27. Oktober 2011
Wurfbälle sind Bälle, mit denen spezielle Wurftechniken trainiert werden können. Gleichzeitig fördert das Wurftraining die Armkraft des Sportlers sowie seine Kondition. Wurfbälle kommen aber auch bei Sportarten zum Einsatz, die mit dem eigentlichen Werfen nur wenig gemein haben.
Der wohl bekannteste Wurfball ist der Schlagball, der aus weichem Naturleder besteht. Er wird schon sehr frühzeitig im Schulsport eingesetzt und hilft dem Schüler dabei, die Technik des Weitwerfens zu erlernen. Der Schlagball wiegt in der Regel zwischen 80 und 200 Gramm, wobei das Gewicht dem Alter und Trainingsstand der Kinder angepasst wird. Der Balldurchmesser beträgt etwa 6 Zentimeter und variiert je nach Größe. Um das Reißen der Nähte zu verhindern, sind diese meist handgenäht.
Die größere Variante des Schlagballes stellt der Medizinball dar. Er kann bis zu 5 Kilogramm schwer sein. Der Medizinball wird im Rehabilitationsbereich ebenso verwendet wie im Kraftsport und Ausdauertraining, bei welchem der Sportler diverse Wurf-, Stütz- oder Stemmübungen absolviert. Außerdem ist der Medizinball ein beliebtes Trainingsutensil in der Gymnastik.
Mit Wurfringen lässt sich das besonders präzise Werfen üben. Diese können auf ein bestimmtes Ziel befördert werden. Außerdem kommen sie im Tauchsport zum Einsatz. Hier dienen sie als Objekt, das der Taucher vom Beckenboden nach oben bringen muss.
Alle Wurfbälle eignen sich für Zielwürfe, wie das sogenannte Dosenwerfen, das besonders auf Jahrmarktsveranstaltungen beliebt ist. Hierbei geht es darum, mit dem Wurfball aus einer gewissen Entfernung eine Pyramide aus Blechdosen umzuwerfen. Aufgrund des recht geringen Durchmessers des Wurfballes kann diese Aufgabe bei entsprechender Entfernung relativ anspruchsvoll sein.
In Abwandlung des normalen Wurfballes kann der Wurfball mit einer zusätzlichen festen Schlaufe versehen sein, mit der er nicht geworfen, sondern geschleudert wird. Durch die Schleudertechnik lassen sich extrem hohe Weiten erreichen. Schleuderbälle werden hauptsächlich im Freizeitsport benutzt, sei es von Kindern oder von Erwachsenen. Und selbst Hunde jagen ihnen gern hinterher.
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