29. März 2011
Vom Kung Fu zum Fußball. Diese bemerkenswerte Karriere bildet die Grundlage des Kinofilms "Shaolin Kickers". Die Action-Komödie aus Hongkong ist einer der erfolgreichsten Filme in China überhaupt. Eine Gruppe ehemaliger Kung Fu-Kämpfer gründet eine Fußballmannschaft und eilt von Sieg zu Sieg. Was in dem Werk aus dem Jahre 2001 reine Fiktion ist, könnte nun Realität werden.
Der chinesische Fußball ist von der Weltspitze weit entfernt. Erst einmal (2002) gelang die Qualifikation zu einer Weltmeisterschaft. Selbst die Asienmeisterschaft hat die Auswahl noch nie gewonnen. Da sind ungewöhnliche Methoden gefragt, um doch noch Erfolg zu haben. Seit Oktober 2010 existiert in der zentralchinesischen Provinz Henan ein Trainingszentrum, in dem gegenwärtig über 40 Shaolin-Schüler den Umgang mit dem runden Leder üben.
Als Trainer fungiert der ehemalige Hertha BSC Berlin-Profi Alphonse Tchami, der seine Karriere in China bei Changsha Ginde beendete. Chef-Coach Shi Yanlu verspricht sich sehr viel von dieser Maßnahme. Beinarbeit und technische Fähigkeiten der Kung Fu-Recken könnten auch im Fußball von großem Nutzen sein. Vor allem aber Disziplin und Ethos der ostasiatischen Kampfkünstler würden die Trainingsleistungen der Kicker stark verbessern, so Shi Yanlu.
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