Der Degen wiegt etwa 750 g und erinnert von allen Fechtwaffen am ehesten an jene Waffen, mit denen im Mittelalter Duelle ausgetragen wurden. Beim Degenfechten zählt der gesamte Körper als Trefferzone.
Das Degenfechten ist eine der Hauptdisziplinen des Sportfechtens und wird mit dem Sportgerät Degen praktiziert. In der ursprünglichen Form wurde der Degen im Duell verwendet, ist also eine überlieferte Nahkampfwaffe. Im sportlichen Bereich soll der Gegner mit dem Degen zwar getroffen werden, es sollen ihm dadurch aber keine Verletzungen oder Schmerzen zugefügt werden.
Der Degen ist ein wuchtigeres, größeres und schwereres Sportgerät. Seine Glocke, das ist der runde Handschutz, hat einen Durchmesser von 13,5 cm, die Klinge ist deutlich stärker. Das Anzeigegewicht für einen Stoß mit dem Degen beträgt 750 Gramm. Ein Treffer wird als solcher gewertet, wenn der Druck mehr als 750 Gramm beträgt. Dann schließt sich im Degen ein Stromkreis und löst die Punktezählung aus.
Degenfechten wird häufiger von männlichen Fechtern praktiziert, da der Degen unter den Fechtgeräten als das am wenigsten elegante Sportgerät gilt. Aber auch einige Frauen sind im Degenfechten außerordentlich erfolgreich und gleichen die manchmal mangelnde Kraft durch Reaktionsschnelle aus. Die Fechtbahn besteht aus der so genannten Plance, auf der die Fechter stehen. Sie besteht aus einem Metallgeflecht, das verhindert, dass Bodentreffer gezählt werden.
Eine Fechtbahn ist 14 Meter lang und zwischen 1,5 und 2 Metern breit und verfügt über folgende Markierungen: eine Mittellinie, zwei Startlinien - jeweils 2 Meter von der Mittellinie entfernt, 2 hintere Grenzlinien - je 7 Meter von der Mittellinie entfernt. Die beiden letzten Meter vor Beginn der hinteren Grenzlinien sind andersfarbig markiert.
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