27. Juli 2010
Ob privat oder über in einem Institut – für Nachhilfestunden wird in Deutschland viel Geld ausgegeben. Nicht alle Eltern aber können oder wollen sich diese Investition leisten. Wem das Geld fehlt oder wer Nachhilfe nicht finanzieren möchte, kann auf kostenlose Alternativen zurückgreifen. Diese reichen vom eigenverantwortlichen Üben mit dem Kind über Hausaufgabenbetreuungen in Jugendzentren bis hin zu Förderstunden in Schulen.
Trotz aller Bemühungen kann es passieren, dass auch das fleißigste Kind in der Schule irgendwann vor Problemen steht. Ein paar Vorsorgemaßnahmen können auf Dauer aber dazu beitragen, dass Förderungen und die damit verbundenen, oft teuren Nachhilfestunden nicht nötig sind.
Um in der Schule mithalten zu können, ist vor allem das Erledigen der Hausaufgaben von großer Bedeutung. Je intensiver sich ein Kind dem Verständnis des Schulstoffs widmen kann, desto geringer ist die Gefahr, dass es irgendwann vor Problemen steht, die es ohne Hilfe nicht mehr beheben kann. Eltern sollten also dafür sorgen, dass ihr Kind in einer ruhigen, anregenden Lernumgebung seine Hausaufgaben erledigen kann und ihm soviel Zeit dafür einräumen, wie es benötigt. Wenn das Kind Fragen oder Verständnisprobleme hat, sollte man sich die Zeit nehmen, diese mit dem Kind gemeinsam zu klären – ohne allerdings voreilig die Lösung zu präsentieren.
Stellt sich während eines Elternsprechtages oder am Tag der Zeugnisübergabe heraus, dass ein Schüler in einem oder mehreren Fächern erhebliche Lücken aufweist, kann man als Eltern dem Kind anbieten, sich gemeinsam daran zu setzen, diese zu schließen. Hierfür bieten sich beispielsweise die Ferien oder ein fester wöchentlicher Termin innerhalb der Schulzeit an.
Doch nicht jedes Kind kann oder möchte mit Eltern oder Geschwistern lernen. In diesem Fall könnte man den Vorschlag unterbreiten, sich einer Lerngruppe anzuschließen oder gemeinsam mit Klassenkameraden eine zu gründen. Für jüngere Schüler bieten sich aber auch organisierte Hausaufgabenbetreuungen an, die vielerorts kostenlos von Jugendzentren, kirchlichen Einrichtungen oder anderen gemeinnützigen Vereinen angeboten werden. Hier erhalten die Kinder professionelle und individuelle Hilfe bei ihren Hausaufgaben.
Auch an offenen Ganztagsschulen können Kinder auf freiwilliger Basis an der Hausaufgabenbetreuung teilnehmen. Bevor ein Nachhilfelehrer bezahlt wird, bietet es sich an, dieses Angebot über einen gewissen Zeitraum auszuprobieren. Dasselbe gilt für Förderunterricht, der fest im Stundenplan verankert ist und in dem die Kinder die Möglichkeit haben, aktuell im Unterricht behandelte Themen zu vertiefen.
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