Laufen mit des Menschen bestem Freund - Tipps zum Jogging mit Hund

Rennen, Schäferhund rennt neben Besitzerin her

Sowohl Mensch und Tier sollten beim Jogging Spaß haben - es gilt, einige Dinge zu beachten, damit aus dem geinsamen Laufen ein geliebtes Hobby werden kann

Sie würden keinen neben sich auf der Couch sitzenden untrainierten Partner danach fragen, ob er Ihnen bei einem 5km-Lauf Gesellschaft leisten würde. Und Ihre geliebten Vierbeiner sollten Sie genauso wenig in das kalte Wasser werfen. Obwohl Ihr Hund wahrscheinlich dazu geboren wurde, schnell zu laufen, müssen Sie ihn langsam an das Laufen heranführen. Hier einige hilfreiche Tipps.

Wer mit seinem Hund nicht nur Laufen, sondern auch andere Sportarten genießen möchte, der kann seinen Hund auch zum

mitnehmen. Für alle, die es etwas ruhiger angehen möchten, eignen sich

mit dem Hund. Egal, welche Sportart Sie gemeinsam mit Ihrem Hund ausführen möchten, es wird auf jeden Fall gut für die Beziehung zwischen Ihnen und dem Haustier sein. Im besten Falle werden Sie sogar "eine Einheit" mit Ihrem Tier und entspannen sich beim Sport.

Beginnen Sie nicht zu früh mit dem Training

Welpen sollten solange nicht in einem Lauftraining involviert werden, wie sich ihre Knochen noch im Wachstum befinden, da ihre Gelenke dann noch sehr anfällig für Verletzungen sind. Bei kleinen Hunden dauert es ca. neun Monate, bei großen Hunden bis zu 16 Monaten bis sie endgültig ausgewachsen sind.

Lernen Sie die Kondition und den Gesundheitszustand Ihres Hundes einzuschätzen

Bevor Sie anfangen, prüfen Sie den Gesundheits- und Fitnesszustandes Ihres Hundes. Wenn Ihr Hund übergewichtig oder anderweitig stark aus der Form ist, sollten Sie schrittweise beginnen. Wenn Sie Ihren Hund aus dem Tierheim haben, machen Sie mit ihm einfache Spaziergänge, um seine Agilität und Kondition beurteilen zu können.

Keine zu langen Läufe

Sie wollen mit Ihrem Vierbeiner eine gute und erfolgreiche Trainingszeit verbringen, überfordern Sie ihn daher nicht.

  • Beginnen Sie damit drei Mal pro Woche 15 bis 20 Minuten mit ihm zu laufen und verlängern Sie in jeder folgenden Woche die Zeiten um weitere 5 Minuten.

Keine zu harten Läufe

Frau läuft an der Seite ihres Hundes

Genau wie wir, müssen sich Hunde fünf Minuten aufwärmen, bevor es mit dem Laufen so richtig losgeht. Suchen Sie nach Ermüdungsanzeichen wie

  • abgeflachten Ohren
  • Schwanz nach unten
  • schweres Keuchen und
  • das Nachziehen der Hinterbeine.

Wenn Hunde erschöpft sind, kann es passieren, dass sie sich einfach hinsetzen und jeden weiteren Schritt verweigern. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie zu weit oder zu schnell gelaufen sind. Und wenn Ihr Hund trotzdem versucht, Ihnen lethargisch nachzulaufen, könnte er ein oder zwei Tage Ruhe gebrauchen.

Bringen Sie Ihrem Hund den Spaß am Laufen bei

Keuchen, abgeflachte Ohren und das Nachziehen der Hinterbeine sind Alarmzeichen
Bei Erschöpfungsmerkmalen Ruhe gönnen

Läufer nehmen oft an, dass Sie Ihren Hund einfach mit auf die Laufstrecke nehmen können und das Tier dann schon wissen wird, was von ihm verlangt wird.

Wenn das bei Ihnen und Ihrem Hund funktioniert, können Sie glücklich sein. Hunde können verwirrt, verrückt, sogar gefährlich sein und flüchten, wenn man sie nicht unter Kontrolle hat. So geht's richtig:

Verwenden Sie eine Leine

Ein sanfter Ruck kann die unsichtbare Hand für Ihren Hund sein, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Der Hund muss lernen, dass er nicht alle fünf Meter stehen bleiben, schnüffeln oder urinieren kann.

Spielen Sie mit Ihrem Hund

Halten Sie Ihren Hund in einer maximalen Entfernung von 1,5 Metern. Verstärken Sie gutes Verhalten, indem Sie ihn mit Lob und kleinen Belohnungen beschenken. Irgendwann wird Ihr Hund verstehen, dass der Lauf selbst, der reale Lohn ist.

Seien Sie der Rudelführer

Der Hund muss verstehen, dass es sich nicht um reine Spielzeit, sondern um Trainingszeit handelt. Beginnen Sie die Trainingseinheiten mit einer kurzen Strecke in einer vertrauten Umgebung, um das Vertrauen Ihres Hundes zu stärken und zu vermeiden, dass sich er nicht erwartungsgemäß verhält, zum Beispiel wenn er die unbekannte Strecke abschnuppern und markieren will oder auf nicht bekannte Hunde und deren Halter trifft und jeden erst einmal kennenlernen und begrüßen will und zum Spielen auffordert.

Alles Ereignisse, die das eigentlich anvisierte Lauftraining verzögern kann. Wählen Sie daher lieber eine vertraute Umgebung für Ihre Trainingseinheiten.

Lehren Sie Höflichkeit

Wenn Sie Fremden begegnen, ziehen Sie es vor, dass Ihr Hund den Fremden nicht begrüßt und zum Stehen veranlasst wird. Denken Sie daran, dass keiner Ihren Hund so sehr liebt wie Sie und daher genügt es, wenn Ihr Hund den Fremden mit einem Blick bedenkt, Sie freundlich Grüßen und ansonsten getreu zusammen weiter Ihrem Laufweg folgen.

Sammeln Sie die Hinterlassenschaften Ihres Hundes auf

Niemand will auf Hundekot treten. Nehmen Sie daher auch beim Lauftraining die richtige Ausrüstung für die Entsorgung mit. Und hinterlassen Sie die Kottüte bitte nicht unter einem Busch. Es gibt genügend Mülleimer am Rand jeder Laufstrecke.

Dogging-Wettkämpfe

Mittlerweile gibt es weltweit sogar viele Dogging-Wettbewerbe. Meist werden Läufe über verschieden lange Strecken angeboten. Hierbei ist es wichtig, Ihrem Hund von Zeit zu Zeit Wasser anzubieten, damit er beim Training nicht dehydriert.

Dogging im Sommer und im Winter

Im Sommer bietet sich auch Inline-Skaten mit dem Hund an. Besonders große Hunde, die viel Auslauf benötigen, werden Ihnen dankbar sein, wenn sie sich an Ihrer Seite austoben dürfen. Wählen Sie eine ruhige Strecke, bei der der Hund keinem Stress ausgesetzt wird. Sie werden sehen, dass nicht nur Sie Spaß am Dogging haben werden.

Alle, die auch im Winter mit ihrem Hund Sport betreiben möchten, können Langlaufen gehen. Diese Sportart wird meist in relativ niedrigem, gemütlichen Tempo durchgeführt, sodass auch Ihrem Hund nicht so schnell die Puste ausgehen wird.

Und zuletzt

Huskys im Schnee
Huskys im Schnee

Genießen Sie das Zusammensein mit Ihrem Vierbeiner. Hunde lieben es den ganzen Tag in der Natur zu sein. Durch Ihr gemeinsames Laufen verschaffen Sie Ihrem Hund viel Bewegung, somit Vitalität und verstärken Ihre Verbindung. Das gemeinsame Lauftraining wird Ihre Beziehung intensivieren und sich auch als Antrieb für Sie und Ihre Trainingsergebnisse zeigen.

Den inneren Schweinehund mit dem richtigen Hund übertrumpfen

Drei braune Hunde (Bordeauxdoggen) rennen zähnefletschend durch den Schnee
Dog Bordeaux dog © brusnikaphoto - www.fotolia.de

Wer kennt ihn nicht, den inneren Schweinehund? Ständig verleitet er einen zum Müßiggang und zur Faulheit. Mit dem Hund als Haustier hat er jedoch keine Chance – der Hund muss raus, Gassi gehen, bei Wind und Wetter. Da zählen auch Ausreden nicht.

Rebecca Johnson, Forscherin einer amerikanischen Universität, hat dazu eine Studie durchgeführt. Senioren sollten eine Woche lang entweder mit einem Hund oder mit einem Menschen einen Spaziergang machen. Diejenigen, die den Weg mit dem Hund zurücklegten, liefen im Schnitt eine um 28 Prozent weitere Strecke, als die, die mit dem Menschen gingen. Das läge an der Faulheit und an den Ausreden, die gerade bei schlechterem Wetter gerne mal vorgeschoben werden, um den Spaziergang nicht zu Ende zu führen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Dog Race © Martin Hahn - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Dog Race © Martin Hahn - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Vintage Chalkboard © Maceo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sled dogs running in Greenland © mady70 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: golden retriever © Otmar Smit - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hundesenior mit Stöckchen © Carola Schubbel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Smiling dog © tstockphoto - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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