1. Februar 2012
Skibindungen sind Haltevorrichtungen am Ski, mit deren Hilfe der Skischuh fixiert wird. Sie sorgen somit für Sicherheit und für eine optimale Kraftübertragung. Unterschieden werden diverse Arten von Skibindungen.
Bei einigen Skisportarten wird nur die Schuhspitze auf dem Ski fixiert. Die Ferse bleibt frei. Diese Art der Sicherung kommt dann zum Einsatz, wenn der Ski einen ständigen Bodenkontakt hat. Als Beispiele kommen Langlauf und Telemarken in Betracht.
Für alpine Skisportarten reichen diese Skibindungen nicht aus. Beim Abfahrtslauf, Slalom, Riesenslalom oder Skispringen bestünde das Risiko, dass der Ski verloren geht. Hier verbindet man sowohl Schuhspitze als auch den hinteren Teil des Skischuhs mit dem Ski. Man spricht von der sogenannten Sicherheitsbindung.
Sicherheitsbindungen machen das Skifahren aber auch deswegen sicherer, weil sie in Gefahrensituationen auslösen und so das Verletzungsrisiko minimieren. Dies kann beispielsweise im Falle eines Sturzes erforderlich sein. Wird eine maximale Krafteinwirkung überschritten, wird der Schuh vom Ski getrennt. Dieser sogenannte Auslösewert kann individuell eingestellt werden.
Bei schmalen Carvingski-Modellen kann eine zusätzliche Dämpfungsplatte angebracht werden, die sich über der Bindung befindet. Teilweise ist diese in der Skibindung integriert. Sie soll Stürze verhindern, die dadurch ausgelöst werden könnten, dass beim extremen Umkanten die Stahlkante des Carvingskis nicht greift.
Die Höhe dieser Bindungsplatten kann variieren, im Rennlauf schreibt das Reglement eine maximale Höhe von 50 Millimetern vor. Bei der Auswahl von Bindungsplatten muss auf die Kompatibilität mit dem Ski geachtet werden.
Am Tourenski wird der Skischuh mit einer Tourenbindung fixiert. Hierbei handelt es sich um eine variable Bindung. Während beim Aufstieg lediglich die Schuhspitze befestigt wird, verbindet man für die Abfahrt Schuhspitze und Ferse am Ski. Auch Tourenbindungen sind Sicherheitsbindungen.
Als besonders flexibel erweisen sich Varioskibindungen. Sie lassen sich an beiden Enden verschieben und somit innerhalb kurzer Zeit individuell anpassen. Außerdem kann der Schwerpunkt mit ihrer Hilfe verändert werden.
Nicht nur Sicherheitsbindungen, auch alle anderen Skibindungen sollten sicher sein. Deshalb müssen sie nach ISO-Vorschriften genormt sein. Trotz der Einhaltung aller Vorschriften kann es zum fehlerhaften Auslösen von Bindungen kommen. Dies liegt allerdings in den meisten Fällen nicht an der Bindung, sondern an einer falschen Einstellung oder an äußeren Einflüssen, die auf die Bindung wirken.
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