Judo

Japanischer Kampfsport mit Tradition

Der Kampfsport Judo beinhaltet eine Vielzahl von Techniken. Wurftechniken, Haltetechniken, Hebeltechniken, Würgetechniken und Falltechniken müssen erlernt werden.

Kleiner Junge in weißem Karate- oder Judoanzug bei Übung
Martial arts boy © attltibi - www.fotolia.de

Das Judo ist eine japanische Kampfsportart mit großer Tradition und auch in Deutschland sehr stark verbreitet. Seinen Namen "Sanfter Weg" erhielt es von dem Hauptprinzip des Sports, das lautet "Siegen durch Nachgeben".

In Kombination mit der Doktrin "Maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand" wird schnell deutlich, dass es sich beim Judo ebenfalls um eine Kampfsportart handelt, die sich in erster Linie mit Abwehr und Selbstverteidigung beschäftigt.

Merkmale und Verbreitung

Judo hat sehr viele Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte mit der Kampfsportart Ju Jitsu, unterliegt aber dennoch einem eigenen Regelwerk. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Kampftechniken des Judo an den Wettkampfsport angepasst, wodurch sich die Kampfkunst weiter verbreitete. Dabei wurden viele Waffentechniken, Tritte und spezielle Schläge ausgeklammert.

Das Judo wurde dadurch zu einer eher ganzheitlichen Philosophie für Geist und Körper. Inzwischen besteht es aus folgenden Grundtypen:

  • Wurftechniken (Nage Waza)
  • Bodentechniken (Katame/Ne Waza)
  • Falltechnik (Ukemi Waza) und
  • Schlagtechniken (Atemi Waza)

Die Gürtel im Judo

Die Gürtel, die die Joduoka tragen, werden eingeteilt in

  • Schülergürtel und
  • Meistergürtel

Die Schülergürtel tragen die Farben weiß, weiß-gelb, gelb, gelb-orange, orange, orange-grün, grün, blau und braun; die Meistergürtel fangen bei schwarz an und gehen über rot-weiß zur roten Farbe über.

Prinzipien der Judo-Philosophie

Wie die meisten asiatischen Kampfsportarten dient Judo nicht ausschließlich der sportlichen Betätigung und der Stärkung des Körpers: Es beinhaltet auch eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung, auf die in den Trainings großer Wert gelegt wird.

Sie enthält zwei wesentliche Prinzipien: das gegenseitige Helfen und Verstehen und den bestmöglichen Einsatz von Körper und Geist.

So hat das Judo mit dem Taekwondo gemeinsam, dass fortgeschrittenere Schüler sich um weniger fortgeschrittene Schüler kümmern, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und mit ihnen üben, auch wenn dabei gelegentlich das eigene Training zu kurz kommt.

Die sozialen Komponenten werden hier sehr hoch bewertet. Aus diesen Gründen eignet sich Judo auch sehr gut für Kinder, die hier parallel zum Sport die Grundlagen der sozialen Verantwortung und des pfleglichen Umgangs erlernen können.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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