29. Juni 2010
Für Eltern ist es nie leicht, ihren Nachwuchs aus der Hand zu geben, selbst wenn es nur für ein paar Stunden ist. Das wird auch nicht wirklich anders, wenn die Kinder größer werden. Natürlich gewöhnt man sich daran, wenn die Kleinen mal für ein paar Stunden bei Freunden sind und lernt auch, diese freie Zeit zu genießen. Doch wenn die Kinder das erste Mal über längere Zeit außer Haus sind, bekommen viele Eltern ein mulmiges Gefühl. Auch die meisten Kinder haben Angst vor diesem Schritt, selbst wenn sie es nicht wirklich zugeben möchten.
Eine Klassenfahrt ist wohl für die meisten Kinder der Anlass, das erste Mal für eine Woche oder noch länger von Mama und Papa getrennt zu sein. Die Freude ist natürlich groß, schließlich kann man endlich einmal mit den Freunden herumtoben und Abenteuer erleben, ohne dass ständig ein Erwachsener dabei ist. Kinder wissen ganz genau, dass auch der beste Lehrer seine Augen nicht überall haben kann.
Doch wenn sie erst einmal angekommen sind, ist plötzlich alles fremd. Die Räume sind schlicht eingerichtet und auch die Freunde bieten nicht die Geborgenheit, die man von zuhause gewohnt ist. Spätestens nach zwei, drei Tagen, wenn die erste Aufregung verschwunden ist, meldet sich das erste Heimweh. Damit der Ausflug nicht in Tränen endet, sollten Eltern schon vor der Klassenfahrt vorsorgen.
In die Reisetasche muss auf jeden Fall das Lieblingskuscheltier. Möchte das Kind den treuen Gefährten zuhause lassen, um vor den anderen möglichst cool zu wirken, so sollte man diesen Wunsch erst einmal respektieren, das Stofftier jedoch kurz vor der Abreise noch unbemerkt einpacken. Der Nachwuchs wird seinen Eltern wohl immer dankbar dafür sein.
In den Geldbeutel gehört außerdem genügend Kleingeld, damit immer zuhause angerufen werden kann, wenn es einmal so richtig einsam ist. Viele Lehrer verbieten Handys auf Klassenfahrten, weshalb Münzen oder eine Telefonkarte immer eingepackt werden sollten.
Am wichtigsten ist es jedoch, den Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass man in Gedanken immer bei ihnen ist. Darüber hinaus kann man ihnen zum Beispiel ein lustiges Spiel zeigen, dass sie immer dann spielen sollen, wenn sie sich besonders nach Mama und Papa sehnen. Der Kummer wird schnell vergessen sein.
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