11. März 2011
Der Belag für Tennisplätze ist nicht grundsätzlich einheitlich gereglt. Doch gibt es verschiedene Varianten, die auf offiziellen Plätzen im Einsatz sein dürfen. Andere, darüber hinaus gehende Beläge finden sich nur selten und nur auf Freizeitanlagen. Der Belag ist wichtig für ein Spiel, da er unter anderem dessen Geschwindigkeit und somit auch seine Zeitdauer bestimmen kann. Manche Plätze sind mit charakteristischen Belägen versehen, so dass sie für ihre Spielfähigkeit international berühmt sind. Ein Belagwechsel wäre in solchen Fällen nicht denkbar.
Die drei am häufigsten gebräuchlichen Beläge für Tennisplätze sind Sand, Rasen und Kunstbelag:
Der Sandbelag ist der älteste und früher am häufigsten verwendete Belag für Tennisplätze. Er eignet sich ausschließlich für Außenanlagen, da Innenanlagen zu schnell verstauben würden. Sandplätze sind meist mit rot oder orangefarbenem Sand belegt. Die Struktur ist vergleichsweise körnig. Nach einem Spiel muss der Platz mit einem Netz sauber abgezogen werden, damit sich Lauf- und Aufschlagspuren wieder einebnen. Der Sandplatz bietet den Vorteil, dass bei schlechter Witterung nur eine verminderte Lachenbildung einsetzt. Die gute Spielqualität macht ihn daher besonders attraktiv.
Unter bestimmten klimatischen Bedingungen kann ein Rasenplatz die ideale Spielfläche darstellen. Das Spiel auf dem Rasenplatz gilt jedoch als besonders langsam. Hier ist deshalb eine ausgefeilte Spieltechnik und -taktik notwendig. Der Rasenbelag wird ausschließlich für Außenanlagen verwendet. Vereinzelt ist in Tennishallen ein Kunstrasen zu finden, den es übrigens auch in Freianlagen manchmal gibt. Der Rasenplatz ist besonders schwer in Stand zu halten, er ist kostspielig, da er eine Menge Pflege benötigt. Insgesamt ist die Zahl der Rasenplätze weltweit rückläufig.
Sowohl in Hallen als auch im Freien finden sich sehr viele Plätze mit Kunstbelag. Diese sind zwar etwas kostspieliger in der Anschaffung, dafür aber vergleichsweise pflegeleicht in der Erhaltung. Meist wird ein Gemisch aus PVC und anderen Kunststoffen verwendet, dessen Oberfläche leicht aufgerauht wird. Der Ballwechsel auf dem Kunstbelag kann sehr schnell stattfinden, insgesamt erhöht sich dadurch die Spielgeschwindigkeit dramatisch. Kunstbeläge eignen sich am besten für ein gemäßigtes Klima und sind sehr langlebig. Auch bei Stürzen ist die Verletzungsgefahr niedriger, da die Wunden nicht verschmutzen.
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