21. Dezember 2009
Vor einigen Jahren eroberte ein neuer Trend die Welt des Wintersports: Das Carven war geboren. Für den Laien ist es häufig nicht so recht ersichtlich, worin sich das Carven nun eigentlich vom Skifahren unterscheidet. Denn es gibt auch viele Misch- und Übergangsformen, und nicht jeder Fahrer beherrscht tatsächlich die Technik. Die wichtigsten Grundlagen sind schnell erklärt:
Carving Ski sind im Unterschied zu den früher verwendeten Skiern sehr viel kürzer. Meist sogar kürzer als die eigene Körpergröße des Skifahrers. Sie sind sehr stark tailliert, verfügen aber im vorderen Bereich über regelrechte Schaufeln, und sind auch im hinteren Bereich sehr flach und breit ausgestellt. Auch der Kantenschliff weicht vom üblichen Schliff ab und ermöglicht ein optimales Kurvenfahren.
Dies machte die Carving Ski zu Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. War man doch lange, schmale und sehr elegante Latten gewöhnt, so erschienen einem die Carving Ski zu Anfang plump und schwer fahrbar. Doch dies ist ein Irrtum. Ein geübter Fahrer kann auf einem Carving Ski schnellere Geschwindigkeiten erreichen als auf einem normalen Ski.
Beim Carven wird nicht in der Fall-Linie der Piste gefahren und kurz geschwungen, wie dies beim Skifahren üblich war. Im Gegenteil: Die Breite der Piste wird komplett ausgenutzt. Die Körperhaltung ist sehr stark vorgebeugt und in den Knien, so dass sich der Fahrer optimal in die Kurven legen kann. Die Zentrifugalkraft besorgt den Rest. In der Kurve wird durch langsames kontinuierliches Umsteigen das Standbein gewechselt. Trotz dieses vermeintlich gemächlichen Bewegungsablaufs werden beim Carven hohe Geschwindigkeiten erreicht. Das ideale Gelände ist von mittlerer Neigung, aber ohne Buckel. Gut präparierte, nur wenig wellige und breite Pisten werden bevorzugt. In sehr lang gezogenen Schwüngen, die mitunter an Schlittschuhschritte erinnern, fährt der Carver ins Tal.
Doch Carving Ski eignen sich auch für die Buckelpiste und für Kurzschwünge. Hier hilft ihre taillierte Form beim schnellen und einfachen Kurvenfahren. So sind sie auch für Anfänger ein geeignetes Sportgerät, bergen jedoch die Gefahr, dass das eigene Fahrkönnen überschätzt wird. Die Anzahl der eher mittelmäßigen Skifahrer, die auf Carving Skiern in extrem hohen Geschwindigkeiten rücksichtlos über die Pisten fahren, nimmt leider immer mehr zu. Denn die Carver ermöglichen einen guten Stand, wo früher schlichtweg Können gefragt war.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
16.11.11 | |
![]() | CARVING |
07.11.11 | |
![]() | CARVING |
19.02.11 | |
![]() | CARVING |
![]() | CARVING |
02.01.11 | |
![]() | CARVING |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Carving Forum


Mit Carving-Ski den Hang hinunter zu gleiten und das Kurvengefühl komplett auszuschöpfen, ist die Faszination, d...