Die unterschiedlichen Sprünge beim Wasserspringen und Tipps zum effektiven Training

Zu den bekanntesten Sprüngen zählen Saltos und Schrauben - um sich fit zu halten, sollten Wasserspringer u.a. ihre Kraft und Ausdauer schulen

Das Wasserspringen zählt auch bei den Zuschauern zu den beliebtesten Wassersportarten überhaupt. Hier sind spektakuläre Sprünge und komplexe Sprungformen zu bewundern, die immer wieder neu erfunden und variiert werden. Dennoch liegen den meisten Sprungformen einige ganz klar definierte Ausgangssprünge zugrunde. Kann man diese in der Sprungform erkennen und optisch isolieren, so wird meist auch recht schnell klar, wie die Namensgebung des jeweiligen Sprunges zustande kommt.

Extremsportler Springer in Acapulco am Meer, Cliff Diver springt von hohen Klippen

Die Sprünge: ein Überblick

Einige der grundlegenden Sprungformen haben wir hier für Sie erklärt.

Saltos

Der Salto im Wasserspringen unterscheidet sich nicht wesentlich von den Saltoformen, die wir vom Bodenturnen und aus der Akrobatik kennen. Die Drehung erfolgt

  • entweder nach vorne, beim Vorwärtssalto, oder
  • nach hinten, beim Rückwärtssalto.

Dieser wird angehockt gesprungen. Saltos sind am einfachsten mit Schrauben kombinierbar, aber auch in fast jeder anderen Sprungkombination zu finden. Zu unterscheiden sind gehockte, gestreckte und gehechtete Saltos, die eine entsprechend höhere oder niedrigere Umdrehungsgeschwindigkeit aufweisen.

Schrauben

Bei den Schrauben handelt es sich um Sprünge, bei denen sich der Athlet um die eigene Körpermitte dreht. Dabei gibt es

  • halbe Schrauben
  • ganze Schrauben sowie auch
  • Mehrfachschrauben.

Da Schrauben als alleinige Sprünge wenig optische Reize bieten, werden sie in den meisten Fällen mit anderen Elementen kombiniert. Häufig sind sie am Ende oder am Anfang einer Sprungkombination zu finden.

Handstandsprünge

Der Absprung bei den Handstandsprüngen erfolgt - wie der Name bereits nahelegt - aus dem Handstand. Der Anlauf, der bei sonstigen Sprüngen so wichtig ist, entfällt hier meistens. Zwar sind seltene Formen von Handstandsprüngen mit Anlauf bekannt, im Wettkampf sind diese jedoch nicht relevant.

Zu Beginn des Sprungs wird hier ein sauberer und länger gehaltener Handstand an der Absprungkante gezeigt. Die Sprungkraft wird in diesen Fällen in den Oberarmen generiert. Handstandsprünge fallen prinzipiell flacher aus als mit Anlauf gesprungene Sprungformen.

Fußsprünge

Zu den Basiselementen des Turm- und Wasserspringens zählen die Fußsprünge. Dabei handelt es sich um gerade, aufrechte Sprünge in perfekter Körperhaltung und -spannung, bei denen der Springer mit den Füßen zuerst ins Becken eintaucht.

Um eine gute Haltungsnote zu erzielen, werden die Füße dabei gestreckt, so dass Spritzer weitgehend vermieden werden. Durch die ungebremste Eintauchgeschwindigkeit kommt es vor allem bei Fußsprüngen stark zu Sekundärspritzern.

Das Training für Wasserspringer

Das Wasserspringen ist eine Sparte des Wassersports, die organisatorisch häufig dem Schwimmen angegliedert ist und in Schwimmvereinen unterrichtet wird. Dies hat ganz einfache Gründe, die in den engmaschigen Belegungsplänen der meisten Schwimmhallen zu suchen sind.

Häufig wird zwischen dem Wasserspringen und dem Turmspringen nicht unterschieden. Vom reinen Wasserspringen wird jedoch dann gesprochen, wenn es sich um Absprunghöhen von maximal 3 Metern handelt, so dass noch von einem Sprungbrett, nicht aber vom Sprungturm abgesprungen wird. Doch wie sieht ein Training für's Wasserspringen aus?

Schon in der Kindheit mit dem Training beginnen

Bereits kleinere Kinder im Grundschulalter können an das Wasserspringen heran geführt werden. Ihnen vermittelt man die Freude an dem anspruchsvollen Sport am besten durch direkte Erlebnisse. Das heißt, zur Übung und im Training erlernen sie die einzelnen Grundformen der Sprungarten direkt durch Sprünge ins Wasser, so wie sie auch im Wettkampf ausgeführt werden

So machen die Kinder sich sowohl mit dem Element Wasser, als auch mit der Materie der Absprungorte vertraut. Die Schwimm- und Tauchfähigkeit wird geschult, und die Kinder erlangen Vertrauen zum Element Wasser und zu ihren eigenen Fähigkeiten.

Training für Jugendliche und Erwachsene in der Sprunggrube

Jugendliche und Erwachsene dagegen, die ein leistungsorientiertes Training durchführen möchten, müssen weitere Komponenten beachten. So wird hier häufig nicht im Schwimmbecken, sondern in einer Sprunggrube trainiert. Diese bietet den Vorteil, dass das lästige Abtrocknen nach jedem Sprung entfällt, und auch, dass der Sportler beim Training nicht zu schnell unterkühlt.

Das Training in der Sprunggrube, bei dem auf weiche Matten gesprungen wird, erfordert jedoch einige Übung. In erster Linie müssen hier die Falltechniken optimiert werden, da der Aufprall auf den Matten sich doch anders gestaltet als das Eintauchen ins Wasser.

Zusätzliches Kraft- und Ausdauertraining

Zusätzlich zu einem Sprungtraining müssen ernsthaft motivierte Athleten weitere Fähigkeiten ihres Körpers entwickeln und schulen. Viele erstklassige Turmspringer waren usprünglich Leistungsturner oder Schwimmer. Sie verfügen über ein hohes Maß an

  • Körperbeherrschung
  • Ausdauer und
  • Kraft.

Diese Fähigkeiten müssen in gesonderten Trainingseinheiten gefördert und erhalten werden, zum Beispiel beim

Kenntnisse im Ballett sind förderlich

Ab einem gewissen Leistungsniveau ist es unabdingbar, dass der Wasserspringer auch eine Ausbildung im Klassischen Ballett absolviert hat. Diese strenge und disziplinierte Ausbildung erhöht die Konzentrationsfähigkeit und die Körperbeherrschung. Die Kenntnisse im Ballett wirken sich auf die gute Haltung und Körperspannung des Springers aus und sind daher unerlässlich.

Grundinformationen und Hinweise zum Wasserspringen

  • Die unterschiedlichen Sprünge beim Wasserspringen und Tipps zum effektiven Training

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Cliff Diver in Flight © Alysta - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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