Schattenboxen

Kampfkunst und Trainingsmethode

Das Schattenboxen ist eine aus China stammende Kampfkunst. Erstmals als Selbstverteidigung gedacht, dient dieser Kampfsport heutzutage eher der Meditation und Persönlichkeitsentwicklung. Schattenboxen wird meist waffenlos praktiziert, es gibt aber auch Methoden mit Fächern oder Langstöcken.

Zwei Sportler machen draußen Tai Chi
chinese do taichi outside © zhu difeng - www.fotolia.de

Das Schattenboxen ist hierzulande eher unter seinem ursprünglichen chinesischen Namen Tai Chi bekannt, der übersetzt "Arbeiten mit Energie" bedeutet.

Bestandteile des Schattenboxens

In China kommt dem traditionellen Tai Chi ein sehr hoher Stellenwert zu. Sehr häufig wird es in der Gemeinschaft praktiziert, gerne auch an öffentlichen Plätzen zur freien Teilnahme für jeden Interessierten. Die Bewegungen wirken langsam und entspannend, erfordern aber eine hohe Konzentration und ein exaktes Körperbewusstsein.

Dabei beinhaltet das Tai Chi nicht nur

sondern auch

die sich zum Teil auch in anderen asiatischen Kampfsportarten wieder finden. Schläge, Tritte und Stöße mit Füßen und Händen gehören dabei zu den Grundelementen.

Bewegungsprinzip

Die Bewegungen werden grundsätzlich in Zeitlupe und in der absoluten Harmonie mit der körpereigenen Atmung ausgeführt. Dabei steht jeder Sportler allein für sich und benötigt keinen Gegner. In Europa ist Tai Chi vor allem bei den weiblichen Sportlern sehr beliebt, da es auf den direkten Körperkontakt und direkten Kampf verzichtet und eher eine meditative und die Konzentration fördernde Tätigkeit ist. So kann man Tai Chi auch zuhause für sich allein üben und praktizieren.

Beim Schattenboxen gibt es keine Altersbeschränkung, denn jeder Praktizierende kann sich Übungen in einem für ihn realistischen Schwierigkeitsgrad aussuchen und diese vertiefen. So lässt sich Tai Chi bis ins hohe Alter hinein perfektionieren.

Wirkung

Neben der

  • Konzentration

wird auch

  • die Koordinationsfähigkeit

stark verbessert. Bei intensivem Training wird

  • das Balancegefühl

geschult, ebenso

  • die Dehnungsfähigkeit des Körpers.

Von der Beliebtheit her knüpft es eng an die Yoga-Welle der frühen 70er Jahre an, und belegt in etwa einen vergleichbaren Stellenwert im Vergleich der Lifestyle-Sportarten.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zum Schattenboxen

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