13. Januar 2010
Interessieren Sie sich für das Carving? Möchten Sie es als erste Skifahrtechnik erlernen, oder sind Sie bereits ein geübter Skifahrer, der sich mit dem Gedanken ans Umsteigen trägt? Dann sollten Sie einen Vergleich der beiden Fahrstile anstellen, um am besten zu sehen, welcher davon Ihnen voraussichtlich eher zusagt. Die wichtigsten Unterschiede haben wir hier für Sie zusammen gefasst.
Der herkömmliche Fahrstil wird im wesentlichen in aufrechter Haltung gefahren. Zwar legt sich der Fahrer auch in die Kurven, um die Flieh- und Zentrifugalkräfte zu nutzen, beziehungsweise auszugleichen, doch meist erst bei höheren Geschwindigkeiten. So kann ein Anfänger den herkömmlichen Fahrstil auch in einem sehr niedrigen Tempo gut erlernen. Auch weniger geübte oder weniger risikofreudige Sportler können mit dem herkömmlichen Fahrstil sehr gut zurecht kommen, da sie sowohl ihre Geschwindigkeit als auch ihre Neigung selbst kontrollieren können. Darum werden bevorzugt ältere Menschen, die sich körperlich nicht mehr allzu extrem belasten wollen, vermutlich eher beim klassischen Fahrstil bleiben.
Die moderne Carving-Technik dagegen setzt eine relativ hohe Grundgeschwindigkeit voraus. Die beiden Haupt-Fahrtechniken verlangen ein Mindestmaß an Geschwindigkeit, damit sie ausgeführt werden können. Nur in höherem Tempo kann sich der Fahrer in die Kurven legen und sie am Stück durchfahren, oder sich gegen den Hang stemmen. Richtiges Carving funktioniert nur dann, wenn Flieh- und Zentrifugalkräfte richtig wirken können, also bei erhöhter Geschwindigkeit.
Hier liegt leider auch ein hohes Gefahrenpotenzial, denn ein ungeübter Fahrer sollte nicht mit hoher Geschwindigkeit fahren, sondern seine Fahrbahn, sein Beschleunigen und Anhalten stets optimal unter Kontrolle halten. Dies gelingt beim Carving häufig nicht, und so sind spektakuläre Stürze nicht selten zu sehen. Manche Fahrer, die unkontrolliert über die Pisten schießen, gefährden damit nicht nur sich, sondern auch andere. Nicht jeder Sportler schätzt zudem die hohen Geschwindigkeiten. Wer es also lieber etwas sicherer, gemütlicher oder beschaulicher mag, für den ist der herkömmliche Fahrstil sicher der geeignetere.
Einen Vorteil bietet das Carving jedoch durch seine neuartige Materialkonstruktion: Die Ski sind kurz, breit und sehr stark tailliert. Der Fahrer hat auf ihnen einen guten und sicheren Stand, und kann sein Sportgerät so sehr viel einfacher kontrollieren. Deshalb kann auch ein wenig geübter Skifahrer auf Carving-Ski Erfolge erzielen, auch wenn er nicht die optimale Carving-Technik fährt, sondern einen Mix aus Carving und herkömmlichem Stil.
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