Laufen Artikel
Abwechslung beim Laufen und die daraus resultierenden Vorteile
Von Viola Reinhardt
Immer die gleiche Strecke zu laufen dient zwar der eigenen Leistungsmessung, wird aber für Menschen, die nur wegen dem Spaß laufen, schnell langweilig. Schon mit ein wenig Abwechslung kann man den Spaß beibehalten und wirkt gleichzeitig der einseitigen Belastung entgegen, um so auch andere Muskelgruppen und Motoriken zu trainieren.
Die wohl simpelste Art der Abwechslung ist es die Runde einfach Mal andersherum zu laufen. Nichtsdestoweniger entstehen dabei, so simpel diese Variante auch sein mag, vollkommen neue visuelle Eindrücke und körperliche Belastungen. Im Extremfall wird diese Runde sogar um einiges anstrengender sein, als man es ansonsten gewohnt ist.
Da viele Wege an den Seiten abschüssig sind und so ein Fuß mehr belastet wird als der andere, da man mit ihm schräg auftritt, sollten selbst die Zeitläufer einen Seitenwechsel in Betracht ziehen. Anstatt rechts läuft man dann links am Wegrand. Das hilft ungemein um der einseitigen Belastung entgegenzuwirken und sorgt auch für neue Bilder im gedanklichen Ablauf, die während des Laufens entstehen.
Um nicht nur ein und dieselbe Motorik oder Muskelgruppen zu trainieren, kann man die Runde auch mal schneller oder im jeweiligen Fall auch langsamer laufen. So trainiert man dann einmal Ausdauer und beim anderen Mal Kraftausdauer und bedient sich unterschiedlicher Motoriken, so das der Organismus eine stetige Abwechslung und auch Beanspruchung erfährt.
Wer immer nur auf ebenen Strecken läuft, sollte unbedingt auch mal in den Genuss kommen, die Anstrengung einer unebenen oder gar mit großen Höhenunterschieden bestehenden Route zu erleben. Um das Ganze noch zu erschweren, kann auch, sofern die Möglichkeit besteht, über Stock und Stein gelaufen werden. Man wird schnell feststellen, dass diese Unterschiede gewaltig sind. Aus diesen Gründen ist damit zu rechnen, dass man weit früher außer Puste kommt, als das gewöhnlich beim Lauftraining der Fall ist. Darum sollte man zu Beginn am besten eine kürzere Distanz wählen, um sich langsam daran gewöhnen zu können.
Des Weiteren wäre das Intervalllaufen noch eine Möglichkeit gegen die aufkommende Langeweile und somit Routine und Demotivierung beim Laufen. Mal schneller, dann langsamer, ab und zu Sprints einlegen, lange und kurze Schritte, Sprünge, seitwärts oder gar rückwärtslaufen, verschiedene Armbewegungen mit einfließen lassen, alles was einem so einfällt und im Bereich des Möglichen ist. Damit sorgt man nicht nur für Abwechslung in der Belastung, verschiedene Motoriken oder das Empfinden beim Laufen, sondern man trainiert gleichzeitig auch noch die Koordination.
Das sind natürlich alles nur Beispiele und Anregungen, die ganz individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden können. Die Hauptsache ist, man hat wieder Spaß am Laufen. Das Trainieren anderer Muskelgruppen, Motoriken, Belastungen oder gar der Koordination, wird dann ganz automatisch entweder nur zur Abwechslung oder für ein ernsthaftes Rundumtraining angewendet und muss im Endeffekt nicht permanent strategisch durchgezogen werden.