Die verschiedenen Sprungtechniken beim Weitsprung

Der Weitsprung zählt zu den Sprungdisziplinen der Leichtathletik und ist fester Bestandteil des Olympischen Programms. Der Sprung wird mit Anlauf ausgeführt und hat zum Ziel, möglichst große Weiten zu erzielen. Dabei können sich die Athleten unterschiedlicher Sprungtechniken beim Weitsprung bedienen. Mehr über die Sprungtechniken und die einzelnen Phasen eines gelungenen Weitsprungs lesen Sie hier.

Den Weitsprung unterteilt man in Amortisations- und Flugphase - letztere kann durch verschiedene Sprungtechniken gesteuert werden

Beim Anlauf beschleunigt der Athlet kontinuierlich, so dass er die Maximalgeschwindigkeit exakt am Absprung erreicht. Etwa ein Drittel der Weite kann durch einen gelungenen Anlauf erzielt werden. Der Absprung erfolgt aus einer aufrechten Position und einbeinig.

Amortisationsphase

In der so genannten Amortisationsphase vor dem Absprung muss der Athlet besonderen Wert auf seinen Abdruck legen. Dabei kann sowohl das Sprungbein leicht gebeugt werden, als auch über die ganze Sohle abgerollt werden. Beim Absprung muss der Körper dann die optimale Streckung erreichen.

Flugphase

In der Flugphase kann die Sprungbahn durch verschiedene Bewegungen gesteuert werden. Unterschiedliche Techniken ermöglichen es dem Athleten, das Gleichgewicht während des Fliegens zu halten. Zugleich muss er sich auf eine gute Landung vorbereiten.

Schrittweitsprungtechnik

Die Schrittweitsprungtechnik zeichnet sich dadurch aus, dass der Athlet das Schwungbein nach vorne oben zieht. Die Schrittposition wird nach dem Absprung beibehalten.

Bis der Sportler landet, hält er seinen Oberkörper aufrecht. Bei der Landung wird das Sprungbein nach vorne gezogen; der Oberkörper gelangt in Richtung der Füße nach vorn. Besonders Kinder lernen zunächst diese Sprungtechnik, die eine gute Basis für die anderen beiden Techniken bildet.

Laufsprungtechnik

Meist wird mit der Laufsprungtechnik gearbeitet. Das Schwungbein wird nach dem Absprung nach hinten geführt, während die Hüfte nach vorne strebt.

Dadurch findet eine Art laufende Bewegung statt. Zur Stabilisierung des Körpergewichts werden die Arme in dieser Phase stark gekreist.

Die Laufsprungtechnik als Zeichen höherklassiger Weitsprung-Wettbewerbe
Lauf- und Handsprungtechnik

Die Laufsprungtechnik wird vor allem in höherklassigen Wettbewerben angewendet, da sie erst ab einer gewissen Sprungweite eingesetzt werden kann und sehr komplex in der Ausführung ist. Typisch ist, dass die Laufbewegung in der Flugphase bis zu einer Länge von zwei Schritten fortgesetzt wird; erst dann wird die Landung eingeleitet.

Hangsprungtechnik

Bei den Amateuren dominiert die Hangsprungtechnik. Hier werden beide Arme nach dem Absprung seitlich bis Kopfhöhe ausgebreitet.

Die Beine werden angehockt und bilden einen Winkel von 90 Grad. In dieser Position wird der Flug durchlebt, erst knapp vor der Landung ziehen die Arme gleichzeitig mit den Beinen nach vorne.

Bei dieser Sprungtechnik sind die Füße in einer waagrechten Position. Der Rumpf ist bis zu den Oberschenkeln nach vorne gebeugt. Beim Aufkommen in der Sandgrube muss die Hüfte nach vorne gebracht werden, damit der Athlet nicht nach hinten umkippt.

Die vergleichsweise simpel anmutende Hangsprungtechnik ist dennoch voller technischer Rafinessen. So müssen die meisten Sportler viele Jahre konsequent trainieren, bis sie den Bewegungsablauf mit seinen Feinheiten beherrschen und im Sprung optimal umsetzen können.

Beine eines Leichtathleten: er kommt beim Weitsprung im Sand auf
Beine eines Leichtathleten: er kommt beim Weitsprung im Sand auf

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  • boy jumping over the mountains © Galina Barskaya - www.fotolia.de
  • corkboard background © Norman Chan - www.fotolia.de
  • Weitsprung in der Leichtathletik © Stefan Schurr - www.fotolia.de

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