19. August 2009
Von Viola Reinhardt
Capoeira hat seinen Ursprung in Brasilien. Die damals eingeschifften Sklaven aus Afrika haben es in der Gefangenschaft praktiziert um sich in der Selbstverteidigung zu üben. Da es Ihnen aber nicht gestattet war zu kämpfen, haben sie diesen Kampfstil als Tanz getarnt. Unter musikalischer Begleitung, ist dann dieser Kontaktlose Kampftanz entstanden.

Capoeira-Tänzer auf der Straße
Unterscheiden kann man Capoeira in zwei Bereichen. Dem traditionellen Angola und der sich weiterentwickelten Art Regional, bei der dann auch andere Kampfkünste mit eingeflossen sind, wie unter anderem Jiu-Jitsu, Wushu und dem Ringen. Während des Trainings wird auch heute noch Musik gespielt und teils sogar noch die damals üblichen Lieder gesungen.
Die Schaukämpfe sind dabei sehr traditionell angelegt. Diese finden für gewöhnlich in der Roda statt. Dabei bildet sich ein Kreis um die zwei Capoeiristas die umgeben von den Musikern oder anderen Capoeiristas sind. Innerhalb dieses Kreises wird dann der Schaukampf ausgeführt.
Bei dem modernen Capoeira wird zwar auch auf musikalische Begleitung Wert gelegt, allerdings wird es dann doch eher mehr auf den Kampftanz an sich ausgelegt. Wie bei vielen Kampfsportarten werden immer mehr verschiedene Abwandlungen erschaffen, die inhaltlich aber doch so ziemlich alles gemeinsam haben.
Im Allgemeinen ist Capoeira ganzkörperbetont, bestehend aus Abwehr- und Boxtechniken über Drehtritte, eingesprungene Tritte, bis hinzu zu Saltos. Dabei wird alles aus einer harmonischen Bewegung zur Musik ausgeführt. Radschlagen und Handstände aus denen ebenfalls Techniken ausgeführt werden, zeichnen die anspruchsvolle Akrobatik aus.
Der ganz klare Vorteil ist das man sich nicht nur in der Selbstverteidigung übt, sich tänzerisch weiterbildet, sondern obendrein auch noch akrobatisch gefordert wird. Aus diesem Grund ist es für Menschen mit Gelenkbeschwerden nicht sonderlich zu empfehlen. Für alle anderen dagegen sehr. Denn gerade durch die Vielfalt, kann man mehrere sportliche Betätigungen in einer verbinden. Der Spaß in der Gruppe rundet dann das Vergnügen vollends ab.
Wer sich also für das Tanzen begeistert, gerne Kampftechniken erlernt und einen Faibel für Akrobatik hat und nicht jedes einzeln erlernen will oder kann, sondern dies alles miteinander verbinden will, für den ist Capoeira die ideale Lösung. Eine exotische, einzigartige und zugleich sehr anspruchsvolle Betätigung, die selbst ob ihrer klar ersichtlichen Vorteile, Ihresgleichen im gesamten Sportbereich sucht.
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Dieses Buch richtet sich an all jene, die sich für die Ausübung von Capoeira interessieren, mit dem Ziel ihnen a...