Laufen Artikel
Laufen mit Musik
Von Viola Reinhardt
Die Musik wirkt sich auf den Puls aus, das Herz versucht sich an den Rhythmus anzupassen. Eine unangepasste Musik, sollte nicht unterschätzt werden. Gerade Anfänger lassen sich von dem Rhythmus gern beeinflussen und kommen dann ganz schnell aus dem Tritt. Aber auch Fortgeschrittene können sich veranlasst fühlen, sich davon ablenken zulassen. Deswegen sollte die Musik an das Training angepasst werden.
Dazu muss erstmal die gewünschte Pulsfrequenz ermittelt werden. Je nach Trainingsaussicht sind selbige ja sehr unterschiedlich. Für den Fettstoffwechsel, aerob bei 60-75% der maximalen Herzfrequenz (Hfmax.), für die Verbesserung der aeroben Fitness, aerob-anaerob 70-85% Hfmax., für die Steigerung der aerob-anaeroben Leistung, aerob-anaerob bei 80-90% Hfmax., Und dem anaeroben Bereich, der die anaerobe Kondition verbessert, mit einer Hfmax. von über 90%. Die maximale Herzfrequenz mit der 220 minus Lebensalter Methode zu bestimmen, ist mit Vorsicht zu genießen, da die Menschen da ganz individuelle Frequenzen haben. Ein Laufband-Stufentest/Laktattest, den man beim Arzt oder in mittlerweile vielen Fitness-Studios machen kann, gibt die tatsächliche Frequenz an.
Wenn man nun beispielsweise mit einer Herzfrequenz von 130-150 Schläge pro Minute trainieren wöllte, dann muss die Musik auch mit 130-150 Takten pro Minute (BPM/Beats per Minute) gehört werden. Wie viel BPM ein Lied nun hat, kann mit teils kostenlosen Programmen aus dem Internet herausgefunden werden. Mit diesen Programmen ist es zudem möglich, eine Abspielfolge zu bestimmen und diese dann direkt auf das Abspielgerät zu übertragen.
Ein paar Tipps wären noch zu erwähnen. Gelegentlich die Musik pausieren lassen, um den Unterschied zwischen Laufen mit und ohne Musik, bewusst wahrzunehmen. Zu Beginn reicht es schon, die Kopfhörer für ein paar Sekunden aus den Ohren zu nehmen. Die fördert ungemein die Selbstwahrnehmung, deren Erfahrungen wiederum auf das Laufen und sogar das Leben positiv verwendet werden können.
Für die, die nur gelegentlich joggen oder diejenigen, die den Aufwand nicht auf sich nehmen möchten, kann die Musik auch ganz nach Gefühl angepasst werden. Wer darauf achtet, wird schnell erkennen, welche einen eher aufhält und bei welcher man über die Leistung hinaus eine Steigerung finden will.
Nach einigem rumfeilen, hat man dann sogar seine ganz eigene, auf sich selbst zu geschnittene musikalische Begleitung, die dann optimal der Stimmung und der gewünschten Herzfrequenz entspricht, so das sich dabei nicht nur der jeweilige Erfolg steigert, sondern man obendrein noch bester Laune sein und das Trainingspensum kaum spürbar wird.