20. April 2011
Visitenkarten sind mehr als nur kleine Schriftstücke, welche gebündelte Informationen beinhalten. Vielmehr trägt deren Design und Aufbau auch zur Etablierung eines Images bei, welches rund um das Unternehmen oder die eigene Person kreiert werden soll. Doch was macht sogenannte Visitenkartenporträts aus, welche als eine Sonderform der Visitenkarten gewertet werden können und wirklich durch ihre Einzigartigkeit auffallen?
Visitenkarten mit Fotos können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Unter Visitenkartenporträts versteht man klassischerweise 5,5x9 cm große Abzüge, welche eine Person und deren Namen zeigen. Eben diese Karten erfreuten sich bereits im 19. Jahrhundert einer großen Popularität. Zu dieser Zeit waren Visitenkartenporträts allerdings keine Erscheinung in der Geschäftswelt, sondern wurden vermehrt unter Freunden und Verwandten als Erinnerungsstücke ausgetauscht. Das Ganze könnte auch mit dem heutigen Brauch verglichen werden, nach welchem viele Menschen kleine Passbilder von Familienangehörigen oder Freunden im Geldbeutel tragen. Derartige Visitenkartenporträts erfreuten sich bis weit ins 20. Jahrhundert einer großen Beliebtheit. So waren während der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts beispielsweise vor allem Studentenverbindungen dafür bekannt, diese Form der Visitenkarte mit sich zu führen.
Mitte des 20. Jahrhunderts ging dieser Trend allerdings stark zurück, weshalb Visitenkartenporträts heutzutage eher eine Ausnahme darstellen. Nichtsdestotrotz ist es natürlich nicht ausgeschlossen oder abwegig, sich auch heute noch mit einem Foto auf einer Visitenkarte zu verewigen. In einem solchen Fall sollte allerdings einiges beachtet werden. Zum einen sollten heutige Fotos nicht mehr die gesamte Visitenkarte ausfüllen, wie es vor einem Jahrhundert üblich war. Stattdessen kann sich bei modernen Visitenkartenporträts an Führerscheinen orientiert werden, wo das Bild ebenso nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Karte einnimmt. Darüber hinaus bieten sich Visitenkartenporträts auch nur dann wirklich an, wenn man ein eigenes Unternehmen führt und auch keine weiteren Mitarbeiter hat. Dann macht es nämlich Sinn, den Namen des Unternehmens direkt mit der eigenen Person in Form dieses Bildes zu verknüpfen. Letztlich sollte man natürlich noch darauf achten, ein vorteilhaftes Bild zu wählen, welches am besten durch einen professionellen Fotografen gemacht wurde.
Insgesamt sind Visitenkartenporträts keineswegs ausgestorben. So finden diese im Geschäftsleben immer noch Verwendung, wenn auch in leicht abgeänderter Form. Aus dem Privatleben ist diese Form des Erinnerungsstücks jedoch verschwunden, was nicht zuletzt auch auf die Etablierung moderner Kommunikationsmittel zurückzuführen sein dürfte.
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