trotzdem gibt es nach wie vor mehr als genug Erwachsene, die mit der Rechtschreibung einfach nicht zurande kommen. Dabei ist das richtige Schreiben gar kein Problem, wenn man sich an einige elementare Regeln hält und einfach versucht, ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln.
Besonders viele Probleme macht die Unterscheidung zwischen s, ss und ß. Während manche scheinbar mühelos immer richtig entscheiden, welche Variante in dem speziellen Fall verwendet werden muss, können andere stundenlang über einem Satz grübeln und trotzdem nicht auf die richtige Lösung kommen.
Grundsätzlich gilt, dass das ss kein Ersatz mehr für das ß ist, sondern seinen ganz eigenen Anwendungsbereich besitzt. Lediglich nach langen Vokalen oder einem so genannten Diphtong (zum Beispiel ie, au oder ei) wird das ß gesetzt. Ist der Vokal hingegen kurz, so schreibt man das Doppel-s.
Am schwierigsten fällt jedoch den meisten Menschen die Unterscheidung zwischen das und dass. Wer nicht im Gefühl hat, wann welches Wort verwendet werden muss, kann sich mit einer einfachen Regelung behelfen. "Das" kann man in jedem Satz durch "welches" ersetzen.
Beispiel: "Ich sah ein Kind, das schaukelte." oder "Ich sah ein Kind, welches schaukelte."
Ist das ersetzen nicht möglich, so schreibt man ein dass mit zwei s.
Beispiel: Ich sah, dass sie ging.
Mit der Groß- und Kleinschreibung kommen die meisten Erwachsenen gut aus, trotzdem gibt es ab und an Fälle, in denen sich auch gute Schreiber manchmal unsicher sind. Immer groß schreibt man Nomen wie zum Beispiel Apfel, Kuh oder Auto. Auch Eigennamen werden stets groß geschrieben, selbst wenn ein Teil des Namens kein Nomen ist.
Beispiel: Zweites Deutsches Fernsehen
Viele Fragen werfen unter anderem aber auch Fremdwörter auf. So ist des meisten unklar, ob sie mit den eingedeutschten Wörtern nun nach den Grammatikregeln der Fremdsprache oder nach deutschen Regeln umgehen sollen. Grundsätzlich gilt: verwendet man ein Fremdwort ganz normal in einem deutschen Satz, so gelten auch deutsche Grammatikregeln.
Beispiel: Sie geht sehr gerne auf Partys. (Im Englischen würde man den Plural hier mit ies am Ende schreiben.)
Setzt man jedoch Anführungsstriche um den fremdsprachlichen Ausdruck, so gelten die originalen Regeln.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
06.03.12 | |
![]() | RECHTSCHREIBUNG |
12.02.12 | |
![]() | RECHTSCHREIBUNG |
11.09.11 | |
![]() | RECHTSCHREIBUNG |
26.07.11 | |
![]() | RECHTSCHREIBUNG |
08.06.11 | |
![]() | RECHTSCHREIBUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Rechtschreibung Forum

