Das Ligasystem des Deutschen Fußballs

Fußballteam in roten Trikots im Kreis auf Fußballfeld

Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Liga-Einteilung der Amateur-Mannschaften und Profi-Teams wissen sollten

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Fußball ist das liebste Kind der Deutschen. Mehr als sechs Millionen Menschen sind im Deutschen Fußball Bund (DFB) organisiert und treten regelmäßig gegen den Ball. Um ihnen die Spielfreude zu bewahren, wurde ein sechsstufiges Ligasystem in ganz Deutschland etabliert.

Aufbau des Fußball-Ligasystems in Deutschland

Wer in Deutschland ein offizielles Ligaspiel sehen möchte, muss dafür in der Regel nicht weit laufen. Es gibt in der Bundesrepublik ein sechsstufiges Ligasystem, das mehrere Tausend Mannschaften umfasst. Selbst in kleineren Dörfern gibt es nicht selten sogar mehr als ein Team. Grundsätzlich unterteilen lässt sich der Aufbau in:

  • den überregionalen Profibetrieb und
  • den regionalen Amateurbetrieb.

Ligen I bis IV: Die Profi-Mannschaften

Als Profis werden alle Sporter bezeichnet, die ihr Geld "ganz überwiegend" durch ihren Sport verdienen und über ihre Clubs auch versichert sind. Dies trifft auf die Spieler der ersten vier Ligen-Stufen zu:

  1. Ganz oben in der Liga-Pyramide thront dabei die erste Bundesliga mit 18 Teams.

  2. Ihr folgt die zweite Bundesliga mit ebenfalls 18 Mannschaften.

  3. Unter dieser ist die "3. Liga" angesiedelt, die im Jahr 2008 eingeführt wurde. In ihr spielen 20 Mannschaften.

  4. Ihr schließen sich die Regionalligen, von denen es fünf Stück gibt. Die Zahl der Teams reicht von 16 bis zu 20 Mannschaften. Hier sind erste Amateure anzutreffen, doch viele der zweiten Mannschaften der Bundesligisten spielen in der Regionalliga. Aus diesem Grund muss auch diese Liga-Stufe noch zu den Profis gerechnet werden.

Ligen V und VI: Die Amateur-Mannschaften

An die Regionalligen schließen sich die Oberligen an, die von den Landesverbänden organisiert werden. Es gibt 14 unterschiedliche Ligen, die diese Bezeichnung tragen dürfen. Im Nordosten der Republik spielen die Teams aus drei Bundesländern in einer Oberliga. Unter den Oberligen folgen die Landesligen, von denen es in der Bundesrepublik 21 gibt. Sie schließen das offizielle Liga-System ab.

Darunter gibt es zwar noch weitere zahlreiche Spielklassen (Kreisliga, Kreisklasse, etc.), diese sind aber uneinheitlich und werden oft sogar lokal organisiert. Häufig bezeichnet man sie deshalb als "Liga VII+" (bzw. Liga 7+).

Umgangston in der Nationalelf: Jogi Löw duzt seine Spieler, lässt sich selbst aber siezen

Beine von Fußballern in gelben Trikots mit Fußball
fussball © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Kurz vor der Europameisterschaft führte die deutsche Wochenzeitung "Zeit" ein Interview mit dem Nationaltrainer der Fußballer. Joachim, besser bekannt unter dem Namen Jogi Löw, klärte die Öffentlichkeit über den Umgangston zwischen ihm und seiner Mannschaft auf. Löw lässt sich von allen Spielern siezen.

Er selbst duzt aber alle Spieler. Es gibt nur eine Ausnahme: Lukas Podolski duzt Löw trotzdem. Als Jogi Löw noch Assistenztrainer von Jürgen Klinsmann war, erlaubte er den Spielern das du, aber seit er den Chefposten hat, erwartet er die Höflichkeitsform. Warum sich allerdings erwachsene Millonäre von einem Mann duzen lassen, der sie siezt, ist völlig ungeklärt.

Aber wenn Deutschland Europmeister wird, sind solche Fragen unbedeutend.

Gesichtsmasken für die Profifußballer - ein gefährlicher Trend kurz vor der EM

Unterköper zweier Fußballspieler, beide versuchen den Fußball zu treffen
Futbol. Disputa de balon © Maxisport - www.fotolia.de

Sport kann gefährlich werden und Leistungssport umso mehr. Gerade jetzt, kurz vor der EM 2012, können viele der Stars ein Lied von diesen Problemen singen. Damit sie aber trotz Verletzungen nicht auf der Ersatzbank bleiben müssen, tragen immer mehr Gesichtsmasken auf dem Platz. Was ein wenig gruselig anmutet, soll in erster Linie die Knochen, Bänder und Sehnen darunter stabilisieren und so Schädel und Gesicht schützen. Über 1.000 Euro kostet eine solche Spezialanfertigung, bei der jeder Bestandteil der Maske genau an den Kopf angepasst wird. Der raue Umgang mit dem Gegner, aber auch der persönliche Leistungsdruck und der Wunsch, immer einsatzbereit zu sein, führen zu diesem Trend, so die DGMKG, die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Inzwischen rechnet man statistisch mit mindestens zwei "Maskenträgern" je Spiel. Die meisten versuchen damit eine gebrochene Nase oder sogar einen gebrochenen Kiefer für die Dauer des Spiels zu stabilisieren.

Allerdings können selbst diese Masken zu einer trügerischen Sicherheit führen, denn eine bestehende Verletzung bleibt trotz Maske und ist ein Risiko. Chirurgen sehen den Trend zum Spielen trotz Brüchen und Verletzungen äußerst kritisch und warnen die Spieler. Eventuell kann der Einsatz auf dem Feld dennoch zu weiteren Unfällen führen und das mit echten Konsequenzen für die Gesundheit. Die Zahl der Fußballer, die am Ende erneut in der Gesichtschirurgie landen, steigt seit einigen Jahren auffällig.

Fussballvereine geben ihren Spielern Verhaltensregeln für soziale Netzwerke vor

Mann liegt auf Bett und schaut auf Notebook-Bildschirm
Confident young guy using laptop © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wenn die großen Fussballvereine neue Spieler verpflichten wollen, stöbern sie zunächst mit Hilfe von Detektiven und Media-Agenturen nach deren Aktivitäten in den sozialen Netzwerken, um mögliche Charakterschwächen festzustellen. Doch auch wenn die Spieler bereits verpflichtet sind, müssen sie sich teilweise an strenge Regeln halten, was die Benutzung von sozialen Netzwerken angeht.

Die Spieler des FC Bayern beispielsweise dürfen kurz vor den Spielen keine Posts mehr machen und interne Themen jeglicher Art sind streng tabu. Manchester United ging noch einen Schritt weiter und beschlagnahmte vor zwei Jahren die Twitter- und Facebook-Accounts aller Spieler.

Grund dafür war ein Post von Wayne Rooneys Frau, in dem sie von einem Fernsehabend mit ihrem Mann berichtete. Dabei sollte sich Rooney zu diesem Zeitpunkt im Teamhotel aufhalten. Der gegnerische Verein Stoke City las den Post und wusste dadurch, dass Rooney beim Spiel am nächsten Tag nicht dabei sein würde und änderte daraufhin die eigene Aufstellung. Das Spiel endete schließlich unentschieden.

Zu viele Stars verderben das Spiel – bei Mannschaften mit Topspielern leidet das Teamplay

Fuß mit dunkelblauem Stutzen und schwarzem Fußballschuh schießt einen Fußball mit dem Vollspann
Shoot a soccer ball © anekoho - www.fotolia.de

Wer bei der Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt, steht in den Sternen. Vielleicht aber auch in den Studien französischer Forscher: anders als mancher vermutet, haben die Mannschaften mit den meisten Stars nicht die größten Chancen. Als Erfolgsformel haben die Wissenschaftler einen Mix aus Topspielern und normal guten Spielern errechnet. Steigt der Anteil der Superstars über 50 Prozent, leidet das Teamplay.

Intuitiv weiß es jeder: tummeln sich in einem Team zu viele Talente, kommen sich diese gegenseitig in die Quere. "Too much Talent"-Effekt nennen das die Forscher. Anhand von FIFA-Daten haben sie ausgerechnet, dass es für den Spielerfolg besser ist, wenn die Teammitglieder aufeinander angewiesen sind.

Ab 50 Prozent Topstars geht die Leistung bergab. Sind es 60 Prozent, leidet das Miteinander so stark, dass die Mannschaft ein hohes Risiko für ein frühes Ausscheiden hat. Aber der Trainer kann entgegenwirken: durch gezieltes Training der Koordination und klar definierte Positionen und Aufgaben auf dem Platz.

Die Bundesliga

Die Bundesliga ist die höchste deutsche Spielklasse. Woche für Woche beschäftigen sich mehr als zehn Millionen Fans mit ihr. Der besondere Charme, der von ihr ausgeht, ist der Umstand, dass man fast nur erfolgreich oder aber in der Krise sein kann.

Die Bundesliga wurde im Jahr 1963 ins Leben gerufen und erfuhr in ihrem Aufbau seitdem nur wenige Veränderungen. Sie besteht aus 18 Mannschaften, die den deutschen Meister ausspielen. Dafür treffen alle Teams zwei Mal direkt aufeinander - wer nach den 34 Spieltagen ganz oben steht, hat die Meisterschale errungen.

Die Abstiegszone

Wer sich allerdings am anderen Ende der Tabelle befindet, muss die Bundesliga verlassen. Sicher absteigen tun dabei die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18. Das Team, dass die Saison auf Platz 16 beendet hat, tritt in zwei Relegationsspielen gegen den Drittplatzierten der zweiten Bundesliga an. Der Gewinner verbleibt in der Bundesliga.

Die internationalen Plätze

Deutschland hat grundsätzlich sieben internationale Starter: 3,5 Teams dürfen in der Champions League antreten und 3,5 Mannschaften gehen in der weniger lukrativen Europa League (vormals UEFA Cup) an den Start. Konkret bedeutet dies:

  • die ersten Drei der Bundesliga treten sicher in der Königsklasse an.
  • Das Team, das auf Rang vier gelandet ist, muss sich in der Champions League Qualifikation beweisen.
  • Die Ränge fünf und sechs berechtigen zum Start in der Europa League.
  • Der siebte Startplatz geht an den DFB-Pokalsieger.

So wird gerechnet

Eine der wesentlichsten Neuerungen der Bundesliga war die Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Mitte der 90er Jahre. Für einen Sieg erhalten die Mannschaften drei Zähler und für ein Remis wird beiden Teams je ein Punkt gutgeschrieben. Bei Punktegleichheit zählt erst das Torverhältnis, anschließend der direkte Vergleich und dann der Platz in der ewigen Tabelle der Bundesliga.

Das System der Fußball-Bundesliga - simpel erklärt

Jahr für Jahr zieht die deutsche Fußball-Bundesliga Millionen von Fans in ihren Bann. Die traditionsreiche Liga gibt es schon seit 1963. In einem Ligasystem spielen jede Saison 18 Vereine, die alle gegeneinander antreten, die deutsche Fußball-Meisterschaft aus.

Darüber hinaus ermittelt man auch die Teilnehmer der Europapokal-Wettbewerbe.

Die Spielsaison

Ausgespielt wird die deutsche Meisterschaft in einer Spielsaison, die in der Regel von August bis Mai dauert und 34 Spieltage umfasst. Unterteilt wird die Saison in eine Hin- und Rückrunde. Das heißt, dass alle beteiligten Mannschaften zweimal gegeneinander spielen, wobei jedes Team einmal Heimrecht hat. Im Winter wird die Saison durch eine Winterpause unterbrochen.

Gespielt wird in der Regel von Freitag bis Sonntag, es gibt aber auch so genannte "englische Wochen", an denen am Dienstag und Mittwoch gespielt wird. Für ein gewonnenes Spiel gibt es drei Punkte, während für ein Remis ein Punkt vergeben wird.

Die Schlüsselzahl

Erstellt wird der Bundesliga-Spielplan nach einer bestimmten Schlüsselzahl, die jede Saison wechselt. Außerdem werden bestimmte Faktoren, wie zum Beispiel andere Fußball-Großereignisse, berücksichtigt. Daher sind die Termine der Bundesliga auch nach dem Rahmenterminkalender von FIFA und UEFA ausgerichtet.

Darüber hinaus lässt man den Spielplan von der ZIS (Zentrale Informationsstelle für Sicherheit) absegnen. Auf diese Weise sollen Doppler, wie z.B. zeitgleiche Heimspiele vom FC Schalke 04 und Borussia Dortmund, ausgeschlossen werden.

Teilnahme und Qualifikation

Deutscher Fußball-Meister wird diejenige Mannschaft, die am letzten Spieltag die meisten Punkte und Tore erzielt hat und auf dem 1. Tabellenplatz liegt. Die Teams, die am Ende auf Platz 17 und 18 liegen, müssen in die 2. Bundesliga absteigen. Im Gegenzug steigen die beiden erstplatzierten Teams der 2. Liga direkt auf.

Zusätzlich wird seit 2008/09 wieder ein Relegationsspiel zwischen dem Sechzehnten der 1. Bundesliga und dem Dritten der 2. Liga ausgetragen, dessen Sieger entweder in der 1. Liga verbleibt oder aufsteigt. Doch nicht nur der Deutsche Meister und die Absteiger werden in der Bundesliga ermittelt, sondern auch die Teilnehmer an den europäischen Wettbewerben.

Während der Deutsche Meister und der Vize-Meister direkt an der UEFA Champions-League teilnehmen dürfen, bestreitet die drittplatzierte Mannschaft eine Qualifikation. Die Mannschaften, die Platz 4 und 5 belegen sowie der Deutsche Pokalsieger sind unmittelbar für die Europa League spielberechtigt.

Konnten sich beide Pokal-Endspielteilnehmer bereits über die Bundesliga qualifizieren, darf stattdessen das Team, das Rang 6 belegt, an der Europa League teilnehmen.

DFB informiert in Broschüre über Fußball und Homosexualität

Fußballspieler in rotem Trikot kniet im Regen und unter Flutlicht auf dem Rasen und jubelt
Victorious Soccer Player © lassedesignen - www.fotolia.de

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) widmet sich in einer Broschüre dem Thema Fußball und Homosexualität. In der Broschüre erhalten homosexuelle Fußballer, die sich "outen" wollen, Hilfe in Form von Informationen und Kontaktadressen. Der Verband unterstützt jeden Fußballer, der seine Homosexualität öffentlich machen will, wie DFB Präsident Wolfgang Niersbach mitteilte. Niersbach hat das Projekt ins Leben gerufen, entwickelt wurde die Broschüre vom Fanforscher Gunter A. Pilz.

Eine Teilnahme der deutschen Fußballnationalmannschaft am Christopher Street Day im nächsten Jahr hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser Schnarrenberger (FDP) ins Gespräch gebracht. Dies würde die Anstrengungen des Verbandes auf diesem Gebiet unterstreichen. In einem Interview mit der "Sport Bild" riet Nationaltorhüterin Nadine Angerer jedem schwulen Fußballer zu einem Coming Out.

DFL stimmt über Torlinientechnologie in der Fußball-Bundesliga ab

Ausschnitt Tor auf Fußballplatz
goal detail © Tinka - www.fotolia.de

Tor oder kein Tor? Das ist im Fußball die wichtigste Entscheidung, die ein Schiedsrichter treffen muss.

Anstehende Entscheidung über Einführung der neuen Technik

Ob Deutschlands Unparteiische in den beiden höchsten Spielklassen künftig auf technische Unterstützung zählen können, entscheidet die Deutsche Fußball Liga (DFL) am 24. März. Dann wollen die Vertreter der 36 Erst- und Zweitligisten abstimmen, ob auch hierzulande eine Torlinientechnik eingeführt wird.

Verschiedene Modelle stehen zur Abstimmung

Vier Modelle stehen zur Auswahl, darunter auch Goal Control, das bei der WM (12. Juni bis 13. Juli) in Brasilien zum Einsatz kommt, und das sogenannte "Hawk-Eye", das die englische Premier League nutzt.

Ob die Torlinientechnologie schon zur Saison 2014/15 installiert wird, ist allerdings noch offen. So ist noch unklar, ob der elektronische Torwächter auch im DFB-Pokal verwendet werden soll, wenn unterklassige Amateurvereine Heimrecht haben.

Da die Vereine die Technik bezahlen müssen, hofft die DFL auf ein klares Votum.

Die 2. Bundesliga

Die 2. Bundesliga gilt als die "stärkste zweite Liga der Welt", denn die Teams, die dort spielen, sind finanziell gesund. Zudem gibt es eine hohe Durchlässigkeit nach oben, welche die Mannschaften ebenfalls stärkt. Seit einiger Zeit müssen jedoch auch prominente Mannschaften den Absturz in die Bedeutungslosigkeit fürchten, denn die zweite Liga hat noch einmal an Qualität durch größere Konkurrenz gewonnen.

Strukturell ist die zweite Bundesliga ein Ebenbild der ersten Liga. Auch hier treten 18 Mannschaften an, von denen am Ende der Saison drei um ihren Klassenerhalt zittern müssen. Sicher absteigen tun auch hier die Teams auf den Plätzen 17 und 18. Der 16. Platzierte muss in die Relegation gegen den Dritten aus der dritten Liga.

Die Aufsteiger

Sicher in die Bundesliga aufsteigen werden die beiden Mannschaften auf den Plätzen eins und zwei. Der Drittplatzierte muss in die Relegation und sich gegen den 16. Platzierten aus der ersten Bundesliga durchsetzen, um in der Folgesaison in der höchsten deutschen Spielklasse antreten zu dürfen. Bislang hatten die Drittplatzierten aus der zweiten Liga dabei überwiegend das Nachsehen.

Hohe Fluktuation

Die zweite Liga war traditionell ein Ort mit großer Fluktuation. Dieser Umstand hat sich seit der Etablierung der einheitlichen dritten Liga noch einmal verschärft, weil das Niveau zugelegt hat. Immer wieder müssen inzwischen auch Traditionsmannschaften, die man eher in der Bundesliga vermuten würde, um ihren Klassenerhalt zittern.

Beispiele sind Teams wie der Karlsruher SC oder die Spielvereinigung Unterhachingen, die innerhalb weniger Jahre von ganz oben in die dritte Liga durchgereicht worden sind.

Der Fußballfan, das unbekannte Wesen: Die erste Studie zur Fankultur

Weibliches Auge mit Pupille in Deutschlandfarben
german eye © Phototom - www.fotolia.de

Sind die meisten Fußballfans wirklich gewaltbereite Hooligans oder nur Menschen, die mit fanatischer Leidenschaft an ihrem Verein hängen? Dieser und anderen Fragen geht der Sportwissenschaftler Harald Lange nun mit einem Psychologen und einem Kriminologen nach. Zusammen haben sie das erste Institut für Fankultur in Deutschland mit den Standorten Köln und Würzburg gegründet.

Vor allem das Klischee der gewaltbereiten Fans, die nur auf Krawall aus sind, stört den Würzburger Universitätsprofessor . Er ist überzeugt, dass es sich dabei um einen verschwindend geringen Prozentsatz aller Fußballfans handelt, die Woche für Woche in die Fußballarenen des Landes pilgern und dass der Besuch eines Fußballstadien noch nie so sicher war wie heute.

Doch auch den Umgang mit der "Ultra"-Szene kritisiert Lange, denn diese reagieren auf Repressionen und Unterdrückung vor allem mit Gegendruck. Ein Dialog ist so kaum möglich. Diesen wollen Lange und seine beiden Kollegen nun fördern: Ende Juni findet an der Universität Würzburg das erste Blockseminar zum Thema Fankultur statt, bei dem Studenten und Experten Gespräche miteinander führen werden. Auch ein bundesweiter "Fan-Atlas" ist in Arbeit.

Sportwissenschaft: Was ist so faszinierend am Fußball?

Zuschauer, Fußballfans im Stadion
Fußball, Fans, Zuschauer, Köln © Blacky - www.fotolia.de

Das Viertelfinale ist erreicht. Das Wetter ist herrlich. Das Fußballfieber steigt. Der Sportwissenschaftler Harald Lange vom Institut für Fankultur in Frankfurt erklärt, warum der Fußball uns so fasziniert.

Erstens: Der Fußball ist im Prinzip völlig bedeutungslos. Nur deswegen können wir uns in eine solche Euphorie steigern. In einer Paarbeziehung oder am Arbeitsplatz geschehen die bedeutungsvollen Dinge. Hier können wir unseren Gefühle nicht den gleichen freien Lauf lassen wie beim Fußball. Zweitens: Die Spielstruktur des Fußballs ist ganz einfach. Der Ball muss ins gegenerische Tor. Das versteht jeder. Selbst die Abseitsregel ist relativ einfach zu begreifen. Das heißt: Jeder kann mitreden. Drittens: Der Fußball ist unberechenbar. Man weiß nie, wie ein Spiel ausgeht. Elf Mann spielen gegen elf andere Männer. Es gibt Wahrscheinlichkeiten, aber im Prinzip ist alles möglich. Viertens: Im Fußball ist das Gemeinschaftsgefühl möglich. Wildfremde Menschen liegen sich nach einem Tor in den Armen. Man jubelt gemeinsam. Man trauert gemeinsam. Das Spiel gegen Portugal sahen 28 Millionen Deutsche vor dem Fernseher und sechs Millionen beim Public Viewing.

Lange sagt, dass der Fußball seit der WM 2006 in Deutschland in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Er rechnet damit, dass der Fußballsport in Zukunft noch größere Bedeutung gewinnen wird.

Fan-Protest gegen Ganzkörperkontrollen vor Fußball-Stadien

Braunhaariger Hinterkopf eines Mannes mit Fußballfrisur vor Fußballstadion
wm frisur © Tuan Huy Pham - www.fotolia.de

Erst vor zwei Wochen haben sich die Verbände mit den Fußball-Anhängern auf dem "Fan-Gipfel" geeinigt und schon brodelt es wieder unter den Fans. Grund sind diesmal die vor der Münchner Allianz Arena durchgeführten Ganzkörperkontrollen beim Spiel gegen Frankfurt. Laut dem Bündniss Aktiver Fußball-Fans sind solche Maßnahmen rechtswidrig und sind trotzdem im Sicherheitskonzept der DFL verankert.

Obwohl derart scharfe Kontrollen von einigen Spitzenclubs wie Borussia Mönchengladbach oder Schalke 04 abgelehnt werden, müssen sich künftig auch Fans anderer Vereine auf solche Ganzkörperkontrollen vor Spielen einstellen.

Obwohl das ganze Thema in den Medien wieder hochgespielt wird, mussten sich bei dem Spitzenspiel vor der Allianz-Arena in München gerade mal 30 der knapp 6700 Frankfurt-Fans zur genauen Kontrolle komplett entkleiden. Neben gefährlicher Pyrotechnik wurden bei den durchsuchten Fans unter anderem diverse Schlagringe, Messer sowie Kokain und Pfefferspray sichergestellt.

Die Mehrzahl der Fußball-Fans sind friedlich

Pyrolichter bei Fußballturnier, jubelnde Fans in Menschenmenge
Soccer match between Partizan and Red Star © nemar74 - www.fotolia.de

Die aktuelle Statistik zur Fußballsaison 2011/2012 der Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze belegt, dass die Ausschreitungen durch gewaltbereite Fußball-Fans seit einigen Jahren immer mehr ansteigt. Allerdings geht aus den Daten auch hervor, dass sich knapp 18,7 Millionen Zuschauer bei den rund 600 Spielen in der vergangenen Saison absolut friedlich verhalten haben.

Der DFB betont dabei, dass es beispielsweise an einem einzigen Tag auf dem Oktoberfest in München genauso viel Verletzte wie in einer Saison der Bundesliga gibt. Nichts desto trotz stellte die Polizei in den letzten Jahren ein weitaus höheres Gewaltpotential und mehr Aggression unter den gewaltbereiten Fans fest, was immer häufiger auch zu Körperverletzungen an Polizeibeamten oder Sicherheitspersonal führt.

Immer mehr Einfluss für rechte Hooligans und Nazi-Fans in deutschen Fussball-Stadien

Deutschlandflaggen in einer Menschenmenge
deutschlandflagge © Michael Homann - www.fotolia.de

Rechte Fangruppen gewinnen in deutschen Fußballstadien immer mehr Einfluss. Ob in Dortmund, Duisburg, München oder Aachen, Nazi-Hooligans üben immer Druck auf linke oder unpolitische Ultras aus. Dazu zählt nicht nur die Androhung von Gewalt oder nächtliche Hausbesuche, sondern auch physische Auseinandersetzungen. So wurden antirassistische Ultras des MSV Duisburg Mitte Oktober brutal überfallen.

Hooligans aus Dortmund sind besonders gewaltbereit

Rechtsextreme Hooligans hatten Fans des eigenen Vereins attackiert. Auch Frauen und Minderjährige zählten zu den Opfern. Besonders Dortmund gilt als Hochburg der rechten Fußballszene. Die Nazi-Hooligan-Gruppen "Northside" und "Frontline", die den BVB unterstützen, sowie die Skinheadfront Dorstfeld, die in dem Dortmunder Stadtteil ihr Unwesen treibt, gelten als besonders brutal.

Vereine sind machtlos

Unterstützung durch die Vereine gibt es eher selten. Nach dem Zwangsabstieg der Duisburger in die dritte Liga wurde aufgrund fehlender Gelder die Arbeitsgruppe gegen Diskriminierung eingestellt. Obwohl es keinen wirklichen Masterplan zur Gleichschaltung der Fankurven bei den Rechten gibt, nutzen die Nazi-Fans Musik und Fußball, um sich Einfluss zu verschaffen.

Nazi-Hoolszene hat oft Verbindung zur organisierten Kriminalität

Wer sich gegen rechte Gruppierungen in den Stadienkurven wehrt, muss damit rechnen, Opfer einer Gewalttat zu werden. Zumal die Nazi-Hoolszene häufig Verbindungen zur organisierten Kriminalität hat.

Wie reine Sitzplatzstadien die Fankultur zerstören

Einsicht in Fußballstadion, London
Emirates Football Stadium View © Amrit G - www.fotolia.de

Die Stehplatzkultur in Europas Fußballstadien ist vom Aussterben bedroht. In England, dem Mutterland des Fußballs gibt es die Stehgeraden und -kurven schon lange nicht mehr. Doch auch in Deutschland und in den anderen europäischen Topligen geht der Trend vermehrt zu reinen Sitzplatzstadien. Immerhin kämpfen in Deutschland noch genug Fans um ihre Stehkurven. Für sie gehört das zur Fankultur dazu.

Wer einmal etwa die Südtribüne im Dortmunder Stadion mit seinen 25.000 dicht an dicht stehenden Menschen erlebt hat, wird diese Stehtribüne niemals abschaffen wollen. Das Selbstverständnis, am Spiel mit Gesängen und Choreographien teilzuhaben und nicht bloß Zuschauer zu sein, entwickelte sich in den 60er Jahren zuerst in Großbritannien. Später breitete sich die Fankultur im restlichen Europa aus. Von den Stehtribünen kommen die lautstarken Anfeuerungen der Fans für ihr Team. Für viele Anhänger ist ihr Verein zum Lebensinhalt geworden.

Ausgerechnet in England, dem Ort also, wo die Fankultur auf den Stehplätzen ihren Ursprung hatte, verschwanden die Stehtribünen als erstes wieder. Der Grund: Die Katastrophe von Hillsborough 1989, als 96 Fußballanhänger im Spiel zwischen Nottingham Forest und dem FC Liverpool zu Tode gequetscht wurden. Aus Sicherheitsgründen wandelten sich die Arenen in reine Sitzplatzstadien. Die berühmt berüchtigte Stimmung aus den englischen Fußballstadionen litt indes extrem unter dieser Wandlung. Von der Gänsehautatmosphäre von einst ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Die 3. Liga

In der Saison 2008/09 wurde die dritte Liga ins Leben gerufen. Ziel war es, durch sie die Qualität im deutschen Unterbau noch einmal nachhaltig zu erhöhen. Um zeitgleich aber Chanchengerechtigkeit zu gewährleisten, wurden einige Sonderregeln verabschiedet.

Die 3. Liga besteht aus 20 Teams. Der Weg nach oben funktioniert in ihr wie in der ersten und zweiten Bundesliga auch. Sicher aufsteigen werden die Mannschaften, welche die Ränge eins und zwei erobern konnten. Das Team auf dem dritten Rang muss sich in der Relegation beweisen.

Die Teams auf den letzten drei Plätzen steigen allerdings sicher ab. Je nach Zugehörigkeit spielen sie in der Folgesaison in einer der fünf Regionalligen. Im Gegenzug steigen die Erstplazierten dieser Ligen auf. Relegationsspiele gibt es nicht.

Die Sonderregeln

Die 3. Liga ist zugleich die erste Spielklasse, in der auch die zweiten Mannschaften der Bundesliga-Teams antreten dürfen. Hierfür gibt es bestimmte Bedingungen, die dazu dienen sollen, Chancengleichheit herzustellen:

  • So dürfen maximal drei "Leihspieler" aus dem ersten Team zeitgleich auf dem Platz stehen.
  • Zudem ist den zweiten Mannschaften der Weg in die zweite Bundesliga versperrt.

Sollte die Situation auftreten, dass eigentlich eines dieser Teams aufsteigen würde, dann erbt der Nächstplatzierte in der Tabelle den entsprechenden Rang und das Aufstiegsrecht. Absteigen können die zweiten Mannschaften allerdings sehr wohl.

Die Regionalliga

Bis 2008 bildeten die Regionalligen die dritte Ebene in der deutschen Fußball-Liga-Pyramide. Inzwischen befinden sie sich nur noch auf der vierten Stufe. Ähnlich wie in der 3. Liga gibt es auch für sie Sonderregeln, um die Chancengleichheit zu gewährleisten.

Die fünf Regionalligen

Im deutschen Fußball gibt es insgesamt fünf Regionalligen. Diese heißen:

  1. Nord,
  2. West,
  3. Südwest,
  4. Nordost und
  5. Bayern.

Die Spannbreite der teilnehmenden Teams reicht von 16 bis zu 20 Mannschaften je Liga.

Die bayrische Regionalliga und die Regionalliga Südwest werden von den Landesverbänden (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz) organisiert. Für die anderen Regionalligen haben sich Regionalverbände des gleichen Namens gegründet, welche den Spielbetrieb planen und durchführen lassen.

Durch die Durchlässigkeit in die einheitliche 3. Liga gibt es jedoch strikte Vorgaben vom DFB, wie die Organisation aussehen muss.

Sonderregeln für die zweiten Mannschaften

Auch in den Regionalligen treten zahlreiche zweite Mannschaften an. Generell dürfen dabei nur drei "Leihspieler" aus der ersten Mannschaft gemeinsam auf dem Platz stehen. Anders als in der dritten Liga können die Teams problemlos ab- und aufsteigen. Allerdings dürfen nur zweite Mannschaften in der Regionalliga starten, deren erstes Team wenigstens in der zweiten Bundesliga aktiv ist.

Steigt eine erste Mannschaft von der zweiten in die dritte Liga ab, bedeutet dies den sicheren Abstieg der zweiten Mannschaft aus der Regionalliga, selbst wenn das Team seinerseits im Begriff war, in die 3. Liga aufzusteigen.

Auf- und Absteiger

Die Meister der fünf Regionalligen ermitteln gemeinsam mit dem Vizemeister der Südwest-Regionalliga in einer Aufstiegsrunde die drei Aufsteiger. Sicher verlassen müssen die drei am schlechtesten platzierten Teams die Regionalliga. Sie steigen in die Oberliga ab.

Fußballer verhalten sich wie Hausfinken

Nahaufnahme Fußballspieler auf Fußballfeld mit Fußball
foot © karaboux - www.fotolia.de

Wer auf einen etwa gleich starken Kontrahenten trifft, neigt zu größerer Aggressivität. Dies gilt sowohl für Fuß- und Basketballer als auch für Tiere, wie etwa den Hausfinken. Herausgefunden haben dies niederländische Wissenschaftler, die sich intensiv mit Statistiken der deutschen Fußball-Bundesliga und der nordamerikanischen Profi-Basketballliga NBA befasst haben.

Dabei kamen sie zu dem Fazit, dass Duelle auf Augenhöhe besonders ruppig und hart geführt wurden. So begingen ungefähr gleich starke Fußballteams im Schnitt 39,15 Fouls pro Begegnung. Bei den Basketballern betrug der Durchschnitt 42,36. Er war damit rund vier Prozent höher als bei Spielen unterschiedlich starker Mannschaften.

Solche Gegner, so die Wissenschaftler, würden als gefährlichere Rivalen empfunden. Es würde mehr Testosteron ausgeschüttet und die Akteure gingen dementsprechend aggressiver und ruppiger zu Werke.

Dies sei auch in der Tierwelt so, erklärten die Forscher. Kämpften etwa weibliche Hausfinken, die gleich groß seien, gegeneinander, käme es häufiger zu einer Eskalation als bei unterschiedlich großen Vögeln.

Auch bei der Roten Waldameise sei ein ähnliches Verhalten zu beobachten.

Die Oberliga

Die Oberliga wird in Deutschland von den 21 Landesverbänden des DFB in eigener Verantwortung organisiert. Aus diesem Grund gibt es weder eine einheitliche Struktur, noch eine einheitliche Bezeichnung für diese. Die Aufstiegsmöglichkeiten reichen von der Direktqualifikation bis zur Aufstiegsrunde.

Kritik an der Vergleichbarkeit

In Deutschland gibt es 14 Ligen, die sich auf der Ebene der Oberliga bewegen. Dazu gehören die zwölf Ligen, die diese Bezeichnung auch in ihrem Namen tragen sowie die zwei Verbandsligen, die oft auch unter dem Namen Bayern-Liga zusammengefasst werden.

Einige Oberligen (z.B. Bremen, Hamburg, Niedersachsen) tragen zwar diese Bezeichnung, ihre Teams spielen aber in einem Oberligen-Verbund um den Aufstieg in die Regionalliga. In einigen Ligen gehen deshalb nur 16 Mannschaften an den Start, während in anderen bis zu 32 Teams gegen den Abstieg oder um den Aufstieg kämpfen.

Dieser Umstand war schon oft Anlass für Kritik, weil es in den Augen vieler Fans und Aktiver keine wirkliche Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Oberligen gibt. Denn einige Mannschaften haben zum Beispiel erheblich weniger Spiele als andere und sind deshalb ausgeruhter.

Auf- und Absteiger

Generell steigen die 14 Meister der Oberligen direkt in die jeweils zugeordnete Regionalliga auf. Dies gilt nicht für die Champions der bereits erwähnten Oberligen Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Diese tragen mit dem Vizemeister aus der Niedersachsen-Oberliga eine Aufstiegsrunde aus.

Zudem steigt der Vizemeister der Oberliga Westfalen direkt auf. Absteigen werden die Teams, die sich am Ende der Saison auf den letzten drei Plätzen ihrer jeweiligen Oberliga befinden.

Die Verbands- und Landesligen

Die Verbands- und Landesligen werden wie die Oberligen von den 21 Landesverbänden des DFB in eigener Regie organisiert. Um einen regionalen Bezug zu gewährleisten, können sich die Namen allerdings stark unterscheiden. Für sie charakteristisch ist das Staffel-System.

Kritik an der Übersichtlichkeit

Die Verbands- und Landesligen haben den stärksten Landesbezug in der deutschen Liga-Pyramide. Aus diesem Grund erlaubten die Landesverbände in den letzten Jahren einige Umbenennungen: So wurde aus der Verbandsliga Westfalen beispielsweise die Westfalenliga.

Die Vereine begrüßten diese Entwicklung, die Fans übten jedoch Kritik, weil so die Übersichtlichkeit weiter gelitten hat: So benutzt die Bayern-Liga beispielsweise auch den Begriff der Verbandsliga für das Oberliga-Niveau.

Generell gilt jedoch, dass alle 21 Landesverbände als sechsthöchste Spielklasse eigene Landes- oder Verbandsligen organisieren, die nach dem Staffel-System organisiert sind.

Das Staffel-System

Eine Landesliga verfügt über eine bis zu vier Staffeln. Jede dieser Staffeln ist mit 16 Mannschaften besetzt. Diese Staffeln spielen erst einmal untereinander einen Meister aus. Anschließend müssen die Gewinner aller Staffeln einer Lands- bzw. Verbandsliga zu einem direkten Duell bzw. zu einer Aufstiegsrunde antreten.

Pro Landes- und Verbandsliga können dabei ein bis zwei Teams aufsteigen. Dabei gibt es genaue Zuweisungen zu den spezifischen Oberligen. Allerdings bringt das Staffelsysteme erhebliche Wettbewerbsverzerrungen mit sich.

Ein Beispiel:

  • In der Landesliga Bremen sind 16 Mannschaften tätig, von denen zwei bis drei Teams (davon abhängig, ob der Meister der Bremer Oberliga in die Regionalliga aufsteigt) aufsteigen dürfen. Es gibt nur eine Staffel.

  • In der bayrischen Landesliga sind insgesamt 90 Mannschaften in fünf Staffeln aktiv. Aufsteigen darf jedoch überhaupt nur eine Mannschaft.

Es ist daher wesentlich einfacher und weniger anspruchsvoll, in Bremen als in Bayern den Aufstieg zu schaffen. Je größer die Landes- bzw. Verbandsliga, desto größer ist der Nachteil für die Teilnehmer.

Sport: Spielfeldgröße hängt von der Flugweite des Spielgerätes ab

Ausschnitt eines Fußballplatzes
Fußballplatz © mirpic - www.fotolia.de

Französische Physiker haben sich der Frage gewidmet, warum die Spielfelder in verschiedenen Sportarten unterschiedlich groß sind. Insgesamt nahmen die Wissenschaftler der École Polytechnique in Paris 13 Sportarten hinsichtlich ihrer Spielfeldgröße unter die Lupe.

Demnach haben die Anzahl der Spieler und die Größe des Spielgerätes kaum einen Einfluss auf die Außmaße des Spielfelds. Ausschlaggebender Punkt ist vielmehr die maximale Flugweite des Spielgerätes.

Vergleich der Flugweite von Bällen bestimmter Sportarten

Die Flugweite hängt vom Luftwiderstand ab, dabei werden Bälle je nach ihrer Form stärker oder schwächer abgebremst. So können Fußbälle bis zu 75 Meter weit fliegen, während die leichteren Volleybälle höchstens eine Distanz von 36 Metern überwinden können. Die Berechnungen spiegeln die tatsächlichen Begebenheiten wider: Je weiter ein Spielgerät fliegen kann, desto größer ist auch das Spielfeld der Sportart.

Golfbälle können etwa bis zu 214 Meter geschlagen werden, entsprechend weitläufig sind Golfanlagen. Dagegen bremst der Luftwiderstand Tischtennisbälle beispielsweise relativ stark ab, diese erreichen höchstens 12 Meter.

Einstufung in Kategorien

Aufgrund der Berechnungen konnten die Physiker die untersuchten Sportarten entweder in die Kategorie "Präzision und Reflex" oder in die Kategorie "Ziel" einordnen.

Bei Sportarten wie Tischtennis und Federball, die in die erstgenannte Kategorie fallen, sind besonders schnelle Reflexe gefragt. In diesen Sportarten müssen die Athleten in nicht einmal einer Sekunde auf das Spielgerät reagieren. Bei Sportarten wie Fußball und Basketball ist das Ziel hingegen noch wichtiger als eine schnelle Reaktion.

Grundinformationen und Hinweise zu Fußball

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  • Bildnachweis: Soccerteam © L.F.otography - www.fotolia.de

Autor:

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