21. September 2011
An schönen Tagen sieht man immer häufiger so genannte Drachenflieger am Himmel schweben. Doch Drachen ist nicht gleich Drachen - es gibt verschiedene Ultraleichtflugzeuge, mit denen man die Thermik nützen und lange Distanzen in der Luft zurücklegen kann.
Klassische Drachen bestehen aus einem festen Polyestertuch und Aluminiumrohren. Hin und wieder bestehen die Rohre auch aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Einfachsegler besitzen lediglich ein Obersegel, während Doppelsegler sowohl Ober- als auch Untersegel haben. Einfachsegler werden bevorzugt von Anfängern oder Gelegenheitsdrachenfliegern eingesetzt, Doppelsegler eignen sich auch für erfahrenere Piloten. Das Geheimnis eines Drachens ist die besondere Form der Flügel. Diese Form wird durch gebogene Segellatten erzeugt. Bei einigen Fluggeräten kann der so genannte Nasenwinkel verändert werden, so kann man den Drachen optimal an die jeweilige Thermik anpassen.
Neben Einfach- und Doppelseglern gibt es auch Turmlose Drachen. Ihnen fehlt die Verspannung, die bei klassischen Drachen oberhalb der Tragfläche angebracht ist. Turmlose Drachen können so besser gleiten und schneller vorwärts fliegen. Eine Konstruktion aus Carbon oder Aluminium sorgt dafür, dass der Drachen zusammenhält. Schränkungsanschläge, die innen liegen, sorgen dafür, dass eine gewisse Sicherheit gewährleistet wird.
Starrflügler sind ebenfalls eine Art Ultraleichtflugzeug, die sich zum Drachenfliegen bestens eignen. Sie sind von sich aus stabil und benötigen keine Tuchspannung zwischen den einzelnen Flügelrohren. Der Holm - der die Stabilität gewährleistet - ist meist aus Faserverbundwerkstoffen. Der Flügel kann durch diese Konstruktionsart besser gestreckt werden. Gesteuert werden Starrflügler durch Störklappen, die sich auf der Flügeloberseite befinden. Mit diesen Störklappen kann man bremsen, wenn dies nötig ist. Einige Starrflügler haben ein Querruder, die den Auftrieb einer Flügelseite beeinflussen.
Die verschiedenen Ultraleichtflugzeuge, die zum Drachenfliegen verwendet werden, unterscheiden sich also vor allem durch die Konstruktion, funktionieren aber im Prinzip auf ähnliche Weise. Für Anfänger empfehlen wir Einfachsegler. Erfahrenere Piloten können Doppelsegler oder Starrflügler zum Drachenfliegen verwenden. Am Anfang sollte man sich über Thermik und Aufwinde informieren, sodass man diese beim Fliegen gut nützen kann. Legt man sich falsch in die Kurve, kann es dazu kommen, dass man rapide an Höhe verliert. Um in der Luft zu bleiben, muss man die Thermik optimal ausnützen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
14.10.11 | |
![]() | DRACHENFLIEGEN |
22.07.11 | |
![]() | DRACHENFLIEGEN |
16.02.11 | |
![]() | DRACHENFLIEGEN |
16.09.10 | |
![]() | DRACHENFLIEGEN |
31.08.10 | |
![]() | DRACHENFLIEGEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Drachenfliegen Forum


Das inzwischen unerläßliche Standardwerk für alle Gleitschirm- und Drachenflieger, die besser informiert sein wo...