21. April 2011
Vor kurzem fand der Kongress EUROPREVENT der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Genf statt. Dort stellte Dr. Emeline Craenenbroeck aus Antwerpen eine Studie vor, die sie mit 10 Militärtauchern gemacht hat. Die Taucher sollten drei Tage hintereinander einmal im offenen Meer tauchen. Sie verwendeten dazu normale Pressluft. Dann war zwei Wochen Pause. Dann wurde die gleiche Prozedur wiederholt, diesmal aber mit einem populären Atemgasgemisch namens Nitrox.
In ihm ist mehr Sauerstoff enthalten als in normaler Luft. Dadurch soll das Risiko der Dekompressionskrankheit verringert werden. Vor und nach jedem Tauchgang wurde mit Hilfe der flussvermittelten Vasodilation die Funktionsfähigkeit der vaskulären Endothele bestimmt. Das heißt, man prüfte wie elastisch das Herz war. Beim Presslufttauchgang zeigte sich keine Einschränkung der Elastizität, sehr wohl aber bei Nitrox.
Man stellte unter Nitrox eine Abnahme der endothelialen Progenitorzellen und eine Zunahme der angeogenen Zellen fest. Der Grund dafür muss noch erforscht werden. Craenenbroeck vermutet, dass Nitrox oxidativen Stress verursacht.
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