Das Synchronschwimmen stellt technisch, ästhetisch und künstlerisch hohe Ansprüche an die meist weiblichen Sportler. Neben Pflichtfiguren, die sich mit Schrauben und Drehungen kombinieren lassen, wird die Kür im Wasser synchron zur Musik geschwommen.
Das Synchronschwimmen oder auch Kunstschwimmen bezeichnet eine Form des Schwimmens, die nicht der schnellen Fortbewegung, sondern der anmutigen Darstellung akrobatischen Könnens im Wasser dient. Kunstschwimmen kann einzeln vorgetragen werden, wird aber meist von Formationen vorgetragen. Diese können aus 2 bis 8 Schwimmern bestehen. In der Regel sind es Frauen, die sich im Kunstschwimmen betätigen. Das Synchronschwimmen ist auch nur für Frauen eine Olympische Disziplin. Männer sind zwar vom Deutschen Schwimmverband zu Wettkämpfen zugelassen, nicht aber von der FINA (Weltschwimmverband).
Die Synchronizität beim Synchronschwimmen bezieht sich zum einen auf das Zusammenspiel von Darstellung und Musik, zum anderen aber auch auf die Gleichheit der Ausführungen der einzelnen Schwimmer zueinander. Was einfach und anmutig aussieht, verlangt jedoch Höchstleistungen. Viele Figuren werden unter Wasser geschwommen und müssen trotz Luftmangels in großer Präzision ausgeführt werden. Extreme Beweglichkeit und Dehnbarkeit sind ebenso gefragt wie ein gutes musikalisches Gehör. Die meisten Synchronschimmerinnen trainieren auch viele Stunden Ballett.
Die Bewertung erfolgt über ein Punktesystem, bei dem der Schwierigkeitsgrad ebenso einfließt wie die Umsetzung der Kür. Die Wertungsrichter vergeben dabei zwischen 1 und 10 Punkten. Ausschlaggebend ist auch, ob die Figuren stabil ausgeführt werden, und ob die Synchronizität gewährleistet ist. Die Punkte für die Synchronizität der Schwimmer untereinander steigen, je größer die Gruppe ist. Die Technische Kür mit vorgegebener Elementenfolge dauert bis zu 2:50 Minuten, eine Freie Kür zwischen 4:45 und 5:15 Minuten.
Synchronschwimmen spielt mit Showeffekten. Die Schwimmerinnen tragen keine Bademützen sondern oft komplizierte Hochsteckfrisuren, die mit Kämmen oder Glitzerelementen verziert sind. Die Badeanzüge sind identisch und meist ebenfalls mit Glitzerpailletten bestickt. Schwimmbrillen sind während des Wettkampfs nicht zulässig, stattdessen sind die Schwimmerinnen sogar häufig stark geschminkt.
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